Vergabe von Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung für Neuordnung, Umbau und Erweiterung der Werkstätten des Theater Dortmund

Vergabe- und Beschaffungszentrum der Stadt Dortmund

Das Gebäudeensemble des Theater Dortmund entstand als additiver Gebäudekomplex in mehreren Bauabschnitten.
Das Schauspielhaus mit seinen Nebenflächen wurde von 1949 bis 1950 als Stadttheater unter Verwendung von Resten des zerstörten Vorgängerbaus verwirklicht.
Die Oper einschließlich aller Werkstätten entstand als kompletter Neubau und wurde in einem Zeitraum von 7 Jahren von 1958 bis 1965 errichtet.
Auch heute noch befinden sich am Standort Theaterkarree 1 – 3 alle eigenen Werkstätten zur Produktion von Bühnen- und Dekorationsteilen sowie Kostümen aller künstlerischer Sparten des Theaters Dortmund.
Die von der geplanten Maßnahme betroffenen Werkstätten sind insbesondere Schreinerei, Schlosserei, Requisite, Beleuchtung mit den zugehörigen Sozialräumen, den Magazinen mit ihren Arbeitsbereichen inklusive der Maschinen und Lagerflächen, die Kostümwerkstätten (inkl. Fundus) und der Lagerbereich des Schauspielhauses.
Die sehr engen Raumverhältnisse im Bestand führen unweigerlich zu Kollisionen in den Arbeitsabläufen.
Die Spannhalle ist zu klein weil sie neben ihrer Funktion als zentraler Montagesaal gleichzeitig eine Verteilerfunktion der Verkehre übernehmen muss. Dient sie einerseits als Durchgang zur Schleuse (Verladetor), muss sie auf der anderen Seite den Verkehr zur Schreinerei und zur Requisite gewährleisten. Die Requisite wiederum fungiert gleichzeitig als Durchgang zum Schauspielhof und weiter in Richtung Schauspielgebäude.
Das Lager des Schauspielhauses, gleichzeitig als Seitenbühne genutzt, muss ersetzt werden, da die räumlichen Verhältnisse nicht im Ansatz geeignet sind die Anforderungen an einen logistisch und ergonomisch effektiven Betrieb zu erfüllen. Für diese Maßnahme steht nur ein sehr begrenztes Zeitfenster zur Realisierung zur Verfügung, das in enger Abstimmung mit dem Bauherrn zu entwickeln ist.
Die geplante Neuordnung der Werkstätten wird schwerpunktmäßig in drei Bereichen des Theaterkomplexes und bei laufendem Betrieb stattfinden. Dies erfordert hinsichtlich der Umsetzung eine hohe Sensibilität bezüglich der besonderen Belange des künstlerischen Betriebs. Erwartet werden einschlägige Erfahrungen der Bewerber mit Umbauten von Gebäuden, die während der Umbaumaßnahmen weiter genutzt wurden.
Eine vorliegende Machbarkeitsuntersuchung hat ergeben, dass aufgrund der Gegebenheiten der Bestandsgebäude die einzelnen Maßnahmen durch die räumliche Trennung der betroffenen Bereiche durchaus bei laufendem Betrieb durchgeführt werden können.
Definiertes Ziel der Maßnahme ist neben der Neuordnung des Werkstattbetriebes die Verbesserung der betrieblichen Abläufe hinsichtlich des Arbeitsschutzes und Herstellung eines Brandschutzes, der zeitgemäße Schutzziele erfüllt sowie den aktuellen Vorschriften und anerkannten Regeln der Bautechnik entspricht.
Die Maßnahmen im Einzelnen:
— Fachplanung Technische Ausrüstung alle Anlagengruppen und für den Umbau, Neubau und die Erweiterungder Werkstätten des Dortmunder Theaters,
— In allen betroffenen Bereichen des Theaters sind mindestens die Anlagengruppen 1- 4 teilweise darüber hinaus auch die Anlagengruppen 5 -8 gemäß HOAI § 53 Abs.2 zu planen und zu betreuen,
— Der Kostenrahmen für die KG 400 beträgt gemäß Machbarkeitsstudie vom 29.4.2013 = 1 950 000 EUR brutto,
— Erwartet werden wirtschaftliche Lösungsvorschlag Technische Ausrüstung in den betroffenen Bereichen, die nach Fertigstellung einen energieeffizienten Betrieb gewährleisten,
— Die Verbesserung des Brand- und Arbeitsschutzes sind im Zuge der oben dargestellten Maßnahmen übergeordnetes Projektziel.
Zeitlicher Rahmen
Mit der Bearbeitung der Aufgabe ist unmittelbar nach Auftragerteilung voraussichtlich ab Mai 2014 zu beginnen, um die Ergebnisse der Entwurfsplanung einschließlich Kostenberechnung nach DIN 276 in der Ratssitzung am 2.10.2014 vorstellen zu können.
Nach Genehmigung der Maßnahme durch den Rat der Stadt Dortmund soll sofort mit der Umsetzung der Maßnahme durch Bearbeitung der Genehmigungsplanung begonnen werden.
Es ist in enger Abstimmung mit dem Theater Dortmund und der Projektsteuerung ein sinnvoller Ablauf der einzelnen Realisierungsschritte zu entwickeln, der den Proben- und Spielbetrieb in allen Spielstätten des Theater Dortmund zulässt und Störungen für die weiterhin erforderliche Produktion der zugehörigen Bühnenbilder und Ausstattungen auf ein absolutes Mindestmaß beschränkt und den Umständen entsprechend akzeptable Arbeitsverhältnisse gewährleistet.
Das Projekt soll spätestens zum Ende der Spielzeitpause 2016 am 25.8.2016 abgeschlossen sein.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-03-03. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-01-30.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-01-30 Auftragsbekanntmachung