Menge oder Umfang
Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Frankenthal GmbH wurde in den Jahren 1973/74 in Massivbauweise (Stahlbeton) erbaut und im Jahr 1975 in Betrieb genommen. Es handelt sich um ein Gebäude mit zwei Gebäudeteilen (ursprüngliches Verwaltungsgebäude sowie später hergestellter und 1989 in Betrieb genommener Pavillon), die im Untergeschoss baulich/räumlich miteinander verbunden sind. Das ursprüngliche Verwaltungsgebäude hat einen in Nord-Süd-Ausrichtung angelegten rechteckigen Baukörper und besteht aus 5 Geschossen (Untergeschoss, Erdgeschoss, abgestuft bis zu 3 Obergeschossen) mit der Leitzentrale der Stadtwerke im Untergeschoss. Der Pavillon ist zweigeschossig (Untergeschoss und Erdgeschoss) und wird als Kunden-Beratungszentrum sowie Kantine genutzt. Die Nutz- und Verkehrsfläche beider Gebäudeteile beträgt insgesamt ca. 4 000 m².Im Hinblick auf eine Optimierung der Nutzung des vorhandenen Raumangebotes durch die Zusammenlegung derzeit verteilter Nutzungsstrukturen (z. B. Technik; Kundenbereich) sowie die Sicherstellung einer größeren Nutzungsflexibilität planen die Stadtwerke Frankenthal GmbH eine Erweiterung des ursprünglichen Verwaltungsgebäudes sowie die energetische Sanierung, Modernisierung und den Umbau der beiden bestehenden Gebäudeteile im laufenden Betrieb unter Beachtung der Vorgaben des Brandschutzkonzepts.Nach den Ergebnissen der Entwurfsplanung soll die Erweiterung durch einen Anbau im nördlichen Teil an das vorhandene Verwaltungsgebäude im laufenden Betrieb realisiert werden, der aus 5 Geschossen (Untergeschoss, Erdgeschoss, 3 Obergeschosse) bestehen und über eine Nutz- und Verkehrsfläche von ca. 1 700 m² verfügen soll. Das Raumprogramm soll in dem Erweiterungsbau im Wesentlichen wie folgt realisiert werden:— Einbau von Archiv-, Lager- und Technikräumen (Untergeschoss),— Herstellung von Besprechungsräumen/Kantine (flexibel mit mobilen Trennwänden ausgebildet) mit Essensvorbereitung und -ausgabe, Garderobe etc. (Erdgeschoss),— Bau von Büro-/Verwaltungsräumen, geschlechtergetrennten WC-Räumen (Obergeschosse),— Einbau der erforderlichen Technischen Ausrüstung – es ist die Beheizung und Kühlung über Deckenstrahlplatten und die Be- und Entlüftung durch Lüftungsgeräte vorgesehen, bestehend aus- Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen (KG 410 nach DIN 276/2008),- Wärmeversorgungsanlagen (KG 420 nach DIN 276/2008) ,- Lufttechnischen Anlagen (KG 430 nach DIN 276/2008),- Starkstromanlagen (KG 440 nach DIN 276/2008),- Fernmelde- und informationstechnische Anlagen (KG 450 nach DIN 276/2008),- nutzungsspezifische Anlagen (Küchentechnische Anlagen, Feuerlöschanlagen) (KG 470 nach DIN 276/2008),- Gebäudeautomation (KG 480 nach DIN 276/2008).Zudem sind im Wesentlichen folgende Maßnahmen im Bestand im Zuge der Vorhabensrealisierung im laufenden Betrieb vorgesehen:Energetische Sanierung, Modernisierung und Umbau des baulichen und technischen Bestandes des Verwaltungsgebäudeteiles, bestehend aus:— energetische Fassadensanierung (Dämmung, Abdichtung der Brüstungen und der Fenster),— Umstrukturierung/Umbau des vorhandenen Raumangebotes in Teilbereichen,— Verbesserung des Brandschutzes (u. a. Einhausung/Umbau der Außentreppe als 2. Rettungsweg, Leitungs- und Rohrdurchführungen, Türen, Brandschutzklappen),— Maler-, Lackier- und Bodenbelagsarbeiten nach Bedarf,— Herstellung geschlechtergetrennter WC-Räume im Kellergeschoss,— Sanierung der Dachentwässerung,— Beibehaltung der Beheizung über die vorhandenen Heizkörper,— Be- und Entlüftung durch Lüftungsgeräte,— Erneuerung der Starkstromanlagen (Niederspannungsinstallationsanlagen, Blitzschutz- und Erdungsanlagen),— überwiegende Beibehaltung der Beleuchtungsanlagen,— Ersatz der vorhandenen Brandmeldeanlage für alle Gebäudeteile.Modernisierung und Umbau des baulichen und technischen Bestandes des Pavillongebäudeteiles, bestehend aus:— Umstrukturierung/Umbau des vorhandenen Raumangebotes in Teilbereichen zur Integration des Energieberatungszentrums,— Verbesserung des Brandschutzes,— Maler-, Lackier- und Bodenbelagsarbeiten nach Bedarf,— Beibehaltung der Beheizung über die vorhandenen Heizkörper sowie Ergänzung neuer Heizkörper,— Kühlung der derzeit als Kantine genutzten aber zukünftig verändert genutzten Bereiche über Splitgeräte,— Beibehaltung der Fensterlüftung,— Erneuerung der Starkstromanlagen (Niederspannungsinstallationsanlagen, Beleuchtungsanlagen, Blitzschutz- und Erdungsanlagen),— Erneuerung der Fernmelde- und informationstechnische Anlagen inklusive der Anbindung eines neu einzubauenden Rechenzentrums.Gegenstand des Auftrags ist die Vergabe der zur Projektrealisierung notwendigen Planungs- und Bauüberwachungsleistungen nach Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 1, § 34 HOAI (Leistungsbild Gebäude und Innenräume). Es ist beabsichtigt, die Frei- und Verkehrsanlagenplanung in einem separaten Planungsauftrag durchzuführen (KG 500 nach DIN 276). Der Auftraggeber beabsichtigt zunächst – zusammen mit einer Überprüfung der nach der Kostenberechnung vorliegenden Kosten auf Kosteneinsparungspotential (investiv sowie nach durchzuführender Lebenszykluskostenbetrachtung) – die Leistungsphasen 5 und 6 des Leistungsbildes nach Teil 3, Objektplanung, Abschnitt 1, § 34 HOAI (Leistungsbild Gebäude und Innenräume) zu vergeben. Die Leistungsphasen 7 ff werden optional zu den vereinbarten Vertragsbedingungen in Auftrag gegeben. Dabei behält sich der Auftraggeber die stufenweise Beauftragung nach Leistungsphasen und Bauabschnitten in Abhängigkeit von der Finanzierungssicherung des Vorhabens vor. Die Herstellkosten – ohne Kostengruppe (KG) 700 nach DIN 276/2008 – belaufen sich nach der Kostenberechnung ohne Mehrwertsteuer auf ca. 6 022 000 EUR, davon entfallen auf die KG 200 ca. 71 000 EUR, auf die KG 300 ca. 3 329 000 EUR, auf die KG 400 (ohne KG 475) ca. 1 974 000 EUR, auf die KG 500 ca. 560 000 EUR und auf die KG 475/600 zusammen ca. 88 000 EUR.