Generalsanierung Rathaus Forchheim, Tragwerksplanung
Die Stadt beabsichtigt die Generalsanierung des historischen Rathauses. Ziel der Maßnahme ist neben dem Erhalt des historischen Kulturdenkmals, die Schaffung der Barrierefreiheit des Gebäudes und die Nutzung eines Teiles des Gebäudes für Kultur- und Ausstellungszwecke, sowie übergreifende Öffentlichkeitsarbeit innerhalb des Stadtgebietes und der Quartiersentwicklung.
Das Gebäudeensemble besteht aus 3 Bauteilen und liegt zentral mitten in der Innenstadt von Forchheim. Das Gebäude ist ein Einzeldenkmal nach Art. 1 (2) DSchG. Das Hauptgebäude des Rathauses mit seinem beeindruckenden Fachwerk stammt aus dem Jahre 1402. Der Magistratsbau daneben wurde im Jahre 1535 errichtet. Der 3te Baukörper, das ursprünglich freistehende Registratsgebäude aus dem Jahre 1451/1452 wurde im 19./20. Jahrhundert stark verändert und an das Hauptgebäude angegliedert. Zurzeit wird das Rathaus von einem Teil der städt. Verwaltung, als Ausstellungshalle (im EG) und für Veranstaltungen (Großer Rathaussaal) 1. OG genutzt. Das Informations- und Tourismusamt der Stadt Forchheim als zentrale Anlaufstelle für Bürger und Fremde ist ebenfalls im Erdgeschoss untergebracht.
Aufgrund der umfangreichen statischen Schäden am gesamten Holztragwerk kann eine Nutzung des Gebäudes nicht mehr gewährleistet werden. Statische Notabsicherungen wurden bereits vorgenommen.
Die Schadenskartierung ergab, dass allein die statisch-konstruktive Instandsetzung des Holztragwerkes ohne andere erforderliche Maßnahmen geschätzt wurde. Weitere Untersuchungen diesbezüglich werden noch beauftragt.
Die Stadt Forchheim plant im Hinblick auf das geplante Nutzungskonzept einschl. Barrierefreiheit und Klimaschutz die Realisierung des Projektes. Die geplante Baumaßnahme im Einzeldenkmal erfordert in ihrer Verwirklichung eine überdurchschnittliche fachliche Qualifikation in Bezug auf die Umsetzung des Nutzungskonzeptes und den Umgang mit der historischen Bausubstanz, sowie ein hohes Innovationspotential von Seiten der Stadt Forchheim. Nur durch die Zusammenarbeit aller am Bauvorhaben Beteiligten kann die Verwirklichung des Projektes zukunftsorientiert gelingen.
An die Bewerber werden hohe fachliche Anforderungen gestellt, die sich nicht nur auf Leistungen der Tragwerksplanung beschränken. Weiterhin werden umfassende baugeschichtliche Kenntnisse vorausgesetzt, ebenso langjährig Erfahrung als Tragwerksplaner und Bauleiter bei der Sanierung mit den Bauvorhaben vergleichbarer Denkmäler.
Die Zusammenarbeit mit Sonderfachleuten wie beispielsweise:
— Restauratoren verschiedener Fachrichtungen;
— Amtswerkstätten und Vertretern des Denkmalschutzes (BlfD);
— Holzschutzgutachtern, Bauphysikern, Brandschutzfachleuten, Geologen, Fachleuten für Kunstschutz usw. bilden Grundvoraussetzungen, ebenso die Einarbeitung von Fachbeiträgen, Planungen und Gutachtern anderer fachlicher Beteiligter.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-01-28.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-12-09.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2015-12-09
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Auftragsbekanntmachung
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2016-04-11
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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