Lieferung und Implementierung einer Identitätsmanagementsoftware (IdM)

VBG – Hauptverwaltung

Der Auftraggeber beabsichtigt, ein Identity Management System (IDM) zur zukünftigen zentralen Benutzerverwaltung einzuführen.
Es werden folgende Leistungen ausgeschrieben:
1. Projektentwicklung für die Realisierung der technischen und fachlichen Anforderungen:
— Projektleitungsunterstützung;
— Projektplanung (monats-, wochen- und tagesweise);
— Erstellung der notwendigen technischen Fachkonzepte, Testkonzepte etc.;
— Implementierung der fachlichen und technischen Konzepte auf Basis der noch zu beschaffenden IDM-Software-Lösung;
— Vollumfängliche Dokumentation des IDM-Systems in deutscher Sprache.
2. Vorschlag einer geeigneten Software-Lösung mit Begründung auf Basis der funktionalen und fachlichen Anforderungen.
3. Lizenzbeschaffung zur geeigneten IDM-Software-Lösung inkl. aller notwendigen Konnektoren, Module etc. um den geforderten Funktionsanforderungen vollumfänglich gerecht zu werden.
4. Installation des IDM-Systems und Anbindung der Quell- und Zielsysteme.
5. Bereitstellung von Wartungsleistungen.
6. Vollumfängliche Dokumentation (Betriebskonzept, Betriebshandbuch, Backupkonzept etc.).
7. Know-How-Transfer/Coaching gegenüber dem AG.
8. Vorbereitung und die Durchführung eines schlüssigen Schulungskonzepts.
9. Preiskonzept für ggf. darüber hinaus gehende Dienstleistungen und Lizenzlieferungen.
10. Inbetriebnahme und Übergabe des Betriebs an den AG.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-02-26. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-01-16.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-01-16 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2015-01-16)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Softwarepaket für Geschäftstransaktionen und persönliche Arbeitsabläufe
Menge oder Umfang: 3 000 im IDM geführte Objekte/aktive IT-User.
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Softwarepaket für Geschäftstransaktionen und persönliche Arbeitsabläufe 📦

Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Einrichtung des öffentlichen Rechts
Name des öffentlichen Auftraggebers: VBG – Hauptverwaltung
Postanschrift: Deelbögenkamp 4
Postleitzahl: 22297
Postort: Hamburg
Kontakt
Internetadresse: http://www.vbg.de 🌏
Fax: +49 4051462395 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2015-01-16 📅
Einreichungsfrist: 2015-02-26 📅
Veröffentlichungsdatum: 2015-01-21 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2015/S 014-020826
ABl. S-Ausgabe: 14
Zusätzliche Informationen
Hinweise zur Nutzung der elektronischen Angebotsabgabe und Kommunikation mit der Vergabestelle: Die Vergabeunterlagen und sämtliche Informationen zum Vergabeverfahren sind elektronisch auf der Vergabeplattform? Deutsches Vergabeportal? (www.dtvp.de) zu finden. Bieter müssen sich zur Teilnahme am Vergabeverfahren auf dieser Vergabeplattform registrieren. Die Registrierung ist in der benötigten BASIC-Edition ohne Mehrwertdienste kostenfrei. Die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Bietern ist? ausschließlich? über den Projektraum des Vergabeverfahrens auf der Vergabeplattform möglich. Die Angebotsabgabe ist wie folgt zugelassen: — Postalischer Versand; — Elektronisch mit fortgeschrittener elektronischer Signatur; — Elektronisch mit qualifizierter elektronischer Signatur. Elektronische Angebote können nur über den Vergabemarktplatz unter www.dtvp.deabgegeben werden. Weitere Informationen und technische Hilfen zur Verwendung der elektronischen Vergabeplattform finden Sie im Internet unter: http://support.cosinex.de/display/company/Informationen Elektronische Einreichung von Angeboten: http://www.dtvp.de/Center/ Elektronischer Zugang zu den Vergabeunterlagen: http://www.dtvp.de/Center/ Bekanntmachungs-ID: CXS0YYMYYKH Vorzulegende Nachweise: Projekterfahrung; Es sollen Nachweise erbracht werden aus denen ersichtlich wird, dass der Anbieter sich auf das Themengebiet? Identity Access Management? spezialisiert oder wenigstens eine ausreichend große, dedizierte Abteilung (> 5 Full-Time Equivalent = Vollzeitmitarbeiter) vorhält, die sich mit dem Thema IDM als Kerntätigkeitsschwerpunkt dauerhaft beschäftigt. Der AG behält sich das Recht vor, die vom AN gemachten Angaben zu überprüfen. Des Weiteren sind prüfbare Nachweise vorzulegen, welche darlegen, dass der Anbieter im Bereich IDM? speziell in der Beratung, Planung und Umsetzung von IDM-Projekten? eine Mindesterfahrung von fünf Jahren hat.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung Referenzen; Für eine bessere Einschätzung der Marktdurchdringung des Anbieter/der Produkte und Dienstleistungen werden folgende Informationen zwingend erwartet: — 3 allgemeine Referenzen im IDM-Umfeld innerhalb der letzten 3 Jahren; — 3 Referenzen der angebotenen Produkte/Dienstleistungen mit vergleichbaren Kontext oder ähnlichen Projekten innerhalb der letzten 5 Jahre; — es sind Referenzen darzulegen, die eine Mindestanzahl von 3.000 User in mindestens einem Projekt aus dem deutschsprachigem Raum nachweisen; — eine Referenz aus dem öffentlichen Sektor einer erfolgreichen Implementierung der angebotenen Produkte. Die Funktionsfähigkeit besteht dabei seit mindestens einem Jahr.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung ggf. Bietergemeinschaftserklärung; Bietergemeinschaften geben mit ihrem Angebot das Dokument „Bietergemeinschaftserklärung" (siehe Vergabeunterlagen) vollständig ausgefüllt und unterzeichnet ab.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung ggf. Formblatt Erklärung über die Leistungsteile anderer Unternehmen; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung ggf. Formblatt Erklärung zum Einsatz anderer eignungsrelevanter Unternehmen; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung.
Mehr anzeigen

