Sicherung der Altdeponie Eisert. Ingenieurleistungen zur Planung und Bauüberwachung der Sicherung mittels vertikalem und horizontalem Dichtungselement

HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung – HIM-ASG

Ingenieurleistungen zur Planung und Bauüberwachung der Sicherung mittels vertikalem und horizontalem Dichtungselement.
Die ehemalige Deponie Eisert liegt unmittelbar am Main nordwestlich der Stadt Großkrotzenburg. Sie entstand durch die Verfüllung eines etwa 9 ha großen Kiesabbaugebietes. Dabei wurden Rückstände von Betrieben der metallverarbeitenden und chemischen Industrie, aus Galvanik- und Giessereibetrieben abgelagert. Unter anderem waren dies stark schwefelhaltige Ölschlämme, Kunstharzrückstände und Lösemittelreste sowie lösungsmittel- und schwermetallhaltige Säurerückstände. Die Deponie diente demzufolge zu wesentlichen Teilen der Altablagerung von Sonderabfällen.
Ein großer Teil des Deponats liegt ohne jegliche Absicherung innerhalb der gesättigten Bodenzone und wird von Grundwasser durchströmt. Der oberste Grundwasserleiter wird in einer Tiefe von ca. 11 m von einer Tonschicht gegen tiefere Aquifere abgetrennt. Im Deponat selbst wurde ein erhebliches Potential der Schadstoffe Arsen und Schwermetalle, Mineralöl, PAK, BETX und LHKW analytisch nachgewiesen. Im Grundwasser innerhalb und außerhalb der Deponie wurden bereichsweise hohe Schadstoffgehalte, vor allem Arsen und Schwermetalle nachgewiesen, die die zugehörigen Geringfügigkeitsschwellenwerte um ein Vielfaches überschreiten.
Der Sanierungsbedarf wurde durch das Regierungspräsidium festgestellt.
Auf Basis einer Variantenstudie wurde ein mit den beteilgten Behörden abgestimmtes Sanierungskonzept mit Vorzugsvariante erstellt (Vorplanung gemäß § 43 HOAI). Ein Grundwassermodell wurde erstellt.
Die zu vergebenden Ingenieurleistungen umfassen schwerpunktmäßig folgende Leistungen:
1. Ingenieurleistungen gemäß § 43 HOAI (Ingenieurbauwerke) in den Leistungsphasen 1 und 3 bis 9 zur Umsetzung der Sanierungskonzeption für die Sicherung der Altdeponie. Diese sind zu erbringen für:
— den Bau eines vertikalen Dichtungselementes (Umschließung des zentralen Ablagerungsbereiches abschnittsweise mit einer Einphasendichtwand und Spundwand),
— die Profilierung der Deponieoberfläche; die Deponieoberfläche ist mit vom Bauherrn bereitgestelltem Material zu profilieren,
— ein horizontales Dichtungselement (Errichtung eines Oberflächenabdichtungssystems).
Das dichtende Element des Oberflächenabdichtungssystems soll als mineralische Dichtung ausgeführt werden. Einzelne Elemente des Oberflächenabdichtungssystems (mineralische Dichtung, Flächendränage, Rekultivierungsschicht) sollen mit vom Bauherrn bereitgestellten Materialien gebaut werden.
2. Ingenieurleistungen gemäß § 26 HOAI (Landschaftspflegerischer Begleitplan/Fachbeitrag Naturschutz) in den Leistungsphasen 1 bis 4 zur Umsetzung der Sanierungskonzeption für die Sicherung der Altdeponie.
3. Beratungsleistungen gemäß Anlage 1, Pkt. 1.3 und Pkt. 1.4 zu § 3 HOAI und besondere Leistungen gemäß Anlage 12 zu § 43 HOAI, z. B.:
(a) Aufstellung von geotechnischen Berechnungen zur Standsicherheit oder Gebrauchstauglichkeit. Standsicherheitsberechnungen für den Bauzustand Dichtwand (offener Schlitz). Standsicherheitsberechnungen/Verformungsberechnungen für den Endzustand Dichtwand (Anschlussbereiche, Hochwasserfall). Standsicherheitsberechnungen/Verformungsberechnungen für die Oberflächenabdichtung,
(b) Aufstellen von Qualitätsmanagementplänen für die Profilierung, für die Oberflächenabdichtung und für die Dichtwand,
(c) Durchführung von Voruntersuchungen an bis zu 3 Dichtwandmassen unter baulichen (geotechnischen) und chemischen Aspekten,
(d) Durchführung von Eignungsuntersuchungen nach „Bundeseinheitlichen Qualitätsstandards“ (BQS) der LAGA Ad-hoc-AG „Deponietechnik“ an Deponieersatzbaustoffen und mineralischen Baustoffen für die mineralische Dichtung (BQS 5-3), die Flächendränage (BQS 8-1) und die Rekultivierungsschicht (BQS 7-1),
(e) Planungsbegleitende Vermessungen für die Planung und den Entwurf, Bauvermessung vor und während der Bauausführung und die abschließende Bestandsdokumentation,
(f) Fortschreibung von Nutzen-Kosten-Untersuchungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen,
(g) Objektübergreifende, integrierte Bauablaufplanung, Koordination des Gesamtprojektes und detaillierte Planung von Bauphasen bei besonderen Anforderungen (Abstimmung der Abläufe beim Einbau der Profilierung, beim Bau der Dichtwand und beim Bau des Oberflächenabdichtungssystems, bauzeitliche Entwässerung),
(h) Prüfen und Werten von Nebenangeboten,
(i) Kostenkontrolle, Prüfen und Bewerten der Berechtigung von Nachträgen, Prüfung von Nachträgen der bauausführenden Unternehmen inkl. Vergabeempfehlung, Rechnungsprüfung,
(j) Örtliche Bauüberwachung: Überwachen der Ausführung des Objektes auf Übereinstimmung mit den zur Ausführung freigegebenen Unterlagen, dem Bauvertrag und den Vorgaben des Auftraggebers, Mitwirkung beim Aufmaß mit dem ausführenden Unternehmen und Prüfen der Aufmaße, Vergleich der Ergebnisse der Rechnungsprüfungen mit der Auftragssumme,
(k) Überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist,
(l) Leistungen nach Baustellenverodnung zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordintaion und für das Arbeiten in kontaminierten Bereichen.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-10-15. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-09-12.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-09-12 Auftragsbekanntmachung
2015-06-18 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
2021-10-21 Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit
2024-02-19 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2014-09-12)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Ingenieurbüros
Menge oder Umfang:
Ingenieurleistungen zur Planung und Bauüberwachung der Sicherung der Altdeponie Eisert mittels vertikalem und horizontalem Dichtungselement. Die Vertragslaufzeit endet mit Ablauf der Frist für Mängelansprüche der Bauleistungen. Dies gilt unter dem Vorbehalt, dass das Land Hessen die notwendigen Mittel bereitstellt und seitens der zuständigen Behörde weiterhin ein Sanierungserfordernis besteht. Somit besteht kein Anspruch auf die Beauftragung der Gesamtsumme.
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Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Ingenieurbüros 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Sonstiges
Name des öffentlichen Auftraggebers: HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung – HIM-ASG
Postanschrift: Waldstraße 11
Postleitzahl: 64584
Postort: Biebesheim
Kontakt
Internetadresse: http://www.him.de 🌏
E-Mail: dieter.bohlen@him.de 📧
Telefon: +49 62588953711 📞
Fax: +49 62588953322 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2014-09-12 📅
Einreichungsfrist: 2014-10-15 📅
Veröffentlichungsdatum: 2014-09-17 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2014/S 178-314763
ABl. S-Ausgabe: 178
Zusätzliche Informationen
Nachr. HAD-Ref.: 3917/35, Nachr. V-Nr/AKZ: ASG/91/203.

