Telekommunikationsanlage
Erneuerung des Telekommunikationssystems und Erweiterung um Unified-Communication-Funktionen sowie Abschluss eines Serviceunterstützungsvertrages.
Aktuelle Ausgangssituation:
Das derzeitige Telekommunikationssystem besteht aus Telekommunikationsanlagen (TK-Anlagen) der Firmen Avaya und Unify an 13 Standorten in der Region Hannover. Mit den Anlagen der Fa. Unify werden das Contact Center und das Handels-TK-System für den Energiehandel und die Leitstelle realisiert. Die restliche Telefonie wird durch die Anlagen der Fa. Avaya bereitgestellt. Die Kopplung der Anlagen der beiden Hersteller erfolgt über ISDN-Primärmultiplexverbindungen auf Basis des Q-SIG-Protokolls.
Des Weiteren gehören zum Gesamtsystem ein Unified Messaging System der Fa. Caseris und DECT-Multizellensysteme an 3 Standorten.
Liefer- und Leistungsumfang der Ausschreibung:
Contact Center und Handels-TK-System der Fa. Unify wurden später beschafft, werden weiter betrieben und sind somit kein Bestandteil des Auftrags. Daher ist auch weiterhin eine Kopplung zu diesen Anlagen auf Basis des QSIG-Protokolls, in Abhängigkeit vom Funktionsumfang später eventuell auch SIP, vorzusehen.
Die restlichen 15 I55-Systeme (AVAYA) sollen weitestgehend durch eine IP-basierte Unified-Communication-Lösung ersetzt werden, die eine verschlüsselte Übertragung ermöglicht. Die Vernetzung (WAN) erfolgt über eigene Leitungen und Netzwerkkomponenten. Aufgrund der erforderlichen Betriebssicherheit, auch bei Ausfall des WAN, sind die Standorte so auszustatten, dass ein autarker Betrieb möglich ist.
Der gesamte Auftrag umfasst im Einzelnen:
Lieferung, Installation von folgenden Komponenten und Funktionen an 13 Standorte in der Region Hannover, die bei Störungen im WAN autark funktionieren müssen:
ca. 400 Kanäle zum öffentlichen Netz (ISDN und/oder SIP) und zum Contact Center und Handels-TK-System (QSIG, SIP) der Fa. Unify,
ca. 1 900 VoIP Endgeräte,
ca. 200 digitale Endgeräte (Zweidrahttechnik),
ca. 1 300 analoge Anschlüsse, teilweise als außenliegende Nebenstelle mit mehr als 12 km Leitungslänge,
Unified Messaging System sowie ein Serviceunterstützungsvertrag.
Die Lösung muss ebenfalls eine Inhouse-Mobillösung mit einer vergleichbaren Leistungsfähigkeit eines DECT-Systems hinsichtlich Funkversorgung, Verkehrsdichte und Verfügbarkeit aufweisen. Dazu gehört auch eine Überbrückungszeit bei Stromausfall von mindestens 6 Stunden.
Derzeit in Betrieb ist eine Inhouse-Mobillösung auf Basis DECT mit ca. 250 Basisstationen über mehrere Standorte und mit ca. 200 Endgeräten (davon ca. 10 % mit Personen-Notsignal-Funktion),
Sonderanschaltungen (Türsprechstellen etc.),
Managementsystem inkl. Accounting.
Im ersten Jahr sind der Aufbau der zentralen TK- und Applikationsserver sowie die Umstellung von ca. 1/3 der Teilnehmer (Schwerpunkt VoIP) geplant. In den Folgejahren folgen dann ebenfalls jeweils 1/3 der Teilnehmer (analog, digital, VoIP, Inhouse-Mobil). In dieser Zeit ist das System auf dem jeweils aktuellen Release-Stand zu halten und es muss sichergestellt sein, dass Baugruppen und insbesondere die angebotenen Endgeräte auch zum Ende der Umstellung in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Die Installation der zentralen Server erfolgt in den Rechenzentren, wobei eine weitgehende Virtualisierung auf Basis VMware angestrebt wird. Die zentralen Komponenten müssen redundant ausgelegt sein. Die Skalierbarkeit des Systems muss mindestens das Mengengerüst zuzüglich einer Reserve von 20 % ermöglichen.
Das neue System muss die Anbindung zentraler Applikationsserver im Rechenzentrum unterstützen. Auch hier wird eine Virtualisierung auf Basis VMware angestrebt. Mit fortschreitender Realisierung sind die Applikationen mindestens dem jeweils umgestellten Teil der Anwender zur Verfügung zu stellen, sofern technisch möglich auch allen Anwendern. Hierunter fallen Applikationen wie Unified Messaging, Unified Communications, Kollaboration und Videokonferenzen, die von beliebigen Arbeitsplätzen aus nutzbar sein sollen.
Für die Einweisung der Anwender sind Anleitungen, Web-based-Trainings und entsprechendes Personal für InHouse-Schulungen bereitzustellen.
Der Betrieb des Systems erfolgt durch eigenes Personal. Die hierfür erforderliche Schulung ist Bestandteil des Auftrags. Darüber hinaus soll ein Serviceunterstützungsvertrag abgeschlossen werden. Bestandteil des Serviceunterstützungsvertrages werden SLAs sein, die in Teilbereichen eine 24/7-Verfügbarkeit und festgelegte Reaktions- und Wiederherstellzeiten beinhalten.
Die Möglichkeit des Abschlusses eines Softwarepflegevertrages soll gewährleistet sein.
Der geplante Ausführungszeitraum ist April 2015 bis vorraussichtlich Dezember 2017.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-01-05.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-12-03.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-12-03
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Auftragsbekanntmachung
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2014-12-12
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Ergänzende Angaben
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2016-10-25
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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