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PlanbereichDie näher bezeichnete Verbindung liegt zwischen der Orber Straße (Nord) und der Hanauer Landstraße (Süd). In diesem Bereich verlaufen Eisenbahngleise der Deutschen Bahn sowie der HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH (Hafenbahn, kurz: HFM). Die Eisenbahnanlagen werden oberirdisch von der Lahmeyerbrücke (ehem. Hafenbahnbrücke, heute Fußgängerbrücke) gekreuzt.Zur Querung der Bahngleise im Bereich der Lahmeyerbrücke ist die Verlegung eines Stahlbeton-Schutzrohres DN 1600 im geschlossenen Vortrieb zur Aufnahme von zahlreichen Stromleitungen und einer Gasleitung geplant. Die Strecke 3660 von Frankfurt Süd nach Aschaffenburg ist hiervon bei Bahnkilometer 5,234 betroffen. Der geplante Tunnel unterquert weiterhin stillgelegte DB-Gleise nördlich der Strecke 3660 sowie die geplanten Gleise der Nordmainischen S-Bahn.Weitere Informationen zur Lage bzw. zur Örtlichkeit sind dem beiliegenden Stadtplanausschnitt zu entnehmen.Die Maßnahmen im nördlichen Baubereich (Trassenbau, Startbaugrube, Rohrvortrieb, Baustelleneinrichtung) finden auf Privatgelände der Hessischen Industriemüll GmbH (kurz: HIM) statt. Hierbei handelt es sich um einen Entsorgungsbetrieb für Industrie- bzw. Gefahrstoffabfälle, welcher der Genehmigung des zuständigen Regierungspräsidiums unterliegt. Der Zugang und der Betrieb der Baustelle bedürfen der vielfältigen Abstimmung mit dem Betreiber. Der Zugang wird seitens der HIM bzw. durch einen externen Wachdienst überprüft, die konkreten Arbeitszeiten müssen daher im Vorfeld mit der NRM abgestimmt werden.Der südliche Baubereich umfasst im Wesentlichen das Gelände und die Zufahrt zur Werkstatt der Hafenbahn.BaugrundZur Erkundung der Bodenschichten wurden im November 2013 drei Bohrungen in Tiefen von bis zu 12 m abgeteuft und Proben zur Bestimmung der Schichtenfolge, Bodenbeschaffenheit und Wasserqualität entnommen.Die Grundwasserstände lagen während der Untersuchungen zwischen – 3,20 m bis – 4,10 m unter GOK.Der Bodenaufbau in den obersten 1,5 – 2,0 Metern besteht aus Auffüllungen. Darunter folgen dicht gelagerte Sand-/Kiesschichten bis in Tiefen von ca. 6,5 – 7,4 m unter GOK. Darunterliegend folgen Tonschichten bis zur maximalen Bohrendtiefe. Beim Rohrvortrieb ist davon auszugehen, dass die Tonschichten teilweise angebohrt werden. Weitergehende, verbindliche Bodeninformationen sind nach Versenden der Ausschreibungsunterlagen dem Bodengutachten zu entnehmen.Start- und ZielbaugrubeDie Baugruben werden gemäß aktueller Planung senkrecht mittels im Schloss dichten Spundbohlen hergestellt. Die Bohlen sind bis mindestens 1,00 m unter Sohlniveau der Baugrube in die abdichtend wirkende Tonschicht einzubringen.Folgende Baugrubenabmessungen sind nach aktuellem Planungsstand für den Rohrvortrieb herzustellen:Startbaugrube: 9,00 m x 5,00 m x 7,70 m (L x B x T)Zielbaugrube: 6,00 m x 4,50 m x 7,50 m (L x B x T)RohrvortriebAls Vortriebsverfahren ist der Mikrotunnelbau mit Spülförderung auf einer Länge von ca. 109 m und einer Überdeckung von 4,60 m bis 6,20 m zur Unterquerung der Gleise vorgesehen. Hierfür wird lediglich am nördlichen Ende, auf dem Betriebsgelände der HIM GmbH, die Startgrube zur Einbringung der Vortriebsrohre und im südlichen Bereich (Hafenbahngelände) die Zielgrube zur Bergung des Bohrkopfes angeordnet.Die gesamte Vortriebsstrecke liegt gemäß der sich einstellenden Grundwasserstände im November 2013 unterhalb des Grundwasserspiegels. Die Start- und Zielbaugrube sind durch geeignete technische Maßnahmen vor Wassereintritt