Nachhaltige Sanierung Landtagsgebäude Rheinland-Pfalz, SAP 600 13 5013, Vergabenummer 15 D 0059, Architektenleistung ab Leistungsphase 6 (Vorbereitung der Vergabe)

Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium der Finanzen, dieses vertreten durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und

Aufgabenstellung:
Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung, Niederlassung Mainz projektiert die Nachhaltige energetische Sanierung des Landtagsgebäudes Rheinland-Pfalz, Platz der Mainzer Republik 1, 55116 Mainz.
Der rheinland-pfälzische Landtag befindet sich im historischen Deutschhaus in Mainz. Das barocke Palais mit den beiden vorgelagerten sogenannten Kavaliersgebäuden wurde bis 1951 nach weitgehender Kriegszerstörung wieder aufgebaut. Seither wurden immer wieder Teilbereiche des Gebäudes modernisiert, ohne dabei grundlegende Mängel – insbesondere im Bereich des Brandschutzes und der gebäudetechnischen Anlagen sowie der Barrierefreiheit – beheben zu können.
Im Jahr 2013-14 wurde für das Landtagsgebäude und die Kavaliersgebäude ein Planungswettbewerb (Objektplanungsleistungen) für eine umfassende und nachhaltige Sanierung durchgeführt. Als Ergebnis des Wettbewerbs können die beschriebenen Mängel behoben und die Funktionszusammenhänge und der Raumbestand innerhalb des Landtagsgebäudes optimiert werden. Zusätzlich wird das historische Landtagsgebäude um einen kleinen Anbau ergänzt.
Weitere wichtige Ziele bei der Sanierung des rheinland-pfälzischen Landtages sind anspruchsvolle Vorgaben zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen. Zusätzlich müssen die Belange des Denkmalschutzes bei der Neugestaltung des Gebäudes berücksichtigt werden. Der Bestand soll energetisch saniert werden, soweit dies im Rahmen des historischen Gebäudes und unter Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes möglich ist. Für den Bereich des Anbaus wird ein bestmöglicher Energiestandard (Passivhaus) angestrebt. Grundlagen der Planung sind die Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gemäß §7 Landeshaushaltsordnung, die funktionalen Zweckmäßigkeiten, die gestalterischen Belange und öffentlich-rechtlichen Anforderungen.
Das Land Rheinland-Pfalz – vertreten durch das Ministerium der Finanzen – hat den 1. Preisträger des Wettbewerbs mit Planungsleistungen bis Leistungsphase 5 beauftragt.
Im hier vorliegenden Verfahren werden Leistungen der Leistungsphasen 6-9 ausgeschrieben.
Aus der aktuellen Planung heraus ergeben sich für das Projekt folgende Kenngrößen:
BGF Bestandsgebäude ca. 8 500²
BRI Bestandsgebäude ca. 37 000 cbm
Nutzflächen u. a.:
Plenarbereich: ca. 650² NF
öffentlicher Bereich mit Foyer, Besucher-, Ausstellungs- und Sitzungs- und Besprechungsbereichen sowie öffentliche Gastronomie: ca. 2 300² NF
Bereiche der Landtagsverwaltung: ca. 1 100² NF
Herstellungskosten (KG 300 und KG 400):
geschätzt 18 500 000 EUR netto
Durchführungszeitraum
Die umfänglichen vorbereitenden Maßnahmen für das Bauvorhaben erfolgen zeitnah. Der Rahmenterminplan sieht eine Einarbeitungsphase von ca. 2 Monaten bis Ende Juli 2015 vor. Im Anschluss sind ab Ende Juli 2015 Ausschreibung und Vergabe von bauvorbereitenden Maßnahmen wie Baustelleneinrichtung, Demontage/Entkernung vorgesehen. Im Anschluss daran sind ab Anfang November 2015, Ausschreibung und Vergabe für Gründung und Verbau vorgesehen.
Erforderliche archäologischen Grabungen erfolgen ab Februar 2016.
Ausschreibung und Vergabe für die oberirdischen Gebäudeteile sollen im Nov. 2015 begonnen werden.
Während der gesamten Bauausführungsphase muss eine Präsenz des AN vor Ort gegeben sein, so dass ein zügiger Bauablauf gewährleistet wird. Hierzu wird der AN verpflichtet, an der Baustelle ein Büro nach Vorgabe des AG ausreichend zu besetzen. Die Räume werden dem AN vom AG zur Verfügung gestellt.
Für diese anspruchsvolle Aufgabe wird ein sowohl in Fragen der Fortführung der Gestaltungsabsichten aus der Entwurfs- und Ausführungsplanung als auch in der Bauabwicklung versiertes und leistungsfähiges Planungsbüro gesucht.
Beauftragung:
Folgende Leistungen werden auf der Grundlage der HOAI beauftragt:
Für Gebäude und raumbildende Ausbauten gem. HOAI werden zunächst nur Leistungen der LPH 6 (Vorbereitung der Vergabe), auf Basis einer vorliegenden und mit dem Nutzer abgestimmten HU-Bau Entwurfsplanung beauftragt.
Es besteht die Absicht, weitere Leistungen der LHP 7 (Mitwirkung bei der Vergabe), LPH 8 (Objektüberwachung) und LPH 9 (Dokumentation), ergänzt durch besondere Leistungen (insbesondere Leistungen bezüglich des „Nachhaltigen Bauens"), stufenweise zu übertragen (Stufenvertrag). Ein Rechtsanspruch auf Übertragung der weiteren Leistungen besteht nicht.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-03-04. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-02-02.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-02-02 Auftragsbekanntmachung