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Ingenieurleistungen zur Planung und Bauüberwachung der Sicherung mittels vertikalem und horizontalem Dichtungselement.
Die ehemalige Deponie Eisert liegt unmittelbar am Main nordwestlich der Stadt Großkrotzenburg. Sie entstand durch die Verfüllung eines etwa 9 ha großen Kiesabbaugebietes. Dabei wurden Rückstände von Betrieben der metallverarbeitenden und chemischen Industrie, aus Galvanik- und Giessereibetrieben abgelagert. Unter anderem waren dies stark schwefelhaltige Ölschlämme, Kunstharzrückstände und Lösemittelreste sowie lösungsmittel- und schwermetallhaltige Säurerückstände. Die Deponie diente demzufolge zu wesentlichen Teilen der Altablagerung von Sonderabfällen.
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Ein großer Teil des Deponats liegt ohne jegliche Absicherung innerhalb der gesättigten Bodenzone und wird von Grundwasser durchströmt. Der oberste Grundwasserleiter wird in einer Tiefe von ca. 11 m von einer Tonschicht gegen tiefere Aquifere abgetrennt. Im Deponat selbst wurde ein erhebliches Potential der Schadstoffe Arsen und Schwermetalle, Mineralöl, PAK, BETX und LHKW analytisch nachgewiesen. Im Grundwasser innerhalb und außerhalb der Deponie wurden bereichsweise hohe Schadstoffgehalte, vor allem Arsen und Schwermetalle nachgewiesen, die die zugehörigen Geringfügigkeitsschwellenwerte um ein Vielfaches überschreiten.
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Der Sanierungsbedarf wurde durch das Regierungspräsidium festgestellt.
Auf Basis einer Variantenstudie wurde ein mit den beteilgten Behörden abgestimmtes Sanierungskonzept mit Vorzugsvariante erstellt (Vorplanung gemäß § 43 HOAI). Ein Grundwassermodell wurde erstellt.
Die zu vergebenden Ingenieurleistungen umfassen schwerpunktmäßig folgende Leistungen:
1. Ingenieurleistungen gemäß § 43 HOAI (Ingenieurbauwerke) in den Leistungsphasen 1 und 3 bis 9 zur Umsetzung der Sanierungskonzeption für die Sicherung der Altdeponie. Diese sind zu erbringen für:
— den Bau eines vertikalen Dichtungselementes (Umschließung des zentralen Ablagerungsbereiches abschnittsweise mit einer Einphasendichtwand und Spundwand),
— die Profilierung der Deponieoberfläche; die Deponieoberfläche ist mit vom Bauherrn bereitgestelltem Material zu profilieren,
— ein horizontales Dichtungselement (Errichtung eines Oberflächenabdichtungssystems).
Das dichtende Element des Oberflächenabdichtungssystems soll als mineralische Dichtung ausgeführt werden. Einzelne Elemente des Oberflächenabdichtungssystems (mineralische Dichtung, Flächendränage, Rekultivierungsschicht) sollen mit vom Bauherrn bereitgestellten Materialien gebaut werden.
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2. Ingenieurleistungen gemäß § 26 HOAI (Landschaftspflegerischer Begleitplan/Fachbeitrag Naturschutz) in den Leistungsphasen 1 bis 4 zur Umsetzung der Sanierungskonzeption für die Sicherung der Altdeponie.
3. Beratungsleistungen gemäß Anlage 1, Pkt. 1.3 und Pkt. 1.4 zu § 3 HOAI und besondere Leistungen gemäß Anlage 12 zu § 43 HOAI, z. B.:
(a) Aufstellung von geotechnischen Berechnungen zur Standsicherheit oder Gebrauchstauglichkeit. Standsicherheitsberechnungen für den Bauzustand Dichtwand (offener Schlitz). Standsicherheitsberechnungen/Verformungsberechnungen für den Endzustand Dichtwand (Anschlussbereiche, Hochwasserfall). Standsicherheitsberechnungen/Verformungsberechnungen für die Oberflächenabdichtung,
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(b) Aufstellen von Qualitätsmanagementplänen für die Profilierung, für die Oberflächenabdichtung und für die Dichtwand,
(c) Durchführung von Voruntersuchungen an bis zu 3 Dichtwandmassen unter baulichen (geotechnischen) und chemischen Aspekten,
(d) Durchführung von Eignungsuntersuchungen nach „Bundeseinheitlichen Qualitätsstandards“ (BQS) der LAGA Ad-hoc-AG „Deponietechnik“ an Deponieersatzbaustoffen und mineralischen Baustoffen für die mineralische Dichtung (BQS 5-3), die Flächendränage (BQS 8-1) und die Rekultivierungsschicht (BQS 7-1),
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(e) Planungsbegleitende Vermessungen für die Planung und den Entwurf, Bauvermessung vor und während der Bauausführung und die abschließende Bestandsdokumentation,
(f) Fortschreibung von Nutzen-Kosten-Untersuchungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen,
(g) Objektübergreifende, integrierte Bauablaufplanung, Koordination des Gesamtprojektes und detaillierte Planung von Bauphasen bei besonderen Anforderungen (Abstimmung der Abläufe beim Einbau der Profilierung, beim Bau der Dichtwand und beim Bau des Oberflächenabdichtungssystems, bauzeitliche Entwässerung),
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(h) Prüfen und Werten von Nebenangeboten,
(i) Kostenkontrolle, Prüfen und Bewerten der Berechtigung von Nachträgen, Prüfung von Nachträgen der bauausführenden Unternehmen inkl. Vergabeempfehlung, Rechnungsprüfung,
(j) Örtliche Bauüberwachung: Überwachen der Ausführung des Objektes auf Übereinstimmung mit den zur Ausführung freigegebenen Unterlagen, dem Bauvertrag und den Vorgaben des Auftraggebers, Mitwirkung beim Aufmaß mit dem ausführenden Unternehmen und Prüfen der Aufmaße, Vergleich der Ergebnisse der Rechnungsprüfungen mit der Auftragssumme,
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(k) Überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist,
(l) Leistungen nach Baustellenverodnung zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordintaion und für das Arbeiten in kontaminierten Bereichen.
Referenznummer: ASG/91/203
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: 63538 Großkrotzenburg.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Die Einreichung der Bewerbung hat zwingend unter Verwendung der vorgegebenen Bewerbungsformulare zu erfolgen. Die Bewerbungsformulare können per Post oder E-Mail angefordert werden bei
IGB Rhein-Neckar Ingenieurgesellschaft mbH,
