SPNV-Vertrieb

Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH

Gegenstand dieser Vergabe ist die Erbringung von stationären Vertriebsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Bedienungsgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.
Die zu vergebenden Leistungen umfassen insgesamt den Vertrieb von Fahrkarten über voraussichtlich:
— 595 stationäre RMV-Fahrkartenautomaten (nachfolgend auch „sTA“ oder „stationärer Ticketautomat“ genannt),
— 21 sTA an Schienenstrecken der Hessischen Landesbahn (HLB) und des Verkehrsverbandes Hochtaunus (VHT),
— 59 personalbediente Verkaufsstellen (davon 29 RMV-Mobilitätsinfos und 30 RMV-Agenturen; nachfolgend „pVKS“ genannt;) sowie
— eine Abonnementverwaltung (nachfolgend „Aboverwaltung“)
sowie je Vertriebskanal die dazugehörigen Serviceleistungen.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-01-26. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-11-25.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-11-25 Auftragsbekanntmachung
2015-01-06 Ergänzende Angaben
Auftragsbekanntmachung (2014-11-25)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Hilfstätigkeiten für den Eisenbahnverkehr
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Hilfstätigkeiten für den Eisenbahnverkehr 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für ein oder mehrere Los(e)
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Regional- oder Kommunalbehörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH
Postanschrift: Alte Bleiche 5
Postleitzahl: 65719
Postort: Hofheim
Kontakt
Internetadresse: http://www.rmv.de 🌏
E-Mail: vertragsmanagement@rmv.de 📧
Telefon: +49 6192294513 📞
Fax: +49 6192294960 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2014-11-25 📅
Einreichungsfrist: 2015-01-26 📅
Veröffentlichungsdatum: 2014-11-29 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2014/S 231-407637
ABl. S-Ausgabe: 231
Zusätzliche Informationen
Zu II.2.2) und II.2.3) Optionen/Vertragslaufzeit: Die Laufzeit einzelner Lose soll im Rahmen von Optionen verlängert werden können. Dies wird Gegenstand der Verhandlungsverfahren sein. Zu IV.1.1) Verfahrensart: Die Bezeichnung des Verfahrens als „Verhandlungsverfahren“ ist nur deshalb erfolgt, weil das vorliegende Formular die Angabe einer „freihändigen Vergabe“ nach Abschnitt 1 der VOL/A nicht zulässt. Der Auftraggeber hat sich entschlossen unter Einhaltung der Prinzipien der Nichtdiskriminierung und Transparenz, die tragende Grundsätze dieses Vergabeverfahrens sind, die Vertriebsdienstleistungen als Neben- und Hilfstätigkeiten des Verkehrs im Wege des freihändigen Vergabeverfahrens mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gemäß § 4 Absatz 4 VgV i. V. m. § 3 Absatz 1 und 5 lit. h) VOL/A zu vergeben. Begründung der Verfahrensart: Die zu vergebenden Leistungen bzw. die vertraglichen Spezifikationen können aus nachfolgenden Gründen nach Art und Umfang nicht so eindeutig und erschöpfend beschrieben werden, dass hinreichend vergleichbare Angebote bei Durchführung einer öffentlichen Ausschreibung zu erwarten sind: — Die Vergabe von Vertriebsdienstleistungen (insbesondere im SPNV) ist noch weitgehend Neuland in Deutschland und insbesondere im RMV. — Die Marktlage ist aufgrund der eher geringen Anzahl an potentiellen Bietern schwierig. — Der Auftraggeber erhofft sich kreative und innovative Impulse durch die aktive Einbeziehung der Bieter mit ihren Ideen und Erfahrungen; Insbesondere beim Standort- und Installationskonzept der pVKS. — Aufgrund der Dynamik der technologischen Entwicklungen und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Vertrieb im öffentlichen Verkehr können konkrete Verlagerungen im Anteil der Vertriebskanäle auf lange Sicht nur schwer prognostiziert werden. Neben einer Bewertung des längerfristigen Bedarfs an stationärem Vertrieb kommt der Möglichkeit einer Anpassung der Mengengerüste während der Vertragslaufzeit eine hohe Bedeutung zu. Der zweckmäßige Spielraum zu Anpassungen der Vertriebsleistung während der Vertragslaufzeit an die Entwicklung der Vertriebskanäle soll durch das gewählte Verfahren ausgelotet und festgelegt werden. Information zum Verfahrensablauf: Das Vergabeverfahren erfolgt in 2 Stufen: 1. Stufe des Vergabeverfahrens/Teilnahmewettbewerb In der 1. Stufe des Vergabeverfahrens erfolgt der Teilnahmewettbewerb, d. h. die Auswahl der Teilnehmer für das Vergabeverfahren. Die Bewerber können Ihr Interesse an der Erbringung dieser Leistungen durch fristgerechte Anträge mit den Formularen „Anträge auf Teilnahme an den Vergabeverfahren“ unter Darlegung ihrer Qualifikation bekunden. Der Auftraggeber wird die Bewerber für die 2. Stufe des Vergabeverfahrens zulassen, die die Anforderungen erfüllen. Wesentliche Grundlage der Auswahlentscheidung werden die vorgelegten Nachweise und Darlegungen der Interessenten sein. Der RMV sieht vor, mit mindestens drei und höchstens fünf Bewerbern je Los in die 2. Stufe des Vergabeverfahrens – das Verhandlungsverfahren – zu gehen. Die Bewerber werden anschließend unverzüglich über das Ergebnis des Teilnahmewettbewerbes informiert. Damit ist die erste Stufe des Vergabeverfahrens abgeschlossen. 