Aufbau und Lieferung eines hoch performanten parallelen Fileservers

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Beschafft wird ein Hochleistungsfileserver für mehrere HPC Cluster.
Der Fileserver wird an ein gleichzeitig ausgeschriebenes HPC Cluster, das aktuelle HPC Cluster des ZDV und die Campus Infrastruktur angeschlossen. Zusätzlich wird auch eine 230 km Verbindung mit einer Datenrate von maximal 120 Gbit zur HPC Installation in Kaiserslautern für den Datenaustausch im AHRP (Allianz für Hochleistungsrechnen Rheinland-Pfalz) genutzt.
Der Fileserver muss ein paralleles Filesystem mit globalem Namensraum realisieren. Seine Architektur muss die Vergrößerung dieses Filesystems sowohl in Performance als auch in Speicherkapazität durch Anfügen weiterer, ähnlicher Komponenten ermöglichen. Es gib noch weitere Anforderungen an die Fähigkeiten des parallelen Filesystems, die mit dem Leistungsverzeichnis bekanntgegeben werden.
Als Mindestanforderung werden folgende Leistungen gefordert:
1. Mindestens 4 PB nutzbarer Speicher (Nach Abzug von RAID, Hotspare, Filesystem Overhead).
2. Leserate mindestens 30 GB/Sekunde bei Zugriff von 3 000 Klientenprozessen verteilt auf bis zu 250 Klientenrechnern (a 10 MB/Sekunde).
3. Schreibrate mindestens 1 GB/Sekunde für einen allein schreibenden Prozess, mindestens 12 GB/Sekunde in Summe für eine größere Zahl von Prozessen (frei gewählt zwischen 50-100).
Der Fileserver wird mit einem parallel beschafften Hochleistungscluster im selben Maschinenraum aufgestellt. Der Fileserver ist mit den Rechenknoten dieses Clusters über das Hochgeschwindigkeitsnetzwerk des Clusters verbunden und kann hier die geforderte Gesamtdatenrate leisten. Die Anschluss-Ports werden von der Clusterbeschaffung gestellt. Der Typ des Hochgeschwindigkeitsnetzwerks wird erst im Rahmen des Verhandlungsverfahrens festgelegt. An den anderen Cluster des Auftraggebers, der ca. 700 m entfernt steht, wird der Fileserver über mehrere 40 Gbit Ethernet Verbindungen angebunden, die hier nutzbare Datenrate beträgt mindestens 10 Gigabytes/Sekunde.
Falls zum Zugriff auf den Fileserver Klientenprogramme nötig sind (d. h. wenn der Klient nicht im Standard Linux Kernel vorhanden ist), werden diese mitgeliefert. Die Anzahl der evtl. nötigen Lizenzen wird verhandelt, sowohl das aktuell in Beschaffung befindliche als auch das alte Cluster müssen auf jeden Fall mit Lizenzen versehen sein. Falls die Klientenprogramme
Kernelabhängig sind, werden neu Kernelversionen von RedHat Enterprise Server und CentOS innerhalb zwei Monaten unterstützt. Der Fileserverklient verträgt sich mit der Anwesenheit eines GPFS Klienten im Kernel. Klientenzugriff über NFS (NFSV3 und V4, TCP) und SMB (CIFS) ist ebenfalls vorhanden. Für den CIFS Zugriff ist eine AD Integration (Windows AD >= Windows Server 2012) möglich. Für den NFS Zugriff ist die Möglichkeit zur Anwendung des Kerberos Security Stiles wünschenswert.
Die Benchmarkprogramme und -regeln sind mit den Verdingungsunterlagen erhältlich.
Der gesamte Fileserver ist entweder inklusive Racks, Kühlung und Stromverteilung zu liefern oder muss in bereits vorhandene Racks eingebaut werden, diese Frage wird im Laufe des Verhandlungsverfahrens geklärt. Im ersten Fall steht gebäudeseitig alle 60 cm ein Kaltwasseranschluss bereit. Die Wassertemperatur ist auf 18°C kalt und maximal 24°C warm festgelegt. Eine genaue Spezifikation der Aufstellungs- oder Einbaubedingungen wird mit den Vergabeunterlagen mitgeteilt.
Der Fileserver wird mit 5 Jahren Vor-Ort Service am nächsten Arbeitstag geliefert.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-01-25. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-12-16.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-12-16 Auftragsbekanntmachung