Fachplanungsleistungen (Statik, Technische Gebäudeausrüstung, Bauphysik, Vermessung, Bodenmechanik, SiGeKo, Brandschutz und Prüfstatik) für den Neubau des Eingangsgebäudes mit Museumsbahnsteig für das Eisenbahnmuseum Dr.-C.-Otto-Straße 191, 44879 Bochum

Stadt Bochum, Zentrale Dienste, ZD 21

Folgende Fachplanungsleistungen müssen von einem Bewerber/der Bewerbergemeinschaft auf der Grundlage der HOAI 2013 und der AHO-Schriftenreihe Nr. 3, 15 und 17 sowie den Beratungsleistungen (Anlage 1 zu § 3) übernommen werden:
HOAI 2013 Grundleistungen:
Technische Ausrüstung Teil 4, § 53, Anlagengruppen 1, 2, 3, 4 und 5;
Leistungsphasen (Lph.) 1-8;
Tragwerksplanung Teil 4, Abschnitt 1, § 49, 50 (1), §§ 51-53, Lph. 1-6;
Leistungen der Bauphysik, Anlage 1 (zu § 3 Absatz 1) für den Wärmeschutz und die Energiebilanzierung, Bauakustik (Schallschutz) und Raumakustik, Leistungsphasen 1-7 (Beratungsleistungen in den Anlagen zur HOAI 2013);
Leistungen für die Vermessung nach dem Vermessungsgebührentarif (VermGebT);
Leistungen für den geotechnischen Bericht, Anlage 1 (zu § 3 Absatz 1) und nachfolgenden besonderen Leistungen die über die Beratungsleistungen gem. HOAI hinausgehen:
a) Gutachterliche Stellungnahme zu den Bodenverhältnissen;
b) Gutachterliche Begleitung der Ausführung der Erdarbeiten (Bereitstellung der erforderlichen LV-Positionen, Massen- und Schätzkosten;
c) Gutachterliche Begleitung der Ausführung der Arbeiten, incl. der erforderlichen Ortstermine und Stellungnahmen wie folgt:
d) Fachgutachterliche Überprüfung und Abnahme der Baugrubensohle;
e) Fachgutachterliche Begleitung der Bauausführung der Erdarbeiten;
f) Fachgutachterliche Begleitung der Entsorgung bzw. Wiederverwertung des Aushubmaterials;
g) Prüfung evtl. Nachträge;
h) Prüfung der Abschlagsrechnungen und der Schlussrechnung der bauausführenden Firma(en) der Erdarbeiten;
i) Beratung der fachlich Beteiligten insbesondere auch bei Rückfragen;
j) Erstellung eines Abschlussberichtes für die baurechtliche Abnahme;
k) Gutachterliche Stellungnahme zur Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden-Mensch;
l) Gutachterliche Stellungnahme zur Gefährdungsabschätzung / Altlastenuntersuchung in Anlehnung an die Bundesbodenschutz-Verordnung (BBodSchV) für den Außenanlagenbereich hinsichtlich des Wirkungspfads Boden-Mensch incl. Bodenprobenentnahmen bis zur erforderlichen Tiefe und schriftliche Stellungnahmen.
Stellungnahme zu folgenden Themen:
m) Darstellung der Ergebnisse zu mind. 3 Mischproben mit je 20 Einzelproben je Mischprobe in einer Tiefe von 0 bis 60 cm, Analyse nach LAGA Boden neu im Feststoff;
n) Chemische Untersuchung der Mischproben, incl. Prüfberichte der chemischen Analyseergebnisse der untersuchten Mischproben;
o) Zeichnerische Darstellung der Probenentnahmestellen (Lageplan);
p) Abschlussempfehlung;
q) Beratung der fachlich Beteiligten bei Rückfragen;
r) Grubenbildeinsichtnahme zur Beurteilung der bergbaulichen Situation (Erstellung der bergschadenstechnischen Anfrage beim Bergwerkseigentümer, Beantragung und Durchführung einer Grubenbildeinsichtnahme bei der Bezirksregierung Arnsberg.
Abteilung 6, Bergbau und Energie in NRW mit Sitz in Dortmund; Zusammenfassung und Bewertung der bergbaulichen Situation in Form einer gutachterlichen Stellungnahme.
AHO-Schriftenreihe Heft Nr. 3:
Besondere Leistungen der Tragwerksplanung HOAI 2009, Teil 4, § 49 mit Anlage 13;
AHO-Schriftenreihe Heft Nr. 15:
SiGeKo-Leistungen nach der BauStVO;
AHO-Schriftenreihe Heft Nr. 17 (Fassung Juni 2015):
Leistungen für den Brandschutz;
Leistungen des Prüfstatikers nach der Sachverständigenverordnung (SV-VO).
Es wird ausgeschlossen, dass die Fachplanungsleistungen für die unterschiedlichen Fachbereiche (Leistungen) einzeln oder losweise vergeben werden.
Aufgrund des höheren Honorarvolumens gegenüber den anderen Fachplanungsleistungen ist vorgesehen, dass der Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung gem. HOAI 2013, § 53, als der Bewerber vorgesehen ist, der die weiteren Fachplanungen koordiniert und im Teilnahmeverfahren als Hauptansprechpartner fungiert.
Es können sich nur Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung bewerben, die die vollständige Bearbeitung von mindestens vier der Anlagengruppen 1, 2, 3, 4, und 5 abgeschlossen haben. In diesen vier Anlagengruppen müssen die Bearbeitung der Anlagengruppen 4 und 5 beinhaltet sein. Eine Beauftragung an zwei Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung (z. B. Anlagengruppen 1-3 und 4+5) erfolgt nicht.
