Potentialanalyse für 8. Klassen, Schj. 2014-2015, im Rahmen eines Rahmenvertrages
Rahmenvertrag zur Durchführung der Potentialanalyse für SchülerInnen der 8. Klassen der allgemein bildenden Schulen im Kreis Siegen-Wittgenstein, Schuljahr 2014/2015
Einführung und Zielsetzung
Die Maßnahme wird zu 100 % durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds unterstützt.
Die Bewilligung des vorzeitigen Maßnahmebeginns wurde mit Bescheid vom 3.6.2014 erteilt. Die Ausschreibung erfolgt vorbehaltlich des noch ausstehenden Zuwendungsbescheides.
Die Beauftragung erfolgt unter Verwendung eines Rahmenvertrages, der sich nach den Vorgaben dieser Leistungsbeschreibung richtet.
Mit dem Angebot ist ein schlüssiges Konzept unter Beachtung der Vorgaben dieser Leistungsbeschreibung einzureichen. Der inhaltliche Umfang des Konzeptes beträgt max. 10-15 Seiten. Des Weiteren ist eine Auskunft zu durchgeführten Maßnahmen in Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen zu erteilen, die beteiligten Schulen sind zu benennen. Es muss eine gültige Trägerzulassung nach AZAV oder AZWV mit dem angebotenen Konzept eingereicht werden.
Mit der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ sind verbindliche Standardelemente entwickelt worden, durch die der systematische Prozess der Berufs- und Studienorientierung beginnend ab der Jahrgangsstufe 8 bis hinein in eine Ausbildung oder ein Studium definiert wird.
Die Potentialanalyse bildet dabei die Basis dieses systematischen Prozesses.
Die Potentialanalyse soll inhaltlich und strukturell in den Berufswahlprozess der Schulen eingebunden werden. Sie erfolgt in Anlehnung an die Arbeitsfassung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Stand November 2012.
Die Potentialanalyse baut auf die in schulischem Lernen gewonnenen Erkenntnisse zu individuellen Stärken, Interessen und Lernpotenzialen auf und dient der Berufs- und Studienorientierung. Vor dem Hintergrund der in ihrem Rahmen gewonnen Selbst- und Fremdeinschätzung in berufsbezogenen Handlungssituationen fördert sie die Selbstreflexion und Selbstorganisation der Jugendlichen auch mit Blick auf die Entscheidungs- und Handlungskompetenz.
Die Ergebnisse sollen, neben dem schulischerseits verfügbaren Erkenntnisstand, Grundlage für den weiteren Entwicklungs- und Förderprozess bis zum Übergang in Ausbildung bzw. Studium, mit dem Ziel des Einstiegs in die Berufs- und Arbeitswelt sein.
Die Potentialanalyse soll Anhaltspunkte für ein passgenaues Angebot der weiteren Bausteine in der Berufs- und Studienorientierung erschließen. In einem ersten Schritt soll die Potentialanalyse dazu dienen Berufsfelder zu identifizieren, um anschließend eine passgenauere Auswahl des Schülerbetriebspraktikums zu ermöglichen.
Im Hinblick auf die Vorgaben der Landesinitiative sollen die handlungsorientierten Aufgaben mit Bezug zu mindestens zehn verschiedenen Berufsfeldern, insbesondere nachstehende Potentiale der Teilnehmer beobachtbar machen:
— Praktisches und fachliches Potential,
— Methodisches und kognitives Potential,
— Arbeitshaltung,
— Soziales Potential,
— Persönliches Potential,
Portfolioinstrument
In Siegen-Wittgenstein wurde ein regionales Portfolionstrument entwickelt, der Berufswahlbegleiter Si-Wi. Außerdem steht der Berufswahlpass NRW zur Verfügung.
Der Auftragnehmer verabredet mit den Schulen, welches Portfolioinstrument angeschafft werden soll. Die Beschaffung des Berufswahlpasses NRW ist Teil der Dienstleistung und durch den Auftragnehmer zu beschaffen. Der Berufswahlpass NRW kann mit 5EUR pro Exemplar in Rechnung gestellt werden.
Zielgruppe
Zielgruppe sind 2 965 Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden Schulen der Klasse 8 im Kreis Siegen-Wittgenstein im Schuljahr 2014/2015. Die Schülerinnen und Schüler werden in der Leistungsbeschreibung als Teilnehmer bezeichnet.
Zeitlicher Rahmen
Die Potentialanalyse ist in Abstimmung mit den Schulleitungen im Verlauf des Schuljahres 2014/2015 durchzuführen, voraussichtlich in der Zeit vom 6.11.2014 bis 31.3.2015.
Die Potentialanalyse findet mindestens eintägig im Umfang von mindestens sechs Zeitstunden statt.
Der Auftragnehmer führt im nördlichen und südlichen Kreisgebiet jeweils einen Nachholtermin für Schüler/innen durch, die nicht an der Potentialanalyse teilnehmen konnten.
Die Nachholtermine finden spätestens bis 31.3.2015 statt.
Vertragslaufzeit
Der Vertrag beginnt voraussichtlich am 6.11.2014 endet am 31.7.2015, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
Einzelbeauftragung aus Rahmenvertrag
Grundlage für die Beauftragung ist der Rahmenvertrag, der mit mehreren geeigneten Bietern abgeschlossen werden soll (Muster liegt den Ausschreibungsunterlagen bei). Nach der Auswertung der mit dem Angebot eingereichten Konzepte wird ein Bieterpool mit den für den Zuschlag in Frage kommenden geeignetsten Bietern gebildet. Einzelaufträge werden aus diesem Pool im Verlauf des Schuljahrs 2014/2015 für die Leistungserbringung in mehreren, zu Kontingenten zusammengefassten Schulen erteilt. D. h., dass in einem
Auftrag an einen Bieter die Potentialanalysen für gleich mehrere Schulformen
enthalten sind. Die Kontingente wurden in etwa gleichen Größen nach den Erfordernissen und Maßgaben des Auftraggebers festgelegt.
Es ist vorgesehen, pro Bieter ein Kontingent zu vergeben.
Bei der Verteilung der Kontingente wird nach dem Ergebnis der Auswertung (Punkte-Ranking) vorgegangen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-09-12.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-08-01.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-08-01
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Auftragsbekanntmachung
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2014-11-12
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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