Sanierung Niedstraße 1-2 und Herrichtung Flächen für das Finanzamt für Fahndung und Strafsachen von Berlin in 12159 Berlin

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Planung von Bauleistungen für die Sanierung Niedstraße 1-2 und Herrichtung Flächen für das Finanzamt für Fahndung und Strafsachen von Berlin in 12159 Berlin
Sanierung/Herrichtung von Flächen im Gebäude für die Unterbringung des Finanzamts für Fahndung und Strafsachen von Berlin
Die Planung von Bauleistungen für die Sanierung/Herrichtung des Bestandsgebäudes erfolgt für das Gebäude sowie technische Anlagen.
Das Rathaus Friedenau befindet sich im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg zwischen der Hauptstraße, dem Breslauer Platz bzw. der Niedstraße und der Lauterstraße.
Das Gebäude wurde 1917 nach 4 jähriger Bauzeit als Verwaltungs-gebäude fertiggestellt.
Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau (ca. 1953) der zerstörten südlichen Gebäudeteile in vereinfachter Form.
Der Haupteingang befindet sich in Richtung Breslauer Platz/Niedstraße. Es handelt sich bei dem Objekt um einen 4-seitigen Gebäudekomplex, der einen quadratischen Haupthof umfasst. Dieser ist über eine Durchfahrt von der Lauterstraße direkt befahrbar.
Das Objekt besteht aus 4 Vollgeschossen, einem Dachgeschoss und 3 Untergeschossen. An der südöstlichen Ecke des Gebäudes ist ein Rathausturm mit ca. 65 m Gesamthöhe angeordnet.
Ziel der Maßnahme ist die Herrichtung von Flächen im Gebäude für die Unterbringung des Finanzamts für Fahndung und Strafsachen von Berlin. Ferner ist ein Teilabbau des vorhandenen Sanierungsstaus im Gesamtbereich des Objektes geplant.
Es ist davon auszugehen, dass ein großer Teil der Bereiche für die Herrichtung des Finanzamtes von Berlin zum Beginn der Sanierung freigezogen sind. Die übrigen Flächen des Objektes bleiben freigezogen bzw. ungenutzt. Ein Großteil der aktuellen Nutzer beräumt das Gebäude vor Baubeginn. Es ist zum aktuellen Zeitpunkt davon auszugehen, dass ein Teil der Nutzer EG und 1. OG zum Zeitpunkt des Baubeginns das Gebäude noch nicht beräumt hat. Zum jetzigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass Teile der Maßnahme im laufenden Betrieb ausgeführt werden müssen.
Für die Herrichtung der Flächen für das Finanzamt von Berlin ist die Grundrissstruktur in den zu bearbeitenden Bereichen dem neuen Raum- und Flächenbedarf anzupassen. Dieser Bedarf ist bereits formuliert, mit den künftigen Nutzern abgestimmt und liegt in Form einer Einpassplanung vor, die die Grundlage für die weitere Planung darstellt.
Die Innenbereiche sind neben der Anpassung der Grundrissstruktur zu sanieren und zu renovieren, wobei vor allem die Erfordernisse hinsichtlich des Brandschutzes und der Schadstoffsanierung (gesonderte Beauftragung), sowie der entsprechenden Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit, zu beachten sind. Notwendige Erneuerungen, Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen an Elektro-/Heizungs- und Raumlufttechnische Anlagen sind durchzuführen.
Das gesamte Objekt verfügt über eine Netto-Grundfläche von ca. 12 910 m².
Diese teilt sich in ca. Angaben wie folgt auf:
3.UG 140 m², 2.UG 1 695 m², 1.UG 890 m², EG 1 660 m², 1.OG 1 700 m², 2.OG 1 725 m², 3.OG 1 585 m², 4.OG 1 620 m², 5.OG 1 285 m², 6.OG 295 m², 7.OG 75 m², 8.OG 85 m², 9.OG 75 m², 10.OG 60 m², 11.OG 15 m², 12.OG 5 m²
Flächenangaben für die herzurichtenden Flächen für das FA von Berlin:
Gesamte Netto-Grundfläche = ca. 11 015 m²
Davon 3.UG 140 m², 2.UG 1 695 m², 1.UG 890 m², EG 1 660 m², 1.OG 1 700 m², 2.OG 1 725 m², 3.OG 1 585 m², 4.OG 1 620 m²
Das Gebäude ist als massiver Mauerwerksbau mit tragenden Außen- und Querwänden sowie Treppenhauswänden aus Mauerwerk errichtet. Die Innenwände bestehen teils aus einem ausgemauerten Stahlfachwerk. Die Geschossdecken sind als Ziegel- und Stegzementdielen in Stahlträgern hergestellt.
Die Dachstuhlkonstruktion ist ein allseitig gewalmtes Satteldach und Mansarddach aus Stahl- und Holzkonstruktion. Das Dach ist in Teilbereichen ungedämmt, die Eindeckung ist in Ziegeldachpfannen ausgeführt, in Kleinflächen mit Naturschiefereindeckung und als bekiestes Flachdach.
Die vorhandene Bebauung weist die üblichen Bauqualitäten der Errichtungszeit bzw. Wiederaufbauphase auf.
