Auf das spezifische Anlagerisiko ausgerichtete Kapitalmarktanalyse, Portfolioanalyse, Beratung und Overlaymanagement für die Sondervermögen „Altlastensanierung Land Sachsen-Anhalt“ und "Pensionsfonds für die Versorgung und. Beihilfen der Versorgungsempfänger des Landes Sachsen-Anhalt" und die Rücklage Steuerschwankungsreserve

Ministerium der Finanzen Land Sachsen-Anhalt

Das Sondervermögen „Altlastensanierung des Landes Sachsen-Anhalt“ hat z. Zt. ein Vermögen von rund 845 000 000 EUR. Das Sondervermögen „Pensionsfonds für die Versorgung und Beihilfen der Versorgungsempfänger des Landes Sachsen-Anhalt“ umfasst derzeit ein Volumen von ca. 645 000 000 EUR. Beide Sondervermögen sind durch Gesetz gegründete, rechtlich selbständige Vermögen des Landes, deren Geldvermögen durch das Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt verwaltet werden.
Daneben sind direkte Landesmittel der „Steuerschwankungsreserve“ i. H. v. ca. 194 000 000 EUR investiert. Dabei handelt es sich um eine gesetzliche Rücklage des Landes, die aber rechtlich nicht selbständig ist.
Die Geldanlage beider Vermögen erfolgt durch externe Assetmanager im rechtlichen Rahmen von Spezial-Alternative-Investmentfonds (Spezial-AIF) nach Kapitalanlagegesetzbuch. Kapitalverwaltungsgesellschaft ist die Universal Investment GmbH und Verwahrstelle ist BNP Paribas Securities Services S.C.A.
Die Sondervermögen sind überwiegend langfristig in die Anlageklassen Aktien Europa, Staatsanleihen EWU, Unternehmensanleihen in EUR, Wandelanleihen weltweit (währungsgesichert), Anleihen weltweit (währungsgesichert), Staats- und Unternehmensanleihen Emerging Markets (währungsgesichert) investiert. Daneben wird zur Sicherung der notwendigen Liquidität in einen Spezial-AIF mit kurzfristigen Staats- und Unternehmensanleihen in EUR investiert.
Die zunehmende Diversifikation der Anlagen führt einerseits zu einer Reduktion von Klumpenrisiken andererseits ist die Geldanlage dadurch einer zunehmenden Zahl unterschiedlichster Risiken ausgesetzt. Das extreme Kapitalmarktumfeld (Niedrigzinsen) macht insbesondere das enorme Zinsrisiko unserer Anlagen deutlich, was ein entscheidender Beweggrund für dieses Verfahren zur Mandatsvergabe ist.
Nachgefragt werden Dienstleistungen zur Kapitalmarktanalyse, Portfolioanalyse, Beratung und bei Bedarf Overlaymanagement, um spezifische Anlagerisiken für die einzelnen Vermögen visibel zu machen, zu analysieren und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Im Rahmen von halbjährlichen Strategiegesprächen soll der Dienstleister in einer Kapitalmarktanalyse die erwarteten zukünftigen Risiken benennen und darstellen welche Implikationen sich daraus für die Marktentwicklung (z. B. im Rahmen von Szenarioanalysen) ergeben können. Diese Ergebnisse sollen dann einerseits auf die Erwartungen für die Portfolioentwicklung und andererseits auf die mit den Vermögen verbundenen Verpflichtungen reflektiert werden. Diese Szenarien für die erwarteten Entwicklungen des Kapitalmarktes-, des Portfolios und der Verpflichtungen sollen als Grundlage für eine gemeinsame Beratung und Festlegung für notwendige Maßnahmen zur Risikoadjustierung auf Portfolioebene dienen.
Die Spanne der möglichen Maßnahmen kann in Eingriffe durch den Dienstleister im Rahmen eines Overlaymanagement münden, in Empfehlungen für die Fortentwicklung der Portfolioallokation oder auch in keinen direkten Handlungen sondern eine Beschränkung auf das Monitoren der Portfoliorisiken.
In monatlichen Telefonkonferenzen sollen die Kapitalmarkt- und Portfoliorisikoentwicklungen kurz besprochen und ggf. notwendige taktische Maßnahmen abgestimmt werden.
Die Kapitalmarkt- und Portfoliorisiken sollen durchgehend beobachtet werden, um im Bedarfsfall kurzfristig notwendig werdende Eingriffe diskutieren und einleiten zu können.
Die Allokation aller Vermögen orientiert sich derzeit am Pensionsfonds und ist darum weitestgehend gleich. Eine Ausnahme bildet die Altlastensanierung, die neben der langfristigen Anlage, die dem Pensionsfonds in der Anlageallokation gleicht, einen Teil des Geldes in einen „Liquiditätsfonds“ investiert, um zukünftige Liquiditätsbedarfe sicherzustellen. Die Steuerschwankungsreserve ist ausschließlich in den „Liquiditätsfonds“ investiert. Im Wesentlichen können also die Bereiche der langfristigen und kurzfristigen Anlagen unterschieden werden. Die dann aber für alle Vermögen gleich sind.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-07-13. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-05-29.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-05-29 Auftragsbekanntmachung
2016-05-10 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2015-05-29)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Portfolioverwaltung
Menge oder Umfang:
Derzeit beschränkt sich die Verwaltung auf die Geldanlagen der Sondervermögen „Altlastensanierung des Landes Sachsen-Anhalt“ (rund 845 000 000 EUR) und „Pensionsfonds für die Versorgung und Beihilfen der Versorgungsempfänger des Landes Sachsen-Anhalt“ (ca. 645 000 000 EUR) sowie der Steuerschwankungsreserve (ca. 194 000 000 EUR). Es ist möglich, das andere Vermögen zu einem späteren Zeitpunkt in den Auftrag mit einbezogen werden.
