Objektplanung gemäß Teil 1 und Teil 3 Abschnitt 3 HOAI 2013 (Ingenieurbauwerke) und Tragwerksplanung gemäß Teil 1 und Teil 4 Abschnitt 1 HOAI 2013 für die Sanierung der Kaimauern und Speicherkeller der Speicherstadt Hamburg, sowie der Kaimauern am Zollkanal

Freie und Hansestadt Hamburg/Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen, vertreten durch die ReGe Hamburg Projekt-Real

Allgemeines
Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen der Freien und Hansestadt Hamburg hat die ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH mit dem Projektmanagement und Wahrnehmung der Bauherrenfunktion zur Sanierung von Kaimauern beauftragt.
Auftragsgegenstand ist die Erbringung der Objekt- und Tragwerksplanung für Sanierungsarbeiten und unterteilt sich in die Kaimauerbereiche innerhalb der Speicherstadt und am Zollkanal.
Kaimauern innerhalb der Speicherstadt:
Die Gesamtlänge der Kaimauern innerhalb der Speicherstadt beträgt ca. 2 000 m. Die Kaimauern der Speicherstadt sind ca. 120 Jahre alt und unterliegen dem Tideeinfluss der Elbe. Die Kaimauern bestehen aus Ziegelmauerwerk und sind auf Holzpfählen gegründet. Die Pfahlköpfe sind in einer Dämmerschicht eingebunden, die wasserseitig durch eine Holzspundwand eingefasst ist.
Die Außenwände der Speicherblöcke sind auf den Kaimauern gegründet. Die Speicher und die tiefgegründeten Stützen sind jedoch nicht Gegenstand des Sanierungsobjektes.
An den Kaimauern und in den unmittelbar anschließenden Speicherkellern der Speicherstadt wurden sowohl auf der Wasserseite als auch im inneren Bereich der Speichergebäude erhebliche Schäden festgestellt. Im Bereich der Wasserwechselzone (Bereich Dämmerschicht) ist es teilweise zu Ausspülungen gekommen. Die Holzspundwand ist teilweise durch Schlick bedeckt.
Die voraussichtlichen Baukosten der Sanierung werden auf Basis der Kostenschätzung auf rund 23 000 000 EUR (netto) beziffert. Der Planungsauftrag beinhaltet die Leistungsphasen 6 und 8-9 der HOAI – Ingenieurbauwerke und Leistungsphase 6 der HOAI – Tragwerksplanung.
Die Erbringung der Lph 6 soll auf Basis der Entwurfsplanung abschnittsweise (zur Zeit sind 3 Abschnitte geplant) erfolgen und insgesamt bis zum März 2016 abgeschlossen sein. Dabei sollen die Leistungen für den 1. Sanierungsabschnitt 6 Wochen nach Auftragserteilung und für den 2. Sanierungsabschnitt im Dez. 2015 abgeschlossen sein. Die Lph 7 wird durch den Auftraggeber selber wahrgenommen. Die Erbringung der Lph 8 soll nach erfolgreicher Vergabe voraussichtlich im 2. Quartal 2016 beginnen.
Die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten ist bis Ende 2019 vorgesehen.
Der Auftragsgegenstand umfasst die beiden Kaimauern am Zollkanal
„Zollamt“ (Länge ca. 55 m)
„Brook“ (Länge ca. 165 m)
Die Kaimauern sind ca. 120 Jahre alt und unterliegen dem Tideeinfluss der Elbe. Die Kaimauern liegen an Freiflächen und bestehen aus Ziegelmauerwerk und sind auf Holzpfählen gegründet. Die Pfahlköpfe sind in einer Dämmerschicht eingebunden, die wasserseitig durch eine Holzspundwand eingefasst ist. An den Kaimauern wurden auf der Wasserseite teilweise erhebliche Schäden in Form von Rissen festgestellt. Des Weiteren wurden hinter den Kaimauern Versackungen festgestellt. Im Bereich der Wasserwechselzone (Bereich Dämmerschicht) ist es teilweise zu Ausspülungen gekommen. Die Holzspundwand ist teilweise durch Schlick bedeckt.
Die voraussichtlichen Kosten der Sanierung werden nach derzeitigem Kenntnisstand auf rund 3 800 000 EUR (netto) beziffert.
Die 55 m lange Kaimauer „Zollamt“ wurde bereits im Zeitraum von 2009 bis 2012 in der Form saniert, dass der Mauerwerksblock oberhalb der Holzpfähle komplett erneuert wurden.
Der Planungsauftrag beinhaltet alle Leistungsphasen der Leistungsbilder Ingenieurbauwerke und Tragwerksplanung. Auf Basis der Entwurfsplanung, die bis Ende 2015 abgeschlossen sein soll, soll zunächst eine Kostenberechnung und ein Zeitplan entwickelt, die Risiken aufgezeigt und damit die Grundlagen für die weiteren Planungs- und Baurealisierungsschritte geschaffen werden. Der Abschluss der Leistungsphasen 4-6 soll bis Ende März 2016 erfolgen. Die Lph 7 wird durch den Auftraggeber selber wahrgenommen. In diese Planung sollen auch die Belange des Denkmalschutzes einfließen. Vorrangig ist die vorhandene Substanz zu erhalten und in Stand zu setzen.
Zur weiteren Überprüfung und Präzisierung des bisher festgestellten Schadensumfangs an den Kaimauern (Mauerwerk, Pfahlköpfen) sollen bei Erfordernis zusätzliche Gutachter beauftragt werden. Für die Sanierungsbereiche besteht keine Kampfmittelfreiheit.
Die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten für beide Kaimauern „Zollamt“ und „Brook“ ist bis Ende 2016 vorgesehen.
Die Teilnehmer im Wettbewerb sollen sich darauf einstellen, dass die oben genannten Leistungen zu den Kaimauern jeweils parallel erstellt werden sollen. Hierfür ist ein ausreichendes Projektteam vorzuhalten.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-07-10. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-06-11.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-06-11 Auftragsbekanntmachung
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