Herr Wiermann,
Heinigstraße 26,
67059 Ludwigshafen,
Die Unterlagen nennen die erforderlichen Angaben und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung herangezogen werden. Die Angaben und Nachweise zu seiner wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Sachkunde hat der Bewerber entsprechend den nachfolgend unter den Ziffern III.2.2) und III.2.3) genannten Kriterien zu erbringen. Jedes Mitglied einer Bewerber/Bietergemeinschaft und jedes Nachunternehmen haben ein eigenes Bewerbungsformular auszufüllen.
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Geforderte Eignungsnachweise (§ 5 Abs. 3 und 9 VOF), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, sind im Rahmen ihres Erklärungsumfangs zulässig.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung nicht älter als drei Monate; Nachweis des Gesamtumsatz des Bewerbers und der Umsätze in den Projekten mit vergleichbaren Leistungen der letzten drei Jahre (2011, 2012, 2013), d. h. abgeschlossene oder laufende Projekte; Projektliste mit Angabe des Rechnungswertes, der Leistungszeit sowie der öffentlichen und privaten Auftraggeber. Als vergleichbar werden folgende Referenzprojekte angesehen:
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1. Planung und/oder Bauüberwachung von Oberflächenabdichtungssystemen bei der Sanierung von Altlasten und/oder Deponien mit mineralischen Oberflächenabdichtungs-komponenten nach bundeseinheitlichen Qualitätsstandards (BQS).
2. Planung und/oder Bauüberwachung von Abdichtungssystemen mit vertikalen Dichtungselementen (z. B. Einphasendichtwand oder Spundwand) bei der Sanierung von Altlasten und/oder Deponien nach Bundesbodenschutzgesetz im Hochwassereinflussbereich von Gewässern.
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Bei Bewerber/Bietergemeinschaften sind die geforderten Nachweise von jedem Mitglied zu führen. Gleiches gilt auch für Nachunternehmer. Geforderte Eignungsnachweise (§ 5 Abs. 4 VOF), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, sind im Rahmen ihres Erklärungsumfangs zulässig.
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Mindeststandards:
Für Referenzprojekte (siehe oben) öffentlicher Auftraggeber ist eine durch den öffentlichen Auftraggeber ausgestellte oder beglaubigte Bescheinigung vorzulegen.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
Anzahl der in den letzten 5 Jahren (2009, 2010, 2011, 2012, 2013) abgeschlossenen oder noch laufenden Referenzprojekte des Bewerbers und der persönlichen Referenzprojekte der vorgesehenen Projektleitung und stellvertr. Projektleitung, die mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind. Als vergleichbar werden folgende Referenzprojekte angesehen:
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a) Planung und/oder Bauüberwachung von Oberflächenabdichtungssystemen bei der Sanierung von Altlasten und/oder Deponien mit mineralischen Oberflächenabdichtungskomponenten nach bundeseinheitlichen Qualitätsstandards (BQS),
b) Planung und/oder Bauüberwachung von Abdichtungssystemen mit vertikalen Dichtungselementen (z. B. Einphasendichtwand oder Spundwand) bei der Sanierung von Altlasten und/oder Deponien nach Bundesbodenschutzgesetz im Hochwassereinflussbereich von Gewässern,
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c) Erstellen von Grundwassermodellen (mind. 2-dimensional) einschl. Schadstofftransportberechnungen bei der Sanierung von Deponie und/oder Altlasten,
d) Planung und Überwachung der Ausführung und geo- und umwelttechnische Beratung bei der Verwendung von mineralischen Deponieersatzbaustoffen,
e) Durchführung von Eignungsuntersuchungen nach „Bundeseinheitlichen Qualitätsstandards“ (BQS) der LAGA Ad-hoc-AG „Deponietechnik“ an Deponieersatzbaustoffen und mineralischen Baustoffen für die mineralische Dichtung (BQS 5-3), die Flächendränage (BQS 8-1) und die Rekultivierungsschicht (BQS 7-1).
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Projektliste mit Angabe des Rechnungswertes, der Leistungszeit sowie des Auftraggebers; Selbstauskunft über das beim Bewerber vorhandene Qualitätsmanagement (QM-System, z. B. eigenes oder akkreditiert nach ISO 9001 und nach ISO/IEC 17025). Bei Bewerber/Bietergemeinschaften sind die geforderten Nachweise von jedem Mitglied zu führen. Gleiches gilt für Nachunternehmer.
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Geforderte Eignungsnachweise (§ 5 Abs. 5 und 8 VOF), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, sind im Rahmen ihres Erklärungsumfangs zulässig.
Mindeststandards:
Für Referenzprojekte (siehe oben) für öffentliche Auftraggeber ist eine von der zuständigen Behörde ausgestellte oder beglaubigte Bescheinigung vorzulegen.
Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien:
Ausschlusskriterien:
Nachweis der Berufshaftpflicht mit einer Deckungssumme von jeweils 3 000 000 EUR für Personen- und Sachschäden je Schadensfall, nicht älter als 3 Monate; Vorlage einer Bietergemeinschaftserklärung für den Fall, dass eine solche gebildet wird. Bei Bewerber-/Bietergemeinschaften sind von jedem Mitglied die geforderten Erklärungen/Nachweise vorzulegen. Gleiches gilt auch für Nachunternehmer. Sofern der Einsatz von Nachunternehmern geplant ist, muss nach § 5 (6) VOF bereits mit der Bewerbung der Nachweis geführt werden, dass die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Hierfür ist eine den Bewerbungsunterlagen beigefügte Verpflichtungserklärung vom Nachunternehmer auszufüllen und zu unterschreiben. Näheres kann den Bewerbungsunterlagen entnommen werden.
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Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll:
Nach BGB – eine Bewerber-/Bietergemienschaft erklärt sich gesamtschuldnerisch haftend. Die Benennung des bevollmächtigten Vertreters ist erforderlich. Eine Vorlage für die Bietergemeinschaftserklärung ist in den Bewerbungsunterlagen enthalten.
Namen und berufliche Qualifikationen des Personals