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Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Portfolioverwaltung 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Regional- oder Kommunalbehörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium der Finanzen Land Sachsen-Anhalt
Postanschrift: Editharing 40
Postleitzahl: 39108
Postort: Magdeburg
Kontakt
E-Mail: edgar.kresin@sachsen-anhalt.de 📧
Telefon: +49 3915671271 📞
Fax: +49 3915671253 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2015-05-29 📅
Einreichungsfrist: 2015-07-13 📅
Veröffentlichungsdatum: 2015-06-02 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2015/S 104-189229
ABl. S-Ausgabe: 104
Zusätzliche Informationen
I. Interessenbekundungsverfahren und Eignungsprüfung: Interessenten bewerben sich mit den geforderten Unterlagen/Informationen. Anhand der Unterlagen wird die Eignungsprüfung vorgenommen. Der Auftraggeber bittet um folgende Informationen zur Eignungsprüfung: 1. Auf die erbetenen Nachweise unter Punkt III.2.1) dieser Veröffentlichung wird hingewiesen. Der Nachweis ist als Kopie den Bewerbungsunterlagen beizufügen. (fehlender Nachweis führt zum Ausschluss). 2. Bitte geben Sie ferner eine Erklärung ab, dass Sie im Vergabeverfahren nicht vorsätzlich unzutreffende Angaben in Bezug auf Ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit abgegeben haben und die Fähigkeit besitzen, die nachgefragten Dienstleistungen effizient und nachhaltig anzubieten. (fehlende Erklärung führt zum Ausschluss). 3. Stellen Sie Ihr Unternehmen vor. Gehen Sie dabei bitte insbesondere auf folgende Punkte ein: a) Wie gliedert sich der für die Umsetzung zuständige Unternehmensteil in das Gesamtunternehmen ein? Welche Bedeutung hat dieser Unternehmensteil für das Gesamtunternehmen und warum? Wie soll dieser Unternehmensteil künftig fortentwickelt werden im Hinblick auf die IT- und Personalkapazitäten (Wie hoch ist das jetzige IT-Budget, und wie hoch wird es in Zukunft sein? Wie viel Personal wird derzeit in diesem Bereich beschäftigt und wie viel ist in Zukunft geplant)? (10). b) Wie stellen sie organisatorisch die konstante Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse/-überwachung sicher (personell/IT), und wie kurzfristig können in Krisensituation ad hoc Gespräche und risikomindernde Maßnahmen eingeleitet werden? (10). 4. Stellen Sie bitte dar, wie sich die Anzahl der Mandate und das Volumen der Assets under Management für institutionelle Investoren in den letzten Jahren einerseits in den Bereichen der auf das spezifische Anlagerisiko ausgerichteten Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse inklusive Investorenberatung und andererseits in dem Bereich Overlaymanagement entwickelt haben. a) Bitte benennen Sie die aktuelle Anzahl und das Volumen dieser Mandate getrennt nach Beratungs- und Overlaymanagementmandaten zum 31.12.2014. (10). b) Wie hoch war die Anzahl der Mandatszu- und -abgänge in den Jahren 2009, 2010 und 2013, 2014? (10). c) Wie hoch war das Volumen der Mittelzu- und -abflüsse in den Jahren 2009, 2010 und 2013, 2014? (10). 5. Sind Ihre Systeme in der Lage, das aktuelle Marktumfeld mit seinen Extremen wie z.B. negativen Zinsen ordentlich abzubilden? Sind die Systeme auch in der Lage andere Extreme darzustellen, die bisher undenkbar sind? Wenn ja welche? (10). 6. Seit wann betreuen Sie Mandate in den nachgefragten Bereichen Beratung und Overlaymanagement? (10). 7. Betreuen Sie bereits Mandate mit ähnlichen individuellen Beratungsbedürfnissen? Wenn ja wie viele und mit welchem Investitionsvolumen? Gibt es bereits Schnittstellen/gemeinsame Mandate sowohl im Beratungs- als auch im Overlaybereich mit der Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal Investment GmbH und der Verwahrstelle BNP Paribas Securities Services? Wenn ja wie viele? (10). 8. Die Gesprächspartner im Rahmen der halbjährlichen stattfindenden Strategiesitzungen haben sehr unterschiedliche Kapitalmarktkenntnisse. Wie gewährleisten Sie, dass komplizierte Kapitalmarktthemen für alle Teilnehmer verständlich kommuniziert werden? Welche Erfahrungen haben Sie mit Personenkreisen in denen der Kenntnisstand so variiert? Welche Erfahrungen haben Sie in diesem Bereich mit öffentlichen Auftraggebern? Können Sie gewährleisten, dass die Beratungen vollständig in Deutsch erfolgen? (10). II Verhandlungsverfahren: Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs werden im Folgenden Kriterien zum Anlagevorschlag und zu den Kosten für die Angebotsverdichtung abgefragt. Der Auftraggeber bittet deshalb neben den Nachweisen für die Eignungsprüfung