Planungsleistungen Architektur Schloss Friedenstein Gotha, „Nutzungserweiterung und Sanierung Teilbereiche Westflügel und Westturm 2. Obergeschoss sowie Brandschutzmaßnahmen“

Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Ausgangslage:

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-09-07. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-08-03.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-08-03 Auftragsbekanntmachung
2015-12-10 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2015-08-03)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Menge oder Umfang: Architekten- und Ingenieurleistungen nach § 34 HOAI 2013, Leistungsphase 1-3.
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Regional- oder Kommunalbehörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
Postanschrift: Schloss Heidecksburg, Postfach 10 01 42
Postleitzahl: 07391
Postort: Rudolstadt
Kontakt
E-Mail: d.fischer.architekten@t-online.de 📧
Telefon: +49 3643851250 📞
Fax: +49 3643851252 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2015-08-03 📅
Einreichungsfrist: 2015-09-07 📅
Veröffentlichungsdatum: 2015-08-08 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2015/S 152-280651
ABl. S-Ausgabe: 152
Zusätzliche Informationen
Es sind zwingend der über die E-Mail-Adresse (d.fischer.architekten@t-online.de) der im Pkt. I.1) angegebenen Kontaktstelle erhältliche Bewerbungsbogen zu verwenden. Gewertet werden nur vollständig ausgefüllte und im Original unterschriebene Bewerbungsbögen und die darin geforderten Anlagen. Außer dem Bewerbungsbogen und der Bewertungsmatrix gibt es keine ergänzenden Unterlagen. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende Eigenerklärungen und sonstige Nachweise innerhalb einer bestimmten Frist schriftlich anzufordern. Fragen sind ausschließlich schriftlich an die unter Ziffer I.1) genannte Kontaktstelle (d.fischer.architekten@t-online.de) einzureichen. Auskünfte werden bis zu 6 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist erteilt. Die Bewerbungen sind in einem verschlossenen Umschlag mit der Kennzeichnung „VOF-Planungsleistungen Architektur, Schloss Friedenstein Gotha“ fristgemäß und vollständig einzureichen bei der Kontaktstelle: Fischer Planungsgesellschaft Weimar mbH, Vorwerksgasse 1, 99423 Weimar.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Ausgangslage:
Mit Schloss Friedenstein und seinen Parkanlagen verfügt Thüringen über ein eimaliges Denkmalensemble von großer Strahlkraft. Das gewaltige Schloss mit seinen beiden mächtigen Ecktürmen bildet eine Landmarke, in der sich eine beeindruckende Baugeschichte wiederspiegelt. Mit seinen Prunkräumen, dem Ekhof-Theater, den Gartenanlagen und den Kunstsammlungen besitzt Schloss Friedenstein einen herausragenden kulturgeschichtlichen Rang und eine ständig zunehmende Attraktivität als Ziel des Kulturtourismus.
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Planungsaufgabe:
Am Schloss Friedenstein ist die geschossübergreifende statisch-konstruktive Sanierung des südlichen Teils des Westflügels und Teilbereichen des zweiten Obergeschosses, verbunden mit restauratorischen Maßnahmen, erforderlich. Zur Umsetzung dieses Projektes hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten einen Fördermittelantrag bei dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) für die aktuelle Förderperiode gestellt. Das Investitionsvolumen ist auf 5 000 000 EUR begrenzt. Durchgeführt werden sollen Maßnahmen des Denkmalschutzes mit dem Ziel der Bestandssicherung und Nutzungsverbesserung, sowie Brandschutzmaßnahmen.
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Durchgeführt werden sollen Maßnahmen zur Nutzungserweiterung und Sanierung des südlichen Westflügels sowie des 2. Obergeschosses im Westturm, als auch Brandschutzmaßnahmen. Die Maßnahmen zielen auf die Erweiterung und Sicherung der langfristigen Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere für den Hauptnutzer, die Stiftung Schloss Friedenstein mit ihrer großen Bedeutung für die touristische und kulturelle Infrastruktur.
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Aus der Zielstellung der Sanierung des Westflügels ergibt sich eine äußerst komplexe Planungsaufgabe, hinsichtlich der architektonischen, gestalterischen, konstruktiven, technologischen und organisatorischen Anforderungen, zu deren Umsetzung es einer hohen denkmalpflegerischen Kompetenz bedarf. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architekt und Restaurator sowie auch beteiligten Fachplanern ist unabdingbar. Das Schloss Friedenstein ist derzeit noch nahezu vollständig in Nutzung. Die betreffenden Dachbereiche, derzeit noch als Depot genutzt, werden aktuell beräumt. Neben der Beseitigung konstruktiver Mängel an der historischen Dachkonstruktion ist die Bekämpfung des Echten Hausschwammes erforderlich, der sich über mehrere Geschosse zieht. Hierbei muss teilweise in die Deckenbereiche über den Enfiladen des zweiten Obergeschosses, mit den wertvollen historischen Raumfassungen, eingegriffen werden.
