Projektsteuerungsleistungen zur Neustrukturierung des Klinikums – Zusammenlegung von 2 Standorten in einem Teilneubau
Das Klinikum Darmstadt wird in Form einer gemeinnützigen GmbH, die von der Stadt Darmstadt gehalten wird, betrieben.
Im Rahmen einer zukunftsweisenden Neustrukturierung des gesamten Klinikums und der Optimierung der wirtschaftlichen Abläufe im Zusammenhang mit gleichzeitig einhergehender Modernisierung des gesamten Krankenhausbetriebes, ist die Verlegung bzw. die Zusammenlegung verschiedener Teilbereiche des Klinikums, die derzeit an unterschiedlichen Standorten verteilt und teilweise an der Peripherie Darmstadts gelegen sind, vorgesehen. Unter anderem ist ein großer Teilbereich derzeit in Darmstadt-Eberstadt ausgelagert. Dieser Teilbereich soll innerhalb der Neubaumaßnahme in die Innenstadt von Darmstadt verlegt werden, wo sich das Zentrum der Klinikum Darmstadt GmbH befindet.
Für die Unterbringung dieser Teilbereichemit den Fachbereichen Neurologie, HNO, Augen, Dermatologie und Psychosomatik, in die Neuorganisation ist ein Zentraler Neubau (ZNB) erforderlich. Zudem sollen im Zusammenhang mit dem Neubau wesentliche Fachbereiche (Notaufnahme, Ambulanzen und stationäre Bereiche für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie, Gefäßzentrum, Gynäkologie (inkl. Kreißsaal), Neonatologie, Erweiterung des Zentral-OPs (inkl. Hybrid-OP und ambulantem OP), onkologisches Zentrum, die ärztliche Bereitschaftsdienst-Zentrale, Prosektur und Pathologie am Standort Grafenstraße optimiert bzw. in den Neubau integriert werden. Ebenfalls wird im Bereich des zentralen Neubaus die Strahlentherapie mit der Neuerrichtung von 2 Strahlenbunkern realisiert.
Zur Baufeldfreimachung ist die strukturelle Neuorganisation der Medienversorgung notwendig.
Hierzu ist in einer weiteren vorlaufenden Baumaßnahme der Bau unterirdischer Mediengänge, bzw. die Umlegung der bestehenden Medienversorgung unter Einhaltung des laufenden Klinik-Betriebs notwendig.
Hierfür wird ein Projektsteuerer gesucht.
Auf Basis des erstellten Betriebsorganisationskonzepts sollen ca. 26 000 m² Nutzfläche neu gebaut werden, die einen hohen Patientenkomfort bei optimaler prozessbezogener Funktionalität und Nutzungseffizienz bieten.
Es wird ein hoher Patientenkomfort bei optimaler prozessbezogener Funktionalität und Nutzungseffizienz angestrebt und soll dabei den Anforderungen an ein „Keimarmes Krankenhaus“ entsprechen.
Zum Projekt gehören umfangreiche Abbruch- und Umbauarbeiten, die bereits teilweise schon umgesetzt sind bzw. gestartet wurden, sowie weitere Baumaßnahmen die im Zuge des Neubausnotwendig sind um die Verbindung von Alt- und Neubauten zu gewährleisten. Eine Anbindung dieser neuen Medienversorgung und des ZNB an die bestehende Technikzentrale ist ebenfalls Bestandteil des Bauvorhabens.
Neben dem eigentlichen Zentralen Neubau (ZNB) werden Erweiterungen/Aufstockungen des derzeitigen OP-Bereichs notwendig. Für die Errichtung des Zentralen Neubaus werden im Zuge der Baufeldfreimachung insgesamt 6 Gebäude abgerissen. Darunter befinden sich u. a. 3 Gebäude der Neurologie mit bis zu 7 Geschossen (Gebäude 7,8,9) , das Verwaltungsgebäude (Gebäude 27/ bereits abgerissen) mit Eingangsbereich und Kiosk, ein Gebäude mit Bettenstationen (Gebäude 1), 2 Technikgebäude (Gebäude 18/19, bereits rückgebaut).