auch ein Umsetzungskonzept vorzulegen und eine erste Preisindikation vorzunehmen. Es ist beabsichtigt, die Angebote, die die Eignungsprüfung bestanden haben, in Anlehnung an ein Verhandlungsverfahren hinsichtlich des Betreuungskonzepts, der Idee und des Preises zu bewerten und eine Verdichtung der Angebote auf 5 bis 10 Bewerber durchzuführen. Mit diesen ausgewählten Bewerbern sollen dann schrittweise die Angebote weiter konkretisiert sowie in einer Präsentation erörtert als auch in Preisverhandlungen eingetreten werden. Es wird darauf hingewiesen, dass der Auftraggeber nur eine Bewerbung pro Anbieter zulässt. Zur Bewertung des Anlagevorschlages und der Preisindikation gehen Sie bitte in dem Angebot auf die nachfolgenden Fragen ein: Hinweis: Die in Klammern genannten Zahlen geben den Gewichtungskoeffizienten bei der Bewertung an. A) Betreuungskonzept (15 %). 1.Stellen Sie bitte dar, wie die Betreuung durch Ihr Unternehmen für den Fall einer Mandatsvergabe wahrgenommen wird. — Für die konstante Überwachung und Auswertung der Kapitalmarkt- und Portfolioentwicklungen (regelmäßige Taktik- und Ad hoch-Besprechungen) (2 %); — in Bezug auf die halbjährlichen Strategiesitzungen (2 %); — im Hinblick auf das Overlaymanagement (2 %). 2. Wie ist die Schnittstelle zwischen Beratung und Overlaymanagement organisiert? (2 %). 3. Was geschieht, wenn unsere Ansprechpartner ausfallen (Größe des Teams, Organisation)? (2 %). 4. Welche Reportings stellen Sie regelmäßig und zu den halbjährlichen Strategiesitzungen zur Verfügung sowohl im Bereich der Beratung als auch im Overlaymanagement? Wie ist der Zugang zu diesen Reportings (Email, Online …)? (5 %). B) Bewertung der Idee (45 %). Überwachung und Austausch zu Kapitalmarkt- und Portfolioentwicklungen. 1. Welche Faktoren (Input) können Sie systemseitig auf Kapitalmarkt- und Portfolioebene überwachen? Welche Faktoren können Sie im Rahmen von Szenarioanalysen einpflegen? Und welche Flexibilität haben Sie insbesondere bei der Kalibrierung dieser Faktoren? (6 %). 2. Wie ist Ihre bevorzugte methodische Herangehensweise an die Darstellung der auf das spezifische Anlagerisiko ausgerichteten Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse für jedes Vermögen und warum? Setzen Sie auch andere Herangehensweisen um, welche? (3 %). 3. Wie flexibel sind Sie in der Ableitung von Kapitalmarktszenarien? Aus welchen Quellen stammen die von Ihnen verwendeten Kapitalmarktszenarien? Haben Sie auch andere Quellen um einerseits extreme Marktmeinungen und andererseits den Consensus zu ermitteln und besteht die Möglichkeit, dies bei Ihren Analysen zu berücksichtigen? (4 %). 4. Welche Ertrags- und Risikokenngrößen (Output) empfehlen Sie zur Beobachtung und Diskussion und warum sollte gerade auf diese Größen das größte Augenmerk gerichtet werden? Welche darüber hinausgehenden Gößen können Sie abbilden?. Erläutern Sie die Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Größen. (4 %). 5. Der Dienstleister soll den Auftraggeber bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Welche Philosophie vertreten Sie zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und wie könnte die Unterstützung zur Entscheidungsfindung konkret gestaltet sein? (3 %). 6. Welche Erwartung können und sollten wir an die Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse sowie die Beratung haben und was sollten wir nicht erwarten? (3 %). Overlaymanagement. 7. Welche Erfahrungen haben Sie im Overlaymanagement? a) Seit wann bieten Sie Overlaymanagement als Dienstleistung für Dritte an? (2 %). b) Durch welche Kapitalmarktkrisen (Asienkrise, Tech-Blase, Lehman Brothers, Schuldenkrise …) haben Sie Mandate begleitet? (2 %). c) Bilden Sie bitte 2 Composites aus den 6 ältesten Mandaten (ein Composite mit den besten 3 Mandaten und ein Composite mit den schlechtesten 3 Mandaten). Wie haben sich die beiden Composites in den zuvor genannten Krisen im Hinblick auf Volatilität und Short Fall im Vergleich zur Benchmark entwickelt? Welche durchschnittliche Rendite haben diese beiden Composites in den einzelnen Jahren erreicht? i. im Hinblick auf einzelne Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe …)? (2 %). ii. Was sind die Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung der Mandate? (2 %). 8. Für welche Assetklassen und in den Assetklassen die jeweiligen Risikogrößen können sie Overlaymanagement anbieten? Welche Instrumente sind für die jeweilige Assetklasse erforderlich? Einzelne Instrumente könnten von Seiten des Auftraggebers ausgeschlossen werden, zählen Sie darum bitte auch denkbare Substitute für die Instrumente auf? Machen Sie die Aufstellung bitte in Form einer Tabelle. (4 %). 