2. Stufe des Vergabeverfahrens/Verhandlungsverfahren: In der 2. Stufe des Vergabeverfahrens erfolgt das Verhandlungsverfahren. In diesem werden den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bietern die vorläufigen Vergabeunterlagen — Aufforderung zur Angebotsabgabe und Bewerbungsbedingungen (einschließlich eines vorläufigen Zeitplanes), — Angebotsschreiben des Bieters, — Leistungsbeschreibung inkl. Anlagen, — Muster-Vertrag RMV – Vertriebsdienstleister (VDL) (Qualitätssicherungsvertrag), — Muster-Vertrag VDL – DB Regio AG (Vertriebsdienstleistungsvertrag), — Verbindlicher vHGS-Vertrag, — Verbindlicher (((eTicket-Deutschland Teilnahmevertrag über eine internetbasierte Vergabeplattform zur Verfügung gestellt. Diese werden Grundlage der Verhandlungen sein. Der Zeitplan ist unverbindlich und kann durch den RMV in seinem eigenen Ermessen und im erforderlichen Rahmen geändert werden. Die Bieter werden aufgefordert vor den Verhandlungen, die zur Verfügung gestellten, vorläufigen Vergabeunterlagen zu sichten und ein unverbindliches Angebot (inkl. Preisschätzung – unter Verwendung des Kalkulationsblattes) abzugeben. Gleichzeitig werden die Bieter gebeten, eine Liste mit Fragen, Hinweisen und Änderungsvorschlägen an den Auftraggeber zu richten. Sofern Änderungswünsche oder Vorschläge vorgebracht werden, sind diese mit Aussage zu den damit verbundenen Vorteilen für den RMV zu verbinden. Bieter zu den Losen 5 bis 8 (pVKS) haben darüber hinaus einen ersten Entwurf eines „Standort und Installationskonzeptes pVKS“ einzureichen (Weitere Details hierzu erhalten die Verhandlungspartner in den Vergabeunterlagen). Sowohl das unverbindliche Angebot inkl. Preisschätzung und Konzept als auch die Listen mit Fragen, Hinweisen und Änderungsvorschlägen sind bis voraussichtlich zum 28.4.2015 bei dem Auftraggeber in einem verschlossenen Umschlag einzureichen. Sie werden ebenfalls Grundlage der Verhandlungen. Erste Verhandlungsrunde: Die ausgewählten Bieter werden einzeln zu einer ersten Verhandlungsrunde am Sitz der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH oder einem von ihr benanntem Ort eingeladen. Auf Grundlage der unverbindlichen Angebote sowie der eingegangenen Fragen, Hinweise und Änderungsvorschläge der Bieter sowie deren Auswirkungen auf den Leistungsgegenstand, werden die Verhandlungen mit den Bietern geführt. Dem vorläufigen Charakter der zu Beginn des Verhandlungsverfahrens übersandten Unterlagen entsprechend, sind Änderungsvorschläge der Bieter ausdrücklich erwünscht. Dies gilt ebenfalls für Diskussionsanregungen zum eingereichten Standort- und Installationskonzept für pVKS bei den Losen 5 bis 8. Die Verhandlungen erfolgen grundsätzlich getrennt für jedes Los. Bei Bietern, die sich auf mehrere oder alle Lose bewerben, werden die Verhandlungen zu den Losen jedoch in einem Termin gebündelt stattfinden. Je nach Bedarf können sich die Verhandlungen über mehrere Tage hinziehen und/oder in mehreren Phasen stattfinden. Soweit für einzelne Lose nur Bewerbungen eines einzigen Bewerbers abgegeben werden, kann der RMV mit diesem Bewerber auch über die gesamthafte Vergabe dieser Lose verhandeln und einzelne oder alle dieser Lose zusammenfassen und hierfür die Abgabe eines Angebots zulassen. Das vom RMV angefertigte Verhandlungsprotokoll wird mit dem jeweiligen Bieter abgestimmt. Der RMV ist berechtigt, in den Verhandlungen mit den Bietern weitere Themen zu erörtern und zu verhandeln sowie bei Bedarf externe Personen als Berater hinzuzuziehen. Die genauen Verhandlungstermine werden zwischen dem RMV und den Bietern mindestens eine Woche vor den Verhandlungen vereinbart. Werden einzelnen Teilnehmern in den Verhandlungen wichtige Aufklärungen über den Inhalt der Vergabeunterlagen in ihrer vorläufigen Form gegeben, werden diese unverzüglich nach Ende der jeweiligen Verhandlung auch den übrigen Teilnehmern über die Vergabeplattform mitgeteilt. Die Teilnehmer können sich hierzu schriftlich gegenüber dem RMV äußern. Dieses Vorgehen kann zu mehreren Gesprächen in der ersten Verhandlungsrunde mit den Teilnehmern führen. Nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde werden die Vergabeunterlagen durch den RMV modifiziert und den Teilnehmern zeitnah über die Vergabeplattform zur Verfügung gestellt. Konzepte der Bieter, die der Geheimhaltung im Sinne eines Geschäftsgeheimnisses unterliegen, werden an die anderen Teilnehmer nicht weitergeleitet. Die Bieter sind gehalten ihre Geschäftsgeheimnisse kenntlich zu machen. Erstes verbindliches Angebot nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde: Auf Grundlage der den Bieter dann vorliegenden, modifizierten Vergabeunterlagen sind diese aufgefordert, jeweils ein erstes verbindliches Angebot für die zu vergebende Leistungen abzugeben. Damit ist die erste Verhandlungsrunde abgeschlossen. Der RMV behält sich vor, bereits nach der ersten Verhandlungsrunde den Zuschlag auf das insgesamt wirtschaftlichste der vorliegenden Angebote je Los bzw. einer Loskombination aus Los 1 bis 4 oder Lose 5 bis 9 zu erteilen. Dies kann dazu führen, dass der Zuschlag auf einzelne Lose erteilt wird, bei anderen Losen aber noch weiter verhandelt wird. Damit wäre die 2. Stufe des Vergabeverfahrens und gegebenenfalls, nach Ablauf der Vorinformationsfrist gemäß § 101a GWB, durch