Geschäftsstraßenmanagement für die Dörpfeldstraße im Aktiven Zentrum (AZ) „Adlershof – Dörpfeldstraße“ in Treptow-Köpenick
Das Gebiet rund um die Dörpfeldstraße soll mit Mitteln des Städtebauförderprogramms „Aktive Zentren“ wieder attraktiver, lebendiger und lebenswerter werden. Für das Gebiet der Dörpfeldstraße besteht ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept. Dieses ist inklusive weiterer Informationen auf der Internetseite des Bezirkes verfügbar (
https://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/_assets/aemter-und-se/stadtentwicklung/stadtplanung/pdf/isek.pdf).
Der Handelsbesatz entlang der Dörpfeldstraße ist auf den lokalen Bedarf ausgerichtet und weist eine kleinteilige Mischung aus Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie auf. Der Kern des Ortsteilzentrums in Adlershof-Alt ist der zentrale Versorgungsbereich der Dörpfeldstraße. Das Zentrum ist in die Jahre gekommen und zeigt starke funktionale und strukturelle Schwächen auf. Ein in zweiter Reihe der Dörpfeldstraße gebautes kleines Center ist nicht richtig einsehbar und schlecht erreichbar. Die Parkmöglichkeiten zum Einkaufen in der Dörpfeldstraße sind unzureichend.
Ziel der anstehenden Maßnahmen ist die Entwicklung der Geschäftsstraße Dörpfeldstraße hin zu einem attraktiven Ortsteilzentrum von Adlershof. Der quantitativ positive Branchenmix soll gemeinsam mit Händlern und Eigentümern qualitativ aufbereitet und dargestellt werden. Die Funktionalität der Einkaufsstraße wird gestärkt. Zusammen mit den Händlern, Gewerbetreibenden und Dienstleistern werden Maßnahmen entwickelt, die auf den Standort, sein Profil und die Bedürfnisse der Geschäftsstraße zugeschnitten sind. Mit Unterstützung durch ein Geschäftsstraßenmanagement können die Gewerbetreibenden und Eigentümer sich mittelfristig besser vermarkten. Der Umbau der Straße soll durch ein intensives Baustellenmanagement begleitet werden um die wirtschaftlichen Einbußen zu minimieren. Für den Ort insgesamt wird mit allen Akteuren eine Imagekampagne entwickelt.
Nachfolgende Aufgabenfelder sind zu bearbeiten:
— Kurzfristige Analyse der bestehenden Problemlagen unter Einbezug bereits vorhandener Materialien und der daraus abzuleitenden Empfehlungen sowie die Erarbeitung von Strategien zur Umsetzung.
— Das Geschäftsstraßenmanagement fungiert als gemeinsamer Ansprechpartner für die Verwaltung, den Prozesssteuerer und die IG Dörpfeldstraße
— Aufbau und Institutionalisierung von Netzwerken unter den Gewerbetreibenden sowie von Arbeitsstrukturen einschließlich formaler Verfassung (Nachhaltigkeit)
— Bündelung der Interessen unter Einbindung der Schlüsselakteure. Dazu zählen die Unterstützung des lokalen Einzelhandels, der Gewerbebetriebe sowie der Gastronomie bei der Erarbeitung von Entwicklungskonzeptionen, Marketingstrategien und gezielten öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten; Begleitung der Akteure und Vermittlung zwischen Stadtentwicklungszielen und Unternehmer- oder Eigentümerinteressen bei der Klärung grundstücksübergreifender Fragen zur Planung, Erschließung und Gestaltung der öffentlichen Räume; Kontaktvermittlung zwischen ansässigen und ansiedlungswilligen Unternehmen und Grundstückseigentümern bei der Suche nach Grundstücken bzw. Gewerbeflächen; Einbeziehung und Information sowie ggf. Akquisition von Ausschüttungsleistungen bei SenStadtUm, BA T-K, BVV und Fachausschüsse, IHK, HWK, Arbeitsamt, Wirtschaftsförderung, ggf. Berlin Partner u. a.; Gremienarbeit: Mitwirkung und/oder Steuerung von Abstimmungsrunden und ggf. in bezirklichen Ausschüssen, Baubesprechungen.
— Aufbau/Pflege eines Kontakt- und Informationssystems für Investoren, Projektentwickler, Gewerbemieter und Eigentümer,
— Initiierung und Durchführung von Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Imagebildung durch kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
— Voranbringen der Dachmarke „dein Treptow-Köpenick“ und Entwicklung einer Marke für Adlershof Alt in Abgrenzung und Ergänzung von Adlershof Neu,
— Durchführung von Veranstaltungen, Belebungen der Marke sowie deren Verselbständigung/Institutionalisierung,
— Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes mit konkreten Handlungsempfehlungen,
— Baustellenmanagement: Koordinierung der Anliegen der Gewerbetreibenden während des Umbaus der Dörpfeldstraße; Vor-Ort-Termine mit an Baumaßnahmen Beteiligten und Betroffenen, um für konkrete Problemfälle konstruktive Lösungen zu finden; Organisation und Moderation von Abstimmungsrunden mit Vertretung der vor Ort ansässigen Geschäftsleute, dem Tiefbauamt, der Wirtschaftsförderung, den planenden und ausführenden Baufirmen; Teilnahme an den vom Tiefbauamt einberufenen Baustellen-Steuerungsrunden, um ständig über den aktuellen Informationsstand zu verfügen; Entwicklung von geeigneten Marketingelementen gemeinsam mit dem Handel und Gewerbe zur Kompensation von betriebswirtschaftlichen Einbußen durch die Betroffenheit von Baumaßnahmen; Information aller Akteure über vorhandene Medien,
— Einwerben von Drittmitteln/Sponsoring,
— Leerstandsmanagement bei Bedarf,
— Entwicklung und Profilierung eines Nutzungs- und Brachenmix, ggf. Ansiedlungsmanagement,
— Entwicklung von Strategien zur Qualitätskontrolle und kontinuierlichen Evaluation der Arbeit.
Die Finanzierung des Geschäftsstraßenmanagements erfolgt über das Förderprogramm Aktive Zentren Berlin. Das Auftragsvolumen liegt bei rd. 95 000 EUR (inkl.Sachmittel) pro Jahr. Die Laufzeit für das Geschäftsstraßenmanagement ist vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2019 (4 Jahre). Die Finanzierungszusage liegt aktuell noch nicht vor, wird aber in den nächsten Monaten erwartet. Die Laufzeit kann bis zu zweimal um jeweils 4 Jahre verlängert werden.
Die Beauftragung erfolgt nach Maßgabe zur Verfügung stehender Haushaltsmittel. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht.
Die Projektbearbeiter sollen für den gesamten Leistungszeitraum zur Verfügung stehen, damit sowohl in der Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und den anderen Beteiligten, vor allem den Gewerbetreibenden vor Ort, eine kontinuierliche Entwicklung gewährleistet ist. Dem Geschäftsstraßenmanagement werden Räumlichkeiten vor Ort zur Verfügung gestellt, die durch einen Prozesssteuerer betrieben werden. Die Räumlichkeiten werden auch durch den Sozialraumkoordinator und den Prozesssteuerer genutzt.
Parallel zu diesem Verfahren wird in einem gesonderten Verfahren auch der Prosesssteuerer ermittelt.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-09-22.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-08-21.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2015-08-21
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Auftragsbekanntmachung
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2016-02-22
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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