9. Welche weiteren Dienstleistungen bieten Sie im Rahmen des Overlaymanagement an (z. B. Ausnutzung nicht genutzter Risikolimits/Kassenbestände zum Investment und dadurch Generierung von Zusatzerträgen)? (4 %). 10. Welche Optionen haben Sie für die organisatorische Umsetzung des Overlaymanagement (Zugriff auf das Anlegerdepot, durch ein Supplement in den Fonds, …)? (2 %). 11. Wo sehen Sie zukünftige Entwicklungschancen in Ihrem Overlaymanagement im Hinblick auf das Management weiterer Anlageklassen? (2 %). 12. Welche Erwartung können und sollten wir an das Overlaymanagement haben und was sollten wir nicht erwarten? (2 %). C) Preisindikation (40 %). 1. Das Mandat setzt sich einerseits aus der Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse im Hinblick auf spezifische Anlagerisiken der einzelnen Vermögen und einer daraus resultierenden Beratung einerseits und dem Overlaymanagement andererseits zusammen. Die Analyse und die Beratung sollen konstant erbracht werden, wogegen der Bedarf für das Overlaymanagement sehr schwanken kann. Das Gesamtvolumen für das Mandat beträgt derzeit ca. 1,6 Mrd. EUR und kann schwanken. Bitte geben Sie eine Preisindikation separat für die beiden Dienstleistungen (Analyse und Beratung/Overlaymanagement) an. Die Preisindikation für die Analyse und Beratung soll ein Festpreis sein. (30 %). 2. Bitte entwerfen Sie ein Gebührenmodell für dieses Mandat, dass aus Ihrer Sicht geeignet ist den individuellen Bedürfnissen des Investors gerecht zu werden. (10 %). Individuelle Bedürfnisse: a) die konstante Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse im Hinblick auf spezifische Anlagerisiken der einzelnen Vermögen und einer daraus resultierenden Beratung, b) das Overlaymanagement, das eine Folge einer diskretionären Entscheidung des Investors als Ergebnis der vorherigen Beratung sein kann. Hinweis: Nutzen Sie bitte die Möglichkeit den Auftraggeber zu kontaktieren, um eventuelle Unklarheiten auszuräumen! Der Auftraggeber lässt zur Beantwortung der Fragen lediglich folgende Anzahl an DIN-A4 Seiten zu. Eignungsprüfung Fragen 1-8 6 Seiten. Verhandlungsverfahren Fragenblöcke A)-C) 12 Seiten. Darüber hinausgehende Ausführungen werden nicht berücksichtigt. Die Unterlagen sind schriftlich in einem verschlossenen Briefumschlag beim Auftraggeber einzureichen. Bitte vermerken Sie auf dem Kuvert mit Ihrer Interessenbekundung groß und gut sichtbar, dass es sich um „Wettbewerbsunterlagen für ein Mandat im Bereich der Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse sowie im Overlaymanagement“ handelt, das nicht zu öffnen ist. Sollten die Unterlagen mangels eines Vermerks geöffnet werden, übernimmt der Auftraggeber keine Haftung. Das Land behält sich vor, jederzeit ganz oder teilweise von dem Verfahren Abstand zu nehmen. Interessenten bzw. Verfahrensteilnehmer haben in diesem Fall keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Aufwendungen.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Das Sondervermögen „Altlastensanierung des Landes Sachsen-Anhalt“ hat z. Zt. ein Vermögen von rund 845 000 000 EUR. Das Sondervermögen „Pensionsfonds für die Versorgung und Beihilfen der Versorgungsempfänger des Landes Sachsen-Anhalt“ umfasst derzeit ein Volumen von ca. 645 000 000 EUR. Beide Sondervermögen sind durch Gesetz gegründete, rechtlich selbständige Vermögen des Landes, deren Geldvermögen durch das Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt verwaltet werden.
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Daneben sind direkte Landesmittel der „Steuerschwankungsreserve“ i. H. v. ca. 194 000 000 EUR investiert. Dabei handelt es sich um eine gesetzliche Rücklage des Landes, die aber rechtlich nicht selbständig ist.
Die Geldanlage beider Vermögen erfolgt durch externe Assetmanager im rechtlichen Rahmen von Spezial-Alternative-Investmentfonds (Spezial-AIF) nach Kapitalanlagegesetzbuch. Kapitalverwaltungsgesellschaft ist die Universal Investment GmbH und Verwahrstelle ist BNP Paribas Securities Services S.C.A.
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Die Sondervermögen sind überwiegend langfristig in die Anlageklassen Aktien Europa, Staatsanleihen EWU, Unternehmensanleihen in EUR, Wandelanleihen weltweit (währungsgesichert), Anleihen weltweit (währungsgesichert), Staats- und Unternehmensanleihen Emerging Markets (währungsgesichert) investiert. Daneben wird zur Sicherung der notwendigen Liquidität in einen Spezial-AIF mit kurzfristigen Staats- und Unternehmensanleihen in EUR investiert.