Zuschlagserteilung das Vergabeverfahren insgesamt abgeschlossen. Nachfolgende Verhandlungsrunden: Sollte nach der ersten Verhandlungsrunde für den RMV noch kein wirtschaftliches Angebot vorliegen, werden weitere bis zu maximal drei Verhandlungsrunden je Los durchgeführt, die dem Ablauf der oben beschriebenen ersten Verhandlungsrunde entsprechen. Zu den weiteren Verhandlungsrunden je Los sind nur die Bieter zugelassen, die für dieses Los ein Angebot abgegeben haben. Soweit für einzelne Lose nur Angebote eines einzigen Bieters abgegeben werden, kann der RMV mit Bieter in der nachfolgenden Verhandlungsrunde auch über die gesamthafte Vergabe dieser Lose verhandeln und einzelne oder alle dieser Lose zusammenfassen und hierfür die Abgabe eines Gesamtangebots zulassen. Der RMV wird die Verhandlungen beenden, wenn wirtschaftliche Angebote für das jeweilige Los vorliegen bzw. die Vergabeverfahren aufheben, wenn spätestens nach Ablauf der dritten Verhandlungsrunde keine wirtschaftlichen Angebote für das jeweilige Los vorliegen sollten. Zu IV.1.2) Beschränkte Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Abgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden: Die dort genannten Zahlen verstehen sich je Los. Hinweis: Enthält diese Bekanntmachung oder enthalten die Teilnahmeunterlagen nach Auffassung des Unternehmens Unklarheiten, so hat das Unternehmen den Auftraggeber über die unter Ziffer I.1) angegebenen Kontaktdaten unverzüglich in schriftlicher oder fernschriftlicher Form (Brief/Fax) sowie zusätzlich per E-Mail in deutscher Sprache vor Abgabe des Teilnahmeantrags über diese Unklarheiten zu unterrichten. Fragen zu dieser Bekanntmachung, zum Teilnahmewettbewerb und zu den Teilnahmeunterlagen sind ebenfalls unverzüglich schriftlich bei der unter Ziffer I.1) genannten Stelle einzureichen. Die Teilnahmeunterlagen können bei der in Ziffer I. 1) benannten Stelle ausschließlich per E-Mail abgefordert werden. Die Unterlagen werden dem Unternehmen auf dem Postweg zugesandt.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Gegenstand dieser Vergabe ist die Erbringung von stationären Vertriebsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Bedienungsgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.
Die zu vergebenden Leistungen umfassen insgesamt den Vertrieb von Fahrkarten über voraussichtlich:
— 595 stationäre RMV-Fahrkartenautomaten (nachfolgend auch „sTA“ oder „stationärer Ticketautomat“ genannt),
— 21 sTA an Schienenstrecken der Hessischen Landesbahn (HLB) und des Verkehrsverbandes Hochtaunus (VHT),
— 59 personalbediente Verkaufsstellen (davon 29 RMV-Mobilitätsinfos und 30 RMV-Agenturen; nachfolgend „pVKS“ genannt;) sowie
— eine Abonnementverwaltung (nachfolgend „Aboverwaltung“)
sowie je Vertriebskanal die dazugehörigen Serviceleistungen.
Losnummer: 1
Bezeichnung des Loses: Stationäre Ticketautomaten – Nord
Kurze Beschreibung:
Sicherstellung von Vertriebsdienstleistungen über 192 Ticketautomaten. Die genauen Standorte der Automaten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Losnummer: 2
Bezeichnung des Loses: Stationäre Ticketautomaten – West
Kurze Beschreibung:
Sicherstellung von Vertriebsdienstleistungen über 110 Ticketautomaten. Die genauen Standorte der Automaten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Losnummer: 3
Bezeichnung des Loses: Stationäre Ticketautomaten – Mitte
Kurze Beschreibung:
Sicherstellung von Vertriebsdienstleistungen über 125 Ticketautomaten (Zzgl. 21 Ticketautomaten mit späterem Vertriebsbeginn). Die genauen Standorte der Automaten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Zusätzliche Angaben zu den Losen:
Die zusätzlichen 21 Ticketautomaten sind ab dem 1.1.2020 bereitzustellen und bis zum 31.3.2026 zu betreiben.
Losnummer: 4
Bezeichnung des Loses: Stationäre Ticketautomaten – Ost
Kurze Beschreibung:
Sicherstellung von Vertriebsdienstleistungen über 168 Ticketautomaten. Die genauen Standorte der Automaten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Losnummer: 5
Bezeichnung des Loses: Personalbediente Verkaufsstellen – Nord
Kurze Beschreibung:
Sicherstellung von Vertriebsdienstleistungen in 20 personalbedienten Verkaufsstellen. Die genauen Standorte sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Losnummer: 6
Bezeichnung des Loses: Personalbediente Verkaufsstellen – West
Kurze Beschreibung:
Sicherstellung von Vertriebsdienstleistungen in 11 personalbedienten Verkaufsstellen. Die genauen Standorte sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Losnummer: 7
Bezeichnung des Loses: Personalbediente Verkaufsstellen – Mitte
Kurze Beschreibung:
Sicherstellung von Vertriebsdienstleistungen in 15 personalbedienten Verkaufsstellen. Die genauen Standorte sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Losnummer: 8
Bezeichnung des Loses: Personalbediente Verkaufsstellen – Ost
Kurze Beschreibung:
Sicherstellung von Vertriebsdienstleistungen in 13 personalbedienten Verkaufsstellen. Die genauen Standorte sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Losnummer: 9
Bezeichnung des Loses: Abonnementverwaltung
Kurze Beschreibung:
Betreuung der Abonnementen. Mit Vertragsbeginn erfolgte die Übernahme von ca. 30 000 bestehenden Abonnements/Kunden.
