15D0503 – PD Trier, 2. BA, Objektplanung Gebäude, LPH 5-9, gem. Teil 3 Abschnitt 1 HOAI

Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, dieses vertreten durch den Landes

Der Auftrag umfasst die Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. Teil 3 Abschnitt 1 HOAI 2013, für den Umbau und die Sanierung der Gebäude auf der Liegenschaft der Kürenzerstraße 3 in Trier, für die neue Polizeidienststelle mit Polizeiinspektion.
Begründung der Maßnahme:
In der Kürenzerstraße 3, Trier, soll eine neue Polizeidienststelle mit Polizeiinspektion entstehen, um die verschiedenen Abteilungen der Polizei (momentan in mehreren örtlich voneinander getrennten Gebäuden gelegen) an einem Standort zu vereinen.
Die Gebäude der zentral am Hauptbahnhof gelegenen Liegenschaft werden für die Belange der Polizei saniert und umgebaut.
Maßnahmenbeschreibung:
Aufbauend auf die bisher erbrachte Planungsarbeit der Leistungsphasen 1 – 4 ist beabsichtigt, die weiteren Leistungsphasen gemäß HOAI 2013, wie unten beschrieben, zu vergeben.
Die Liegenschaft besteht aus mehreren Gebäudeteilen und wird in folgende Bauteile gegliedert:
Von der Maßnahme betroffen sind:
— Bauteil II (Hochtrakt),
— Bauteil III (Verbindungsbau),
— Bauteil IV (ehemalige Pakethalle),
— Bauteil V (ASA),
— Bauteil VI (ehem. KFZ-Werkstatt).
Bauteil II:
Im Bauteil II (Hochtrakt) sind kleinere bauliche Eingriffe nötig. Bei den Bauarbeiten handelt es sich vorwiegend um den Einbau neuer, nichttragender Wände. Dieses Bauteil wurde bereits in einem ersten Bauabschnitt umgebaut und saniert. Die tragende Konstruktion und die Fassade bleiben unberührt.
Bauteil III:
Das 2-geschossige, unterkellerte Bauteil III, der Verbindungsbau, soll bis auf alle tragenden Bauteile rückgebaut und umfassend saniert werden. Es verbindet im KG, EG und 1. OG die Bauteile II und IV auf gleichem Niveau miteinander. Die neue Fassade soll im Erdgeschoss aus einer Pfosten-Riegel-Konstruktion und im Obergeschoss aus einer wärmegedämmten Putzfassade bestehen. Das Dach wird energetisch saniert und begrünt. Im Erdgeschoss befinden sich das Foyer, der Multifunktionsraum und das Casino. In dem darüber liegenden Staffelgeschoss befinden sich Büroräume. Im KG sind die Heizzentrale (für alle Bauteile, außer Bauteil VI), Küchentechnik und Lagerräume untergebracht.
Bauteil IV:
Die ehemalige Pakethalle der Post, besteht derzeit aus einem Kellergeschoss und zwei überhohen Geschossen von ca. 4,90 Meter lichter Raumhöhe. Es handelt sich um einen Stahlbetonskelettbau. Für die Unterbringung des Raumprogramms muss ein weiteres Geschoss realisiert werden. Das vorhandene Dach, das die Tragfähigkeit für ein zusätzliches Geschoss nicht aufweist, wird zurückgebaut. Stattdessen werden zwei neue Geschosse mit geringerer Raumhöhe realisiert. Um die Belichtung des sehr tiefen Gebäudegrundrisses im Inneren zu gewährleisten, werden zwei Lichthöfe und ein Lüftungshof geplant, um das 1. und das 2. Obergeschoss zu belichten und so besser nutzen zu können. Die tragende Gebäudestruktur im KG und EG bleibt erhalten: Stahlbetonstützen im Rastermaß von 3,00 Meter in der Fassade und Pilzkopfstützen bzw. Stahlbetonpfeiler im Rastermaß von 9,00 x 9,00 Meter als innere Tragstruktur sowie die beiden Rohbaudecken. Das OG wird im Wesentlichen abgerissen. Die beiden neuen Geschosse wurden in Stahlbauweise geplant, da aus statischen Gründen nur eine verhältnismäßig leichte Konstruktionsart in Frage kommt. Das vorhandene Tragkonzept soll durch den beauftragten Tragwerksplaner nochmals geprüft und ggf. optimiert werden. Die komplette Gebäudehülle wird erneuert. Es kommt eine zweischalige, gedämmte Fassade in Ziegelbauweise (als Lochfassade) zur Ausführung.