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Die zunehmende Diversifikation der Anlagen führt einerseits zu einer Reduktion von Klumpenrisiken andererseits ist die Geldanlage dadurch einer zunehmenden Zahl unterschiedlichster Risiken ausgesetzt. Das extreme Kapitalmarktumfeld (Niedrigzinsen) macht insbesondere das enorme Zinsrisiko unserer Anlagen deutlich, was ein entscheidender Beweggrund für dieses Verfahren zur Mandatsvergabe ist.
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Nachgefragt werden Dienstleistungen zur Kapitalmarktanalyse, Portfolioanalyse, Beratung und bei Bedarf Overlaymanagement, um spezifische Anlagerisiken für die einzelnen Vermögen visibel zu machen, zu analysieren und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
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Im Rahmen von halbjährlichen Strategiegesprächen soll der Dienstleister in einer Kapitalmarktanalyse die erwarteten zukünftigen Risiken benennen und darstellen welche Implikationen sich daraus für die Marktentwicklung (z. B. im Rahmen von Szenarioanalysen) ergeben können. Diese Ergebnisse sollen dann einerseits auf die Erwartungen für die Portfolioentwicklung und andererseits auf die mit den Vermögen verbundenen Verpflichtungen reflektiert werden. Diese Szenarien für die erwarteten Entwicklungen des Kapitalmarktes-, des Portfolios und der Verpflichtungen sollen als Grundlage für eine gemeinsame Beratung und Festlegung für notwendige Maßnahmen zur Risikoadjustierung auf Portfolioebene dienen.
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Die Spanne der möglichen Maßnahmen kann in Eingriffe durch den Dienstleister im Rahmen eines Overlaymanagement münden, in Empfehlungen für die Fortentwicklung der Portfolioallokation oder auch in keinen direkten Handlungen sondern eine Beschränkung auf das Monitoren der Portfoliorisiken.
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In monatlichen Telefonkonferenzen sollen die Kapitalmarkt- und Portfoliorisikoentwicklungen kurz besprochen und ggf. notwendige taktische Maßnahmen abgestimmt werden.
Die Kapitalmarkt- und Portfoliorisiken sollen durchgehend beobachtet werden, um im Bedarfsfall kurzfristig notwendig werdende Eingriffe diskutieren und einleiten zu können.
Die Allokation aller Vermögen orientiert sich derzeit am Pensionsfonds und ist darum weitestgehend gleich. Eine Ausnahme bildet die Altlastensanierung, die neben der langfristigen Anlage, die dem Pensionsfonds in der Anlageallokation gleicht, einen Teil des Geldes in einen „Liquiditätsfonds“ investiert, um zukünftige Liquiditätsbedarfe sicherzustellen. Die Steuerschwankungsreserve ist ausschließlich in den „Liquiditätsfonds“ investiert. Im Wesentlichen können also die Bereiche der langfristigen und kurzfristigen Anlagen unterschieden werden. Die dann aber für alle Vermögen gleich sind.
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Zahl der möglichen Verlängerungen: 1
Zeitlicher Rahmen für nachfolgende Aufträge: 24 Monate
Dauer: 60 Monate
Referenznummer: Auf das spezifische Anlagerisiko ausgerichtete Kapitalmarktanalyse, Portfolioanalyse, Beratung und Overlaymanagement für jedes genannte Sondervermögen und die Rücklage
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Magdeburg.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Es ist der Nachweis zu erbringen, dass der Anbieter aufgrund einer Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht oder auf der Grundlage der Vorschriften des Kreditwesengesetzes zur Erbringung einer der folgenden Dienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland berechtigt ist.
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1. Verwaltung von Investmentvermögen gemäß § 20 Abs. 2 KAGB.
2. Geschäfte eines Einlagenkreditinstituts im Sinne des § 1 Abs. 3d KWG.
3. Geschäfte eines Wertpapierhandelsunternehmens im Sinne des § 1 Abs. 3d KWG.
Auftragsausführung
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln:
Es sollen zwei separate Preise gestellt werden.
1. Festpreis die auf das spezifische Anlagerisiko jedes Vermögens ausgerichtete Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse sowie Beratung.
2. Volumensabhängiger Preis für das Overlaymanagement einzelner Vermögen/Vermögensbestandteile.
Die Zahlungen werden sich nach den allgemein üblichen Vergütungsstrukturen im Bereich des Assetmanagements ausrichten. Die Vergütungswährung ist EUR.
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll: Es werden keine Bietergemeinschaften zugelassen.
Namen und berufliche Qualifikationen des Personals

Verfahren
Mindestzahl der Bewerber: 5
Höchstzahl der Bewerber: 10
Objektive Auswahlkriterien:
Nach Durchführung einer Eignungsprüfung (vgl. Ausführungen unter VI.3)) werden die indikativen Angebote entsprechend der Ausführungen unter VI.3) bewertet und die Wirtschaftsteilnehmer, die zu einem verbindlichen Angebot aufgefordert werden, durch eine Verdichtung auf mindestens 5, maximal 10 beschränkt. Sowohl die einzelnen Unterkriterien und deren Gewichtungskoeffizienten können unter Punkt VI.3) „Zusätzliche Angaben“ entnommen werden. Bei den Eignungskriterien unter VI.3) handelt es sich einerseits um Ausschlusskriterien, die von den Teilnehmern erfüllt werden müssen. Die Mindestanforderungen bzw. Ausschlussgründe und die Bewertung der einzelnen Eignungskriterien können Sie unter VI.3) i ersehen. Für eine weitere Teilnahme am Ausschreibungsverfahren muss die Hälfte der möglichen Bewertungspunkte im Rahmen der Eignungsprüfung, d. h. mindesten 45 Punkte, erreicht werden. Bei den Zuschlagskriterien werden die einzelnen Unterkriterien mit 0-5 Punkten bewertet. Die Punkte werden mit dem jeweiligen Gewichtungskoeffizienten des Unterkriteriums multipliziert. Anschließend wird die Gesamtsumme aller Produkte gebildet. Die Gesamtsumme kann maximal 500 Punkte betragen. Die Bewerber mit der höchsten Punktzahl werden im weiteren Verfahren berücksichtigt.