Referenznummer: SPNV-Vertrieb

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Vorlage einer rechtsverbindlich unterschriebenen Eigenerklärung mit der der Bieter bestätigt, dass:
a) über sein Vermögen das Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches Verfahren nicht eröffnet ist sowie die Eröffnung nicht beantragt ist sowie die Eröffnung nicht mangels Masse abgelehnt wurde,
b) er sich nicht in Liquidation befindet,
c) er nachweislich keine schwere Verfehlung begangen hat, die seine Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt,
d) er seine Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung (jeweils nach den Rechtsvorschriften des EU-Mitgliedstaates, in dem er ansässig ist, oder nach den Rechtsvorschriften des EU-Mitgliedstaates des AG) ordnungsgemäß erfüllt hat,
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e) er keine vorsätzlich unzutreffenden Erklärungen in Bezug auf seine Eignung im Vergabeverfahren abgegeben hat sowie, dass
f) gegen ihn keine schweren oder wiederholten Verstöße gegen kartellrechtliche, arbeits- oder sozialrechtliche oder umweltschützende Vorschriften vorliegen.
Ausländische Unternehmen erklären, dass sie sich nicht in Verhältnissen befinden, die nach den Rechtsvorschriften ihres Landes mit den zuvor beschriebenen Verhältnissen vergleichbar sind.
Darüber hinaus erklärt der Bieter ebenfalls in einer Eigenerklärung, dass keine Person, deren Verhalten dem Unternehmen zuzurechnen ist, rechtskräftig verurteilt ist wegen:
a) § 129 des Strafgesetzbuches (Bildung krimineller Vereinigungen), § 129 des Strafgesetzbuches (Bildung terroristischer Vereinigungen), § 129b des Strafgesetzbuches (kriminelle und terroristische Vereinigungen im Ausland,
b) § 261 des Strafgesetzbuches (Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte),
c) § 263 des Strafgesetzbuches (Betrug), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der Europäischen Gemeinschaften oder gegen Haushalte richtet, die von den Europäischen Gemeinschaften oder in deren Auftrag verwaltet werden,
d) § 264 des Strafgesetzbuches (Subventionsbetrug), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der Europäische Gemeinschaften oder gegen Haushalte richtet, die von den Europäischen Gemeinschaften oder in deren Auftrag verwaltet werden,
e) § 334 des Strafgesetzbuches (Bestechung), auch in Verbindung mit Artikel 2 des EU-Bestechungsgesetzes, Artikel 2 § 1 des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Be-stechung, Artikel 7 Absatz 2 Nr. 10 des Vierten Strafrechtsänderungsgesetzes und § 2 des Gesetzes über das Ruhen der Verfolgungsverjährung und die Gleichstellung der Richter und Bediensteten des Internationalen Strafgerichtshofes,
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f) Artikel 2 § 2 des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Bestechung (Bestechung ausländischer Abgeordneter im Zusammenhang mit internationalem Geschäftsverkehr) oder
g) § 370 Abgabenordnung, auch in Verbindung mit § 12 des Gesetzes zur Durchführung der gemeinsamen Marktorganisation und der Direktzahlungen (MOG), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der Europäischen Gemeinschaften oder gegen Haushalte richtet, die von den Europäischen Gemeinschaften oder in deren Auftrag verwaltet werden.
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Einem Verstoß gegen oben genannte Vorschriften gleichgesetzt sind Verstöße gegen entsprechende Strafnormen anderer Staaten. Ein Verhalten einer rechtskräftig verurteilten Person ist einem Unternehmen zuzurechnen, wenn sie für dieses Unternehmen bei der Führung der Geschäfte selbst verantwortlich gehandelt hat oder ein Aufsichts- oder Orga-nisationsverschulden gemäß § 130 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten einer Person im Hinblick auf das Verhalten einer anderen für das Unternehmen handelnden, rechtskräftig verurteilten Person vorliegt.
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Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Vorlage folgender Erklärungen und Bescheinigungen:
1. Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens der letzten 3 Geschäftsjahre sowie den Umsatz der Leistungsart, die Gegenstand der Vergabe ist. Die Erklärung ist durch Unterschrift eines Geschäftsführers/Vorstandes zu bestätigen. Sofern das Unternehmen noch nicht 3 Jahre besteht, sind die entsprechenden Umsätze seit Unternehmensgründung vorzulegen.
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2. Bestätigung eines Kreditinstituts, dass eine Bankbürgschaft in Höhe von 1 000 000 EUR pro Los für die Lose 1 bis 8 und in Höhe von 500 000 EUR für das Los 9 auftragsbezogen und zeitgerecht gegeben werden kann.
3. Nachweis über eine Berufshaftpflichtversicherung; eine Versicherung über die Haftung bei Personenschäden mit einer Mindestdeckungssumme in Höhe von 5 000 000 EUR sowie eine Versicherung über die Haftung bei Vermögens- und Sachschäden mit einer Mindestdeckungssumme in Höhe von 2 000 000 EUR.
