Objektplanung für Freianlagen (LP 1-8) HOAI § 38 für die Neu-/Umgestaltung des Schulgeländes Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium, Johannisberg 20, in Bezug auf das pädagogische Konzept (in Verbindung mit der Energetischen Gesamtsanierung, Um-/Neubau des Schulgebäudes), Wuppertal

Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal

Das 3-zügige Gymnasium (ca. 60 Lehrer, ca. 800 Schüler), bestehend aus drei zentral verknüpften Gebäudeteilen und einer Turnhalle, soll hochbauseitig saniert werden. Im Bereich der zentralen Verknüpfung ist ein Lückenschluss über 3 Etagen geplant.
Ergänzend zur Sanierung des Hochbaukörpers soll das gesamte Außengelände (ca. 10 000 m² reine Planungsfläche) der Schule, bestehend aus verschiedenen Schulhof-Bereichen in unterschiedlichen Höhenlagen, grundlegend um- bzw. neu gestaltet werden. Aufgabe ist die Erstellung einer qualifizierten Freianlage unter Verwendung innovativer, nachhaltiger und ästhetisch ansprechender Materialien und Baustoffe sowie unter Beachtung einer benutzer- und pflegefreundlichen Anlage, die den Grundsätzen des Freiflächenmanagements entspricht. Das Gelände der Schule befindet sich angrenzend an die Elberfelder City in einer Art „Insellage“, abgeschnitten von der nächsten Wohnbebauung aufgrund der umliegenden Straßenführung (Johannisberg, Südstraße).
Zur Vorbereitung der energetischen Gesamtsanierung haben die beteiligten Entscheidungsträger: Schule, Stadtbetrieb Schulen und Gebäudemanagement, eine "Phase Null" durchgeführt. Diese wurde, als Gewinn des Wettbewerbs „Schulen planen und bauen“, durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft begleitet.
Ergebnis der Phase Null ist ein gemeinschaftlich abgestimmtes Umbaukonzept. Im Ergebnisbericht der Phase Null sind neben der grundsätzlichen Konzeption für den Schulumbau auch die Anforderungen an die Außenanlagen mit den städtebaulichen Bezügen beschrieben. Er enthält die grobe räumliche Umsetzung des aktuell präzisierten pädagogischen Konzeptes der Schule, abgestimmt mit dem Schulträger und dem Gebäudebewirtschafter. Er zeichnet keinen Vorentwurf.
Die Bereitschaft, dieses Grundkonzept für die Bauaufgabe anzuerkennen und sich mit den differenziert geschilderten Grundlagen gestalterisch auseinanderzusetzen, ist zwingende Voraussetzung für die Übernahme der in diesem Verfahren abgefragten Leistung. Erfahrung mit der Umsetzung von Beteiligungsprojekten (Einbeziehen von Bürgern/Nutzern an der Erarbeitung der Grundlagen für die spätere Ausführung von Maßnahmen) ist daher von Vorteil.
Des Weiteren wird Bestandteil des Vertrages, dass die in der Lenkungsgruppe der Phase Null beteiligten Akteure (GMW, Schule und Stadtbetrieb Schulen) in allen Planungs- und Umsetzungsphasen die Umsetzung des Phase-Null-Konzeptes regelmäßig kontrollieren, um das Ergebnis im Sinne der Beteiligten sicherzustellen. Termine zum Mitwirkungskonzept werden gemeinsam festgelegt.
Die auszuführenden Aufgaben im Rahmen der Neu- bzw. Umgestaltung der Außenanlagen bestehen aus:
— Um- bzw. Neugestaltung der Außenanlagen unter Beachtung der städtebaulichen Situation und der sowohl bestehenden als auch angestrebten Beziehungen in die benachbarten Quartiere;
— Verbesserung der Wahrnehmbarkeit der Schule als attraktive Bildungseinrichtung im Stadtbild und Wiederherstellung von Blickbeziehungen in die City;
— Gestaltung von erkennbaren Haupt-Zugängen mit Aufenthaltsfunktion;
— Sicherstellung der geplanten Interaktion zwischen Hochbaukörper und Außenanlage;
— Verbesserung der nutzbaren Flächenanteile des Schulgeländes;
— Schaffung von flexibel nutzbaren Flächen, auch hinsichtlich eines hochmodernen Schulkonzeptes für die nächsten Jahrzehnte;
— Gestaltung von Bewegungs- und Aktivitätszonen und Ruhe- und Rückzugsräume, teilweise überdacht, unter Beachtung einer Ganztagsnutzung;
— Herstellen von Barrierefreiheit gem. Barrierefrei-Richtlinie GMW und Berücksichtigung von Aspekten der Inklusion;
— Neuordnung und gestalterische Aufwertung von Bereichen der Entsorgung und des ruhenden Verkehrs;
— Integration eines „Grünen Klassenzimmers“.
Der aktuelle grob ermittelte Kostenrahmen schließt mit einer Summe von ca. 1 800 000 EUR brutto für die Kostengruppe 500 ab. Die Kosten stellen nur einen Anhaltswert zum Versendezeitpunkt dar. In Planung und Ausführung ist ein hohes Maß an Kosten- und Termin- und Qualitätssicherheit zu gewährleisten.
Die Gesamtbauzeit (Hochbau und Außenanlagen) wird sich auf ca. 3 Jahre belaufen, der Baubeginn soll Mitte 2015 mit der Schadstoffsanierung beginnen und die Gesamtmaßnahme am 1.10.2018 abgeschlossen werden. Die Schule wird hierzu über die gesamte Bauzeit ausgelagert.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-03-30. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-02-26.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-02-26 Auftragsbekanntmachung