Fachgutachterliche Begleitung der Planung und Nachweisführung für Maßnahmen zur Stilllegung der Schachtanlage ASSE II und Bewertung von Konsequenzenanalysen

Bundesamt für Strahlenschutz

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist Betreiber der Schachtanlage Asse II und Genehmigungsinhaber im berg- und atomrechtlichen Sinn.
Salzhaltiges Grundwasser tritt seit mindestens 1988 in die Schachtanlage ein. Da die zukünftige Entwicklung der Lösungszutritte jedoch nicht prognostizierbar ist, wurde ein Vorsorge- und Notfallkonzept entwickelt, wobei das Vorsorgekonzept erforderlich ist, um die gesetzlich vorgegebene Rückholung der Abfälle aus der Schachtanlage zu ermöglichen. Das Notfallkonzept dient in Kombination mit den vorlaufenden Vorsorgemaßnahmen der Minimierung von radiologischen Konsequenzen, falls die Rückholung infolge eines extremen Anstiegs der Lösungszutritte nicht vollständig durchführbar sein sollte.
Zur Bewertung der Effektivität von geplanten Maßnahmen der Notfallvorsorge und der möglichen Auswirkungen von ausgewählten Systemzuständen, die einen unterschiedlichen Realisierungsgrad der Rückholung sowie der Notfallvorsorge- und Notfallmaßnahmen repräsentieren, werden von einem damit beauftragten Unternehmen Konsequenzenanalysen durchgeführt. Diese Untersuchungen erlauben eine Bewertung der Auswirkungen möglicher radiologischer Expositionen und der Freisetzung chemotoxischer Stoffe in der Biosphäre.
Der Auftragnehmer (AN) soll die Planung und Nachweisführung der vorgeschlagenen Maßnahmen zur Minimierung möglicher Konsequenzen und die von dem beauftragten Unternehmen durchzuführenden Konsequenzenanalysen fachgutachterlich begleiten und die Auswirkungen von möglichen Änderungen in den Planungsrandbedingungen bewerten.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-10-15. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-09-14.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-09-14 Auftragsbekanntmachung