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4. Prüfbericht oder andere geeignete Unterlage einer Bank, einer öffentlichen Sparkasse, eines Wirtschaftsprüfers, eines Steuerberaters oder eines vereidigten Buchprüfers, dass ausreichend verfügbare Finanzmittel vorhanden sind, um die geforderten Sicherheiten zu leisten, die Beschaffung der sTA bzw. die Anmietung + Einrichtung der Vertriebsstellen vor zu finanzieren sowie den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten und dass die Finanzmittel auftragsbezogen zur Verfügung stehen und nicht vorrangig durch andere Rechte belastet sind (im Original oder als beglaubigte Kopie).
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5. Vorlage einer Bankauskunft der letzten 3 Jahre.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
Für die Lose 1 bis 4:
Vorlage einer aussagekräftigen Referenzliste, die erkennen lässt, dass der Bewerber (Projekt-) Erfahrung in den nachstehenden Bereichen hat:
1. Automatenbasierter Vertrieb von Fahrkarten.
2. Beschaffung, Installation, Produktivsetzung und Betrieb von mindestens 20 stationären Ticketautomaten (in mindestens einem Projekt).
Zu den Referenzen sind folgende Angaben zu machen: kurze Projektbeschreibung, Umfang/Mengenangaben, Einsatzgebiet, Zeitrahmen, in dem das Projekt abgewickelt wurde, Auftraggeber, Höhe des Auftragswertes, Benennung eines Ansprechpartners beim AG zzgl. Telefonnummer.
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Die Referenzen dürfen nicht älter als 3 Jahre sein bzw. der Projektabschluss darf nicht länger als 3 Jahre zurückliegen.
Verfügt ein Bewerber nicht über die oben geforderten Referenzen, hat er glaubhaft darzulegen, dass seine fachliche Eignung sowie seine technischen Möglichkeiten ausreichend sind, um die zu vergebende Leistung erfolgreich erfüllen zu können.
Erfahrungen mit der VDV Kernapplikation sind ausdrücklich erwünscht und werden positiv bei der Auswahl der Verhandlungspartner berücksichtigt. Vorhandene Erfahrungen sind nachvollziehbar darzulegen bzw. zu beschreiben.
Das gleiche gilt für Erfahrungen mit der Aufstellung von Ticketautomaten in Bahnhöfen und der Zusammenarbeit mit DB Station & Service AG.
Darüber hinaus macht der Bewerber Angaben:
— zur voraussichtlichen Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter, die aus Sicht des Bieters im Auftragsfall erforderlich werden,
— zur fachlichen Eignung des im Falle einer Beauftragung vorgesehenen Projektleiters. Der Nachweis zur fachlichen Eignung des Projektleiters kann durch Vorlage eines entsprechenden Lebenslaufes inkl. entsprechender Projekterfahrung geführt werden,
— zur Sicherstellung einer dauerhaften Bereitstellung der erforderlichen Fachkunde z. B. bei Kündigung einzelner Mitarbeiter (insb. des Projektleiters),
— zur Mitarbeiterzahl des Unternehmens in den letzten 3 Jahren (sowie darüber hinaus zusätzlich der Mitarbeiterzahl des Bereichs, der mit den hier zu vergebenden Leistungen vergleichbar ist).
Der RMV weist darauf hin, dass mit der späteren Angebotsabgabe ein verbindlicher Nachweis des Automatenherstellers vorgelegt werden muss, in dem der Automatenhersteller bestätigt, dass er die in den Vergabeunterlagen genannte Stückzahl an Automaten rechtzeitig bis zum vorgesehenen Vertriebsbeginn liefern, aufstellen und funktionsfähig machen kann.
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Darüber hinaus hat der Bieter mit der späteren Angebotsabgabe eine aussagekräftige und nachvollziehbare Urkalkulation in einem verschlossenen Umschlag einzureichen, die insbesondere im Falle eines ungewöhnlich niedrig erscheinenden Angebots, im Falle einer vermuteten Mischkalkulation sowie im Falle von Leistungsänderungen während der Vertragslaufzeit geöffnet werden darf.
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Für die Lose 5-8:
1. Ticketvertrieb in personalbedienten Verkaufsstellen.
2. Einrichtung, Betrieb/Betreuung von mindestens fünf personalbedienten Verkaufsstellen (in mindestens einem Projekt).
Erfahrungen im ÖPNV-Vertrieb sind ausdrücklich erwünscht und werden bei der Auswahl der Verhandlungspartner positiv berücksichtigt. Vorhandene Erfahrungen sind nachvollziehbar darzulegen bzw. zu beschreiben.
Darüber hinaus macht der Bewerber Angaben
— zur ungefähren voraussichtlichen Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter, die aus Sicht des Bewerbers im Auftragsfall erforderlich werden,
— zur fachlichen Eignung des im Falle einer Beauftragung vorgesehenen Projektleiters. Der Nachweis zur fachlichen Eignung des Projektleiters kann durch Vorlage eines entsprechenden Lebenslaufes inkl. entsprechender Projekterfahrung geführt werden sowie
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Darüber hinaus hat der Bieter mit der späteren Angebotsabgabe eine aussagekräftige und nachvollziehbare Urkalkulation in einem verschlossenen Umschlag einzureichen, die ins-besondere im Falle eines ungewöhnlich niedrig erscheinenden Angebots, im Falle einer vermuteten Mischkalkulation sowie im Falle von Leistungsänderungen während der Vertragslaufzeit geöffnet werden darf.
