Brückenbildung

Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Die Förderung von Innovations- und auf die Forschung ausgerichteten Internationalisierungspotenzialen von Unternehmen, insbesondere KMU, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen sind zentrale Bausteine der wirtschafts- und wissenschaftspolitischen Maßnahmen der Landesregierung. Diese Ziele sind in der Innovationsstrategie, der Leitmarktstrategie, der Strategie Fortschritt.NRW und dem Operationellen Programm (OP) NRW 2014-2020 für den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) verankert.
Während Fortschritt.NRW sich auf Hochschulen und Forschungseinrichtungen bezieht und das Handlungskonzept der Landesregierung zur Beteiligung am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 einbindet, richtet sich die Leitmarktstrategie an Unternehmen, insbesondere an KMU, und deren Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen.
Im Rahmen dieses strategischen Ansatzes und der von der EU genehmigten OP gilt es, nicht nur die Aufwendungen für Forschung und Innovation zu steigern, sondern auch die technologische Leistungsfähigkeit und die Effizienz des Mitteleinsatzes zu maximieren.
In Nordrhein-Westfalen sollen durch eine effiziente Abstimmung zwischen Horizont 2020 und den Strukturfonds die bestmöglichen Voraussetzungen für eine Beteiligung an der europäischen Spitzenforschung geschaffen und durch die bestmögliche Nutzung der auf europäischer Ebene erzielten Forschungsergebnisse die Wirtschaft und hier besonders der kleinen und mittleren Unternehmen gestärkt werden.
Ziel dieser als „Brückenbildung“ bezeichneten Maßnahmen ist es, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen gemeinsam und noch nachhaltiger bei ihren Innovationen regional wie europäisch zu verzahnen und zu unterstützen.
Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Umsetzung der Brückenbildung durch die gezielte Identifizierung von Synergiepotenzialen und die Schaffung nachhaltiger Strukturen über einen Zeitraum von 3 Jahren. Dabei sollen die geforderten Maßnahmen dazu beitragen, die Ziele des Landes nachhaltig zu unterstützen und im Sinne der Innovationsstrategie, der Leitmarktstrategie und „Fortschritt NRW“ weiter zu entwickeln.
Als konkrete Schritte zur Brückenbildung zwischen Horizont 2020/7. FRP und den Strukturfonds sollen sowohl Maßnahmen zum Aufbau von Forschungs- und Innovationskapazitäten („upstream“) als auch Maßnahmen zur Verbesserung der Nutzung und wirtschaftlichen und sozialen Verwertung von Forschungsergebnissen („downstream“) durchgeführt werden.
Mit Blick auf die exzellente strukturelle und strategische Ausgangslage des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen werden die Downstream- Maßnahmen Schwerpunkt der brückenbildenden Bestrebungen sein. „Downstream actions“ sollen u. a. dazu beitragen, Ergebnisse von Horizont 2020-geförderten Projekten möglichst rasch im Interesse eines regionalen und gesamtwirtschaftlichen Wachstums zu verwerten. Strategisches Ziel ist es, das sog. „Valley of Death“ zwischen Forschungsergebnissen und deren wirtschaftlichen Verwertung möglichst zu umgehen und die Vorleistungen der Horizont 2020- bzw. auch der 7. FRP-Förderung anschließend im Rahmen der Strukturfondsförderung optimal zu nutzen. Weiterhin sollen die Erkenntnisse in die Beratung nordrhein-westfälischer Antragsteller bei der Beantragung von ESIF- oder Horizont 2020- geförderten Projekten einfließen. Hierzu sind die beauftragen Beratungseinrichtungen im Land, im Bund und in der Europäischen Union einzubinden.
Dabei sind die unterschiedlichen Regeln und Verfahren des zentral verwalteten Horizont 2020 und des im Rahmen des OP EFRE NRW regional verwalteten Strukturfonds-Programms in Einklang zu bringen. Die bereits bestehenden Verwaltungs-, Umsetzungs- und Unterstützungsstrukturen in den Ministerien wie den ESIF-Verwaltungsbehörden des Landes und in den beauftragten Organisationen und Beratungseinrichtungen wie dem EFRE-Sekretariat, der Leitmarktagentur, der Energieagentur NRW oder der Effizienzagentur NRW sind zu beachten, deren Dienstleistungen sind zu unterstützen, aber deren Leistungsgegenstände im Angebot auszuklammern.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-08-18. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-07-08.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-07-08 Auftragsbekanntmachung
2016-03-15 Bekanntmachung über vergebene Aufträge