Durchführung des Regionalmanagements für die LEADER-Region Kottmar

Stadt Herrnhut

Die Region Kottmar, bestehend aus den Städten und Gemeinden Herrnhut, Ebersbach-Neugersdorf, Oderwitz und Kottmar, hat sich erneut als LEADER-Förderregion beworben und ist mit Schreiben des Sächsischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 22.04.2015 als LEADER-Förderregion anerkannt worden.
Die Region "Kottmar" hat ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) als Grundlage für den Einsatz von Fördermitteln erarbeitet. Das REK enthält die wesentlichen Aktivitäten der Region für die Förderperiode 2014-2020.
Mit der Gründung einer Lokalen Aktionsgruppe (LAG), eines Koordinierungskreises (KK) sowie einer Steuerungsgruppe sollen gemeinsam mit dem zukünftigen Regionalmanagement die in der Entwicklungsstrategie festgelegten Regularien und Zielsetzungen verfolgt und die Projektförderung umgesetzt werden. Zur Steuerung des Umsetzungsprozesses ist die Einrichtung eines Regionalmanagements in einem Umfang von mindestens 2 nachweislich qualifizierten Vollzeitkräften erforderlich.
Das Regionalmanagement begleitet und unterstützt den LEADER-Prozess in der Region mit folgenden Aufgaben:
1. Aufbau und Betreibung einer Anlaufstelle für die Bürgerschaft und zivilgesellschaftlichen Akteure sowie für die Verwaltungen der Gemeinden und Städte zur Ausgestaltung des LEADER-Prozesses
2. Erledigung der administrativen und finanziellen Belange der LAG im Rahmen des LEADER-Prozesses
3. Fachliche Begleitung und Koordination des Umsetzungsprozesses der LES (einschließlich Vorbereitung des Projektauswahlverfahrens der LAG)
4. Vernetzung und Unterstützung von Kooperation der lokalen Akteure zur Entwicklung und Umsetzung von Projekten und Maßnahmen im Rahmen der LES
5. Koordinierung und Organisation der themenspezifischen Arbeitskreise
6. Kommunikation des LEADER- Prozesses in die Öffentlichkeit
7. Sicherung der Prozessqualität und Evaluierung durch geeignete Verfahren
Erwartet werden folgende persönliche Kompetenzen:
1. Fachkompetenz
- Qualifikation: abgeschlossenes Studium Stadtplanung/ Architektur, Raumplanung, Geografie, Agrar- und Forstwissenschaften, Sozialwissenschaften
- Kenntnisse zu den spezifischen Gebieten der Regionalentwicklung
- Kommunikations- und Medienkompetenz: zielgruppenspezifische Aufbereitung/ Vermittlung von Informationen, Kenntnisse zum Umgang mit Internetbasierten Kommunikationsinstrumenten
2. Regionalkompetenz
- Kenntnisse der Region in Bezug auf die bisherige Entwicklung und aktuelle Herausforderungen (auch als Grundlage für Netzwerkarbeit)
- Institutionelle Kenntnisse der Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege, der relevanten Organisationen und Personen
- Verständnis für die Eigenheiten der Region, Kenntnis der lokalen Sprache und Kultur, Offenheit für anderes und Neues
- Visionäres Denken und Handeln über Regionsgrenzen hinweg
3. Projektkompetenz
- Fähigkeit zum Entwickeln von Projektideen und Visionen
- Beratungskompetenz zur Beurteilung baulicher Vorhaben
- Kenntnisse zu Förderprogrammen
- Erfahrung im Projektmanagement
- Erfahrungen bei der Durchführung von Wettbewerbsverfahren
- Vernetztes, konzeptionelles und strategisches Denken und Handeln
- Kenntnisse von Wirkungsmodellen und Evaluationsmethoden
4. Netzwerk- und Prozesskompetenz
- Fähigkeit zur Projektbegleitung, Koordination und Beratung
- Ausgeprägtes Organisationsmanagement für eine effektive Prozessgestaltung
- Wissen und Fähigkeiten der Akteurinnen und Akteure vor Ort erkennen, sichtbar und nutzbar machen
- Netzwerkgestaltung und -management (Gestaltung der Beziehungen und Zusammenarbeit mit den Interessenvertretern), als Integrationsfigur innerhalb des Netzwerkes sowie nach außen wirken.
- Moderations- und Mediationskompetenz
- Dialogfähigkeit, Ausgleich von Interessenkonflikten
- Fähigkeit zur Wahrnehmung einer Brückenfunktion zwischen unterschiedlichen Interessenverbänden wie Gewerbe/Industrie, Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz, Tourismus usw.
- Sensibilität für sozioökonomische und sozioökologische Fragestellungen
Einzelheiten der Aufgabenstellung gehen aus den Vergabeunterlagen/Ausschreibung hervor.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-06-01. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-04-27.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-04-27 Auftragsbekanntmachung
2015-10-02 Bekanntmachung über vergebene Aufträge