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Es wird notwendig werden, die museale Nutzung in dem betroffenen Teilbereich des 2. Obergeschosses des Westflügels während der Baumaßnahme einzustellen. Diese Phase soll für eine Restaurierung genutzt werden. Das 1. Obergeschoss wird aktuell beräumt. Die Baustelle ist entsprechend einzurichten und zu koordinieren. Der nördliche Teil des Westflügels und der Westturm sollen den Besuchern weiterhin offen stehen.
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Zur Erhöhung der Attraktivität des Westturmes mit seinen Ausstellungen soll darüber hinaus im 2. Obergeschoss eine Baumaßnahme mit dem Ziel der Neugestaltung eines Ausstellungsbereiches vorgeschaltet werden. Hierzu sind die baulichen Voraussetzungen zu schaffen und die Räume instand zu setzen. Die Ausstellungsgestaltung ist nicht Bestandteil der Architektenleistung.
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Am Schnittpunkt des Westturms zum Westflügel sind zur Verbesserung der Funktionalität der Einbau eines Aufzuges, die Anordnung von Sanitärbereichen und ein neues Treppenhaus vorgesehen. Die Planung und Steuerung der Besucherführung und das Aufrechterhalten des laufenden Betriebes während der Baumaßnahme ist erforderlich.
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Die enge Abstimmung und Kommunikation mit den Nutzern, der Stiftung Schloss Friedenstein, ist unerlässlich.
Zur Umsetzung des EFRE Projektes wird ein kompetentes Planungsteam mit einer besonderen Befähigung im Umgang mit Denkmalen benötigt, dessen Auswahl über ein VOF-Verfahren erfolgen soll.
Das Gesamtinvestitionsvolumen ist auf 5 Mio. Euro seitens des Fördermittelgebers gedeckelt. Der Fördermittelbscheid liegt noch nicht vor. Die Umsetzung ist letztlich von der Förderzusage abhängig.
Die Gesamtfläche (BGF) der zu bearbeitenden Gebäudeteile beträgt ca. 3 700 m
Beschreibung der Optionen:
Weiterbeauftragung bis Leistungsphase 9,
Entwurfsplanung und Erarbeitung der Haushaltsunterlage Bau in 2016, anschließend die weiteren Planungen, Baumaßnahmen ab Ende 2016 beginnend mit dem Westturm als vorgezogene Maßnahme vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel, Bauabschluss 1. Quartal 2020.
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Bezeichnung des von der EU finanzierten Projekts oder Programms:
Die geplante Finanzierung erfolgt anteilig aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, Strukturfondsmittel der EU in der Förderperiode bis 2020).
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort:
Teilbereiche Westflügel und Westturm des Schlosses Friedenstein, 99867 Gotha/Thüringen.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Für die Angaben nach Pkt. III.2.1) bis III.2.3) ist zwingend der, über die in der Kontaktstelle angegebene E-Mail Adresse (d.fischer.architekten@t-online.de) erhältliche, Bewerbungsbogen zu verwenden. Für jeden Bewerber, jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft und jeden Nachauftagnehmer ist ein gesonderter Bewerbungsbogen zu verwenden. Geforderte Nachweise und Erklärungen nach Pkt. III.2.1) bis III.2.3) dieser Ausschreibung sind, wie im Bewerbungsbogen gefordert, beizulegen. Ein Versicherungsnachweis des Nachauftragnehmers ist nicht erforderlich.
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— Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 4 Abs. (6) und (9) VOF;
— Erklärung nach § 4 (2) VOF, ob und auf welche Art der Bewerber wirtschaftlich oder rechtlich mit anderen Unternehmen verknüpft ist;
— Erklärung ob und in welcher Weise der Bewerber auf den Auftrag bezogen mit Anderen zusammenarbeitet;
— Nachweis über die berufliche Befähigung des Bewerbers und/ oder der Führungskräfte des Unternehmens, insbesondere der für die Dienstleistung verantwortlichen Personen durch Nachweis der Berufszulassung nach § 5 (5)a), zusätzlich, im Falle einer juristischen Person: Kopie des Handelsregisterauszuges.