Verfahren
Mindestzahl der Bewerber: 3
Höchstzahl der Bewerber: 5
Objektive Auswahlkriterien:
Eignungskriterien entsprechend der Kapitel III.1) und III.2):
A) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Bewertungszahl 30-150:
— Gesamtumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre, Wichtung 10, Bewertungszahl 10-50;
— Umsatz für vergleichbare Leistungen in den letzten 3 Jahren, Wichtung 20, Bewertungszahl 20-100;
B) Technische Leistungsfähigkeit: Bewertungszahl 0-350:
— Referenzen der Projektleitung und der stellvertretenden Projektleitung in den letzten 5 Jahren, Wichtung 20, Bewertungszahl 0-100;
— Referenzen des Bewerbers in den letzten 5 Jahren, Wichtung 40, Bewertungszahl 0-200;
— Beschreibung der Maßnahmen des Bewerbers zur Gewährleistung der Qualität seiner Arbeit, Wichtung 10, Bewertungszahl 0-50.
Einzelheiten können den Bewerbungsformularen und Angebotsunterlagen entnommen werden.
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Andere Art des öffentlichen Auftraggebers: Other
Kontakt
Kontaktperson: Herrn Dieter Bohlen
Name: IGB Rhein-Neckar Ingenieurgesellschaft mbH
Postanschrift: Heinigstraße 26
Postort: Ludwigshafen
Postleitzahl: 67059
Kontaktperson: Alexander Wiermann
Telefon: +49 62167196115 📞
E-Mail: wiermann@igb-ingenieure.de 📧
Fax: +49 62167196129 📠
URL für weitere Informationen: http://www.igb-ingenieure.de 🌏
URL der Dokumente: http://www.igb-ingenieure.de 🌏

