Architektenleistungen zum Erweiterungsneubau am Waldkrankenhaus St. Marien gGmbH in der Rathsberger Str. 57, 91054 Erlangen

Waldkrankenhaus St. Marien gGmbH

Es sollen Architektenleistungen zur Herstellung eines Anbaus für die bauliche Erweiterung des Waldkrankenhauses St. Marien in Erlangen vergeben werden. Der Auftrag beinhaltet Planungsleistungen entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 3 Objektplanung für Gebäude und Innenräume. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen 5 bis 9 sowie besondere und zusätzliche Leistungen zu vergeben.
Die vorhandene bauliche Struktur wurde im Verlauf der vergangenen Jahre sukzessive verändert und den Bedingungen angepasst. Die zu planenden Funktionsbereiche Elektive Aufnahme/Intermediate Care sowie Notfallaufnahme und Intensivpfege verlangen eine Situierung zum Hauptzugangsbereich im Waldkrankenhaus St. Marien. Da der Haupteingang durch die Anlagerung des neuen Baukörpers an vielen Stellen berührt wird, ist eine bestandsschützende Ausführungsplanung bzw. Ausführung von Vorteil.
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Parallel zur Erweiterung am Bestandsgebäude finden Baumaßnahmen auf dem Krankenhausgelände statt. Hierbei handelt es sich um abschließende Baumaßnahmen vorangegangener Bauabschnitte. Ein wesentlicher Teil dieser Baumaßnahmen ist der Erweiterungsbau direkt angrenzend an den Eingangsbereich des Bestandsgebäudes, d. h. die Schnittstelle zwischen Bestand und Maßnahmen aus dem Erweiterungsbau liegen innerhalb des Bestandsgebäude, so dass Umbaumaßnahmen im Bestand anfallen werden. Im Rahmen der Planung ist ein erhöhter Koordinationsaufwand zwischen den Planungs- und Baubeteiligten der jeweiligen Maßnahmen erforderlich. U. a. finden sich Berührungspunkte im Brandschutzkonzept, technischen Anlagen, Nutzerabstimmungen, Baustellenlogistik und bei der Aufrechterhaltung (Sicherheit) des Krankenhausbetriebs.
Für die gesamte Baumaßnahme stehen 21,5 Mio. EUR als Bruttokosten einschließlich Baunebenkosten zur Verfügung. Es wird eine Baukostenobergrenze als Beschaffenheit vereinbart. Die Maßnahme wird mit Fördermitteln finanziert. Mit dem Bau soll im Mai 2017 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für BA 1 für Januar 2019 geplant.
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Für die Planung ist der folgende Zeitrahmen einzuhalten:
Beauftragung der Planer: ab Oktober 2015 für BA 1 und 2
Bearbeitung LP 5, einschl. bis Oktober 2016 (BA 1, 2)
Ausschreibung und Vergaben: von Oktober 2016 bis Mai 2017
Baubeginn: Mai 2017 (BA 1)
Fertigstellung, Übergabe, Schlussrechnung: Januar 2019
Gesamtfertigstellung BA 1 und 2: Mitte 2020
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Die Baumaßnahme ist bei laufendem Betrieb durchzuführen.
Es werden weitere Fachplaner/innen beauftragt, mit denen Abstimmungen durchzuführen sind: TGA, Brandschutzgutachter, Bauphysik (Wärmeschutz, Schallschutz, Raumakustik), Tragwerksplanung, Landschaftsplaner. Eine enge Abstimmung mit den Planungs- und Baubeteiligten sowie mit dem Bauaufsichtsamt der Stadt Erlangen ist für die Baumaßnahmen zwingend erforderlich.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise, zunächst für Teilleistungen der Leistungsphase 3, ggf. Leistungsphase 4 sowie Leistungsphasen 5, anschließend die Leistungsphasen 6 und 7 und schließlich die Leistungsphasen 8 und 9. Die Beauftragung der Stufen kann nur beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen erfolgen. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-08-17. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-07-15.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-07-15 Auftragsbekanntmachung
2015-10-27 Bekanntmachung über vergebene Aufträge