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Der Auftraggeber beabsichtigt, ein Identity Management System (IDM) zur zukünftigen zentralen Benutzerverwaltung einzuführen.
Es werden folgende Leistungen ausgeschrieben:
1. Projektentwicklung für die Realisierung der technischen und fachlichen Anforderungen:
— Projektleitungsunterstützung;
— Projektplanung (monats-, wochen- und tagesweise);
— Erstellung der notwendigen technischen Fachkonzepte, Testkonzepte etc.;
— Implementierung der fachlichen und technischen Konzepte auf Basis der noch zu beschaffenden IDM-Software-Lösung;
— Vollumfängliche Dokumentation des IDM-Systems in deutscher Sprache.
2. Vorschlag einer geeigneten Software-Lösung mit Begründung auf Basis der funktionalen und fachlichen Anforderungen.
3. Lizenzbeschaffung zur geeigneten IDM-Software-Lösung inkl. aller notwendigen Konnektoren, Module etc. um den geforderten Funktionsanforderungen vollumfänglich gerecht zu werden.
4. Installation des IDM-Systems und Anbindung der Quell- und Zielsysteme.
5. Bereitstellung von Wartungsleistungen.
6. Vollumfängliche Dokumentation (Betriebskonzept, Betriebshandbuch, Backupkonzept etc.).
7. Know-How-Transfer/Coaching gegenüber dem AG.
8. Vorbereitung und die Durchführung eines schlüssigen Schulungskonzepts.
9. Preiskonzept für ggf. darüber hinaus gehende Dienstleistungen und Lizenzlieferungen.
10. Inbetriebnahme und Übergabe des Betriebs an den AG.
Beschreibung der Optionen:
Für den Fall, dass zusätzliche Lizenzen für einen Ausbau des IDMs benötigt werden, ist durch den Bieter eine Preisstaffelung mit einem Lizenzpreis pro X-User anzugeben. Ebenso müssen Benutzer für einen gesonderten Mandanten zugekauft werden können.
Vorläufiger Zeitplan für die Nutzung von Optionen: 36 Monate
Zahl der möglichen Verlängerungen: 1
Zeitlicher Rahmen für nachfolgende Aufträge: 12 Monate
Dauer: 36 Monate
Referenznummer: VBG/2014/10/0756
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: VBG – Hauptverwaltung, Deelbögenkamp 4, 22297 Hamburg.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Vorzulegende Nachweise:
Handelsregisterauszug; Vorlage mit dem Angebot (nicht älter als 6 Monate ab Auftragsbekanntmachung).; Mit dem Angebot; Mittels Dritterklärung.
Formblatt Persoenliche Lage Zuverlaessigkeit; Mit dem Angebot ist das ausgefüllte Formblatt „Persönliche Lage/Zuverlässigkeit" abzugeben.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
Vorzulegende Nachweise: ggf. Formblatt Präqualifizierung; Formblatt ist nur abzugeben, wenn der Bieter eine Präqualifikation angegeben will.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung.
Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien: VOL/B; AGB der VBG; EVB-IT System-AGB.
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln: VOL/B; AGB der VBG; EVB-IT System-AGB.
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll: Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.
Sonstige besondere Bedingungen:
Vorzulegende Nachweise:
Datenschutzvereinbarung; Mit dem Angebot ist vom Bieter die unterschriebene Datenschutzvereinbarung (siehe Formblatt) abzugeben; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung
Formblatt „CSX 51 – Angebotsdeckblatt“; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung.

Verfahren
Gültigkeitsdauer des Angebots: 2015-04-14 📅
Datum der Angebotseröffnung: 2015-02-26 📅
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Vergabestelle
Andreas Matschi
Internetadresse: www.vbg.de 🌏
URL der Teilnahme: http://www.dtvp.de/Center/ 🌏
Name: Deutsches Vergabeportal (www.dtvp.de)
URL der Dokumente: www.dtvp.de 🌏
Name: VBG – Hauptverwaltung oder elektronisch: www.dtvp.de
URL der Teilnahme: www.vbg.de/www.dtvp.de 🌏
URL der Dokumente: http://www.dtvp.de/Center/ 🌏

