VOF Umbau und Sanierung des Gymnasium Christianeum am Standort Otto-Ernst-Straße 34, Hamburg - Los 1: Objektplanung gem. § 34 HOAI - Los 2: Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI
Die Freie und Hansestadt Hamburg hat zum 01.01.2013 gemäß §26 (1) Landeshaushaltsordnung den Landesbetrieb SBH | Schulbau Hamburg (nachstehend SBH genannt) gegründet. Dieser Landesbetrieb hat die Aufgabe, die Schulimmobilien unter Berücksichtigung der schulischen Belange nach wirtschaftlichen Grundsätzen zu planen, zu bauen, zu unterhalten und zu bewirtschaften und die mehr als 400 Schulen an die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) zu vermieten. Die Schulimmobilien umfassen sämtliche für schulische Zwecke genutzten Grundstücke und Gebäude der staatlichen und beruflichen Schulen. Die Grundstücksfläche beträgt etwa 9 100 000 m² und die Haupt-nutzungsfläche etwa 3 100 000 m².
In dieser Tätigkeit wurde Schulbau Hamburg mit dem Umbau und der Sanierung des Gymnasiums Christianeum am Standort Otto-Ernst-Straße 34 in Hamburg beauftragt.
Das städtische altsprachliche Gymnasium Christianeum liegt in Hamburg im Stadtteil Othmarschen in relativ zentraler Lage, unweit des S-Bahn-Anschlusses. Es ist umgeben von einer starken einzelhausdominierten Bebauung. Das Denkmalmalschutzamt stuft das Gebäude als eines der bedeutendsten Schuldenkmäler Hamburgs ein. Der Architekt Arne Jacobsen errichtete den kompakten Schulkomplex in den Jahren 1968 – 1971 in einer für ihn typischen Formen- und Detailsprache, nach vorausgegangenem Wettbewerb 1965. Nicht nur der Baukörper, die Außenanlagen, sondern die gesamte Innenarchitektur /Einrichtung sind Entwürfe von Arne Jacobsen. Bemerkenswert ist die Flexibilität des Baukörpers. Arne Jacobsen plante die Zukunft – d. h. spätere Erweiterungen des komplexen Gebäudes konnten in die Hochkeller eingeplant werden, die höhengleich mit dem Erdgeschoss ausbildet sind. So konnte bisher eine Veränderung der Struktur des Baukörpers vermieden werden.
Das Christianeum beinhaltet eine historische Bibliothek, die bis ins Gründungsjahr 1738 zurückgreift. Zudem ist eine Lehrerbibliothek (ca.29.000 Bände) mit wissenschaftlichen Sammlungscharakter, die Bestände werden seit 1850 in Form einer systematischen Präsenzaufstellung erfasst, integraler Bestandteil des Christianeums ebenfalls seit 1738.
Die Außenanlagen, nicht nur die Schulhofflächen im 1. OG, sondern auch die Beschaffenheit der Sportanlagen und Freiflächen im EG, stehen unter Denkmalschutz.
Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für 2017 vorgesehen.
Die Maßnahme umfasst die innere Sanierung (alle Innenräume, Gebäudetechnik und übrige WC-Anlagen, insg. ca.7 990 m² Mietfläche) sowie den Umbau zur Realisierung eines um vier Räume erhöhten Bedarfs an allg. Unterrichtsräumen. Hierbei sind Klassenräume in einem Gesamtumfang von insg. ca. 780 m² Mietfläche umzubauen.
Für das Bauvorhaben besteht eine Kostenobergrenze für die Sanierung und die Umbaumaßnahme in Höhe von ca. 4 840 000 EUR (Bruttobaukosten KG 200 bis 700 gem. DIN 276, inkl. MWSt.).
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
LOS 1:
— Leistungsphase 2 und 3 Objektplanung gem. § 34 HOAI;
— Leistungsphasen 1 (teilweise), sowie 4 bis 9 Objektplanung gem. § 34 HOAI, als optionale Beauftragung durch Bestimmung der AG (ggf. in noch von der Auftraggeberin festzulegenden Stufen).
LOS 2:
— Leistungsphase 1 (teilweise) sowie Leistungsphase 2 und 3 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI, Anlagengruppen 1-8 gem. §53 (2) HOAI
— Leistungsphasen 4 bis 9 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI, Anlagengruppen 1-8 gem. §53 (2) HOAI , als optionale Beauftragung durch Bestimmung der AG (ggf. in noch von der Auftraggeberin festzulegenden Stufen).
An dem Standort war ein Architekturbüro mit einer Variantenuntersuchung möglicher Realisierung ergänzender Unterrichtsräume im Bestand sowie eine begleitende Projektsteuerung bei bereits abgeschossenen Maßnahmen (insb. GBS) involviert. Die Variantenuntersuchung wird (ggf. in Auszügen) allen Bietern mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellt. Diese sind von der Teilnahme am Verhandlungsverfahren nicht ausgeschlossen.
Die Schulleitung nimmt ggf. in beratender Funktion an den Angebotsverhandlungen teil. Ggf. werden weitere Vertreter aus behördlichem Kontext in beratender Funktion teilnehmen (Denkmalschutz).
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VOF-Verfahrens durch D&K drost consult GmbH, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-10-06.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-09-05.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-09-05
|
Auftragsbekanntmachung
|
2016-12-28
|
Bekanntmachung über vergebene Aufträge
|