Neubau Sudetendeutsches Museum in München – Tragwerksplanung

Staatliches Bauamt Rosenheim

Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Rosenheim, beabsichtigt die Errichtung eines Sudetendeutschen Museums. Das Museum soll ein Ort werden, der Geschichte, Schicksal und Kultur der Sudetendeutschen lebendig im Bewusstsein hält – einschließlich ihrer Leistungen für die europäische Verständigung und als Brückenbauer in Europa – ein Ort der Begegnung und des Dialogs, insbesondere mit unseren tschechischen Nachbarn.
Die Bauaufgabe besteht aus mehreren Teilen:
— Neubau des Sudetendeutschen Museums,
— Erweiterung der Alfred-Kubin-Galerie im Sudetendeutschen Haus,
— Sanierung des Adalbert-Stifter-Saals im Sudetendeutschen Haus,
— Umbau von Büroräumen für die Museumsverwaltung im Sudetendeutschen Haus.
Gegenstand der Vergabe und des VOF-Verfahrens sind jedoch nur der o. g. Neubau und die Erweiterung der Alfred-Kubin-Galerie.
Für den Neubau des Sudetendeutschen Museums steht ein ca. 1 200 m² großer Teil des Stiftungsgrundstück der Sudetendeutschen Stiftung Hochstr. 8 (Flurstück 15009), auf dem derzeit die Gaststätte „Wallensteinstuben“ situiert ist, zur Verfügung. Der benötigte Teil des Stiftungsgrundstücks soll dem Freistaat Bayern überlassen werden. Die Gaststätte, ein Gebäudeteil mit Erdgeschoss und 2 Untergeschossen (in die abfallende Isarhangkante hinein gebaut) und einem Obergeschoss muss im Zuge der Baumaßnahme abgerissen werden, um Platz für den Anbau des Museums zu schaffen.
Für das zu planende Museum werden rd. 1 140 m² NF1-6 Ausstellungsfläche im Neubau für Dauerausstellung und rd. 380 m² NF1-6 Sonderausstellungsfläche im Altbau benötigt (260 m² Fläche vorhanden + 120 m² Erweiterungsfläche zu planen).
Neben dieser reinen Ausstellungsfläche benötigt das Museum rund 250 m² NF1-6 zusätzliche Flächen für das Foyer, ein Sonderdepot und ein böhmisches Bistro im Neubau. Im Altbau werden weitere Flächen für die Museumsnutzung ertüchtigt (Verwaltung Museum, Vortragsraum und Raum für Museumspädagogik); diese Planungen sind nicht Gegenstand des VOF-Verfahrens, werden aber parallel baulich ausgeführt.
Aufgabe des VOF-Verfahrens ist die Entwicklung einer Tragwerksplanung für das Museum, die unter Würdigung der komplexen Randbedingungen wie:
— Anbau des Museums an das Stiftungsgebäude von 1980 mit Anpassungen im Bestand,
— teilweise Unterfangung des Bestands sowie Fundamentierung mittels Bohrpfählen (Neubau),
— komplexer Abriss eines in den Isarhang hineingebauten Gebäudeteiles (Hangsicherung, Absicherung des Stiftungsgebäudes),
— Funktionsverteilung der Museumsflächen in Neu- und Altbau,
— beengtes, abfallendes Baugrundstück,
— Planung als energieeffizientes Gebäude (mind. EnEV 2009 – 30 %),
— Grundstück im Umgriff des Landschaftsschutzgebiets „Isarhangkante“ (geschütztes Biotop),
— Anbindungsgang an das rückwärtig gelegene „Haus des deutschen Ostens“ und auf Grundlage des Raumprogramms und Museumskonzepts einen realisierbaren und funktionalen Gebäudeentwurf ergibt.
Die Gesamtbaukosten für die Neubaumaßnahme für KGR 200-700 sind mit 18 000 000 EUR gedeckelt. Die Übergabe des fertigen Gebäudes soll im Sommer 2018 erfolgen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-11-12. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-10-09.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-10-09 Auftragsbekanntmachung
2015-11-04 Bekanntmachung über vergebene Aufträge