Physikalisch-Technische Bundesanstalt ,Erweiterung Willy-Wien-Laboratorium, Magnusstraße 9, 12489 Berlin, Entwurfsplanung u. Objektbetreuung / Dokumentation,Technische Ausrüstung gemäß der HOAI § 53ff, LPH 3 bis 9, Anlagengruppen 1, 2, 3, 6, 7 und 8
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig und Berlin, ist das nationale Metrologie-Institut mit wissenschaftlich-technischen Dienstleistungsaufgaben. Sie misst mit höchster Genauigkeit und Zuverlässigkeit, betreibt Grundlagenforschung und Entwicklung für den gesetzlich geregelten Bereich und die Industrie, sowie für den Technologie-Transfer. In Berlin-Adlershof betreibt die PTB einen Standort mit dem Schwerpunkt Radiometrie. Dort stehen zwei Speicherringanlagen (BESSYII und Willy-Wien-Laboratorium), die Synchrotronstrahlung für Forschungsaufgaben nutzen. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung betreut die PTB als Nutzer in allen Angelegenheiten des Bauens und nimmt die Stellung des Auftraggebers ein.
Das bestehende physikalische Laborgebäude mit Namen „Willy-Wien-Laboratorium“ (BGF 3 255 m²) wurde 2007 in Betrieb genommen und entspricht gestalterisch/konstruktiv einem Industriebau. Es besteht aus einer 11 m hohen und ca. 1 420 m² großen Halle, in die ein Teilchenbeschleuniger für Synchrotonstrahlung integriert ist. In der Halle finden physikalische Versuche unter Laborbedingungen zum Strahlenschutz, sowie Reinraumanforderungen statt. Zwei Seiten der Halle flankieren 3geschossige Anbauten mit Büro-, Verwaltungs- und Technisch-Funktionalen Nutzungen.
Bauaufgabe ist die zweite Längsseite der Halle um einen Anbau zu erweitern mit einer BGF von ca. 1 400 m². Dieser Baukörper soll weitere Büronutzungen, Funktions-, Laborräume und einen Konferenzbereich aufnehmen. In den Laborbereich sind Reinraumzellen der ISO-Klasse 5 zu integrieren. Auf dem Dach werden die zur Versorgung der Labore und des Konferenzraumes notwendigen technischen Anlagen stehen.
Ein Raum im Bestandsgebäude soll für Büronutzung umgebaut werden. Sämtliche Baumaßnahmen müssen unter laufendem Forschungsbetrieb durchgeführt werden. Begrenzte Stillstandzeiten sind mit dem Nutzer abzustimmen.
Eine integrierte LKW-Schleuse soll die logistische Andienung der Halle verbessern.
Die Außenanlage muss umgestaltet werden. Zufahrten und Verkehrsflächen für Schwerlastverkehr sind neu anzulegen.
Für diese Bauaufgabe sind HOAI-Leistungen der Leistungsphasen 3 bis 9 zu erbringen. Besondere Leistungen zu Anforderungen an die Form und Dokumentation von Leistungen, die Beachtung von Vorschriften des Bundes werden eingefordert.
Fundierte Kenntnisse der Richtlinien des Bundes mit Anforderungen zur Energieeinsparung, Nachhaltigkeit und Arbeitsstätten sind erforderlich und in der Planungsaufgabe zu beachten.
Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf ca. 4 900 000 EUR.
„ Die Vergabe der ausgeschriebenen Leistung kann nur bei Vorliegen eines gültigen Haushaltsgesetzes erfolgen. Der Abschluss dieses Vergabeverfahrens durch Zuschlagserteilung und der Vertragsschluss stehen daher unter dem Vorbehalt, dass die vorläufige Haushaltsführung durch den Abschluss eines Haushaltsgesetzes beendet wird, welches die Finanzierung der vorliegenden Maßnahme bewilligt.“
Auftraggeber/Nutzer: Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch BM Umwelt und Bauen, vertreten durch BBR
Art der Baumaßnahme: Neubau / Erweiterungsbau eines Labor- und Bürogebäudes
BGF/BRI: 1 412 m² / 6 031 m³
NGF: 1 226,8 m
Leistungsbereich: Technische Ausrüstung gemäß HOAI § 53ff, LPH 3 bis 9, Anlagengruppen 1, 2, 3, 6, 7 und 8, Grundleistungen und ggf. Besondere Leistungen, Honorarzonen II/III min
Geschätzte Baukosten: ca. 4 900 000 EUR (brutto)
Geschätzte Gesamtkosten der KGR 400: ca. 1 046 000 EUR (brutto)
Anlagengruppe 1: ca. 38 000 EUR
Anlagengruppe 2: ca. 35 600 EUR
Anlagengruppe 3: ca. 259 000 EUR
Anlagengruppe 6: ca. 56 400 EUR
Anlagengruppe 7: ca. 174 600 EUR
Anlagengruppe 8: ca. 121 100 EUR
Projektdauer: 48 Monate
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-07-07.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-06-03.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-06-03
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Auftragsbekanntmachung
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2015-08-03
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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