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Vergabekriterien
Kriterium: 1. Bewertung der Idee (45)
2. Preis (40)
3. Betreuungskonzept (15)
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Referat für Geld- und Kapitalmarktgeschäfte im Ministerium für Finanzen Land Sachsen-Anhalt
Herrn Kresin
Name: Land Sachsen-Anhalt, Ministerium der Finanzen
Kontaktperson: Herrn Kresin oder Herrn Anhalt
Telefon: +49 391567-1271/1453 📞
Kontaktperson: Herrn Anhalt
Telefon: +49 3915671453 📞
E-Mail: andreas.anhalt@sachsen-anhalt.de 📧

Referenz
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: Auf das spezifische Anlagerisiko ausgerichtete Kapitalmarktanalyse, Portfolioanalyse, Beratung und Overlaymanagement für jedes genannte Sondervermögen und die Rücklage
Zusätzliche Informationen
I. Interessenbekundungsverfahren und Eignungsprüfung:
Interessenten bewerben sich mit den geforderten Unterlagen/Informationen. Anhand der Unterlagen wird die Eignungsprüfung vorgenommen.
Der Auftraggeber bittet um folgende Informationen zur Eignungsprüfung:
1. Auf die erbetenen Nachweise unter Punkt III.2.1) dieser Veröffentlichung wird hingewiesen. Der Nachweis ist als Kopie den Bewerbungsunterlagen beizufügen. (fehlender Nachweis führt zum Ausschluss).
2. Bitte geben Sie ferner eine Erklärung ab, dass Sie im Vergabeverfahren nicht vorsätzlich unzutreffende Angaben in Bezug auf Ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit abgegeben haben und die Fähigkeit besitzen, die nachgefragten Dienstleistungen effizient und nachhaltig anzubieten. (fehlende Erklärung führt zum Ausschluss).
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3. Stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Gehen Sie dabei bitte insbesondere auf folgende Punkte ein:
a) Wie gliedert sich der für die Umsetzung zuständige Unternehmensteil in das Gesamtunternehmen ein? Welche Bedeutung hat dieser Unternehmensteil für das Gesamtunternehmen und warum? Wie soll dieser Unternehmensteil künftig fortentwickelt werden im Hinblick auf die IT- und Personalkapazitäten (Wie hoch ist das jetzige IT-Budget, und wie hoch wird es in Zukunft sein? Wie viel Personal wird derzeit in diesem Bereich beschäftigt und wie viel ist in Zukunft geplant)? (10).
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b) Wie stellen sie organisatorisch die konstante Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse/-überwachung sicher (personell/IT), und wie kurzfristig können in Krisensituation ad hoc Gespräche und risikomindernde Maßnahmen eingeleitet werden? (10).
4. Stellen Sie bitte dar, wie sich die Anzahl der Mandate und das Volumen der Assets under Management für institutionelle Investoren in den letzten Jahren einerseits in den Bereichen der auf das spezifische Anlagerisiko ausgerichteten Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse inklusive Investorenberatung und andererseits in dem Bereich Overlaymanagement entwickelt haben.
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a) Bitte benennen Sie die aktuelle Anzahl und das Volumen dieser Mandate getrennt nach Beratungs- und Overlaymanagementmandaten zum 31.12.2014. (10).
b) Wie hoch war die Anzahl der Mandatszu- und -abgänge in den Jahren 2009, 2010 und 2013, 2014? (10).
c) Wie hoch war das Volumen der Mittelzu- und -abflüsse in den Jahren 2009, 2010 und 2013, 2014? (10).
5. Sind Ihre Systeme in der Lage, das aktuelle Marktumfeld mit seinen Extremen wie z.B. negativen Zinsen ordentlich abzubilden? Sind die Systeme auch in der Lage andere Extreme darzustellen, die bisher undenkbar sind? Wenn ja welche? (10).
6. Seit wann betreuen Sie Mandate in den nachgefragten Bereichen Beratung und Overlaymanagement? (10).
7. Betreuen Sie bereits Mandate mit ähnlichen individuellen Beratungsbedürfnissen? Wenn ja wie viele und mit welchem Investitionsvolumen? Gibt es bereits Schnittstellen/gemeinsame Mandate sowohl im Beratungs- als auch im Overlaybereich mit der Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal Investment GmbH und der Verwahrstelle BNP Paribas Securities Services? Wenn ja wie viele? (10).
