N*ICE – Vergabeverfahren – Rahmenvereinbarungen über Arbeitnehmerüberlassung „Personalleihe zur Flugzeugenteisung“
1. Auftraggeber.
Die N*ICE Aircraft Services & Support GmbH (N*ICE) wurde im Juli 1999 gegründet. Durch die Implementierung von innovativen Verfahren und kontinuierliche Verbesserungen konnte die Flugzeugenteisung am Flughafen Frankfurt in den letzten Jahren so weit entwickelt werden, dass sie heute keinen kritischen Faktor mehr bei der Flugzeugabfertigung darstellt. Die Flotte kann sowohl für Enteisungen auf den Parkpositionen (Gebäude oder Vorfeld) als auch im Betrieb auf den sogenannten Remote Deicing Pads (Enteisungsflächen in Startbahnnähe) eingesetzt werden.
Konkrete Tätigkeitsfelder der N*ICE sind daher:
— Bereithaltung und Betrieb von Infrastruktur zur Enteisung von Flugzeugen,
— Durchführung von Flugzeugenteisung am Flughafen Frankfurt,
— Schulung von Enteisungspersonal,
— Beratung bezüglich Flugzeugenteisung.
N*ICE ist im Verbund mit Fraport AG (Fraport) nach ISO 9001:2008, DIN EN ISO 14 001:2009 und BS OHSAS 18 001:2007 zertifiziert. Fraport ist mit 52 % an N*ICE beteiligt.
2. Gegenstand der Leistung und Verfahrensart.
2.1 Beschreibung Bedarf.
Die N*ICE hat Bedarf an Personal für die Flugzeugenteisung mit Spezialgeräten der N*ICE auf der Abfertigungsposition oder auf dafür vorgesehenen Enteisungsflächen des Flughafens Frankfurt am Main. Die N*ICE beabsichtigt, diesen Bedarf im Wege der Arbeitnehmerüberlassung durch den Abschluss von Rahmenvereinbarungen mit mehreren Rahmenvereinbarungspartnern (Verleihern) zu decken. Die Rahmenvereinbarung hat eine feste Laufzeit vom 1.6.2015 bis zum 30.4.2018. Die N*ICE behält sich vor, die Rahmenvereinbarung 3 Mal um jeweils 1 Jahr zu verlängern.
Die N*ICE wird ihren Bedarf in drei Teillosen vergeben. Dazu im Einzelnen:
A. Losgrößen.
Die Lose gliedern sich wie folgt:
1. Los 1: 10 Leiharbeiter netto; d. h. bis zu je 10 Leiharbeiter in Früh- und Spätschicht;
2. Los 2: 10 Leiharbeiter netto, d. h. bis zu je 10 Leiharbeiter in Früh- und Spätschicht;
3. Los 3: bis zu 15 Leiharbeiter netto, d. h. bis zu je 15 Leiharbeiter in Früh- und Spätschicht.
B. Wesentliche Rahmenbedingungen.
1. Der Teilnehmer kann sich für sämtliche Lose bewerben. Die N*ICE wird jedoch den Zuschlag auf die Angebote eines Bieters bei maximal 2 Losen erteilen. Liegt ein Bieter bei mehr als zwei Losen auf dem ersten Platz der Gesamtwertung, wird die N*ICE den Zuschlag auf das Angebot des Zweitplatzierten bei dem Los erteilen, bei dem der Zweitplatzierte die höchste Punktzahl der Gesamtwertung unter den Zweitplatzierten in allen drei Losen erreicht hat.
2. Um die gewünschte Personalmenge pro Schicht gewährleisten zu können, hat der Teilnehmer einen Pool von Leiharbeitern vor Beginn einer jeden Saison (aktuell 15.10.-30.4.) für die Schulung zum „Flugzeugenteiser“ gemäß des durch N*ICE vorgegebenen Schulungszeitplans nach folgenden Maßgaben bereitzustellen:
a. Los 1: Größe des Leiharbeiterpools: zwischen 38 bis 45 Leiharbeiter;
b. Los 2: Größe des Leiharbeiterpools: zwischen 38 bis 45 Leiharbeiter;
c. Los 3: Größe des Leiharbeiterpools: zwischen 54 bis 60 Leiharbeiter;
3. Die N*ICE geht von folgenden Mindestumsätzen pro Kalenderjahr je Los aus:
a. Los 1: ca. 260 000 EUR Netto;
b. Los 2: ca. 260 000 EUR Netto;
c. Los 3: ca. 390 000 EUR Netto.
4. Der Teilnehmer hat sicherzustellen, dass für den Auftraggeber während der Wintersaison (aktuell 15.10.-30.4.) die Leiharbeiterdisposition 24 h täglich erreichbar ist. Der zeitliche Vorlauf für eine Bestellung beträgt mindestens 8,5 h (Bsp.: es wird für den folgenden Tag mit Dienstbeginn 3:30 Uhr bis spätestens 19:00 Uhr bei der Disposition bestellt).
Die Mindestvorlaufzeiten gelten für den Spätdienst analog.
5. Die Arbeitszeiten im Frühdienst sind zwischen 3:30 Uhr (frühester Beginn) und spätestens 16:30 Uhr (spätestes Dienstende). Im Spätdienst liegen die Arbeitszeiten zwischen 12:00 Uhr (frühester Beginn) und 00:30 Uhr (spätestes Dienstende). Die Schichtlängen variieren je nach Bedarf zwischen diesen Zeitpunkten. Die Mindestschichtlänge beträgt 5 Stunden.
6. Der Auftraggeber behält sich vor, das im Dienst befindliche Personal bei entsprechenden Wetterlagen unter Beachtung der Mindestschichtlänge abzubauen.
7. Ferner kann der Auftraggeber bei Bedarf ein untertägiges Aufstocken der Gesamtpersonalmenge bis zur entsprechend vereinbarten Netto-Maximalmenge je Schicht mit 60 Minuten Vorlaufzeit verlangen.
8. Dienstort ist das Dienstgebäude von N*ICE (aktuell Gebäude 120). Der Dienstbeginn erfolgt in Arbeitsschutzkleidung unmittelbar vor Arbeitsaufnahme. Das Dienstende erfolgt ebenfalls in Arbeitsschutzkleidung. Für die Zu- und Rückführung der Leiharbeiter zum Dienstort hat der Teilnehmer Sorge zu tragen, ebenso für die adäquate Arbeitsschutzkleidung gemäß den gesetzlichen Vorgaben. N*ICE stellt Warnweste, Arbeitshandschuhe, Arbeitsbrillen und Gehörschutz zur Verfügung.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-03-03.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-01-30.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2015-01-30
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Auftragsbekanntmachung
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