Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Neubau Walther-Meißner-Bau, Abbestraße 2-12, 10587 Berlin; Tragwerksplanung Hochbau, VOF 21-460/14

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, in Vertretung für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Tragwerksplanung (§ 49ff HOAI 2013, LPH 3-6, besondere Leistungen) für die Realisierung eines viergeschossigen, unterkellerten Neubaus eines Laborgebäudes der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt - Institut Berlin.
Für die Tieftemperaturforschung der PTB soll ein neues Laborgebäude auf dem gründerzeitlich geprägten und teilweise denkmalgeschützten Campus in Berlin-Charlottenburg errichtet werden. Die Nutzfläche beträgt ca. 2.870 m², die Bruttogrundfläche ca. 6.000 m² der Bruttorauminhalt ca. 25.000 m³. Die Labore sind schwingungsempfindlich und teilweise als Reinraum auszubilden.
Für Realisierung wurde eine Kostenobergrenze von ca. 13 Mio. EUR netto (KG 200-500) genehmigt.
Projektdauer: ca. 60 Monate
Der Neubau war Gegenstand eines Nichtoffenen Architektenwettbewerbes, der Ende Januar 2014 entschieden wurde.
Die hochsensiblen Geräte in den Tieftemperaturlaboren erfordern die erschütterungstechnische Auslegung des Gebäudes. Die baudynamische Betreuung der Ausführung erfolgt durch einen Baudynamiker. Es ist beabsichtigt die Leistungen der Tragwerksplanung als statische Fachplanung für die Objektplanung Gebäude für die Leistungsphasen 3 bis 6 zu vergeben. Für die Planung und Durchführung der Baugrube und Wasserhaltung soll ein Ingenieurbüro für Geotechnik und Tiefbau beauftragt werden.
Das Baufeld befindet sich in Berlin-Charlottenburg an der Fraunhofer- und der Abbestraße. Das Baugrundstück ist ca. 3.650,00 m² groß. Es wird im Norden vom Wilhelm-Foerster-Bau und im Westen vom Hermann-von-Helmholtz-Bau begrenzt. Das derzeitige Trafogebäude soll 2014/2015 zurückgebaut werden. Die Höhe des ebenen Grundstücks variiert gering zwischen 33.89 und 34.03 m über N.H.N. Gemäß § 2 BauO Bln ist das Gebäude in die Gebäudeklasse 5 und als Sonderbau nach § 2 Abs.4 Punkt 17 BauO Bln einzustufen.
Für das Gebäude ist eine Stahlbetonkonstruktion vorgesehen. Durch die Kubatur des Gebäudes, sowie die Größe und Massivität der Bodenplatte können Biege- und Torsionsschwingungen reduziert werden. Die sehr hohe Biegesteifigkeit der starken Bodenplatte und die Dämpfung durch den Baugrund bewirken eine Minderung der über den Baugrund aus dem Umfeld eingeleiteten Schwingungen. Am Fundamentbereich der dreigeschossigen Kryolabore in der inneren Messzone müssen die erforderlichen Schwingungsanforderungen nach VC-Linie Nano-D (VDI 2038) ohne separates Fundament erreicht werden. Die Blöcke stehen im UG direkt auf der Bodenplatte und reichen bis zum Bodenniveau des EG. Durch massive Konstruktionen im gesamten Gebäude sollen die Biege- und Torsionsschwingungen derart reduziert werden, dass die für die Forschungen erforderlichen Vibrationsklassen eingehalten werden.
Es ist beabsichtigt den Walther-Meißner-Bau mit Mauerwerksfassaden auszuführen. Die Fassade wird in einer energetischen Qualität entsprechend des Erlasses des BMVBS: B12-8133.273 v. 03.03 2011 (EnEV 2009-30 %) ausgeführt. Als besondere Leistungen (LPH 4) können hier statische Nachweise an nicht zum Tragwerk gehörenden Konstruktionen (Fassade) erforderlich werden.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-04-15. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-03-12.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-03-12 Auftragsbekanntmachung
2015-02-02 Bekanntmachung über vergebene Aufträge