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8. Die Gesprächspartner im Rahmen der halbjährlichen stattfindenden Strategiesitzungen haben sehr unterschiedliche Kapitalmarktkenntnisse. Wie gewährleisten Sie, dass komplizierte Kapitalmarktthemen für alle Teilnehmer verständlich kommuniziert werden? Welche Erfahrungen haben Sie mit Personenkreisen in denen der Kenntnisstand so variiert? Welche Erfahrungen haben Sie in diesem Bereich mit öffentlichen Auftraggebern? Können Sie gewährleisten, dass die Beratungen vollständig in Deutsch erfolgen? (10).
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II Verhandlungsverfahren:
Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs werden im Folgenden Kriterien zum Anlagevorschlag und zu den Kosten für die Angebotsverdichtung abgefragt. Der Auftraggeber bittet deshalb neben den Nachweisen für die Eignungsprüfung auch ein Umsetzungskonzept vorzulegen und eine erste Preisindikation vorzunehmen.
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Es ist beabsichtigt, die Angebote, die die Eignungsprüfung bestanden haben, in Anlehnung an ein Verhandlungsverfahren hinsichtlich des Betreuungskonzepts, der Idee und des Preises zu bewerten und eine Verdichtung der Angebote auf 5 bis 10 Bewerber durchzuführen. Mit diesen ausgewählten Bewerbern sollen dann schrittweise die Angebote weiter konkretisiert sowie in einer Präsentation erörtert als auch in Preisverhandlungen eingetreten werden.
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Es wird darauf hingewiesen, dass der Auftraggeber nur eine Bewerbung pro Anbieter zulässt.
Zur Bewertung des Anlagevorschlages und der Preisindikation gehen Sie bitte in dem Angebot auf die nachfolgenden Fragen ein:
Hinweis: Die in Klammern genannten Zahlen geben den Gewichtungskoeffizienten bei der Bewertung an.
A) Betreuungskonzept (15 %).
1.Stellen Sie bitte dar, wie die Betreuung durch Ihr Unternehmen für den Fall einer Mandatsvergabe wahrgenommen wird.
— Für die konstante Überwachung und Auswertung der Kapitalmarkt- und Portfolioentwicklungen (regelmäßige Taktik- und Ad hoch-Besprechungen) (2 %);
— in Bezug auf die halbjährlichen Strategiesitzungen (2 %);
— im Hinblick auf das Overlaymanagement (2 %).
2. Wie ist die Schnittstelle zwischen Beratung und Overlaymanagement organisiert? (2 %).
3. Was geschieht, wenn unsere Ansprechpartner ausfallen (Größe des Teams, Organisation)? (2 %).
4. Welche Reportings stellen Sie regelmäßig und zu den halbjährlichen Strategiesitzungen zur Verfügung sowohl im Bereich der Beratung als auch im Overlaymanagement? Wie ist der Zugang zu diesen Reportings (Email, Online …)? (5 %).
B) Bewertung der Idee (45 %).
Überwachung und Austausch zu Kapitalmarkt- und Portfolioentwicklungen.
1. Welche Faktoren (Input) können Sie systemseitig auf Kapitalmarkt- und Portfolioebene überwachen? Welche Faktoren können Sie im Rahmen von Szenarioanalysen einpflegen? Und welche Flexibilität haben Sie insbesondere bei der Kalibrierung dieser Faktoren? (6 %).
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2. Wie ist Ihre bevorzugte methodische Herangehensweise an die Darstellung der auf das spezifische Anlagerisiko ausgerichteten Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse für jedes Vermögen und warum? Setzen Sie auch andere Herangehensweisen um, welche? (3 %).
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3. Wie flexibel sind Sie in der Ableitung von Kapitalmarktszenarien? Aus welchen Quellen stammen die von Ihnen verwendeten Kapitalmarktszenarien? Haben Sie auch andere Quellen um einerseits extreme Marktmeinungen und andererseits den Consensus zu ermitteln und besteht die Möglichkeit, dies bei Ihren Analysen zu berücksichtigen? (4 %).
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4. Welche Ertrags- und Risikokenngrößen (Output) empfehlen Sie zur Beobachtung und Diskussion und warum sollte gerade auf diese Größen das größte Augenmerk gerichtet werden? Welche darüber hinausgehenden Gößen können Sie abbilden?.
Erläutern Sie die Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Größen. (4 %).
5. Der Dienstleister soll den Auftraggeber bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Welche Philosophie vertreten Sie zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und wie könnte die Unterstützung zur Entscheidungsfindung konkret gestaltet sein? (3 %).
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6. Welche Erwartung können und sollten wir an die Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse sowie die Beratung haben und was sollten wir nicht erwarten? (3 %).
Overlaymanagement.
7. Welche Erfahrungen haben Sie im Overlaymanagement?
a) Seit wann bieten Sie Overlaymanagement als Dienstleistung für Dritte an? (2 %).
b) Durch welche Kapitalmarktkrisen (Asienkrise, Tech-Blase, Lehman Brothers, Schuldenkrise …) haben Sie Mandate begleitet? (2 %).
c) Bilden Sie bitte 2 Composites aus den 6 ältesten Mandaten (ein Composite mit den besten 3 Mandaten und ein Composite mit den schlechtesten 3 Mandaten). Wie haben sich die beiden Composites in den zuvor genannten Krisen im Hinblick auf Volatilität und Short Fall im Vergleich zur Benchmark entwickelt? Welche durchschnittliche Rendite haben diese beiden Composites in den einzelnen Jahren erreicht?