Bauteil V:
Das Erdgeschoss von Bauteil V wurde bereits in einer vorgeschalteten Baumaßnahme umgebaut und saniert. Hier wurden bereits polizeispezifische Standards umgesetzt. Ein Teil des Kellergeschosses wurde baulich abgetrennt. Die bereits umgebauten Bereiche von Bauteil V werden nicht von der Polizei, sondern von einer externen Behörde genutzt. Im verbleibenden KG sind nur kleinere Instandsetzungsmaßnahmen auszuführen.
Bauteil VI:
Die ehemalige KFZ- Werkstatt, soll auf einem kostengünstigen Niveau saniert werden, da es abgerissen werden soll, sobald seitens der Stadt Trier die neue Straßenplanung für die Kürenzerstraße umgesetzt wird. Der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt. Das Gebäude wird weitestgehend entkernt und zur Unterbringung eines Teils der Dienstfahrzeuge in einfachstem Standard umgebaut. Die alte Fassade bleibt zum größten Teil erhalten. Sicherungstechnische Empfehlungen des Landeskriminalamtes für Polizeidienststellen müssen allerdings umgesetzt werden (z.B. Sicherung der zur Straße liegenden Fenster). Das Gebäude wird aus wirtschaftlichen Gründen energetisch nicht ans Hauptgebäude angebunden und erhält eine eigene Heizung, Energie- und Wasserversorgung.
Die Beiträge aller bereits involvierten Fachplaner sind zu berücksichtigen und weitere Beiträge sind in der Ausführungsplanung zu integrieren.
— Die Ausführungsplanung ist mit den eingeschalteten Fachplanern für Elektro- und Versorgungstechnik abzustimmen.
— Planung der Barrierefreiheit durch ein externes Büro. Barrierefreiheit nach DIN 18040-1, DIN E 18040-3 und der LBauO Rheinland-Pfalz wurden zugrunde gelegt. Ausführungsrelevante Abstimmungen müssen fortgeführt werden.
— Schallschutznachweis (323E3 G1), Raumakustische Gutachten (323E3 G2) für die neu aufzustockenden Geschosse, Wärmeschutznachweis (323E3 G3) und thermische Simulation zum sommerlichen Wärmeschutz müssen im weiteren Planungsprozess berücksichtigt und ggf. vertieft werden.
— Das Brandschutzkonzept wurde durch das Competence Center Brandschutz des LBB der Niederlassung Koblenz in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Trier erstellt. Die Ergebnisse müssen in der Ausführungsplanung Beachtung finden.
— Die bisher bekannten sicherungstechnischen Empfehlungen des Landeskriminalamtes (LKA) wurden in der Planung berücksichtigt. Weitere Abstimmungen sind in der Ausführungsplanung zu integrieren.
Werden weitere Beiträge von Sonderfachleuten oder Fachplanern erforderlich, sind diese ebenfalls in der Ausführungsplanung zu berücksichtigen.
Baukosten/Anrechenbare Kosten:
Baukosten (DIN 276, KG 200-600) insgesamt: ca. 21 500 000,00 EUR (brutto)
Anrechenbare Kosten (DIN 276, KG 300+400): ca. 12 969 545,00 EUR (netto, gemäß § 33 HOAI 2013)
Voraussichtliche Termine (gemäß Generalablaufplan vom 11.05.2015):
Vorlage LV Rohbaugewerke (trag. Abbruch, Erd-, Maurer-, Betonarbeiten, Stahlbau, Klinkerfassade): April 2016
Vorlage restliche LV einschl. AFU-Planung: September 2017
Baubeginn: Oktober 2016
Bauende: Oktober 2018
Während der gesamten Bauzeit ist die ständige Präsenz des Bauleiters vor Ort zu gewährleisten.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-09-29. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-08-27.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-08-27 Auftragsbekanntmachung
2016-03-03 Bekanntmachung über vergebene Aufträge