Menge oder Umfang
Das Georg-Kerschensteiner-Berufsbildungszentrum Berufsbildende Schule Technik 1 / 2 - Naturwissenschaften liegt im Südwesten der Stadt, östlich direkt an der stark befahrenen Bruchwiesenstraße in Ludwigshafen-Mundenheim. Es wird über die Christian-Weiß-Straße und Franz-Zang-Straße erschlossen. Der Komplex besteht aus einem Hauptbau, einem Werkstattgebäude und einer Sporthalle. Der Hauptbau besteht aus den Bauteilen I bis VI und weist eine Nettogeschossfläche von ca. 30.900 m², BRI ca. 174.000 m³ auf. Die Bauteile I bis III bilden als 4- bzw. 5-geschossiger, unterkellerter Komplex den Bereich Technik 2 und wurden im Jahr 1974 in Betrieb genommen. Der Bauteil IV ist 2-geschossig, unterkellert und beinhaltet die Verwaltung nebst der Kantine. Der Bauteil V beinhaltet als 3- bzw. 4-geschossiger, unterkellerter Bereich die Naturwissenschaften und wurde im Jahr 1975 in Betrieb genommen. Der Bauteil VI ist 2-geschossig, unterkellert und beinhaltet die Laboratorien der Naturwissenschaften. Er wurde im Jahr 1975 in Betrieb genommen.Das Schulgebäude ist ein Stahlbetonstützenbau als Ortbetonkonstruktion mit einem inneren Stützenraster von 9 m und einem Fassadenraster von 3 m. Brüstungselemente aus wärmegedämmtem Beton; vorgehängte Fassadenteile aus glattgeschaltem Stahlbeton, auf Konsolen ruhend. Die Treppentürme und Kerne sind aus Ortbeton, rau geschalt. Die Innenwände bestehen größtenteils aus versetzbaren, nicht tragenden Trennwandelementen (auch F 30- und F 90-Qualität), zum Teil aus Mauerwerk, verputzt oder verklinkert. Die abgehängten Mineralfaser-Paneel-Decken sind schalldämmend mit Bandraster zum Anschluss von versetzbaren Wandelementen ausgebildet. Boden- und Wandbeläge: Treppenhallen und Treppen Betonwerkstein. Unterrichtsräume und Nebenräume Teppich- bzw. PVC-Beläge auf Verbundestrichen. Labor-, Umkleide-, Feuchträume usw. mit Steinzeug-, Wand- oder Bodenfliesen. Verputzte Wände oder Sichtbeton-Wände gestrichen. Es existieren innere Einbauten, wie z. B. Wandschränke und Vitrinen im vorhandenen Trennwandsystem. Fenster: Dunkel eloxierte Leichtmetall-Horizontal-Schiebefenster mit Isolierverglasung, z. T. hochschalldämmend. Leichtmetallrollstore, elektrisch betrieben, individuell und zentral steuerbar als Sonnenschutz und Teilverdunkelung. In einzelnen Räumen zusätzliche Vollverdunkelungsanlagen.Das Werkstattgebäude weist eine Nettogeschossfläche von ca. 6.650 m², BRI ca. 26.500 m³ auf, ist eingeschossig und im Teilbereich unterkellert und wurde im Jahr 1970 in Betrieb genommen. Es ist ein Stahlbetonstützenbau als Ortbetonkonstruktion mit einem inneren Stützenraster, im EG von 5 x 10 m und im UG von 5 x 5 m.Die Sporthalle, ausgebildet als Stahlbetonbau mit Sheddach, weist eine Nettogeschossfläche von ca. 3.650 m², BRI ca. 18.000 m³ auf, ist eingeschossig und im Tribünenbereich unterkellert und wurde im Jahr 1983 in Betrieb genommen.Als Ergebnis einer durchgeführten Gefahrenverhütungsschau sind die aufgezeigten baulichen und vorbeugenden Brandschutzmängel zu beseitigen, damit eine gefahrlose Benutzung der drei Gebäude gewährleistet wird. Das bereits in Auftrag gegebene Brandschutzkonzept ist mit Bedacht auf Kosteneinsparungen umzusetzen. Mögliche Kompensationen sind einzubeziehen.Im Bereich des baulichen Brandschutzes sind im Wesentlichen folgende Maßnahmen im laufenden Schulbetrieb bei abschnittsweiser Realisierung vorgesehen:Die Ertüchtigung der in Teilbereichen ohne Feuerwiderstand ausgebildeten Bauteile sowie die Bereitstellung eines in Teilbereichen fehlenden zweiten baulichen Rettungsweges. Zudem sind Brandschutztüren zur Unterteilung von Rauchabschnitten einzubauen. Für einige Treppenräume ist der direkte Ausgang ins Freie brandschutztechnisch zu ertüchtigen bzw. herzustellen, ebenfalls ist die Entrauchung zu gewährleisten. Diverse Lagerbereiche sind brandschutztechnisch abzutrennen. Die technische Leitungsführung (z. B. Elektroverteilung in Fluren) ist brandschutztechnisch in den Rettungswegen zu schotten. Nach Durchführung der Maßnahmen sind Innenputz-, Maler- und Bodenbelagsarbeiten zur Wiederherstellung der Oberflächen (Decke, Wand, Boden) vorgesehen.Im Bereich des anlagentechnischen Brandschutzes sind im Wesentlichen folgende Maßnahmen im laufenden Schulbetrieb bei abschnittsweiser