Referenz
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: VBG/2014/10/0756
Zusätzliche Informationen
Hinweise zur Nutzung der elektronischen Angebotsabgabe und Kommunikation mit der Vergabestelle:
Die Vergabeunterlagen und sämtliche Informationen zum Vergabeverfahren sind elektronisch auf der Vergabeplattform? Deutsches Vergabeportal? (www.dtvp.de) zu finden. Bieter müssen sich zur Teilnahme am Vergabeverfahren auf dieser Vergabeplattform registrieren. Die Registrierung ist in der benötigten BASIC-Edition ohne Mehrwertdienste kostenfrei.
Mehr anzeigen
Die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Bietern ist? ausschließlich? über den Projektraum des Vergabeverfahrens auf der Vergabeplattform möglich.
Die Angebotsabgabe ist wie folgt zugelassen:
— Postalischer Versand;
— Elektronisch mit fortgeschrittener elektronischer Signatur;
— Elektronisch mit qualifizierter elektronischer Signatur.
Elektronische Angebote können nur über den Vergabemarktplatz unter www.dtvp.deabgegeben werden. Weitere Informationen und technische Hilfen zur Verwendung der elektronischen Vergabeplattform finden Sie im Internet unter:
Elektronische Einreichung von Angeboten: http://www.dtvp.de/Center/
Elektronischer Zugang zu den Vergabeunterlagen: http://www.dtvp.de/Center/
Bekanntmachungs-ID: CXS0YYMYYKH
Vorzulegende Nachweise:
Projekterfahrung; Es sollen Nachweise erbracht werden aus denen ersichtlich wird, dass der Anbieter sich auf das Themengebiet? Identity Access Management? spezialisiert oder wenigstens eine ausreichend große, dedizierte Abteilung (> 5 Full-Time Equivalent = Vollzeitmitarbeiter) vorhält, die sich mit dem Thema IDM als Kerntätigkeitsschwerpunkt dauerhaft beschäftigt. Der AG behält sich das Recht vor, die vom AN gemachten Angaben zu überprüfen.
Mehr anzeigen
Des Weiteren sind prüfbare Nachweise vorzulegen, welche darlegen, dass der Anbieter im Bereich IDM? speziell in der Beratung, Planung und Umsetzung von IDM-Projekten? eine Mindesterfahrung von fünf Jahren hat.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung
Mehr anzeigen
Referenzen; Für eine bessere Einschätzung der Marktdurchdringung des Anbieter/der Produkte und Dienstleistungen werden folgende Informationen zwingend erwartet:
— 3 allgemeine Referenzen im IDM-Umfeld innerhalb der letzten 3 Jahren;
— 3 Referenzen der angebotenen Produkte/Dienstleistungen mit vergleichbaren Kontext oder ähnlichen Projekten innerhalb der letzten 5 Jahre;
— es sind Referenzen darzulegen, die eine Mindestanzahl von 3.000 User in mindestens einem Projekt aus dem deutschsprachigem Raum nachweisen;
— eine Referenz aus dem öffentlichen Sektor einer erfolgreichen Implementierung der angebotenen Produkte. Die Funktionsfähigkeit besteht dabei seit mindestens einem Jahr.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung
ggf. Bietergemeinschaftserklärung; Bietergemeinschaften geben mit ihrem Angebot das Dokument „Bietergemeinschaftserklärung" (siehe Vergabeunterlagen) vollständig ausgefüllt und unterzeichnet ab.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung
ggf. Formblatt Erklärung über die Leistungsteile anderer Unternehmen; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung
ggf. Formblatt Erklärung zum Einsatz anderer eignungsrelevanter Unternehmen; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung.

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammern des Bundes
Postanschrift: Villemomblerstr. 76
Postort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 22894990 📞
Internetadresse: http://www.bundeskartellamt.de 🌏
Fax: +49 2289499163 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen und Rügen ergeben sich aus § 107 Abs. 3 GWB. Soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der Auftraggeberin, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind, ist ein Nachprüfungsantrag unzulässig. Für die Einlegung von Rechtsbehelfen gelten u.a. die folgenden Regelungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB):
Mehr anzeigen
§ 101 a Informations- und Wartepflicht:
(1) Der Auftraggeber hat die betroffenen Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach den Sätzen 1 und 2 geschlossen werden. Wird die Information per Fax oder auf elektronischem Weg versendet, verkürzt sich die Frist auf zehn Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.
Mehr anzeigen
(2) Die Informationspflicht entfällt in Fällen, in denen das Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung wegen besonderer Dringlichkeit gerechtfertigt ist.?
§ 101b Unwirksamkeit:
?(1) Ein Vertrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der Auftraggeber,
1. gegen § 101a verstoßen hat oder
2. einen öffentlichen Auftrag unmittelbar an ein Unternehmen erteilt, ohne andere Unternehmen am Vergabeverfahren zu beteiligen und ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren nach Absatz 2 festgestellt worden ist.
Mehr anzeigen
(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.
Mehr anzeigen
§ 107 Einleitung, Antrag:
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 7 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
Mehr anzeigen
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 101b Abs. 1 Nr. 2.
§101a Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Quelle: OJS 2015/S 014-020826 (2015-01-16)