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i. im Hinblick auf einzelne Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe …)? (2 %).
ii. Was sind die Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung der Mandate? (2 %).
8. Für welche Assetklassen und in den Assetklassen die jeweiligen Risikogrößen können sie Overlaymanagement anbieten? Welche Instrumente sind für die jeweilige Assetklasse erforderlich? Einzelne Instrumente könnten von Seiten des Auftraggebers ausgeschlossen werden, zählen Sie darum bitte auch denkbare Substitute für die Instrumente auf? Machen Sie die Aufstellung bitte in Form einer Tabelle. (4 %).
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9. Welche weiteren Dienstleistungen bieten Sie im Rahmen des Overlaymanagement an (z. B. Ausnutzung nicht genutzter Risikolimits/Kassenbestände zum Investment und dadurch Generierung von Zusatzerträgen)? (4 %).
10. Welche Optionen haben Sie für die organisatorische Umsetzung des Overlaymanagement (Zugriff auf das Anlegerdepot, durch ein Supplement in den Fonds, …)? (2 %).
11. Wo sehen Sie zukünftige Entwicklungschancen in Ihrem Overlaymanagement im Hinblick auf das Management weiterer Anlageklassen? (2 %).
12. Welche Erwartung können und sollten wir an das Overlaymanagement haben und was sollten wir nicht erwarten? (2 %).
C) Preisindikation (40 %).
1. Das Mandat setzt sich einerseits aus der Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse im Hinblick auf spezifische Anlagerisiken der einzelnen Vermögen und einer daraus resultierenden Beratung einerseits und dem Overlaymanagement andererseits zusammen. Die Analyse und die Beratung sollen konstant erbracht werden, wogegen der Bedarf für das Overlaymanagement sehr schwanken kann. Das Gesamtvolumen für das Mandat beträgt derzeit ca. 1,6 Mrd. EUR und kann schwanken.
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Bitte geben Sie eine Preisindikation separat für die beiden Dienstleistungen (Analyse und Beratung/Overlaymanagement) an. Die Preisindikation für die Analyse und Beratung soll ein Festpreis sein. (30 %).
2. Bitte entwerfen Sie ein Gebührenmodell für dieses Mandat, dass aus Ihrer Sicht geeignet ist den individuellen Bedürfnissen des Investors gerecht zu werden. (10 %).
Individuelle Bedürfnisse:
a) die konstante Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse im Hinblick auf spezifische Anlagerisiken der einzelnen Vermögen und einer daraus resultierenden Beratung,
b) das Overlaymanagement, das eine Folge einer diskretionären Entscheidung des Investors als Ergebnis der vorherigen Beratung sein kann.
Hinweis:
Nutzen Sie bitte die Möglichkeit den Auftraggeber zu kontaktieren, um eventuelle Unklarheiten auszuräumen!
Der Auftraggeber lässt zur Beantwortung der Fragen lediglich folgende Anzahl an DIN-A4 Seiten zu.
Eignungsprüfung Fragen 1-8 6 Seiten.
Verhandlungsverfahren Fragenblöcke A)-C) 12 Seiten.
Darüber hinausgehende Ausführungen werden nicht berücksichtigt.
Die Unterlagen sind schriftlich in einem verschlossenen Briefumschlag beim Auftraggeber einzureichen.
Bitte vermerken Sie auf dem Kuvert mit Ihrer Interessenbekundung groß und gut sichtbar, dass es sich um „Wettbewerbsunterlagen für ein Mandat im Bereich der Kapitalmarkt- und Portfolioanalyse sowie im Overlaymanagement“ handelt, das nicht zu öffnen ist. Sollten die Unterlagen mangels eines Vermerks geöffnet werden, übernimmt der Auftraggeber keine Haftung. Das Land behält sich vor, jederzeit ganz oder teilweise von dem Verfahren Abstand zu nehmen. Interessenten bzw. Verfahrensteilnehmer haben in diesem Fall keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Aufwendungen.
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Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Landesverwaltungsamt Vergabekammern
Postanschrift: Ernst-Kamieth-Straße 2
Postort: Halle (Saale)
Postleitzahl: 06112
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 34551415-29/36 📞
Fax: +49 3455141115 📠
Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Wie: Körper überprüfen
Quelle: OJS 2015/S 104-189229 (2015-05-29)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2016-05-10)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Angebotsart: Entfällt

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
E-Mail: edgar.kresin@sachsen-anhalt.de 📧

Referenz
Daten
Absendedatum: 2016-05-10 📅
Veröffentlichungsdatum: 2016-05-12 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2016/S 091-163795
Verweist auf Bekanntmachung: 2015/S 104-189229
ABl. S-Ausgabe: 91

Objekt
Umfang der Beschaffung
Geschätzter Wert ohne MwSt: 77 350 💰
416 500 💰

Verfahren
Vergabekriterien
Kriterium: 3. Betreuung (15)

Auftragsvergabe
Name: Deutsche Asset und Wealth Management
Postanschrift: Mainzer Landstraße 11-17
Postort: Frankfurt am Main
Postleitzahl: 60327
Land: Deutschland 🇩🇪
Informationen über Ausschreibungen
Anzahl der eingegangenen Angebote: 14

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Postort: Halle
Quelle: OJS 2016/S 091-163795 (2016-05-10)
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