Realisierung durchzuführen:In der Kostengruppe 410 nach DIN 276:— Prüfung des vorhandenen Rohrleitungsnetzes auf Funktion, Beständigkeit und Brandschutz,— Einbau von Schottungen,— Rückbau alter Leitungen,— Ergreifung von Maßnahmen zur Wasserhygiene.In der Kostengruppe 420 nach DIN 276:— Überprüfung der Wärmeverteilnetze auf Funktion, Beständigkeit und Brandschutz.In der Kostengruppe 430 nach DIN 276:— Bestandsaufnahme der Lüftungsanlagen bezüglich weiterer Nutzung,— Anpassung der Leistung an die neuen Erfordernisse / neues Lüftungsanlagenkonzept,— Rückbau der nicht mehr benötigten Anlagenteile,— Brandschutzklappen ausbauen bzw. erneuern,— Einbau von Schottungen,— Ertüchtigung der Lüftungsanlage für Fachklassen und WC-Anlagen.In der Kostengruppe 440 nach DIN 276:— Erneuerung der zentralen Batterieanlage,— Einbau der Niederspannungsinstallationsanlagen für die in den Fluren vorgesehenen ca. 60 Stück Brand- und Rauchschutztüren mit Feststellanlage,— Neuordnung der überwiegend in den Fluren verlegten Niederspannungsinstallationsanlagen, deren Verlegung auf zugelassenen Kabeltrassen sowie deren brandschutztechnische Abtrennung entsprechend der Leitungsanlagenrichtlinie (LAR),— Aufbau des Leitungsnetzes für die in den Treppenräumen einzubauenden elektrischen NRA-Anlagen,— Überprüfung der elektr. Leitungsanlage (Brandschutz), insbesondere im Bereich der Steigleitungen sind die Brandschottungen zu überprüfen und ggf. nachzurüsten,— Installation einer Sicherheitsbeleuchtung für die Flure, Treppenräume und Fluchtwege sowie Anpassung der Fluchtwegskennzeichnung an die neue Rettungswegsituation - Ausführung erfolgt nach DIN EN 50172 (VDE 0108 Teil 100) - im gesamten Hauptgebäude sowie im Werkstattgebäude,— Erneuerung der Beleuchtungsanlagen in den Fluren im Zuge des Einbaus von F30-Unterdecken,In der Kostengruppe 450 nach DIN 276:— Einbau eines elektroakustisches Notfallwarnsystem entsprechend DIN VDE 0828,— flächendeckende Erneuerung der Brandmeldeanlage (Vollschutz), Planung und Auslegung entsprechend DIN 14675 und DIN VDE 0833 Teil 2 sowie Überprüfung der Überwachungsbedürftigkeit von Zwischendecken.In der Kostengruppe 470 nach DIN 276:— Trennung der Löschwasserleitung vom vorhandenen Trinkwassernetz, Einbau einer eigenen Löschwasserversorgung mit Druckerhöhungsanlage (Notstromversorgung).Gegenstand des Auftrags ist die Vergabe der zur Projektrealisierung notwendigen Planungs- und Bauüberwachungsleistungen nach Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 1, § 34 HOAI (Leistungsbild Gebäude und Innenräume) (Los 1) sowie Planungs- und Bauüberwachungsleistungen nach Teil 4, Fachplanung, Abschnitt 2, § 55 HOAI (Leistungsbild Technische Ausrüstung), Anlagengruppen 1 bis 3 sowie 7 (Feuerlöschanlagen) des § 53 (2) HOAI (Los 2) und Planungs- und Bauüberwachungsleistungen nach Teil 4, Fachplanung, Abschnitt 2, § 55 HOAI (Leistungsbild Technische Ausrüstung), Anlagengruppen 4 und 5 des § 53 (2) HOAI (Los 3).Der Auftraggeber beabsichtigt zunächst die Leistungsphasen 1 bis 3 des Leistungsbildes nach Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 1, § 34 HOAI (Leistungsbild Gebäude und Innenräume) (Los 1) sowie die Leistungsphasen 1 bis 3 des Leistungsbildes nach Teil 4, Fachplanung, Abschnitt 2, § 55 HOAI (Leistungsbild Technische Ausrüstung), Anlagengruppen 1 bis 3 sowie 7 (Feuerlöschanlagen) des § 53 (2) HOAI (Los 2) und die Leistungsphasen 1 bis 3 des Leistungsbildes nach Teil 4, Fachplanung, Abschnitt 2, § 55 HOAI (Leistungsbild Technische Ausrüstung), Anlagengruppen 4 und 5 des § 53 (2) HOAI (Los 3) zu vergeben. Die jeweiligen Leistungsphasen 4 ff der jeweiligen Leistungsbilder werden optional zu den vereinbarten Vertragsbedingungen in Auftrag gegeben. Dabei behält sich der Auftraggeber die stufenweise Beauftragung in Abhängigkeit von der Finanzierungssicherung des Vorhabens vor. Die Herstellkosten - ohne Kostengruppe 700 nach DIN 276/2008 - belaufen sich nach einer Kostenannahme ohne Mehrwertsteuer auf ca. 8 600 000 EUR, davon entfallen auf die Kostengruppe 300 (nach DIN 276) ca. 5 000 000 EUR, auf die Kostengruppe 400 ca. 3 600 000 EUR, davon KG 410 ca. 225 000 EUR, KG 420 und KG 430 ca. 1 100 000 EUR und KG 470 (Feuerlöschanlagen) ca. 450 000 sowie KG 440 ca. 1 025 000 EUR und KG 450 ca. 800 000 EUR.