Planung von Bauleistungen für die Komplettinstandsetzung/-sanierung des Bürodienstgebäudes der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
Thema: Komplettinstandsetzung/-sanierung des denkmalgeschützten Bürodienstgebäudes Württembergische Straße 6.
Beschreibung des Auftrags- und Beschaffungsvorhabens:
Die Planung von Bauleistungen für die Komplettinstandsetzung/-sanierung der Württembergischen Straße 6 gilt für das Gebäude sowie die technischen Anlagen.
Standort/Gebäudebeschreibung.
Auf dem Eckgrundstück Württembergische Straße 6/Pommersche Straße befindet sich der 1954-56 von Herrn Werry Roth errichtete Bürokomplex mit dem 18-geschossigem Hochhaus und drei 6-geschossigen Gebäudeteilen mit auskragenden Flachdächern.
Das Gebäude ist als Baudenkmal Württembergische Straße 6 seit 1991 in der Denkmalliste Berlin nach § 4 DSchG Bln. eingetragen.
Es handelt sich um einen Stahlbetonskelettbau mit aussteifenden Wandschotten. Teile der Hochhausfassaden wurden als Mosaiken ausgeführt, die 1990/91 als hinterlüftetes System instandgesetzt wurden. Die durchgehenden Pfeiler sind mit Betonwerksteinplatten verkleidet, deren Befestigungen nicht mehr tragfähig sind. Daher sind alle Fassaden derzeit gesichert. Das 17. OG des Hochhauses springt zurück und ist teilweise als Terrasse ausgebildet. Der Haupteingang liegt an der Württembergischen Straße, der zweite Eingang an der Pommerschen Straße. Das Gebäude verfügt über vier Treppenhäuser und ist komplett unterkellert. Die vorhandene Bebauung weist die üblichen Bauqualitäten der Errichtungszeit auf. Die Geschossdecken sind als als Stahlbetonkassettendecken mit Rohrputzunterdecke ausgeführt. Die vorhandene Grundrissstruktur der Obergeschosse ist klar als zweibündiger, bzw. Bauteil VI als einbündiger Verwaltungsbau gegliedert. Im Untergeschoss befinden sich Technik-, Archiv- und Abstellräume.
Das gesamte Objekt verfügt über eine BGF von ca. 34 800 m².
Ziel und Umfang der Instandsetzungs-/Sanierungsmaßnahmen
Ziel der Maßnahme ist die komplette Instandsetzung/Sanierung des Bürodienstgebäudes für die Unterbringung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Abstimmung mit der Denkmalpflege ist Voraussetzung für die Umsetzung.
Eine Entscheidung darüber, ob die Fassaden nach denkmalverträglichen Gesichtspunkten instandgesetzt werden oder eine energetische Sanierung mit „neuem Gesicht“ durchgeführt wird, ist derzeit noch offen.
Ca. 80 % der Fenster sind Holzkastendoppelfenster die entweder energetisch ertüchtigt oder erneuert werden sollen. Berücksichtigung des sommerlichen Wärmeschutzes. Die Tragstruktur (Stahlbetonskelettbau) ist zu erhalten, Betonsanierungen nach Erfordernis durchzuführen. Die Bestands-Stahlbetonkassettendecken des Gebäudes können aufgrund der mit Rohrputz ausgeführten Unterdecken nicht in die Feuerwiderstandsklasse F 90 eingestuft und müssen deshalb brandschutztechnisch ertüchtigt werden.
Die Grundrissstruktur der Büro- und Sondernutzungsflächen in dem gesamten Gebäude ist dem Raum- und Flächenbedarf von SenStadtUm anzupassen.
Der Innenausbau ist nach den funktionalen und nachhaltigen Gesichtspunkten, sowie den Anforderungen des Nutzers zu modernisieren und umzubauen, unter Berücksichtigung der brandschutztechnischen, statischen und bauphysikalischen Erfordernisse. Barrierefreiheit ist zu gewährleisten.
Die Erneuerung der Elektro-, IT-, Heizungs-, raumlufttechnischen und Sanitäranlagen sind durchzuführen. Klimatisierung ist für ausgewählte Besprechungsbereiche vorzusehen.
Die für Gebäudeteilbereiche bereits installierte neue Brandmelde- und Elektroakkustische Anlage ist für das gesamte Gebäude zu erweitern einschließlich Sicherheitsbeleuchtung.
Die Netzersatzanlage, sowie die Personenaufzüge sind zu prüfen und ggf. zu erneuern, bzw. teilzuerneuern.
Erneuerung der Blitzschutzanlagen.
Folgende Anlagen und Räume die bereits instandgesetzt wurden sind zu erhalten und zu schützen:
Feuerwehraufzug.
Glaserkerfassaden.
Alle Räume und Anlagen im Glaserker (Saal 101, Saalfoyer, Lounge und Besprechungsraum 2. OG.
