Projektsteuerung Sanierung Start- und Landebahn 14L-32R

Flughafen Köln Bonn GmbH

Die Flughafen Köln/Bonn GmbH (FKB) plant aufgrund der vorliegenden gutachterlichen Zustandsbeurteilung die Sanierung der Start- und Landebahn 14L/32R.
Hierfür schreibt die FKB die Leistungen für die Projektsteuerung in Anlehnung an das AHO –Leistungsbild für Projektsteuerung aus.
Das Projekt umfasst die Sanierung der Start- und Landebahn 14L-32R des Flughafen Köln/Bonn.
Der FKB verfügt insgesamt über drei Start-Landebahnen. Die RWY 14L-32R als Hauptbahn wurde in den 60er Jahren in Spannbetonbauweise gebaut und weist eine Länge von 3.815 m und eine Breite von 60 m auf.
In den Jahren 1994/1995 wurde die Piste grundlegend saniert. Hierbei wurde ein bis zu 80 cm starkes Asphaltpaket im Hocheinbauverfahren aufgebracht. In den letzten Jahren haben die Instandhaltungsmaßnahmen stark zugenommen und es zeigen sich immer mehr vermehrte Risse, Wasseraustritte und Ausmergelungen im Asphaltbelag. Zudem bilden sich in regelmäßigen Abschnitten Querrisse mit unterschiedlichen Ausprägungen resultierend aus dem Unterbau. Die Deckschicht hat ihre Lebensdauer erreicht und zur Aufrechterhaltung eines sicheren und störungsfreien Flugbetriebes muss eine Erneuerung der Asphaltschichten mit der Sanierung der darüber hinausgehenden Schäden erfolgen.
Die S/L-Bahn ist mit einer Befeuerungsanlage für die Betriebskategorie II/III ausgerüstet und die Unterflurfeuer sind mit Kabelleerrohren an das übergeordnete Kabelschutzrohrsystem angeschlossen. Diese Anlagenteile sind bei der Sanierung der Asphaltbefestigungen mit zu planen und im Bauablauf zu berücksichtigen. Die Sekundärverkabelung ist zu erneuern und über vorhandene und neue Kabelschächte auf der Elektrotrasse anzubinden. Festgestellte Schäden an den Entwässerungsanlagen der RWY sind im Zuge der Bauabschnittsweisen Sperrungen der Start- und Landebahn mit geeigneten Methoden instand zusetzten. Wegen der Einführung der EASA Certification Specification soll die bauliche Anlage im Zusammenhang mit der Sanierungsplanung auf die Konformität mit dem Regelwerk überprüft und ggfs. bei der Sanierung entsprechend angepasst werden. Hierzu zählt auch die Untersuchung und Überprüfung der Tragfähigkeiten auf eine regelkonforme Schulter- und Streifenbefestigung. Generelle Überlegungen und sinnvolle Vorrüstungen für zukünftige Modernisierungen und technische Ausrüstung an der RWY- Anlage sind mit Projektbestandteil.
Eine Komplettsperrung der RWY 14L-32R ist für den Zeitraum der Sanierung nicht möglich.
Die Sanierungsarbeiten müssen unter laufendem Betrieb erfolgen. Der nächtliche Frachtflugverkehr muss weiterhin möglich sein. Die Bauarbeiten können nur tagsüber und ggfs. an den Wochenenden erfolgen.
Für die einzelnen Bauabschnitte sind definierte Bahnabschnitte mit Mindest- und Restbahnlängen zu ermitteln. Der Flugbetrieb auf der Kreuzenden Bahn RWY 06-24 muss bis auf den Sanierungsbereich der „Kreuzung“ immer möglich sein. Die Planung der betrieblichen Randbedingungen für die einzelnen Sanierungsabschnitte und Zeiträume sind in enger Abstimmung mit allen Beteiligten zu erarbeiten. Hierbei ist die Nutzung und Belastung der übrigen Flugbetriebsflächen und die Maßnahmen aus der Baustellenlogistik mit zu berücksichtigen.
Die Grobkostenschätzung der Baukosten liegt bei mindestens 20 000 000 EUR.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-06-05. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-05-09.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-05-09 Auftragsbekanntmachung
2014-11-06 Bekanntmachung über vergebene Aufträge