Sanierung technische Infrastruktur (SBTI III); Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, Leistung für die Gebäudeplanung und Projektkoordination der baufachlich beteiligten Planer

Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. -Generalverwaltung- Bauabteilung

Gegenstand der zu vergebenden Leistungen sind Leistungsphasen nach § 34 ff HOAI 2013 für die Bauvorhaben „Sanierung technische Infrastruktur (SBTI III)“ am MPI für Festkörperforschung und am MPI für Intelligente Systeme in Stuttgart.
Mit dem gesuchten Auftragnehmer wird zunächst ein Vertrag über die Leistungsphasen 2-4 geschlossen; dieser Vertrag beinhaltet die Option des Auftraggebers nach seiner Entscheidung, dem Auftragnehmer für die Leistungsphasen 2–4 zusätzlich auch die Leistungsphasen 5-9 (9 teilweise) zu übertragen. Es wird eine stufenweise Beauftragung einzelner oder mehrerer Leistungsphasen vorgesehen.
Die MPIs sind in den Jahren 1975 und 2000 errichtet worden. Die Stockwerke dieser Bauteile werden Ebenen genannt und sind vom Keller nach oben mit Ebene 1 bis 7 gekennzeichnet.
Unter der Ebene 1 befindet sich in Teilen ein Kriechkeller als Installationsebene, dies ist Ebene 0. Es handelt sich um ein Institutsgebäude mit hoch installierten chemisch-, physikalischen Laboren.
Die Sanierungsmaßnahmen umfassen hauptsächlich die Erneuerung von Gebäudeteilen im Innen- und Außenraum auf Grund ihres Alters. Weiterhin sind im Zuge der Sanierung der technischen Gewerke bauliche Anpassungen vorzunehmen. Die Maßnahme ist nach den geltenden Regeln der Technik durchzuführen, oberste Priorität hat dabei immer die Einhaltung der Brandschutzvorschriften.
Um die energieeffiziente Betriebsweise der Institute zu verbessern, soll ein BHKW aufgestellt werden. Hierfür ist ein Neubau zu errichten.
Alle auszuführenden Maßnahmen erfolgen bei laufendem Betrieb des Institutes.
Bei der Planung sind nicht nur die speziellen Anforderungen beim Bauen im Bestand von Bedeutung, sondern auch die bei solchen Objekten üblichen Arbeitsabläufe zu berücksichtigen. Insoweit legt die Max-Planck-Gesellschaft bei diesem Vergabeverfahren nicht nur Wert darauf, dass die Bewerber profunde Kenntnisse im Bereich der Planung von Labor-/Forschungsgebäuden nachweisen können, sondern ebenso auf Erfahrungen bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen im laufenden Betrieb zurückgreifen können. Besondere Beachtung findet dabei die Koordination der Fachtechnikgewerke und die Abstimmung mit Bauherr und Nutzern.
Die Maßnahmen stehen funktional, technisch und zeitlich in sehr engem Zusammenhang.
Die Planung der Leistungsphasen 2-4 für die verschiedenen Bereiche erfolgt teilweise parallel, bei den Leistungsphasen 5-8, insbesondere bei der Baudurchführung und Bauüberwachung, werden voraussichtlich die Maßnahmen zeitlich versetzt durchgeführt, um den laufenden Betrieb nicht mehr als notwendig einzuschränken.
Die zu bearbeitenden Gebäudeteile haben ca. einen Umfang von 65.000 qm (BGF).
Die Honorierung erfolgt nach der HOAI 2013. Die Planung hat entsprechend der gültigen deutschen Regeln und dem Stand der Technik zu erfolgen. Die Planung muss auch wirtschaftliche und energiewirtschaftliche Gesichtspunkte einbeziehen.
Der voraussichtliche Planungsbeginn ist für Mitte September 2014 und die Baudurchführung ist fürs III. Quartal 2015 bis Ende 2017 vorgesehen.
Die Bewerber erklären mit Abgabe eines Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind, die Leistungen innerhalb des v.g. Zeitraumes zu erbringen und insbesondere, dass sie über die hierfür notwendigen fachlichen, personellen, sachlichen und zeitlichen Mittel verfügen.
Die voraussichtlichen anrechenbaren Kosten (netto) liegen bei ca. 2 600 000 EUR (KG 300) und 10 900 000 EUR (KG 400).
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig und kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort zur Verfügung zu stehen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-04-24. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-03-24.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-03-24 Auftragsbekanntmachung
2014-08-11 Bekanntmachung über vergebene Aufträge