Rollregalanlage Archiv 1. UG.
Erkennung, fachgerechter Ausbau und Entsorgung von Schadstoffen sind wesentlicher Bestandteil der Bauaufgabe.
Zeitplan.
Voraussichtlicher Planungsbeginn ist April 2015. Planung und Ausschreibung und Vergabe sind Oktober 2016 abzuschließen. Der Ausführungszeitraum für die Realisierung ist geplant von Anfang Januar 2017 bis März 2019.
Ausschreibungsverfahren.
Ausgeschrieben werden die Leistungen in 2 Losen:
Los 1: gemäß HOAI 2013, Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1. Gebäude und Innenräume, § 34, Anlage 10, ab Leistungsphase 1. Die Ergebnisse der Raum- und Bedarfskonzepte von SenStadtUm werden in der Verhandlungsphase zur Verfügung gestellt. Mit der Objektplanung sind die Leistungen der Tragwerksplanung (§51), der Bauphysik, des Brandschutzes, der Energieberatung, sowie eines Sicherheits- und Gesundheitskoordinators mit anzubieten.
Los 2: gemäß HOAI 2013, Teil 4 Fachplanung, Abschnitt 2. Technische Ausrüstung § 53, Anlage 15.
Zunächst werden im Ergebnis des VOF-Verfahrens die Leistungsphasen 1 bis 6 beauftragt. Die Beauftragung der Leistungsphasen 7 bis 9 wird vorbehalten. Ggf. erfolgt eine stufenweise Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen.
Die Lose werden getrennt vergeben. Bewerbungen sind für beide Lose möglich.
Es ist davon auszugehen, dass im Verlaufe des Verhandlungsverfahrens eine Maßnahmen- und Kostenkonzeption erbeten wird. Dieses wird ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Auftragsvergabe sein.
Der Auftraggeber behält sich vor, mit den Gewinnern dieses Teilnehmerwettbewerbs ein separates Wettbewerbsverfahren durchzuführen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-10-21.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-09-17.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Objekt Umfang der Beschaffung
Titel:
“Planung von Bauleistungen für die Komplettinstandsetzung/-sanierung des Bürodienstgebäudes der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt...”
Titel
Planung von Bauleistungen für die Komplettinstandsetzung/-sanierung des Bürodienstgebäudes der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
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Produkte/Dienstleistungen: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen📦 Beschreibung
Ort der Leistung: Berlin🏙️
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Fehrbelliner Platz in 10707 Berlin
Beschreibung der Beschaffung:
“Die Planung von Bauleistungen für die Komplettinstandsetzung/-sanierung der Württembergischen Straße 6 gilt für das Gebäude sowie die technischen Anlagen....”
Beschreibung der Beschaffung
Die Planung von Bauleistungen für die Komplettinstandsetzung/-sanierung der Württembergischen Straße 6 gilt für das Gebäude sowie die technischen Anlagen. Standort/Gebäudebeschreibung Auf dem Eckgrundstück Württembergische Straße 6/Pommersche Straße befindet sich der 1954-56 von Herrn Werry Roth errichtete Bürokomplex mit dem 18-geschossigem Hochhaus und drei 6-geschossigen Gebäudeteilen mit auskragenden Flachdächern. Das Gebäude ist als Baudenkmal Württembergische Straße 6 seit 1991 in der Denkmalliste Berlin nach § 4 DSchG Bln. eingetragen. Es handelt sich um einen Stahlbetonskelettbau mit aussteifenden Wandschotten. Teile der Hochhausfassaden wurden als Mosaiken ausgeführt, die 1990/91 als hinterlüftetes System instandgesetzt wurden. Die durchgehenden Pfeiler sind mit Betonwerksteinplatten verkleidet, deren Befestigungen nicht mehr tragfähig sind. Daher sind alle Fassaden derzeit gesichert. Das 17. OG des Hochhauses springt zurück und ist teilweise als Terrasse ausgebildet. Der Haupteingang liegt an der Württembergischen Straße, der zweite Eingang an der Pommerschen Straße. Das Gebäude verfügt über vier Treppenhäuser und ist komplett unterkellert. Die vorhandene Bebauung weist die üblichen Bauqualitäten der Errichtungszeit auf. Die Geschossdecken sind als als Stahlbetonkassettendecken mit Rohrputzunterdecke ausgeführt. Die vorhandene Grundrissstruktur der Obergeschosse ist klar als zweibündiger, bzw. Bauteil VI als einbündiger Verwaltungsbau gegliedert. Im Untergeschoss befinden sich Technik-, Archiv- und Abstellräume. Das gesamte Objekt verfügt über eine BGF von ca. 34 800 m2. Ziel der Maßnahme ist die komplette Instandsetzung/Sanierung des Bürodienstgebäudes für die Unterbringung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Abstimmung