Die Geschosse werden über 4 Haupttreppenhäuser und 2 Aufzugsanlagen erschlossen. Unabhängig davon gibt es weitere Treppenanlagen für die Erschließung von Dachgeschoss und Untergeschoss 2 und 3.
Die Straßen- und Hoffassaden im Bereich Souterrain als Natursteinmauerwerk und in den oberen Geschossen als Rauputzfassade ausgeführt. Die Fenster sind mit Betonwerkstein eingefasst.
Die Fenster sind durchweg Holzfenster. Die Ausführung erfolgte durch nachfolgende Sanierungsmaßnahmen in verschiedenen Varianten. Im Bestand befinden sich Kastenfenster, Verbundfenster, Einfachverglasung und Fenster mit Isolierverglasung.
Das Gebäude ist unter der Nummer 0966252 seit 1995 als Baudenkmal in die Denkmaldatei von Berlin eingetragen.
Die Tragstruktur (massiver Mauerwerksbau) ist zu erhalten bzw. wieder standsicher herzustellen. Abfangungen von Deckenträgern sowie Ausbesserungen von Ausfachungen sind erforderlich.
Das Dach ist im Innenbereich zu reinigen (Taubenkot) und anschließend ist eine Instandsetzung des Dachs vorgesehen.
Die Barrierefreiheit Gebäude ist zu konzeptionieren und entsprechend umzusetzen.
Die Instandsetzung der Fassade ist vorgesehen. Dies betrifft die geputzten Bereiche wie Terrakottagesimse und Naturstein-verkleidungen.
Der Innenausbau ist nach den funktionalen Anforderungen der neuen Nutzung zu modernisieren bzw. umzubauen, ferner gilt es brandschutztechnische und bauphysikalische Erfordernisse umzusetzen.
Hierbei sind das Instandsetzen der Fenster inkl. Sonnenschutzanlagen, das Überarbeiten bzw. Erneuern von Türen, das Schließen von Wandöffnungen, die Demontage von Trennwänden und Neuerrichtung von Trennwänden, sowie der Austausch der Bodenbeläge erforderlich. Sämtliche Innenflächen/Oberflächen sind instand zu setzen.
Die Nettogrundfläche findet mit der geplanten Maßnahme gegenüber dem Bestand keine nennbare Änderung.
Eine Sicherheitsbeleuchtung ist unter Berücksichtigung des Brandschutzkonzeptes im gesamten Gebäude herzustellen. Die Installation der Elektroanlage einschließlich der Beleuchtungsanlage ist zu erneuern und anzupassen. In den Treppenhäusern sind die neuen Fenster mit NRA-Anlage unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes auszuführen.
Die gesamten Lüftungs-, Heizungs- und Kalt- sowie Warmwasserinstallationen sind entsprechend EnEV 2014 zu erneuer und zu überarbeiten.
Die gesamte Heizungsanlage ist so zu überarbeiten, dass die Wärmeversorgung im gesamten Gebäude gegeben ist. Die MSR-Technik ist zu erneuern.
Redundante oder nicht mehr benötigte Trinkwasserleitungen werden zurückgebaut. Das Nachrüsten einer Rohrtrennung mit Sammel- und Einzelabsicherung.
Die Entwässerungsanlage ist zu überprüfen. Anschließend ist ein Grundleitungsplan mit Sanierungskonzept zu erstellen. Entsprechende Maßnahmen sind in der Maßnahme mit eingeplant.
Die Blitzschutzanlage ist zu ergänzen. Grob- und Mittelschutz sind nachzurüsten, die Erdungsanlagen sind zu vervollständigen.
Ausgeschrieben werden die Leistungen in 2 Losen:
Los 1: gemäß HOAI 2013, Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1. Gebäude und Innenräume, § 34, Anlage 10, ab Leistungsphase 1. Die Ergebnisse der Einpassplanung werden in der Verhandlungsphase zur Verfügung gestellt. Mit der Objektplanung sind die Leistungen der Tragwerksplanung (§51), der Bauphysik, des Brandschutzes, sowie eines Sicherheits- und Gesundheitskoordinators mit anzubieten.
Los 2: gemäß HOAI 2013, Teil 4 Fachplanung, Abschnitt 2. Technische Ausrüstung § 53, Anlage 15. Mit der Fachplanung sollen die Leistungen eines Energieberaters angeboten werden.
Zunächst werden im Ergebnis des VOF-Verfahrens die Leistungsphasen 1 bis 4 beauftragt. Die Beauftragung der Leistungsphasen 5 bis 9 wird vorbehalten. Ggf. erfolgt eine stufenweise Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen.
Die Lose werden getrennt vergeben. Bewerbungen sind für beide Lose möglich.
Voraussichtlicher Planungsbeginn ist Januar 2015. Der Ausführungszeitraum für die Realisierung ist geplant vom 4. Quartal 2015 bis März 2017.
Es ist davon auszugehen, dass im Verlaufe des Verhandlungsverfahrens eine Maßnahmen- und Kostenkonzeption erbeten wird. Dieses wird ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Auftragsvergabe sein.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-07-01. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-05-23.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-05-23 Auftragsbekanntmachung
2014-12-22 Bekanntmachung über vergebene Aufträge