Schachtanlage Asse II – Fachgutachterliche Begleitung der Maßnahmen zur Firstspalt- und Resthohlraumverfüllung und weiteren Maßnahmen der Notfallplanung
Laut Optionenvergleich zur Schließung der Asse stellt die Rückholung der Abfälle aus dem ehemaligen Salzbergwerk Asse nach heutigem Kenntnisstand die beste Stilllegungsoption dar.
Um die Rückholung der radioaktiven Abfälle durchführen zu können, ist es unerlässlich, die Gebrauchstauglichkeit des Grubengebäudes mittels Stabilisierungsmaßnahmen zu erhalten. Gleichzeitig sind Maßnahmen zu ergreifen, die im Notfall des technisch nicht beherrschbaren Lösungszutritts (sogenannter „AuslegungsÜberschreitender Lösungszutritt AÜL“) die radiologischen Auswirkungen auf die Biosphäre so gering wie möglich halten.
Nach den Vorgaben des AtG, der StrlSchV sowie der Allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) ist eine ausreichende Vorsorge nach dem Stand von Wissenschaft und Technik zu treffen, um die Gefahren für Mensch und Umwelt durch Notstandssituationen auf ein Minimum zu beschränken.
Das BfS hat dazu in Zusammenarbeit mit der Asse-GmbH eine Notfallplanung entwickelt.
Im Rahmen der zu erbringenden Leistungen ist eine fachgutachterliche Begleitung von ausgewählten Maßnahmen der Notfallplanung vorgesehen.
Eine wesentliche Aufgabe wird in der Umsetzung der Firstspaltverfüllung im Bereich der Südflanke bestehen. Hier soll aus gebirgsmechanischen Gründen eine weitgehende Verfüllung noch offener Bereiche erfolgen ohne dabei die z. Z. bekannten Fließwege der Zutrittslösungen in der Südflanke zu verändern. Der Auftragnehmer hat hierzu wesentliche Grundlagen für die Sicherheitskonzepte basierend auf den bisherigen Erfahrungen mit dem Fließ- und Abbindeverhalten von Sorelbeton und den potentiellen Fließwegen in der Südflanke zu erarbeiten.
Die Aufgabe des Auftragnehmers (AN) umfasst insgesamt folgende Arbeitspakete:
1. Umfassende und gesamtheitliche Begleitung der Planung und Umsetzung.
2. Erarbeitung bzw. Prüfung von QM-Konzepten und Prüfung ihrer Einhaltung.
3. Prüfung der technischen Planungen.
4. Mitarbeit bei der Erstellung und Prüfung von Genehmigungsunterlagen.
5. Entwicklung von Sicherheitskonzepten für die Firstspaltverfüllung unter Berücksichtigung der dynamischen Standortentwicklung.
6. Prüfung der laufenden Anpassungen der geotechnischen Bauwerke an die dynamische Standortentwicklung im Hinblick auf die Ziele der Konsequenzenminimierung.
7. Bauüberwachung vor Ort auf besondere Anforderung des BfS.
8. Teilnahme an Fachsitzungen.
9. Teilnahme an Befahrungen.
10. Teilnahme an Fachgesprächen mit Behörden und anderen Institutionen.
11. Mitwirkung bei der Erläuterung der Notfallplanung gegenüber Genehmigungsbehörden, Fachgremien, Politischen Gremien und der Öffentlichkeit.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-10-15.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-09-12.
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2014-09-12
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Auftragsbekanntmachung
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