Speicherbehälter
Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem fungiert das DLR als Dachorganisation für den national größten Projektträger.
Das DLR erforscht Erde und Sonnensystem, es stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickelt umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit. Sein Portfolio reicht dabei von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von Produkten für morgen.
Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und als Dienstleister für Partner in der Wirtschaft. Darüber hinaus fördert es den wissenschaftlichen Nachwuchs, berät die Politik und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner 16 Standorte.
Das DLR hat ca. 7.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es unterhält 32 Institute, Test- sowie Betriebseinrichtungen und ist an 16 Standorten vertreten: Köln (Sitz des Vorstands), Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hamburg, Jülich, Lampoldshausen, Neustrelitz, Oberpfaffenhofen, Stade, Stuttgart, Trauen und Weilheim. Das DLR hat Büros in Brüssel, Paris, Tokio und Washington D.C. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Etat des DLR für Forschung und Betrieb 798 Millionen Euro, davon waren
53 Prozent im Wettbewerb erworbene Drittmittel. Das außerdem vom DLR verwaltete Raumfahrtbudget hatte ein Volumen von 1.194 Millionen EUR. 68 Prozent entfielen auf den deutschen Beitrag zur Finanzierung der Europäischen Weltraumorganisation ESA, 18 Prozent auf das Deutsche Raumfahrtprogramm und 14 Prozent auf die Weltraumforschung im DLR selbst. Die Fördermittel des Projektträgers im DLR hatten ein Volumen von 1.170 Millionen EUR und des Projektträgers Luftfahrt von 163 Millionen EUR.
Als Teil eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter der Förderinitiative Energiespeicher mit der Bezeichnung 03ESP011 TESIN geförderten Projekts wird ein Forschungsspeicher für den Einsatz in einem laufendem Heizkraftwerk entwickelt, ausgelegt, gebaut und in Betrieb genommen. Dieser Forschungsspeicher ist ein Latentwärmespeicher, in dem das Wärmespeichermedium einen Phasenwechsel von fest nach flüssig und zurück wiederholt durchläuft und hierbei Wärme vom System aus- bzw. eingekoppelt wird. Die Grobauslegung des Speichers sieht ein Design vor, das prinzipiell einem Rohrbündelwärmeübertrager mit einem im Mantelraum eingeschlossenen Wärmespeichermaterial ähnelt.
Der Latentwärmespeicher wird mit überhitztem Dampf eines Abhitzekessels beladen und durch Speisewasser entladen. Die Entladung des Speichers findet im Falle eines Störfalls beim Betrieb des Abhitzekessels statt. Während der Speicher in ca. 15-20 Minuten entladen wird, wird ein Zusatzkessel vom Bereitschafts- in seinen Betriebszustand gebracht und übernimmt dann die Dampferzeugung. Zurzeit läuft ein Zusatzkessel immer auf Minimallast, um im Falle eines Störfalls die Dampferzeugung binnen zwei Minuten übernehmen zu können. Mit erfolgreicher Integration des Speichers wird eine Besicherung des Betriebs ohne zusätzliche Primärenergie möglich und somit eine Reduktion der Emissionen ermöglicht.
Der Auftrag ist in 2 Phasen aufgeteilt. Geliefert werden soll in Phase I die detaillierte Auslegung der Speichereinhausung inklusive der Unterlagen für einen Bauantrag, der bei der Genehmigungsbehörde einzureichen ist. In Phase II soll anschließend Bau, Druckprüfung, Lieferung und Errichtung der Speichereinhausung sowie aller erforderlichen Abnahme- und Zulassungsdokumente geliefert werden. Phase II ist abhängig vom Erhalt der Baugenehmigung. Die Zahlungsmodalitäten sollen an diese 2 Phasen angekoppelt werden. Die Speichereinhausung besteht aus den Sammlern, Schweißnähten, Wänden, Stutzen und jeglichen statisch nötigen Versteifungen.
Die Arbeiten an diesem Forschungsprojekt werden zwischen den Projektpartnern aufgeteilt. Die Auslegung und Lieferung des Wärmespeichers ist Aufgabe des DLR (Auftraggeber). Die Auslegung, Errichtung der Systemtechnik und die Einbindung im Werk inklusive des Fundaments des Speichers sowie die Rohrleitungsanschlüsse ist Aufgabe des Betreibers (Projektpartner). Ein Hersteller (Projektpartner) liefert die wärmeübertragenden Rohre, die mit Wärmeleitstrukturen bestückt sind, an den Auftragnehmer. Diese werden dann vom Auftragnehmer in den Speicher eingebaut. Somit ist eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten für die erfolgreiche Inbetriebnahme des Speichers unerlässlich.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-05-22.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-04-15.
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2014-04-15
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Auftragsbekanntmachung
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