Referenz
Daten
Datum des Beginns: 2015-02-01 📅
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: ASG/91/203
Zusätzliche Informationen
Nachr. HAD-Ref.: 3917/35,
Nachr. V-Nr/AKZ: ASG/91/203.

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Postanschrift: Dienstgebäude: Wilhelminenstraße 1-3; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Postort: Darmstadt
Postleitzahl: 64283
Land: Deutschland 🇩🇪
Fax: +49 6151125816 / 6151126834 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bieter wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfungsverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen.
Nach Ablauf der Frist ist der Antrag unzulässig. (§ 107 Abs. 3 Nr. 4 GWB). Der Antrag ist auch unzulässig, soweit:
1. der Antragssteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 107 Abs. 3 Nrn. 1 bis 3 GWB).
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Die Unwirksamkeit eines Vertrages kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§ 101 b Abs. 2 GWB). GWB = Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen in der Fassung der Bekanntmachung von 26. Juni 2013 (BGBI. I S. 1750, 3245), das durch Artikel 2 Absatz 78 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154) geändert worden ist.
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Quelle: OJS 2014/S 178-314763 (2014-09-12)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2015-06-18)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Gesamtwert des Auftrags: 899 995,59 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Angebotsart: Entfällt

Referenz
Daten
Absendedatum: 2015-06-18 📅
Veröffentlichungsdatum: 2015-06-20 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2015/S 118-215626
Verweist auf Bekanntmachung: 2014/S 178-314763
ABl. S-Ausgabe: 118
Zusätzliche Informationen
Nachr. HAD-Ref.: 3917/43. Nachr. V-Nr/AKZ: ASG/91/203.

Verfahren
Vergabekriterien
Kriterium: 1. Qualität: Methoden zum Verfahrens- und Genehmigungsmanagement (10)
2. Qualität: Methoden zur Kostenplanung und -verfolgung (10)
3. Qualität: Methoden zur Bewertung und Prüfung von Nachträgen (10)
4. Honorar (30)
5. Auftragsgespräch: (0)
6. Persönlichkeit des Projektleiters und der stellv. PL (10)
7. Vergleichbarkeit des vorgestellten Projektes mit dem vorliegenden Projekt (10)
8. Vorstellung interessanter Ideen (10)
9. Gesamteindruck der Präsentation (10)

Auftragsvergabe
Datum des Vertragsabschlusses: 2015-05-04 📅
Name: Arbeitsgemeinschaft Arcadis Deutschland GmbH / ISK Ingenieurgesellschaft mbH, c/o Arcadis Deutschland GmbH
Postanschrift: Europaplatz 3
Postort: Darmstadt
Postleitzahl: 64293
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: darmstadt@arcadis.de 📧
Internetadresse: www.arcadis.de 🌏
Informationen über Ausschreibungen
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Fax: +49 6151125816 / 6151126834 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Die Unwirksamkeit eines Vertrages kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§ 101 b Abs. 2 GWB).
Mehr anzeigen
GWB = Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen in der Fassung der Bekanntmachung vom 26.6.2013 (BGBl. I S. 1750, 3245), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 21.7.2014 (BGBl. I S. 1066) geändert worden ist.
Quelle: OJS 2015/S 118-215626 (2015-06-18)
Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit (2021-10-21)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Gesamtwert des Auftrags: 899995.59 EUR 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Zusätzlicher CPV-Code: Umwelttechnische Beratung 📦
Ort der Leistung
NUTS-Region: Main-Kinzig-Kreis 🏙️

