Planung, Herstellung und Lieferung von Einsatzleitwagen (ELW 2)
Der zu beschaffende Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) soll ein Führungsfahrzeug der Kreise und kreisfreien Städte werden, welcher sowohl für den täglichen Einsatz als auch für den Einsatz einer mobilen Technischen Einsatzleitung bei Großschadenslagen oder Katastrophen eingesetzt werden kann. Das Fahrzeug wird durch eine Besatzung von bis zu 3 Personen an die Einsatzstelle gebracht und koppelt dort mit den Führungskräften. Während des Einsatzes dient er der Aufnahme des IuK-Personals (3 Personen) und der Besetzung einer Technischen Einsatzleitung in stabsmäßiger Gliederung unterschiedlicher Personalstärke (7-11 Personen, je nach Variante).
Er muss mindestens der Norm DIN SPEC 14507 -3 für einen ELW 2 in der aktuellen Fassung entsprechen.
Um eine Austauschbarkeit der Fahrzeuge bzw. des IuK-Funktionspersonals zu ermöglichen, wird eine maximale Vereinheitlichung des ELW 2 angestrebt. Das Fahrgestell, der Grundaufbau, der IuK-Raum und der Vorraum sind gleich zu gestalten und auszustatten.
Das Fahrzeug wird im Regelfall in Deutschland eingesetzt und ist für das vorherrschende Klima auszulegen. Die DIN SPEC 14507 -3 ist bzgl. der Klimatisierung für die geschlossenen Bereiche einzuhalten. Für den ausklappbaren Bereich ist eine ausreichende Klimatisierung anzustreben, verschiedene Lösungsmöglichkeiten sind optional anzubieten.
Das Fahrzeug muss technisch so realisiert sein, dass es in 15 Minuten mit max. 3 Personen an der Einsatzstelle in Betrieb genommen werden kann.
Fahrgestell: Das Fahrzeug soll auf LKW-Basis mit einer Gewichtsreserve von mindestens 2t auf einem Straßenfahrgestell mit einer sperrbaren Hinterachse aufgebaut werden.
Kofferaufbau
Allgemeines:
Der Aufbau soll eine Breite von 2,55 m und eine Länge von mindestens 7,5 m haben.
Es sollen 3 optionale Ausbauvarianten für den Besprechungsraum, je nach Nutzerforderung realisiert werden.
Der Koffer soll in 3 Nutzungseinheiten (siehe Skizzen, die mit den Vergabeunterlagen versandt werden) unterteilt sein. Die Aufteilung ist im Grundsatz einzuhalten.
— IuK-Raum
— Vorraum mit Eingangsbereich
— Besprechungsraum
Freiräume im Bereich des Ausbaus sind durch Staukästen für die Unterbringung von Sonderausstattung zu nutzen. Hier soll ebenfalls die Beladung nach DIN ELW 2 untergebracht werden.
IuK-Raum:
Der IuK-Raum ist in Bemaßung, Ausstattung und Gestaltung bei allen drei Varianten gleich zu realisieren. Der IuK-Raum wird durch den Vorraum erschlossen.
Es sind 3 gleichwertige IuK-Arbeitsplätze vorzusehen.
Optional:
Optional sollen 2 Funkarbeitsplätze bei der Fahrt betreibbar sein.
Vorraum:
Der Vorraum ist in Bemaßung, Ausstattung und Gestaltung bei allen drei Varianten gleich zu realisieren.
Der Eingang in den ELW 2 erfolgt von rechts außen in den Vorraum. Aus diesem werden der IuK-Raum und der Besprechungsraum erschlossen.
Im Vorraum soll ein flexibler Rechnerarbeitsplatz für 1 Person und die Drucktechnik untergebracht sein.
Zu beiden angrenzenden Räumen (IuK-Raum/Besprechungsraum) sollen verschließbare Durchreichen vorhanden sein.
Freiräume im Bereich des Vorraumes sind durch Schubladen / Schrankeinbauten für die Unterbringung von Büroausstattung (z. B. Funktastatur/-maus, Kopfhörer, Schreibmaterialien, Checklisten) DIN A 4 Ordnern etc. zu nutzen.
Besprechungsraum:
Der Besprechungsraum dient der Unterbringung der Technischen Einsatzleitung.
Er wird durch den Vorraum erschlossen.
Es wird angestrebt, die Größe des Besprechungsraumes in drei Versionen anzubieten:
— Version 1 – klein: ohne Seitenklappen mit 6 Plätzen am Lagetisch
— Version 2 – mittel: mit einer Seitenklappe und 6 Plätzen am Lagetisch sowie 2 Plätzen in den ausgeklappten Bereichen
— Version 3 – groß: mit zwei Seitenklappen und 6 Plätzen am Lagetisch sowie 4 Plätzen in den ausgeklappten Bereichen
Als Klapplösung sind hier Kombinationen aus klapp/ ausschiebbaren Platten und festen Planen vergleichbar mit den THW-Führungs- und Lageanhänger angedacht. (Boden, Decke und kurze Wände sollen aus festen Werkstoffen bestehen. Die lange Wand kann aus Zeltplane o.ä. bestehen).
Eine eingeschränkt Nutzung des Besprechungsraumes sollte auch im eingeklappten Zustand möglich sein.
Nähere Einzelheiten werden mit den Vergabeunterlagen an die geeigneten Bieter nach Ende des Teilnahmewettbewerbs versandt.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-08-31.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-07-31.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2015-07-31
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Auftragsbekanntmachung
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