Projektmanagement für das Projekt „Mehr Breitband in Hessen“

Hessen Trade & Invest GmbH

Gegenstand dieser Ausschreibung ist das „Generelle Projektmanagement für das Projekt Mehr-Breitband-in-Hessen“ im Jahr 2015 ff. Um einen hohen Wirkungsgrad zu erreichen, werden die Arbeiten zur Forcierung der Breitbandversorgung in Hessen in Projektform durchgeführt. 2010 wurde eine stringente und doch anpassungsfähige Projektorganisation aufgebaut.
Auftraggeber ist die Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI), die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen. Das Referat IV 6 des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung fungiert als Projektsteuerer. Das Ministerium hat seinen Sitz in Wiesbaden. Eine Präsenz der Projektbegleitung/des Projektmanagements in Wiesbaden ist daher erforderlich. Hierzu kann ein Projektbüro im Ministerium genutzt werden.
Zu den u. g. Aufgaben gehören die klassischen Pro-jektmanagementaufgaben wie Projektplanung, Veranlassung und Steuerung der Projektumsetzung und das Projektcontrolling. Einen wichtigen Part nimmt das Risikomanagement ein (hierunter sind alle Risiken des Projekts zu verstehen, mit Aus-nahme der Risiken in den Umsetzungsprojekten in den Landkreisen sowie auch monetäre Aspekte/Risiken, da die finanzielle Abwicklung der Bürgschaftsanträge oder anderer Förderungen durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen übernommen wird). Dies alles erfolgt im Rahmen der zwischenzeitlich aufgebauten Projektorganisation sowie mittels der implementierten Projektprozesse.
Einen besonderen Arbeitsschwerpunkt nimmt die Koordination der Teilprojekte Infrastruktur/hesbis, Finanzinstrumente sowie Ordnungspolitik & Regulierung ein. Hier ist nach Bedarf aktive Mitwirkung bei der Erstellung der Arbeitsergebnisse unerlässlich.
Dies beinhaltet u. a.:
— Unterstützung der Gesamt-Projektleitung;
— Vor- und Nachbereitung von Workshops;
— Mitarbeit in der Vorbereitung und Durchführung des Hessischen Breitbandgipfels;
— Klärung von interministeriellen Fragestellungen wie z. B. Kabinettsausschuss Verwaltungsmodernisierung (KASMO), Fragen der interkommunalen Zusammenarbeit;
— Vorbereitung der notwendigen Unterlagen für die Sitzungen des Lenkungsausschusses (zweimal/Jahr);
— Vorbereitung und Dokumentation der wöchentlichen Jour-Fixe im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL);
— Erstellung der jährlichen Projektdokumentation (überwiegend koordinierende Funktion mit teilweise inhaltlichem Lead);
— Unterstützung in den verschiedenen Teilprojekten wie z. B. Finanzinstrumente oder im Bereich „Monitoring der Fördermittel“;
— Juristische Grundberatung insbesondere in der AG Kabinettsausschuss Verwaltungsmodernisierung (KASMO) sowie im Teilprojekt Infrastruktur/hesbis;
— Leitung Projektbüro (Ablage- & Projektdokumentationsmanagement, Terminkoordination, Pflege Meilensteinplan, Pflege Offene-Punkte-Liste).
Hinzu kommt das Stakeholdermanagement. Hier geht es u. a. um Kontaktaufnahme und Halten der Kontakte zu den kommunalen Spitzenverbänden, den Kammern sowie ggf. zu den Marktteilnehmern, sofern es um die Vereinbarung strategischer Kooperationen geht.
Desweiteren sind in Zusammenarbeit mit Stellen aus dem Haus des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie mit weiteren Ministerien und nachgelagerten Behörden der Landesregierung Sachfragen und Vorgehensweisen zu klären und umzusetzen. Dies beschränkt sich nicht nur auf die Weiterleitung an die verantwortlichen Stellen, teilweise werden auch konkrete Vorschläge durch die Projektbegleitung/das Projektmanagement erwartet.
Insgesamt muss das zum Projektmanager komplementär agierende Projektbüro unter Einbeziehung der o. g. Aufgaben als zentrale Kommunikationsdrehscheibe, Service- und Organisationscenter für den erforderlichen Informationsfluss, die konsequente Dokumentation des Projektverlaufs sowie der Projektergebnisse sorgen.
Dabei besteht die besondere Herausforderung in diesem Projekt und damit auch bei dem zu besetzenden generellen Projektmanagement darin, dass die Projektziele nicht direkt durch das Handeln im Projekt erreicht werden können. Vielmehr ist durch geeignete Maßnahmen sowie deren Umsetzung eine hohe Motivation aller Akteure zu bewirken. Zu diesen Akteuren gehören auch und insbesondere die nicht dem Projekt verpflichteten Stakeholdergruppen wie Kommunen, Kommunale Spitzenverbände, Marktteilnehmer sowie direkt und indirekt Beteiligte und Betroffene der Landesbehörden.
Eine weitere Herausforderung ist die Wahrnehmung der Projektmanagementaufgabe selbst, da sie einerseits der Linienorganisation des Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (Referat IV6) untergeordnet ist, andererseits aber Mitglieder dieser Organisation selbst aktive Mitwirkende im Projekt sind und damit teils der Projektleitung und teils einzelnen Teilprojekten zugeordnet sind.
Es wird davon ausgegangen, dass sich der oder die im generellen Projektmanagement tätige Mitarbeiter/-in des Bieters vollinhaltlich in die Projektorganisation nach Maßgabe ihrer Rolle einbringt und so ihre integrative Aufgabe erfolgreich wahrnehmen kann.
Hierbei ist es wichtig, dass ein Großteil der Leistungen von einer Person ausgeführt wird. Es ist daher so anzubieten, dass der Auftraggeber eine Person in Vollzeit erhält, die als Kommunikationsdrehscheibe zwischen der Projektleitung und den Teilprojekten auf der einen und zwischen dem Hessischen Wirtschaftsministerium und der Hessen Trade & Invest GmbH auf der anderen Seite fungiert. Gerne können diese Leistungen durch Leistungen einer weiteren Person bzw. weiterer Personen ergänzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass dies den Gesamtzeitaufwand von 40 Std./Woche nicht überschreiten darf.
Es ist geplant, dass der/die Mitarbeiter/-in die eingesetzte Zeit zu 50 % im Hessischen Wirtschaftsministerium (Kaiser-Friedrich-Ring 75, 65189 Wiesbaden) und zu 50 % in der HTAI (Konradinerallee 9, 65189 Wiesbaden) vor Ort verbringt. Gemäß der Auftragswertschätzung des Auftraggebers ist der Gesamtauftrag als Vollzeitstelle definiert und geht von einer Regelarbeitszeit von 40 Stunden/Woche aus.
Die maximale Preisobergrenze von 170 000 EUR netto/Jahr darf nicht überschritten werden.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-10-27. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-09-18.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-09-18 Auftragsbekanntmachung
2015-02-12 Bekanntmachung über vergebene Aufträge