Verfahren
Vergabekriterien
Entfällt

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: HIM GmbH Bereich Altlastensanierung HIM-ASG
Kontakt
E-Mail: ulrich.langer@him.de 📧
Telefon: +49 62588953720 📞

Referenz
Daten
Absendedatum: 2021-10-21 📅
Veröffentlichungsdatum: 2021-10-26 📅
Datum des Beginns: 2015-02-02 📅
Datum des Endes: 2024-12-31 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2021/S 208-545515
Verweist auf Bekanntmachung: 2015/S 118-215626
ABl. S-Ausgabe: 208

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Ingenieurleistungen zur Planung und Bauüberwachung der Sicherung mittels
vertikalem und horizontalem Dichtungselement.
Die ehemalige Deponie Eisert liegt unmittelbar am Main nordwestlich der Stadt
Großkrotzenburg. Sie entstand durch die Verfüllung eines etwa 9 ha großen
Kiesabbaugebietes. Dabei wurden Rückstände von Betrieben der metallverarbeitenden
und chemischen Industrie, aus Galvanik- und Giessereibetrieben abgelagert. Unter
anderem waren dies stark schwefelhaltige Ölschlämme, Kunstharzrückstände und
Lösemittelreste sowie lösungsmittel- und schwermetallhaltige Säurerückstände. Die
Deponie diente demzufolge zu wesentlichen Teilen der Altablagerung von
Sonderabfällen.
Ein großer Teil des Deponats liegt ohne jegliche Absicherung innerhalb der gesättigten
Bodenzone und wird von Grundwasser durchströmt. Der oberste Grundwasserleiter
wird in einer Tiefe von ca. 11 m von einer Tonschicht gegen tiefere Aquifere
abgetrennt. Im Deponat selbst wurde ein erhebliches Potential der Schadstoffe Arsen
und Schwermetalle, Mineralöl, PAK, BTEX und LHKW analytisch nachgewiesen. Im
Grundwasser innerhalb und außerhalb der Deponie wurden bereichsweise hohe
Schadstoffgehalte, vor allem Arsen und Schwermetalle nachgewiesen, die die
zugehörigen Geringfügigkeitsschwellenwerte um ein Vielfaches überschreiten.
Auf Basis einer Variantenstudie wurde ein mit den beteiligten Behörden abgestimmtes
Sanierungskonzept mit Vorzugsvariante erstellt (Vorplanung gemäß § 43 HOAI). Ein
Grundwassermodell wurde erstellt.
Die vergebenen Ingenieurleistungen umfassen schwerpunktmäßig folgende Leistungen:
I. Gutachterleistungen
I.1 Einarbeitung in das Projekt/vorhandene Unterlagen
I.2 Gutachterleistungen im Zusammenhang mit dem Grundwassermonitoring und
sonstiger umwelttechnischer Untersuchungen
I.3 Grundwassermodell
II. Planungsleistungen
II.1 Ingenieurbauwerke, Leistungsphasen 1, 3 bis 9 des § 43 HOAI
II.2 Landschaftspflegerischer Begleitplan, Leistungsphasen 1 bis 4 des § 26 HOAI
III. Beratungsleistungen gemäß Anlage 1, Pkt. 1.3 und Pkt. 1.4 zu § 3 HOAI und
besondere Leistungen gemäß Anlage 12 zu § 43 HOAI
III.1 Geotechnische Berechnungen zur Standsicherheit und/oder Gebrauchstauglichkeit
III.2 Aufstellen von Qualitätsmanagementplänen
III.3 Voruntersuchungen an Dichtwandmassen
III.4 Durchführung von Eignungsuntersuchungen nach BQS
III.5 Planungsbegleitende Vermessung
III.6 Integrierte Bauablaufplanung, Koordination des Gesamtprojektes, Fortschreibung
von Nutzen- Kosten Untersuchungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen
III.7 Örtliche Bauüberwachung und weitere besondere Leistungen
III.8 Bauvermessung
III.9 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination
III.10 Erstellung eines Variantenstudiums für die in Frage kommenden Transportwege
von und zur Altdeponie
III.11 Erstellung eines Variantenstudiums für mögliche
Nachfolgenutzungen des gesicherten Deponiebereichs
III.12 Teilnahme an Planungs- und Projektmanagementbesprechungen
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: 63538 Großkrotzenburg

Auftragsvergabe
Datum des Vertragsabschlusses: 2015-03-18 📅
Name: ARGE Arcadis Deutschland GmbH / ISK Ingenieurgesellschaft mbH, c/o Arcadis Deutschland GmbH
Land: Darmstadt, Kreisfreie Stadt 🏙️
Gesamtwert des Auftrags: 899995.59 EUR 💰

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Adresse des Käuferprofils: http://www.him-asg.de 🌏