Teilweise sind dabei die vorhandenen, teilweise maroden Medien- und Erschließungstunnel in Ebene U2 rückzubauen. Diese Medien und Versorgungstunnel dienen der Erschließung des Neubaus sowie der technischen und funktionalen Verbindung angrenzender Gebäude auf dem Klinikgelände.
Das Klinikareal befindet sich auf dem innerstädtischen Quartier welches im Norden durch die Bismarck-Straße, im Osten durch die Grafenstraße, im Süden durch die Bleichstraße und im Westen durch die Kasinostraße begrenzt wird,
Zufahrten auf das Areal sind von allen 4 begrenzenden Straßen vorhanden.
Eine weiter bauliche Maßnahme ist derzeit die Erweiterung der Tiefgarage des angrenzenden Fachärzte-Zentrums (FÄZ). Das Fachärztezentrum befindet sich auf dem Eckgrundstück des Klinik-Areals (Ecke Grafenstraße/Bleichstraße). Die TG-Erweiterung ist nicht Bestandteil des Klinik-Projekts ZNB, dennoch müssen die beiden Projekte/Bauabläufe detailliert aufeinander abgestimmt werden.
Die TG-Erweiterung liegt direkt unter dem geplanten Vorplatz des Klinikum-Haupteingangs entlang der Grafenstraße.
Der ZNB wird über einen großzügigen Vorplatz von der Grafenstraße aus erschlossen. Das Gebäude wird für Besucher über die Eingangshalle bzw. für Nutzer über die Tiefgarage zentral erschlossen. Die horizontale Verteilung erfolgt im EG über eine Magistrale die einzelne Bereiche bzw. den Neubau einem Teil der Bestandsgebäude verbindet.
Die vertikale Erschließung wird durch 3 Aufzugsgruppen sichergestellt.
Termine:
Die Fertigstellung des Projekts ist für das 2. Quartal 2019 vorgesehen.
Für das Projekt ergeben sich folgende Projektmeilensteine:
— Abschluss Entwurfsplanung 2. Quartal 2014,
— Bauantrag Medienversorgung 2. Quartal 2014 (4.4.2014),
— Bauantrag Zentraler Neubau (ZNB) 3. Quartal 2014 (22.8.2014),
— Baubeginn Tiefgaragen-Erweiterung 3. Quartal 2014,
— Baubeginn Medienversorgung 4. Quartal 2014,
— Fertigstellung Tiefgaragen-Erweiterung 2. Quartal 2015,
— Fertigstellung Medienversorgung 3. Quartal 2015,
— Baubeginn ZNB Bauteil 3 3. Quartal 2015,
— Inbetriebnahme ZNB Bauteil 3 2. Quartal 2017,
— Baubeginn ZNB Bauteil 1+2 2. Quartal 2017,
— Fertigstellung ZNB Bauteil 1+2 2. Quartal 2019.
Bettenzahlen:
— Peter-Grund-Bau: 15 Pufferbetten,
— Bauteile 1+2: 394 Betten incl. 29 Plus-Betten,
— Bauteil 3: 138 Betten incl. 9 Plus-Betten,
— BT 3 Interim-Nutzung von 2016-2019: 93 Betten incl. 6 Plus-Betten.
ZNB Brutto- Grundfläche (ca.): 54 500 m²,
Fläche ZNB Nutzfläche 25 750 m²,
Technikfläche 4 500 m²,
Verkehrsfläche 14 750 m²,
Gesamtfläche: 45 000 m²,
ZNB Bruttorauminhalt (ca.): 210 000 m³,
ZNB Fassadenfläche (ca.): 15 000 m².
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-11-25.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-10-20.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-10-20
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Auftragsbekanntmachung
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2014-11-20
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Ergänzende Angaben
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2015-07-30
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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