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Für das Los 9:
Vorlage einer aussagekräftige Referenzliste, die erkennen lässt, dass der Bewerber/Bieter (Projekt-) Erfahrung in den nachstehenden Bereichen hat:
1. Abonnementverwaltung mit dazugehörigem (Kunden-)Service und Forderungsmanagement. Die Anzahl der zu verwaltenden Abonnements hat mindestens 10.000 Abonnements zu umfassen.
2. Einrichtung und Inbetriebnahme eine Abonnementverwaltung (in mindestens einem Projekt).
Erfahrungen im ÖPNV-Vertrieb sind ausdrücklich erwünscht und werden bei der Auswahl der Verhandlungspartner berücksichtigt positiv. Vorhandene Erfahrungen sind nachvollziehbar darzulegen bzw. zu beschreiben.
— zur Sicherstellung einer dauerhaften Bereitstellung der erforderlichen Fachkunde z. B. bei Kündigung einzelner Mitarbeiter,
— zur Mitarbeiterzahl des Unternehmens in den letzten 3 Jahren (sowie darüber hinaus zusätzlich der Mitarbeiterzahl des Bereichs, der mit den hier zu vergebenden Leistungen vergleichbar ist),
Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien:
Zur Sicherung der Leistungspflicht und des lückenlosen (Weiter-)Vertriebs im Falle einer Übernahme des Vertriebs durch Dritte muss der erfolgreiche Bieter nach § 9 Abs. 4 VOL/A Sicherheitsleistungen in Höhe von 5 % des Auftragswertes des ersten Vertriebsjahres leisten.
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Dazu hat der erfolgreiche Bieter dem RMV innerhalb der Vorinformationsfrist gemäß § 101 a GWB eine Bankbürgschaft im Original vorzulegen. Die Bürgschaft ist bis ein Jahr nach Betriebsaufnahme bereitzustellen.
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln: Siehe Vergabeunterlagen.
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll: Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.

Verfahren
Mindestzahl der Bewerber: 3
Höchstzahl der Bewerber: 5
Objektive Auswahlkriterien: Quantität und Qualität der mit dem Teilnahmeantrag vorgelegten Referenzen.
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Herrn Christian Jokisch
Internetadresse: www.rmv.de 🌏

Referenz
Daten
Datum des Beginns: 2018-01-01 📅
Datum des Endes: 2025-12-31 📅
Datum des Beginns: 2018-07-01 📅
Datum des Endes: 2026-06-30 📅
Datum des Beginns: 2018-04-01 📅
Datum des Endes: 2026-03-31 📅
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: SPNV-Vertrieb
Zusätzliche Informationen
Zu II.2.2) und II.2.3) Optionen/Vertragslaufzeit: Die Laufzeit einzelner Lose soll im Rahmen von Optionen verlängert werden können. Dies wird Gegenstand der Verhandlungsverfahren sein.
Zu IV.1.1) Verfahrensart: Die Bezeichnung des Verfahrens als „Verhandlungsverfahren“ ist nur deshalb erfolgt, weil das vorliegende Formular die Angabe einer „freihändigen Vergabe“ nach Abschnitt 1 der VOL/A nicht zulässt. Der Auftraggeber hat sich entschlossen unter Einhaltung der Prinzipien der Nichtdiskriminierung und Transparenz, die tragende Grundsätze dieses Vergabeverfahrens sind, die Vertriebsdienstleistungen als Neben- und Hilfstätigkeiten des Verkehrs im Wege des freihändigen Vergabeverfahrens mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gemäß § 4 Absatz 4 VgV i. V. m. § 3 Absatz 1 und 5 lit. h) VOL/A zu vergeben.
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Begründung der Verfahrensart:
Die zu vergebenden Leistungen bzw. die vertraglichen Spezifikationen können aus nachfolgenden Gründen nach Art und Umfang nicht so eindeutig und erschöpfend beschrieben werden, dass hinreichend vergleichbare Angebote bei Durchführung einer öffentlichen Ausschreibung zu erwarten sind:
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— Die Vergabe von Vertriebsdienstleistungen (insbesondere im SPNV) ist noch weitgehend Neuland in Deutschland und insbesondere im RMV.
— Die Marktlage ist aufgrund der eher geringen Anzahl an potentiellen Bietern schwierig.
— Der Auftraggeber erhofft sich kreative und innovative Impulse durch die aktive Einbeziehung der Bieter mit ihren Ideen und Erfahrungen; Insbesondere beim Standort- und Installationskonzept der pVKS.
— Aufgrund der Dynamik der technologischen Entwicklungen und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Vertrieb im öffentlichen Verkehr können konkrete Verlagerungen im Anteil der Vertriebskanäle auf lange Sicht nur schwer prognostiziert werden. Neben einer Bewertung des längerfristigen Bedarfs an stationärem Vertrieb kommt der Möglichkeit einer Anpassung der Mengengerüste während der Vertragslaufzeit eine hohe Bedeutung zu. Der zweckmäßige Spielraum zu Anpassungen der Vertriebsleistung während der Vertragslaufzeit an die Entwicklung der Vertriebskanäle soll durch das gewählte Verfahren ausgelotet und festgelegt werden.
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Information zum Verfahrensablauf:
Das Vergabeverfahren erfolgt in 2 Stufen:
1. Stufe des Vergabeverfahrens/Teilnahmewettbewerb
In der 1. Stufe des Vergabeverfahrens erfolgt der Teilnahmewettbewerb, d. h. die Auswahl der Teilnehmer für das Vergabeverfahren.
Die Bewerber können Ihr Interesse an der Erbringung dieser Leistungen durch fristgerechte Anträge mit den Formularen „Anträge auf Teilnahme an den Vergabeverfahren“ unter Darlegung ihrer Qualifikation bekunden.