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Fax: +49 6151125816 / +49 6151126834 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bieter
wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfungsverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen. Nach Ablauf der Frist ist
der Antrag unzulässig. (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB).
Der Antrag ist auch unzulässig, soweit:
- der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichung
des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist
von zehn Kalendertagen gerügt hat,
- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§160 Abs. 3 Nrn. 1 bis 3 GWB).
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Die Unwirksamkeit eines Vertrages kann nur festgestellt werden, wenn sie im
Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der
betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den
Abschluss des Vertrages, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss
geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der
Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der
Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der
Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§135 Abs. 2 GWB).
GWB=Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Juni 2013 (BGBl. I S. 1750, 3245), das zuletzt durch Artikel 10 Absatz 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2021 (BGBl. I S. 3274) geändert worden ist.
Für Mediationsverfahren zuständige Stelle
Name: Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Postanschrift: Dienstgebäude: Wilhelminenstraße 1-3; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Postort: Darmstadt
Postleitzahl: 64283
Land: Deutschland 🇩🇪
Quelle: OJS 2021/S 208-545515 (2021-10-21)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2024-02-19)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Sicherung der Altdeponie Eisert bei Großkrotzenburg
Referenznummer: ASG/91/203
Kurze Beschreibung:
Ingenieurleistungen zur Planung und Bauüberwachung der Sicherung mittels vertikalem und horizontalem Dichtungselement. Die ehemalige Deponie Eisert liegt unmittelbar am Main nordwestlich der Stadt Großkrotzenburg. Sie entstand durch die Verfüllung eines etwa 9 ha großen Kiesabbaugebietes. Dabei wurden Rückstände von Betrieben der metallverarbeitenden und chemischen Industrie, aus Galvanik- und Gießereibetrieben abgelagert. Unter anderem waren dies stark schwefelhaltige Ölschlämme, Kunstharzrückstände und Lösemittelreste sowie lösungsmittel- und schwermetallhaltige Säurerückstände. Die Deponie diente demzufolge zu wesentlichen Teilen der Altablagerung von Sonderabfällen. Ein großer Teil des Deponats liegt ohne jegliche Absicherung innerhalb der gesättigten Bodenzone und wird von Grundwasser durchströmt. Der oberste Grundwasserleiter wird in einer Tiefe von ca. 11 m von einer Tonschicht gegen tiefere Aquifere abgetrennt. Im Deponat selbst wurde ein erhebliches Potential der Schadstoffe Arsen und Schwermetalle, Mineralöl, PAK, BTEX und LHKW analytisch nachgewiesen. Im Grundwasser innerhalb und außerhalb der Deponie wurden bereichsweise hohe Schadstoffgehalte, vor allem Arsen und Schwermetalle nachgewiesen, die die zugehörigen Geringfügigkeitsschwellenwerte um ein Vielfaches überschreiten. Der Sanierungsbedarf wurde durch das Regierungspräsidium festgestellt. Auf Basis einer Variantenstudie wurde ein mit den beteiligten Behörden abgestimmtes Sanierungskonzept mit Vorzugsvariante erstellt (Vorplanung gemäß § 43 HOAI}. Ein Grundwassermodell wurde erstellt. Die vergebenen Ingenieurleistungen umfassen schwerpunktmäßig folgende Leistungen: I. Gutachterleistungen I.1 Einarbeitung in das Projekt/vorhandene Unterlagen I.2 Gutachterleistungen im Zusammenhang mit dem Grundwassermonitoring und sonstiger umwelttechnischer Untersuchungen I.3 Grundwassermodell II. Planungsleistungen II.1 Ingenieurbauwerke, Leistungsphasen I, 3 bis 9 des § 43 HOAI II.2 Landschaftspflegerischer Begleitplan, Leistungsphasen I bis 4 des § 26 HOAI III. Beratungsleistungen gemäß Anlage 1, Pkt. 1.3 und Pkt. 1.4 zu § 3 HOAI und besondere Leistungen gemäß Anlage 12 zu § 43 HOAI III.1 Geotechnische Berechnungen zur Standsicherheit und/oder Gebrauchstauglichkeit III.2 Aufstellen von Qualitätsmanagementplänen III.3 Voruntersuchungen an Dichtwandmassen III.4 Durchführung von Eignungsuntersuchungen nach BQS III.5 Planungsbegleitende Vermessung III.6 Integrierte Bauablaufplanung, Koordination des Gesamtprojektes, Fortschreibung von Nutzen- Kosten Untersuchungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen III.7 Örtliche Bauüberwachung und weitere besondere Leistungen III.8 Bauvermessung III.9 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination III.10 Erstellung eines Variantenstudiums für die in Frage kommenden Transportwege von und zur Altdeponie III.11 Erstellung eines Variantenstudiums für mögliche Nachfolgenutzungen des gesicherten Deponiebereichs III.12 Teilnahme an Planungs- und Projektmanagementbesprechungen
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Produkte/Dienstleistungen: Dienstleistungen von Ingenieurbüros 📦
Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.): 1515077.87 EUR 💰
Beschreibung
Interne Kennung: 2015-B001129-51
Titel: Sicherung der Altdeponie Eisert: Ingenieurleistungen zur Planung und Bauüberwachung der Sicherung mittels vertikalem und horizontalem Dichtungselement.
Beschreibung der Beschaffung:
Dienstleistungskategorie Nr 12: Architektur, technische Beratung und Planung, integrierte technische Leistungen, Stadt- und Landschaftsplanung, zugehörige wissenschaftliche und technische Beratung, technische Versuche und Analysen
Art des Vertrags: Dienstleistungen
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt
Planungsleistungen zur Sicherung einer Altdeponie zur Vermeidung von Grundwasserverunreinigung
Konzept zur Verringerung der Umweltauswirkungen: Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
Postleitzahl: 63538
Stadt: Großkrotzenburg
Land: Deutschland 🇩🇪
Ort der Leistung: Main-Kinzig-Kreis 🏙️
Dauer
Datum des Beginns: 2015-02-01 📅
Dauer des Qualifizierungssystems
Unbestimmte Dauer
Titel
Los-Identifikationsnummer: LOT-0001
Umfang der Beschaffung
Zusätzliche Produkte/Dienstleistungen:
Verfahren
Art des Verfahrens
Rechtsgrundlage: Richtlinie 2014/24/EU
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Der Vertrag enthält Bedingungen zur Vertragsausführung

