Planung von Ingenieurbauwerken §§ 41 f. HOAI, Lph. 2-9, mit den Fachplanungen für Tragwerksplanung §§ 49 f. HOAI, Lph. 2-6, und Technischen Ausstattung §§ 53 f. HOAI, Lph. 2-9, für die Erweiterungen am Hauptschlammpumpwerk des Klärwerk Gut Großlappen

Landeshauptstadt München, Münchner Stadtentwässerung, per Adresse: Baureferat

Ingenieurleistungen für die Planung der Erweiterungen am Hauptschlammpumpwerk des Klärwerk Gut Großlappen, München, Projekt 8-2151,
Planung von Ingenieurbauwerken §§ 41 f. mit den Fachplanungen für Tragwerksplanung §§ 49 f. und Technischen Ausstattung §§ 53 f. HOAI.
Zur Sicherstellung der Klärschlammentsorgung sollen Um- und Ausbauten durchgeführt werden, die in erster Linie zur Realisierung einer Klärschlammnotausschleusung auf dem Klärwerk Gut Großlappen für den Fall eines teilweisen oder totalen Versagens der derzeitigen Schlammentsorgungsoptionen benötigt werden.
Die Notfallentsorgung des Klärschlamms soll durch eine gezielte Ausschleusung des ausgefaulten Nass-Schlamms aus den Vorlagebehältern erfolgen. Dazu soll der Schlamm zunächst vom Haupschlammpumpwerk (HSPW) einer stationären sowie optional einer zusätzlichen mobilen angemieteten Zentrifuge zur Entwässerung zugeführt werden. Anschließend soll der entwässerte Schlamm bedingt gestapelt bzw. extern entsorgt werden.
Für die Realisierung der Notausschleusung müssen Pumpen sowie Verbindungsleitungen vom HSPW zu den Zentrifugen gelegt sowie die erforderliche Betriebs-, Gebäude- und Elektrotechnik zur Schlammaufbereitung und Beschickung der Zentrifugen bereitgestellt werden. Des Weiteren soll ein Gebäude für die Unterbringung der stationären Zentrifugen errichtet, eine Pufferungsmöglichkeit für den entwässerten Schlamm zur externen Entsorgung vorbereitet werden.
Neben der Realisierung der Notausschleusung soll auch die Gesamtsituation am HSPW verbessert werden. Dazu sind weitere bau- und betriebstechnische Maßnahmen notwendig, die nicht direkt mit der Klärschlammnotausschleusung in Verbindung stehen, jedoch in die laufenden Planung integriert werden können. Die Maßnahmen umfassen die Erneuerung der bereits stark beschädigten, ca. 30 Jahre alten Dachabdichtung des HSPW, durch die bereits Wasser ins Gebäude eindringt, sowie die Ertüchtigung der Gebäuderückwand des HSPW, die im Zug der Bauarbeiten für die Errichtung der Notauschleusung erstmals freigelegt wird. Die Rückwand ist bisher weder gedämmt, noch ist deren Fassade an die Gebäudegestaltung des Klärwerks angepasst. Aufgrund der erstmaligen Freilegung der Rückwand ergibt sich die Notwendigkeit, diese mit einer modernen Dämmung auszustatten sowie deren Fassade an die übrigen Gebäude anzupassen.
Sowohl für die Realisierung der Notausschleusung, die Ertüchtigung der Gebäuderückwand als auch für die Erweiterungen am HSPW sind Elektro- und Prozessleittechnik mitzuplanen. Diese umfassen im Wesentlichen die Erneuerung und Erweiterung der Stromversorgung mit Mittelspannungs- und/oder Niederspannungsschaltanlagen des HSPW und der Notausschleusung (Niederspannungsschaltanlagen versorgen die gesamten fest installierten Verbraucher und die zusätzliche Zentrifuge mit allen Zusatzaggregaten), die Automatisierung der zusätzlichen und/oder mobilen Zentrifugen mit Prozessleittechnik (PLT), die Einbindung in das vorhandene PLT-Netzwerk des Klärwerks, die Neugestaltung der Messtechnik und die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des HSPW-Betriebes über Provisorien. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit und zur Überwachung der Klärschlammnotausschleusung werden betriebsrelevante Daten auf das bestehende prozessleittechnische System aufgeschaltet und in der Zentralen Leitwarte des Klärwerks visualisiert. Während der Bauphase müssen die bestehenden mess-, steuerungs- und regelungstechnischen Einrichtungen für die bestehenden Entsorgungspunkte aufrechterhalten werden und für den dritten Schlammentsorgungspunkt (Notausschleusung) erstellt werden. Bestehende Leitungen sind, soweit nicht für die Umplanungen erforderlich, zu erhalten, ggf. erforderliche Schutzmaßnahmen sind einzuplanen.
Darüber hinaus soll eine befestigte Betankungsfläche für die Anlieferung der zur Eindickung des Schlamms nötigen Flockungshilfsmittel (FHM) errichtet werden. Die Betankungsanlage ist derzeit als Provisorium ausgeführt. Des Weiteren wird für das Klärschlammnotfallkonzept eine befestigte Stellfläche für die mobile Zentrifuge benötigt. Da eine Doppelnutzung in der Regel nicht gleichzeitig erfolgt und die technischen Anforderungen vergleichbar sind, kann die Betankungsfläche daher auch als Aufstellungsort für die mobile Zentrifuge genutzt werden.
Der Betrieb des Klärwerks Gut Großlappen ist während der gesamten Ausführung der vorgenannten Leistungen aufrechtzuerhalten. Eine kurzfristige zeitweise Unterbrechung für die Umsetzung der Maßnahmen ist mit der Betriebsabteilung des Klärwerks abzustimmen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-09-09. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-08-08.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-08-08 Auftragsbekanntmachung
2015-06-10 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2014-08-08)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Menge oder Umfang:
“Die ausgeschriebene Ingenieurleistung umfasst alle für die vorgenannte Maßnahme notwendigen Planungsleistungen am Ingenieurbauwerk Hauptschlammpumpwerk...”    Mehr anzeigen
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Regional- oder Kommunalbehörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Landeshauptstadt München, Münchner Stadtentwässerung, per Adresse: Baureferat
Postanschrift: Friedenstraße 40
Postleitzahl: 81671
Postort: München
Kontakt
Internetadresse: http://www.muenchen.de 🌏
E-Mail: submissionsbuero.bau@muenchen.de 📧
Fax: +49 8923360215 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2014-08-08 📅
Einreichungsfrist: 2014-09-09 📅
Veröffentlichungsdatum: 2014-08-13 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2014/S 154-276967
ABl. S-Ausgabe: 154
Zusätzliche Informationen

“Der Auftraggeber korrespondiert ausschließlich per Post, Fax oder E-Mail.”
Quelle: OJS 2014/S 154-276967 (2014-08-08)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2015-06-10)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Gesamtwert des Auftrags: 634 956,11 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Verfahrensart: V: Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung
Angebotsart: Entfällt

Referenz
Daten
Absendedatum: 2015-06-10 📅
Veröffentlichungsdatum: 2015-06-13 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2015/S 113-205514
Verweist auf Bekanntmachung: 2014/S 154-276967
ABl. S-Ausgabe: 113
Zusätzliche Informationen

“Auskünfte zum technischen Inhalt, zur Auswahl der Bewerber und zur Wertung erteilt:”
Quelle: OJS 2015/S 113-205514 (2015-06-10)