Der Auftraggeber wird die Bewerber für die 2. Stufe des Vergabeverfahrens zulassen, die die Anforderungen erfüllen. Wesentliche Grundlage der Auswahlentscheidung werden die vorgelegten Nachweise und Darlegungen der Interessenten sein. Der RMV sieht vor, mit mindestens drei und höchstens fünf Bewerbern je Los in die 2. Stufe des Vergabeverfahrens – das Verhandlungsverfahren – zu gehen.
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Die Bewerber werden anschließend unverzüglich über das Ergebnis des Teilnahmewettbewerbes informiert. Damit ist die erste Stufe des Vergabeverfahrens abgeschlossen.
2. Stufe des Vergabeverfahrens/Verhandlungsverfahren:
In der 2. Stufe des Vergabeverfahrens erfolgt das Verhandlungsverfahren. In diesem werden den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bietern die vorläufigen Vergabeunterlagen
— Aufforderung zur Angebotsabgabe und Bewerbungsbedingungen (einschließlich eines vorläufigen Zeitplanes),
— Angebotsschreiben des Bieters,
— Leistungsbeschreibung inkl. Anlagen,
— Muster-Vertrag RMV – Vertriebsdienstleister (VDL) (Qualitätssicherungsvertrag),
— Muster-Vertrag VDL – DB Regio AG (Vertriebsdienstleistungsvertrag),
— Verbindlicher vHGS-Vertrag,
— Verbindlicher (((eTicket-Deutschland Teilnahmevertrag
über eine internetbasierte Vergabeplattform zur Verfügung gestellt. Diese werden Grundlage der Verhandlungen sein. Der Zeitplan ist unverbindlich und kann durch den RMV in seinem eigenen Ermessen und im erforderlichen Rahmen geändert werden.
Die Bieter werden aufgefordert vor den Verhandlungen, die zur Verfügung gestellten, vorläufigen Vergabeunterlagen zu sichten und ein unverbindliches Angebot (inkl. Preisschätzung – unter Verwendung des Kalkulationsblattes) abzugeben. Gleichzeitig werden die Bieter gebeten, eine Liste mit Fragen, Hinweisen und Änderungsvorschlägen an den Auftraggeber zu richten. Sofern Änderungswünsche oder Vorschläge vorgebracht werden, sind diese mit Aussage zu den damit verbundenen Vorteilen für den RMV zu verbinden. Bieter zu den Losen 5 bis 8 (pVKS) haben darüber hinaus einen ersten Entwurf eines „Standort und Installationskonzeptes pVKS“ einzureichen (Weitere Details hierzu erhalten die Verhandlungspartner in den Vergabeunterlagen). Sowohl das unverbindliche Angebot inkl. Preisschätzung und Konzept als auch die Listen mit Fragen, Hinweisen und Änderungsvorschlägen sind bis voraussichtlich zum 28.4.2015 bei dem Auftraggeber in einem verschlossenen Umschlag einzureichen. Sie werden ebenfalls Grundlage der Verhandlungen.
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Erste Verhandlungsrunde:
Die ausgewählten Bieter werden einzeln zu einer ersten Verhandlungsrunde am Sitz der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH oder einem von ihr benanntem Ort eingeladen. Auf Grundlage der unverbindlichen Angebote sowie der eingegangenen Fragen, Hinweise und Änderungsvorschläge der Bieter sowie deren Auswirkungen auf den Leistungsgegenstand, werden die Verhandlungen mit den Bietern geführt. Dem vorläufigen Charakter der zu Beginn des Verhandlungsverfahrens übersandten Unterlagen entsprechend, sind Änderungsvorschläge der Bieter ausdrücklich erwünscht. Dies gilt ebenfalls für Diskussionsanregungen zum eingereichten Standort- und Installationskonzept für pVKS bei den Losen 5 bis 8.
Mehr anzeigen
Die Verhandlungen erfolgen grundsätzlich getrennt für jedes Los. Bei Bietern, die sich auf mehrere oder alle Lose bewerben, werden die Verhandlungen zu den Losen jedoch in einem Termin gebündelt stattfinden. Je nach Bedarf können sich die Verhandlungen über mehrere Tage hinziehen und/oder in mehreren Phasen stattfinden.
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Soweit für einzelne Lose nur Bewerbungen eines einzigen Bewerbers abgegeben werden, kann der RMV mit diesem Bewerber auch über die gesamthafte Vergabe dieser Lose verhandeln und einzelne oder alle dieser Lose zusammenfassen und hierfür die Abgabe eines Angebots zulassen.
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Das vom RMV angefertigte Verhandlungsprotokoll wird mit dem jeweiligen Bieter abgestimmt. Der RMV ist berechtigt, in den Verhandlungen mit den Bietern weitere Themen zu erörtern und zu verhandeln sowie bei Bedarf externe Personen als Berater hinzuzuziehen. Die genauen Verhandlungstermine werden zwischen dem RMV und den Bietern mindestens eine Woche vor den Verhandlungen vereinbart.
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Werden einzelnen Teilnehmern in den Verhandlungen wichtige Aufklärungen über den Inhalt der Vergabeunterlagen in ihrer vorläufigen Form gegeben, werden diese unverzüglich nach Ende der jeweiligen Verhandlung auch den übrigen Teilnehmern über die Vergabeplattform mitgeteilt. Die Teilnehmer können sich hierzu schriftlich gegenüber dem RMV äußern. Dieses Vorgehen kann zu mehreren Gesprächen in der ersten Verhandlungsrunde mit den Teilnehmern führen.
