Menge oder Umfang
Anlagenkonzept.An den 3 Erzeugerstandorten wird das erzeugte Heißwasser mit der benötigten Vorlauftemperatur zwischen 85 … 98 °C und dem erforderlichen Druck in das Heiznetz eingespeist. Die zu fahrende Vorlauftemperatur ist durch die Anlagenkennlinie (Abhängigkeit von der Wärmeleistung) vorgegeben.Für eine optimale Fahrweise der Anlage hinsichtlich:— Betrieb der MHKW nach Strompreis, d. h. „stromgeführt“— Betrieb der HWE bei günstigen Erdgaspreisen, d. h. „erdgasgeführt“und gleichzeitiger Sicherung des Wärmebedarfs ist eine weitgehende Entkopplung von Wärmeerzeugung und -verbrauch zwingend notwendig.Dazu ist am Standort HKW Ost (Grundlastanlage) ein Großwärmespeicher vorgesehen. Dieser ist als hydraulische Weiche so in den Wärmekreislauf geschaltet, dass:— eingespeicherte Wärme ohne Betrieb von MHKW und HWE in das Netz abgegeben wer-den kann,— die Wärmeabgabe bei gleichzeitigem Betrieb von MHKW/HWE möglich ist,— Überschusswärme von MHKW/HWE eingespeichert werden kann und— die Anlage ohne Ein- oder Ausspeichervorgänge funktioniert.Zusätzlich zur Wärmespeicherfunktion wird der WSP wegen der günstigen Höhenlage am Standort HKW Ost zur statischen Rücklaufdruckhaltung des Heiznetzes eingesetzt.Das HKW Ost als Grundlastanlage besteht aus folgenden wesentlichen Komponenten:— 2 MHKW mit einer elektrischen Leistung von je ca. 3,3 MW und einer Wärmeleistung von je ca. 3,8 MW, ausgelegt für Brennstoff Erdgas und Erzeugung von Niederdruck-Heißwasser nach DIN 4751 bis 110 °C, Stromkennzahl ≥ 0,85,— 1 HWE mit einer Feuerungsleistung von 5 MW, ausgelegt für vollautomatische Gasfeuerung und Erzeugung von Niederdruck-Heißwasser nach DIN 4751 bis 110 °C, ausgelegt als Grundlast-HWE, ausgerüstet mit nachgeschaltetem Economiser zur Abgaswärmenutzung, Wirkungsgrad ca. 96,5 %, Drehzahlregelung des Verbrennungsluftgebläses und O2-Regelung der Feuerung,— Abgasanlage für die installierten Komponenten mit einem 4-zügigen freistehenden Abgaskamin für 2 x MHKW je 7,5 MW Feuerungswärmeleistung und 2 x HWE je 10 MW Feuerungswärmeleistung,— 1 Wärmespeicher, ausgelegt für eine Temperatur bis 98 °C, mit einer Mantelhöhe von 35 m ausgelegt für die statische Druckhaltung im Heiznetz, Bruttovolumen 3 800 m³,— Netzumwälzpumpenanlage ausgelegt mit 5 x 25 %-Pumpen,— Teilstromentgasungsanlage/Dosieranlage,— elektrotechnische/MSR- Anlage,— leittechnische Anlage,— Lüftungsanlage,— MS-Schaltanlage,— Kompletter Neubau auf unbebautem Standort.Im HW Mitte als Spitzenlastanlage werden installiert:— 2 HWE mit einer Feuerungsleistung von 10 MW, ausgelegt für vollautomatische Gasfeuerung und Erzeugung von Niederdruck-Heißwasser nach DIN 4751 bis 110 °C, ausgelegt als Spitzenlast-HWE ohne Economiser, Wirkungsgrad ca. 93,5 %, mit Drehzahlregelung des Verbrennungsluftgebläses, ohne O2-Regelung der Feuerung.— Abgasanlage für die Wärmeerzeuger mit einem zweizügigen freistehenden Kamin,— Netzumwälzpumpenanlage ausgelegt mit 5 x 25 %-Pumpen.Das HW Süd als weitere Spitzenlastanlage ist ausgerüstet mit:— 1 HWE mit einer Feuerungsleistung von 7 MW, ausgelegt für vollautomatische Gasfeuerung und Erzeugung von Niederdruck-Heißwasser nach DIN 4751 bis 110 °C, ausgelegt als Spitzenlast-HWE ohne Economiser, Wirkungsgrad ca. 93,5 %, mit Drehzahlregelung des Verbrennungsluftgebläses, ohne O2-Regelung der Feuerung,— Abgasanlage für den Wärmeerzeuger mit Nutzung eines sanierten vorhandenen Kamins,— Netzumwälzpumpenanlage ausgelegt mit 2 x 100 %-Pumpen.Die Technikzentrale wird ausgerüstet mit:— Teilstromentgasungsanlage,— Dosieranlage,— Abspeise- und Nachspeiseeinrichtung,— chemische Wasseraufbereitungsanlage,— Probenahmeeinrichtungen.Die Zentrale Leitwarte Schäfferstraße stellt eine 100 %-ige Dopplung der Zentralen Leitwarte im HKW Ost dar. Alle Beobachtungs-, Bedien-, Steuerungs- und Regelfunktionen können von beiden Standorte gleichwertig durchgeführt werden.Einschließlich Probebetrieb und Schulung der Mitarbeiter des Auftraggebers.11 500 000