aus der Vortriebsstrecke zu sichern.Die Ortsbrust sowie der sich einstellende Ringraum infolge des Überschnitts der Maschine gegenüber dem Außendurchmesser des Stahlbetonrohres sind während des Vortriebs mit Bentonit als Stütz- bzw. Gleitmittel auszufüllen. Nach Fertigstellung der Querung ist der Ringspalt mit thermisch stabilisiertem Verdämmmaterial zu verpressen.Nach Vorgabe der Deutschen Bahn wird nach Eintritt in den Lastbereich der Bahngleise ein 24-Stunden-Betrieb erforderlich werden.SchutzrohrFür den Vortrieb kommen Stahlbetonrohre gem. DIN EN 1916 zur Anwendung. Die Rohre sind für den konkreten Anwendungsfall statisch zu bemessen.Technische DatenMaterial: Stahlbetonrohr gemäß DIN EN 1916Verbindungsart: SteckverbindungNenndurchmesser: DN 1600Außendurchmesser: DAmin = 1960 mmWandstärke: smin = 180 mmLänge Einzelrohr: l = 3,00 mLänge Gesamt: lGes = 109 m(Anmerkung: Endgültige Werte für da bzw. s in Abhängigkeit der statischen Berechnung der Rohre, vorzulegen durch den Auftragnehmer)Erweiterung Startbaugrube für RohreinzugDie Startbaugrube ist für das Einbringen der verschiedenen Schutz- und Medienrohre zu erweitern. Nach örtlicher Abstimmung kann die Startbaugrube bereits für die Vortriebsarbeiten mit den für den Rohreinzug erforderlichen Abmessungen hergestellt werden. Das Pressenwiderlager ist hierauf entsprechend anzupassen.Rohreinzug-Baugrube: 15,00 m x 5,00 m x 7,70 m (L x B x T)WasserhaltungGemäß den Vorgaben des Bodengutachtens und der aktuellen Planung ist keine geschlossene Wasserhaltung vorgesehen. Durch Einbindung des Baugrubenverbaus (Spundbohlen) in die abdichtende Tonschicht und die im Schloss dichte Spundwand beschränkt sich die offene Wasserhaltung auf eingeschlossene Wassermassen innerhalb der Baugruben sowie anfallende Leckwassermengen.Abschließende Maßnahmen BahnquerungDie Enden des Tunnelprofils sind zu verschließen. Nach derzeitigem Planungsstand wird der verbleibende Ringraum zwischen den Schutz- und Medienrohren und dem Stahlbetonrohr hohlraumfrei verdämmt.TrassenbauDer Rohrbau bzw. die Rohrverlegung sowie der Bau der Schutzrohrtrassen ist ebenfalls Bestandteil der Ausschreibung. Beginnend am nordwestlich gelegenen Bahndamm der stillgelegten Hafenbahn sind auf einer Länge von ca. 115 m zwei PEHD-Schutzrohrtrassen mit 28 Rohren (d 125/ d160) bis zur Einführung in die zu errichtende Gleisquerung zu verlegen. Die Gashochruckleitung (DN 400, PN 70) läuft von der südlichen Grundstücksgrenze des HIM-Geländes auf einer Länge von ca. 20 m im Bogen in die Bahnquerung. Die Trassenlänge innerhalb der Bahnquerung umfasst ca. 109 m. Im Bereich des zur Hanauer Landstraße gelegenen Endes der Bahnquerung werden die Rohre lediglich auf Regelüberdeckung geführt und eingesandet.Zur Belegung der Schutzrohrquerung werden die Gasleitung und die Kabelschutzrohre beginnend in der Startbaugrube im Abstand von 1,5 – 3,0 m auf Stahlrollenringe montiert, verschweißt und kontinuierlich in die Bahnquerung eingeschoben.Allgemeine TiefbauarbeitenVor Baubeginn sind diverse Bestandstrassen unterschiedlicher Art samt etwaiger Schächte umzubauen bzw. umzuverlegen (Gas, Trinkwasser, Strom, Telekommunikation). Nach Bauende sind diese teilweise wieder herzustellen. Im nördlichen und südlichen Baubereich sind teils umfangreiche Ertüchtigungen der Oberflächen erforderlich bzw. provisorische Fahrbahnen für schweren Fahrverkehr herzustellen.Weiterhin sind übliche Oberflächenbeläge aufzubrechen und wiederherzustellen.Die Verfüllung der Kabelschutzrohrtrasse erfolgt mit thermisch stabilisierendem Verfüllmaterial.1 400 000