Auftragsvergabe
Los-Identifikationsnummer: LOT-0001
Vertragsnummer: 2015-B001129-51
Datum des Vertragsabschlusses: 2015-05-04 📅
Titel: Vertrag Ingenieurleistungen Nr. 2015-B001129-51, Projekt: Sicherung der Altdeponie Eisert bei Großkrotzenburg, Projekt-Nr.: ASG/91/203
Angaben zum Wert des Auftrags/der Partie (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 899995.59 EUR 💰
Kennung des Angebots: Hauptauftrag Ingenieruleistungen Sicherugn der Altdeponie Eisert in Großkrotzenburg
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0001
Name und Anschrift des Auftragnehmers
Name: ARGE Arcadis Deutschland GmbH / ISK Ingenieurgesellschaft mbH, c/o Arcadis Deutschland GmbH
Nationale Registrierungsnummer: DE139650612
Postanschrift: Europaplatz 3
Postleitzahl: 64293
Postort: Darmstadt
Region: Darmstadt, Kreisfreie Stadt 🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: fleischer@isk-ing.de 📧
Telefon: 000 📞
Fax: +49 6106-26993-77 📠

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für den Vertrag
Bedingungen für die Vertragserfüllung:
Nachweise gemäß Vergabeunterlagen von Befähigung zur Berufsausübung Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Öffentlicher Auftraggeber
Name und Adressen
Name: HIM GmbH
Nationale Registrierungsnummer: Ust-IdNr:DE113822785
Abteilung: Bereich Altlastensanierung - HIM-ASG -
Postanschrift: Waldstraße 11
Postleitzahl: 64584
Postort: Biebesheim
Region: Groß-Gerau 🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: ulrich.langer@him.de 📧
Telefon: 000 📞
Fax: +49 6258 895-3322 📠
URL: https://www.him-asg.de 🌏
Objekt
Art des Vertrags: Dienstleistungen

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Regierungspräsidium Darmstadt
Nationale Registrierungsnummer: DE 812056745
Abteilung: Vergabekammer des Landes Hessen
Region: Darmstadt, Kreisfreie Stadt 🏙️
E-Mail: vergabekammer@rpda.hessen.de 📧
Telefon: 000 📞
Fax: +49 611 327 648534 📠
Informationen über elektronische Arbeitsabläufe
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Bekanntmachungsangaben
Bevorzugtes Datum der Veröffentlichung: 2024-02-19+01:00 📅

Änderungen
Andere zusätzliche Informationen
Auf die Verlängerung des Leistungszeitraum sind v.a. die Mehrmengen zurückzuführen, da durch die verlängerte Laufzeit die jährlichen Grundwasseruntersuchungen fortgeführt werden musste, weitere Besprechungen stattfanden und die Analytikleistungen neu auszuschreiben waren. Eine Verlängerung des Projektzeitraums (ursprüngliches Ende 2019) war durch den AG nicht vorhersehbar. Die Begründung der technischen Notwendigkeit für die Höhe des Profilierungskörpers wurde im Zuge der Genehmigungsplanung mehrfach überarbeitet und später durch 2d-Strain-Analyse und FEM ergänzt. Mehrmengen bei den Überwachungsleistungen haben sich im Zuge der Ausführung der Arbeitsebene ergeben. Zusätzlichen Leistungen nach Stundenaufwand (siehe Ingenieurvertrag) sind im Laufe der Beauftragung als besondere Leistungen außerhalb des Leistungsbild der HOAI angefallen.
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Hauptgrund für die Änderung: Bedarf an zusätzlichen Bauleistungen, Dienstleistungen oder Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer.
Zu berichtigender Text in der ursprünglichen Bekanntmachung
Nummer des Abschnitts: CON-0001
Neuer Wert
Text:
Zusätzliche Ingenieurleistungen als NT 1 bis 4 (2021/S 208-545515) über insgesamt 117.696,40 € Abrufe 1-7 aus dem Hauptauftrag über insgesamt 21.762,88 € Mehrmengen im bisherigen Projektverlauf NT 5 über 323.400,00 € Mehrleistungen für gutachterliche Leistungen NT 6 über 151.950,00 €
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Quelle: OJS 2024/S 036-104763 (2024-02-19)