Daraus resultiert, dass sich nur Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung mit weiteren Fachplanungsbüros als Bewerber/Bewerbergemeinschaft bewerben können. Siehe besonders hier der Hinweis zu III.2.3).
Die Leistungen für die Freiraumplanung (Außenanlagen) sind nicht Bestandteil dieser Auslobung.
Zeitschiene:
Die Planungs- und Bauleistungsphase beginnt ca. im Februar/März 2016 und läuft bis ca. Frühjahr 2018.
Aufgrund der Förderrichtlinien des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung muss das Projekt bis zum 31.12.2018 komplett abgerechnet und abgeschlossen sein.
Zeitgleich erfolgt die Auslobung des Realisierungswettbewerbes für den Neubau des Eingangsbereiches am Eisenbahnmuseum.
In diesem Realisierungswettbewerb werden die Fachplanungsleistungen für die Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. HOAI § 33 ausgelobt.
Es ist zu beachten, dass zunächst die Fachplanungsleistungen in einer 1. Stufe bis zur Genehmigungsplanung (Lph. 4) beauftragt werden. Die weiteren Planungsleistungen werden dann optional beauftragt. Es ist beabsichtigt, den Bewerber/die Bewerbergemeinschaft später auch mit den optionalen Planungsleistungen zu beauftragen.
Auf der Vergabeplattform werden der Kostenrahmen und das Funktionsschema veröffentlicht. Der Kostenrahmen wurde aufgrund des Funktionsschemas ermittelt.
Aufgrund der für die Realisierung der Maßnahme zur Verfügung stehenden Gelder, die sich überwiegend aus Fördermitteln des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Höhe von 3 000 000 EUR brutto zusammensetzen, sind die Gesamtkosten auf 5 125 000 EUR brutto begrenzt. Diese Summe versteht sich inklusive der Kosten für das Grundstück, die hier lediglich nachrichtlich angegeben werden und nicht zu den honorarfähigen Summen für die einzelnen Fachplanungsleistungen gehören.
Der Kostenrahmen sieht für das Empfangsgebäude, die neu zu verlegenden Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Gleisquerung und den Museumsbahnsteig für die Kostengruppen
Herrichten und Erschließen (KG 200),
Bauwerk-Konstruktion (KG 300),
Technik (KG 400),
Baunebenkosten (KG 700),
ein Budget von 2 625 000 EUR brutto vor. Dieses Budget ist zwingend einzuhalten und wird als Kostenobergrenze angegeben.
Beschreibung des Vergabeverfahrens:
Teilnahmewettbewerb (1. Stufe)
1. Es ist ein Teilnahmeantrag inklusive aller geforderten Nachweise aus III. zu stellen.
Unvollständige Teilnahmeanträge bleiben unberücksichtigt. Es wird darauf hingewiesen, dass die gemäß § 5 (3) VOF eingeräumte Befugnis zum Nachreichen von Unterlagen vorliegend nicht zum Tragen kommt. Erklärungen, Angaben und Nachweise, die gefordert wurden und bis zum Ablauf der Teilnahmefrist nicht vorgelegt wurden, führen zwingend zum Ausschluss. Teilnahmeanträge, die nicht frist- oder formgerecht (nicht in verschlossenem Umschlag) eingehen, werden nicht berücksichtigt.
2. Es wird geprüft, ob der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft anhand der von ihm /ihr eingereichten Erklärung, Angaben und Nachweise grundsätzlich geeignet erscheint, die zu vergebenden Leistungen vertragsgerecht auszuführen. Soweit sich ein Bewerber / eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit und / oder der technischen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten anderer Unternehmen bezieht, hat er / sie mit Einreichung des Teilnahmeantrages nachzuweisen, dass ihm / ihr im Auftragsfall die Mittel dieser Unternehmen grundsätzlich zur Verfügung stehen. Das kann u. a. durch entsprechende Verpflichtungserklärungen des oder der anderen Unternehmen erfolgen ((vgl. § 5 (6) VOF)).
3. Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft (als Mitglied einer weiteren Bewerbergemeinschaft oder als Nachunternehmer eines weiteren Bewerbers) sind nicht zugelassen und führen zum Ausschluss sämtlicher betroffener Bewerber/-gemeinschaften.
Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen unterschiedlicher Niederlassungen eines Bewerbers.
Verhandlungsverfahren (2. Stufe)
Die ausgewählten Bewerber werden zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert.
Mit der Angebotsabgabe ist zwingend nachfolgende Unterlage einzureichen:
Honorarangebot auf den Formblättern.
Die Bewertungsmatrix wird mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe beigefügt.
Im anschließenden Verhandlungsgespräch erhalten die Bewerber/Bewerbergemeinschaften Gelegenheit, ein bereits durchgeführtes Projekt der Referenzliste vorzustellen.
Folgende Zeitplanung ist vorgesehen:
Teilnahmeverfahren:
1. Teilnahmefrist: 19.10.2015;
2. Öffnung der Teilnahmeanträge: 20.10.2015;
3. Frist für Bieterfragen: 8.10.2015;
4. Frist zur Beantwortung der Bieterfragen: 13.10.2015;
5. Angebotsaufforderung spätestens bis zum: 16.11.2015.
Angebotsverfahren:
1. Angebotsfrist: 10.12.2015;
2. Öffnung der Angebote: 11.12.2015;
3. Frist für Bieterfragen: 1.12.2015;
4. Frist zur Beantwortung der Bieterfragen: 4.12.2015;
5. Zeitraum für Aufklärungs-, und Verhandlungsgespräche: ca. 12.1.-21.1.2016;
6. Zuschlagserteilung bis zum Ende der Bindefrist: Ende Februar 2016.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-10-19. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-09-18.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-09-18 Auftragsbekanntmachung
2016-05-17 Bekanntmachung über vergebene Aufträge