Erneuerung der Energieversorgung, Lüftungs- und Gebäudetechnik der Dieter-Forte-Gesamtschule in der Heidelberger Str. 75 – Generalplanungsleistungen (TGA, Tragwerk, Architektur)
Die Landeshauptstadt Düsseldorf beabsichtigt eine Erneuerung der Energieversorgung, Lüftungs- und Gebäudetechnik der Dieter-Forte-Gesamtschule in der Heidelberger Str.75, Düsseldorf.
Der Schulstandort wurde 1976 eröffnet und umfasst zwei Gebäudeteile. lm Gebäudeteil A befinden sich die Klassenräume, Nebenräume und die Verwaltung sowie die Gebäudetechnik des Standortes. Im Gebäudeteil B befinden sich die Mensa, die Turnhallen und das unter der Verwaltung der städtischen Bädergesellschaft befindliche Hallenbad Eller.
Aufgrund der EnEV 2014 und betriebstechnischer Anforderungen ist die Erneuerung der Energieversorgungszentrale einschließlich der Lüftungs- und Gebäudeleittechnik zwingend erforderlich. Ein großer Teil der Heiztechnik (Kessel) stammt noch aus dem Jahr 1975. Für die Energieerzeuger gibt es keine Ersatzteile mehr. Die Anlagen entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik.
lm Rahmen des Klimaschutzprogramms und im Zusammenhang mit einem ganzheitlich orientierten Energieversorgungskonzept sollen zeitgleich die Komponenten der Heizungs-, Regelungs- und der Lüftungstechnik erneuert und aufeinander abgestimmt werden. Durch eine neue, dem Bedarf angepasste Heizungstechnik einschließlich der Nutzung eines Blockheizkraftwerkes, einer modernen Gebäudeleittechnik und erneuerter Lüftungstechnik lassen sich als Ergebnis einer Studie und durchgeführter Langzeitmessungen jährliche Einsparungen in Höhe von mindestens 150 000 EUR realisieren (ca. 80 000 EUR Strom- und ca. 70 000 EUR Wärmekosten). Der Standort weist im Ergebnis somit ein erhebliches energetisches und damit auch wirtschaftliches Optimierungspotential auf.
Für die Energieversorgung ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in Verbindung mit zwei Gas-Niedertemperatur-Kesseln vorgesehen. Die Leistung der Kessel wird an den Bedarf der Anlage angepasst. Das BHKW wird zur Abdeckung der Wärmegrundlast ausgelegt. Die erzielbare Eigenstromproduktion soll damit zum überwiegenden Teil den Gesamtstrombedarf der Schule abdecken. Am Schulstandort gibt es keine Anschlussmöglichkeit in erreichbarer Entfernung an das Fernwärmenetz. Die Stadtwerke Düsseldorf AG betrachtet das Gebiet als „BHKW-Erschließungszone“, weil die Schaffung einer Fernwärmeversorgung nicht wirtschaftlich ist.
Die Lüftungsanlagen im Bauteil A werden in der Technikzentrale mit Wärmerückgewinnung (WRG) neu errichtet. Die vorhandenen und im Rahmen der Brandschutzsanierung im Jahr 2013 überarbeiteten Lüftungskanäle und Brandschutzklappen werden weiter genutzt.
Weiterhin ist im Rahmen der Generalplanungsleistung eine Brandwand zu planen und zu errichten, sowie die erforderlichen Nachweise im Rahmen der Tragwerksplanung für die zu erstellende Brandwand.
Die Dauer zur Ausführung der Arbeiten wird auf rund 12 Wochen geschätzt. Um eine Beeinträchtigung des Schulbetriebes zu minimieren, soll der Zeitraum um die Sommerferien 2016 genutzt werden. Grundsätzlich ist von einer Ausführung während eines laufenden Betriebs auszugehen.
Gemäß der aktuellen Kostenschätzung liegen die Gesamtkosten der konsumtiven Sanierungsmaßnahme bei 2 695 000. EUR brutto. Es handelt sich vollumfänglich um eine Energiesparmaßnahme, die aus den Mitteln des Klimaschutzprogramms finanziert wird.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-10-12.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-09-04.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2015-09-04
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Auftragsbekanntmachung
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2016-06-16
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Ergänzende Angaben
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