mit der Denkmalpflege ist Voraussetzung für die Umsetzung. Eine Entscheidung darüber, ob die Fassaden nach denkmalverträglichen Gesichtspunkten instandgesetzt werden oder eine energetische Sanierung mit „neuem Gesicht“ durchgeführt wird, ist derzeit noch offen. Ca. 80 % der Fenster sind Holzkastendoppelfenster die entweder energetisch ertüchtigt oder erneuert werden sollen. Berücksichtigung des sommerlichen Wärmeschutzes. Die Tragstruktur (Stahlbetonskelettbau) ist zu erhalten, Betonsanierungen nach Erfordernis durchzuführen. Die Bestands-Stahlbetonkassettendecken des Gebäudes können aufgrund der mit Rohrputz ausgeführten Unterdecken nicht in die Feuerwiderstandsklasse F 90 eingestuft und müssen deshalb brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Die Grundrissstruktur der Büro- und Sondernutzungsflächen in dem gesamten Gebäude ist dem Raum- und Flächenbedarf von SenStadtUm anzupassen. Der Innenausbau ist nach den funktionalen und nachhaltigen Gesichtspunkten, sowie den Anforderungen des Nutzers zu modernisieren und umzubauen, unter Berücksichtigung der brandschutztechnischen, statischen und bauphysikalischen Erfordernisse. Barrierefreiheit ist zu gewährleisten. Die Erneuerung der Elektro-, IT-, Heizungs-, raumlufttechnischen und Sanitäranlagen sind durchzuführen. Klimatisierung ist für ausgewählte Besprechungsbereiche vorzusehen. Die für Gebäudeteilbereiche bereits installierte neue Brandmelde- und Elektroakkustische Anlage ist für das gesamte Gebäude zu erweitern einschließlich Sicherheitsbeleuchtung. Die Netzersatzanlage, sowie die Personenaufzüge sind zu prüfen und ggf. zu erneuern, bzw. teilzuerneuern. Erneuerung der Blitzschutzanlagen. Folgende Anlagen und Räume die bereits instandgesetzt wurden sind zu erhalten und zu schützen: Feuerwehraufzug, Glaserkerfassaden, Alle Räume und Anlagen im Glaserker (Saal 101, Saalfoyer, Lounge und Besprechungsraum 2. OG, Rollregalanlage Archiv 1. UG
Mehr anzeigen Dauer
Datum des Beginns: 2015-06-09 📅
Datum des Endes: 2023-12-31 📅
Verfahren Administrative Informationen
Frühere Veröffentlichungen zu diesem Verfahren: 2015/S 168-307090
Auftragsvergabe
Vertragsnummer: B13099-3003905-004-742-02
Datum des Vertragsabschlusses: 2015-06-09 📅
Name und Anschrift des Auftragnehmers
Name: Obermeyer Planen + Beraten GmbH
Postort: Berlin
Land: Deutschland 🇩🇪
Region: Berlin🏙️
Der Auftragnehmer ist ein KMU ✅ Angaben zum Wert des Auftrags/der Partie (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: EUR 869211.57 💰
Ergänzende Informationen Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Landes Berlin
Postanschrift: Martin-Luther-Str. 105
Postort: Berlin
Postleitzahl: 10825
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 3090138316📞
Fax: +49 3090138313 📠 Für Mediationsverfahren zuständige Stelle
Name: Vergabekammer des Landes Berlin
Postanschrift: Martin-Luther-Str. 105
Postort: Berlin
Postleitzahl: 10825
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 3090138316📞
Fax: +49 3090138313 📠 Verfahren zur Überprüfung
Genaue Informationen über Fristen für Überprüfungsverfahren:
“Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Verstöße gegen Vergabevorschriften sind gegenüber dem Auftraggeber unverzüglich zu...”
Genaue Informationen über Fristen für Überprüfungsverfahren
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Verstöße gegen Vergabevorschriften sind gegenüber dem Auftraggeber unverzüglich zu rügen, bei Verstößen,
die sich aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen ergeben, bis spätestens zum Ablauf der
Angebots- oder Bewerbungsfrist (§ 160 Abs. 3 Nr. 1-3 GWB). Teilt der Auftraggeber mit, dass der Rüge nicht
abgeholfen wird, kann innerhalb von 15 Kalendertagen ein Nachprüfungsantrag bei der o. a. Vergabekammer
schriftlich gestellt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig soweit der
Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 Abs. 2 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10
Tage nach Absendung (per Fax oder elektronischem Weg) der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung (§ 134
Abs. 1 GWB).
Mehr anzeigen Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Name: Vergabekammer des Landes Berlin
Postanschrift: Martin-Luther-Str. 105
Postort: Berlin
Postleitzahl: 10825
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 3090138316📞
Fax: +49 3090138313 📠
Quelle: OJS 2022/S 141-404610 (2022-07-20)