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Nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde werden die Vergabeunterlagen durch den RMV modifiziert und den Teilnehmern zeitnah über die Vergabeplattform zur Verfügung gestellt.
Konzepte der Bieter, die der Geheimhaltung im Sinne eines Geschäftsgeheimnisses unterliegen, werden an die anderen Teilnehmer nicht weitergeleitet. Die Bieter sind gehalten ihre Geschäftsgeheimnisse kenntlich zu machen.
Erstes verbindliches Angebot nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde:
Auf Grundlage der den Bieter dann vorliegenden, modifizierten Vergabeunterlagen sind diese aufgefordert, jeweils ein erstes verbindliches Angebot für die zu vergebende Leistungen abzugeben. Damit ist die erste Verhandlungsrunde abgeschlossen.
Der RMV behält sich vor, bereits nach der ersten Verhandlungsrunde den Zuschlag auf das insgesamt wirtschaftlichste der vorliegenden Angebote je Los bzw. einer Loskombination aus Los 1 bis 4 oder Lose 5 bis 9 zu erteilen. Dies kann dazu führen, dass der Zuschlag auf einzelne Lose erteilt wird, bei anderen Losen aber noch weiter verhandelt wird.
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Damit wäre die 2. Stufe des Vergabeverfahrens und gegebenenfalls, nach Ablauf der Vorinformationsfrist gemäß § 101a GWB, durch Zuschlagserteilung das Vergabeverfahren insgesamt abgeschlossen.
Nachfolgende Verhandlungsrunden:
Sollte nach der ersten Verhandlungsrunde für den RMV noch kein wirtschaftliches Angebot vorliegen, werden weitere bis zu maximal drei Verhandlungsrunden je Los durchgeführt, die dem Ablauf der oben beschriebenen ersten Verhandlungsrunde entsprechen. Zu den weiteren Verhandlungsrunden je Los sind nur die Bieter zugelassen, die für dieses Los ein Angebot abgegeben haben. Soweit für einzelne Lose nur Angebote eines einzigen Bieters abgegeben werden, kann der RMV mit Bieter in der nachfolgenden Verhandlungsrunde auch über die gesamthafte Vergabe dieser Lose verhandeln und einzelne oder alle dieser Lose zusammenfassen und hierfür die Abgabe eines Gesamtangebots zulassen.
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Der RMV wird die Verhandlungen beenden, wenn wirtschaftliche Angebote für das jeweilige Los vorliegen bzw. die Vergabeverfahren aufheben, wenn spätestens nach Ablauf der dritten Verhandlungsrunde keine wirtschaftlichen Angebote für das jeweilige Los vorliegen sollten.
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Zu IV.1.2) Beschränkte Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Abgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden: Die dort genannten Zahlen verstehen sich je Los.
Hinweis: Enthält diese Bekanntmachung oder enthalten die Teilnahmeunterlagen nach Auffassung des Unternehmens Unklarheiten, so hat das Unternehmen den Auftraggeber über die unter Ziffer I.1) angegebenen Kontaktdaten unverzüglich in schriftlicher oder fernschriftlicher Form (Brief/Fax) sowie zusätzlich per E-Mail in deutscher Sprache vor Abgabe des Teilnahmeantrags über diese Unklarheiten zu unterrichten.
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Fragen zu dieser Bekanntmachung, zum Teilnahmewettbewerb und zu den Teilnahmeunterlagen sind ebenfalls unverzüglich schriftlich bei der unter Ziffer I.1) genannten Stelle einzureichen.
Die Teilnahmeunterlagen können bei der in Ziffer I. 1) benannten Stelle ausschließlich per E-Mail abgefordert werden. Die Unterlagen werden dem Unternehmen auf dem Postweg zugesandt.

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Postanschrift: Dienstgebäude: Wilhelminenstraße 1-3; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Postort: Darmstadt
Postleitzahl: 64283
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 6151126603 📞
Fax: +49 6151125816 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Glaubt sich ein Unternehmen wegen eines Verstoßes gegen Vergabevorschriften in seinen Rechten nach § 97 Absatz 7 GWB verletzt, so hat es dies unverzüglich gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Unverzüglich ist ein behaupteter Verstoß gegen Vergabevorschriften nur dann gerügt, wenn die Rüge gegenüber den Auftraggebern innerhalb von 3 Kalendertagen ab Erkennen des behaupteten Verstoßes erfolgt. Rügt ein Unternehmen einen seiner Ansicht nach vorliegenden Vergabeverstoß und teilt ihm der Auftraggeber mit, dass er der Rüge nicht abhelfen will, muss das Unternehmen, wenn es seine Rüge aufrecht erhalten will, innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers ein Nachprüfungsverfahren einleiten (§ 107 Absatz 3 Nr. 4 GWB) damit das aufwändige Verfahren nicht unnötig mit den sich aus der Rüge ergebenden Risiken belastet wird. Genaue Hinweise in Bezug auf die Fristen zur Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt die unter Ziffer VI.4.1) genannte Stelle.
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Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Name: Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierunspräsidium Darmstadt
Postanschrift: Dienstgebäude: Wilhelmstraße 1-3; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Quelle: OJS 2014/S 231-407637 (2014-11-25)
Ergänzende Angaben (2015-01-06)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Ergänzende Angaben

Referenz
Daten
Absendedatum: 2015-01-06 📅
Einreichungsfrist: 2015-02-02 📅
Veröffentlichungsdatum: 2015-01-10 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2015/S 007-007845
Verweist auf Bekanntmachung: 2014/S 231-407637
ABl. S-Ausgabe: 7
Quelle: OJS 2015/S 007-007845 (2015-01-06)