Erweiterung der Bildungsakademie der Handwerkskammer Ulm, Architektenleistungen nach HOAI Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1

Handwerkskammer Ulm

Beabsichtigt ist die Beauftragung von Architektenleistungen nach Teil 3 Abschnitt 1 HOAI, LP. 2 bis LP. 9 für die Erweiterung der Bildungsakademie der Handwerkskammer Ulm, die in den Jahren 1972-1984 erbaut wurde. Die Erweiterung umfasst 3 neue Werkstätten für die Ausbildung. Es handelt sich dabei um eine Lackier-, Anlagenmechaniker- und eine Elektrotechniker-Werkstatt mit ges. 954 m² Nutzfläche.
In der Bildungsakademie findet die überbetriebliche Ausbildung für verschiedene Handwerksberufe statt, Schwerpunkt sind hierbei die Bauberufe sowie die Metalltechnik.
Die Ausbildungsstätte selbst besteht aus einem Hauptgebäude, in dem sich neben der Verwaltung auch einige Lehrsäle befinden, sowie 12 einzelnen Hallen, die jeweils einem Ausbildungsberuf/Fachgebiet zugeordnet sind. Die Nebenräume, Umkleiden etc. sind jeweils unter den Erschließungsstraßen angeordnet.
Das Grundstück liegt an einem Nordhang mit einem starken Gefälle. Dieses Gefälle bestimmt die bauliche Struktur der Bildungsakademie maßgeblich.
Über drei Erschließungsstraßen können alle Hallen ebenerdig angedient werden, was sich bei der vorhandenen Hanglage als vorteilhafte Lösung bewährt hat.
Auch die vorh. Struktur aus einzelnen Hallen hat sich bewährt und als wandelbar erwiesen.
Die geplante Erweiterung soll auf den westlichen, zurzeit als Parkplatzfläche genutzten, Grundstücksebenen erfolgen.
Sie soll die vorhandene Struktur der einzelnen Hallen aufnehmen und weiter führen. Die Erweiterung erstreckt sich über 3 Ebenen:
— Ebene 1: diese Ebene erstreckt sich unter den Baukörpern der Ebenen 1 und 2. In dieser Ebene sollen in einem Parkdeck (TG), ein Großteil der notwendigen Stellplätze hergestellt werden.
Außerdem soll in dieser Ebene mit ebenerdigem Anschluss an die Halle 5 (Schreiner- und Holzwerkstatt) das Plattenlager angeordnet werden.
— Ebene 2: von dieser Ebene werden die beiden neuen Hallen Lackierwerkstatt und Anlagentechnik ebenerdig erschlossen. Außerdem besteht ein Zugang zum UG des Hauptgebäudes.
Zwischen Hauptgebäude und neuer Halle soll ein transparenter überdachter Raum angeordnet werden.
Dieser Zwischenraum verbindet auch die Ebenen 2+3, er soll z. B. als Ausstellungsfläche für die Arbeiten der Lehrgangsteilnehmer der Akademie für Gestaltung genutzt werden.
— Ebene 3, Haupteingang: Der Haupteingang befindet sich schon heute auf dieser Ebene.
Der offene Durchgang unter dem OG der Akademie für Gestaltung soll in den Bau einbezogen werden. Der Haupteingang wird an die westliche Fassade vorverlegt.
In dieser Ebene befindet sich auch die neue Elektrotechnikwerkstatt.
Im Zuge der Erweiterung soll in dem Knotenpunkt Hauptgebäude/Akademie für Gestaltung eine barrierefreie Anbindung der vorhanden Obergeschosse hergestellt werden.
Das Grundstück ist bereits fast vollständig überbaut und befindet sich zu dem in einer Sackgassensituation umgeben von Wohnbebauung und Schulen. Die Erweiterung erfolgt im laufenden Betrieb.
Diese Situation stellt hohe Ansprüche an Planung, Baustellenmanagement und Bauleitung.
Der Gebäudeteil (Halle) für die Ausbildung Anlagentechnik/Elektrotechnik soll insgesamt als Lehrobjekt konzipiert werden. D. h. hier soll am Gebäude im Maßstab 1:1 praxisnah das Zusammenwirken von unterschiedlichen Systemen der Anlagentechnik und Elektrotechnik erprobt und veranschaulicht werden. Um dieses Ziel umzusetzen ist hier von Beginn an eine intensive Zusammenarbeit von Architekt und TGA Planer erforderlich.
Die derzeit geschätzten Kosten betragen einschl. Parkdeck netto 2 000 000 EUR für KG 300 und 1 100 000 EUR für KG 400, bei derzeit geschätzten Gesamtbaukosten (KG 200-KG 700) von 4 370 000 EUR ohne Ausstattung.
Geplanter Planungsbeginn: 10/2015.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-08-07. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-07-08.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-07-08 Auftragsbekanntmachung