Architekten- und Ingenieurleistungen zum Umbau und zur Sanierung der Neumark-Grundschule in der Steinmetzstraße 47, 10873 Berlin

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Serviceeinheit Facility Management

Es sollen Architekten- und Ingenieurleistungen für die bauliche Sanierung und den Umbau des denkmalgeschützten Schulgebäudes in Berlin Tempelhof-Schöneberg vergeben werden.
Der Auftrag beinhaltet Planungsleistungen entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 3 Objektplanung für Gebäude. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen 1 und 2 gemäß § 34 HOAI sowie besondere und zusätzliche Leistungen zu vergeben. Optional ist die Beauftragung der Grundleistungen der Leistungsphasen 3 bis 9 sowie weiterer besonderer und zusätzlicher Leistungen vorgesehen.
Die Neumark-Grundschule ist ein denkmalgeschützter Schulstandort in der Steinmetzstraße 46-50, 10873 Berlin und wurde als im Hof gelegene, symmetrisch aufgebaute Doppelschulanlage erbaut. Der Standort wurde um 1959 um eine übereinander angeordnete Doppelturnhalle und 1979 um eine mobile Kleinschule ergänzt.
Das viergeschossige Hauptgebäude hat einen annähernd rechteckigen Grundriss (ca. 60m x 20m), der Bruttorauminhalt beträgt ca. 21.000 m3. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen massiven Mauerwerksbau. In den Fluren finden sich Stahl-Stein- und in den Klassenräumen Holz-Einschubdecken. Das Dach wurde als flach geneigtes, an den Giebeln abgewalmtes Satteldach ausgeführt.
Durch echten Hausschwamm ist die Tragstruktur des Dachstuhls und teilweise der Dachgeschossdecke massiv beeinträchtigt. Da die Fassade in der Vergangenheit bereits saniert wurde und im Zuge der nun anstehenden Sanierung nicht erneut bearbeitet werden soll, ist eine partielle Schwammsanierung im Heißluftverfahren durchzuführen. Im Zuge der Erneuerung der vorgenannten Bauteile und der erforderlichen Schwammsanie-rung soll die Schule im Rahmen einer Grundinstandsetzung umstrukturiert werden.
Die Instandsetzung des Hauptgebäudes soll neben dem Dach die Sanierung der Innenräume einschließen. Dabei sind alle Oberflächen denkmalgerecht aufzuarbeiten bzw. zu erneuern. Die gesamte technische Ausrüstung soll erneuert werden, sowie Barrierefreiheit und Brandschutz den geltenden Bestimmungen entsprechend hergestellt werden. Die Arbeiten erfolgen im laufenden Schulbetrieb.
Für die Umstrukturierung des Haupthauses wird die Gesamtbetrachtung des Schulstandortes inklusive mobiler Kleinschule und Doppelturnhalle erforderlich. Zur Zeit wird die Schule als zweizügige Ganztagsgrundschule betrieben. Der Standort soll im Hinblick auf eine mögliche Nutzung als dreizügige Ganztagsschule untersucht werden.
Die vorgesehene Vergabe umfasst die Objektplanung, Leistungsbild Gebäude LPH 1 und 2 gemäß § 34 HOAI für den gesamten Standort. Als besondere Leistungen sollen die Bedarfsermittlung, Bedarfsplanung (Soll-Ist-Abgleich), das Aufstellen eines Funktionsprogramms, die Standortanalyse sowie die technische Substanzerkundung in Leistungsphase 1 sowie das Untersuchen alternativer Lösungsansätze nach verschiedenen Anforderungen einschließlich Kostenbewertung in Leistungsphase 2 vergeben werden.
Für die Maßnahmen am Hauptgebäude (Schwammsanierung und Sanierung der Innenräume) ist eine Beauftragung der Leistungsphasen 3 bis 9 vorgesehen. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Beauftragung der Stufen kann nur beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen erfolgen. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht.
Eine Ausweitung des Auftrages behält sich der Auftraggeber im Bedarfsfall vor.
Die Baukosten und der Zeitrahmen sind im Rahmen der Planungsaufgabe zu ermitteln und mit dem Auftraggeber abzustimmen. Da Haushaltsmittel teilweise nicht übertragbar sind, muss die Mittelverausgabung ggf. sorgfältig nach Haushaltsjahren geplant und eingehalten werden.
Für die Planung ist der folgende Zeitrahmen einzuhalten:
Beauftragung der Planer und Beginn der Bearbeitung: ab November 2015
Die Baumaßnahme ist bei laufendem Betrieb durchzuführen. Hierzu und für die jährlich zu verbauenden Mittel sind Bauabschnitte zu identifizieren.
Es werden weitere Fachplaner/innen beauftragt, mit denen Abstimmungen durchzuführen sind: Diese sind z.B. TGA, Brandschutzgutachter, Bauphysik (Wärmeschutz, Schallschutz, Raumakustik), Tragwerksplanung, Freianlagenplanung, SiGeKo, Schadstoffuntersuchung.
Eine Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde ist erforderlich.
Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für Architektenleistungen einschließlich AVB (abrufbar unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben).

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-08-21. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-07-21.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-07-21 Auftragsbekanntmachung
2015-12-17 Bekanntmachung über vergebene Aufträge