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Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
— Nachweis der geforderten Berufshaftpflichtversicherungsdeckung für Personenschäden: 2 000 000 EUR, für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden: 2 000 000 EUR, alternativ:
Vorlage einer verbindlichen und unbedingten Erklärung des Versicherers zum Zeitpunkt der Abgabe der Bewerbung, worin sich der Versicherer bereit erklärt, bei Auftragserteilung die Berufshaftpflichtversicherung mit den geforderten Deckungssummen abzuschließen;
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— Aussagen zum Gesamtumsatz und Umsatz für entsprechende Dienstleistungen der letzten 3 Geschäftsjahre in Euro brutto;
— Erklärung zur Anzahl der Fachkräfte im Büro der letzten 3 Jahre und der aktuell beschäftigten Fachkräfte;
— Angabe der aktuell beschäftigten Fachkräfte für die entsprechende Dienstleistung.
Mindeststandards:
Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistungen mindestens das Zweifache der Versicherungssumme beträgt.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
Die Leistungserbringer (Projektleiter und stellvertretender Projektleiter) müssen über eine mindestens 7-jährige Berufserfahrung als Architekt bzw. als Ingenieur verfügen (ein Qualifikationsnachweis ist zu erbringen).
Erst bei Einladung zu den Vergabeverhandlungen sind alle für die Projektbearbeitung vorgesehenen Leistungserbringer zu benennen und der Nachweis ihrer fachlichen Qualifikation mit Referenzangaben zu erbringen.
Referenzliste für maximal 5, aber mindestens 2 Referenzobjekte mit Angabe von:
Projektbezeichnung, Auftraggeber, Beschreibung der Maßnahme, Angabe der Entstehungszeit, Angabe Lph. 3-8 vollständig erbracht, Angabe Abschluss Lph. 8, Angaben zum Denkmalstatus, Herstellungskosten KG 300/400 brutto, BGF
Um die volle Punktzahl gemäß Wertungsmatrix zu erhalten sind insgesamt 5 Referenzobjekte darzustellen.
Für folgende Kriterien können Zusatzpunkte erreicht werden:
— Entstehungszeit 17.-18. Jahrhundert,
— bauzeitliche Überformung, Ergänzungen,
— Schlossbau,
— erkennbar vorwiegend auf Bestands- und Substanzerhalt gerichtet,
— Erarbeitung bzw. Umsetzung einer Nutzungsverbesserung des Gebäudebestands,
— Umsetzung statisch-konstruktiver Sanierungsziele,
— Maßnahmen zur Bekämpfung des Echten Hausschwamms,
— erhöhter Aufwand bei der Baustellenlogistik/-einrichtung und Koordination in Bezug auf Besucherführung und Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs,
— Erarbeitung bzw. Umsetzung einer denkmalpflegerischen Zielstellung in Abstimmung mit dem Bauherrn und den zuständigen Behörden,
— Umgang mit Befunden und Integration in die architektonische Raumgestaltung,
— heutige Anforderungen bzw. moderne Bauteile (Erschließung, Barrierefreiheit, Brandschutz, Haustechnik) in Denkmal/historischen Bestand substanzverträglich integriert,
— Herstellungskosten ≥ 4 000 000 EUR brutto.
Diese Wertungskriterien können an den 5 Referenzobjekten verteilt nachgewiesen werden. Sie werden maximal je 3x mit einem Zusatzpunkt gewertet. Es können also maximal 3 Zusatzpunkte je Wertungskriterium erreicht werden.
Zum Nachweis erfolgt die Eintragung in den zwingend auszufüllenden Bewerbungsbogen und die zwingende Darstellung des Referenzobjektes mittels Referenzblatt.
Referenzblatt: Die Referenzen sind jeweils auf max. 3 A4 Blättern einseitig darzustellen. Die Darstellung ist frei wählbar, sollte jedoch mindestens eine Ansicht, eine Fotografie, einen Grundriss und ein Detail des Referenzobjektes beinhalten und sämtliche Merkmale der Wertungskriterien nachvollziehbar/plausibel beschreiben.
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— Angaben zur technischen Ausstattung für die Dienstleistung (Büro- und Kommunikationstechnik, eingesetzte Programme für CAD und Ausschreibung, GAEB-Schnittstellen),
— Darstellung und Nachweis der Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität sowie der Termin- und Kostenkontrolle und -einhaltung,
— Darstellung und Nachweis der Kenntnisse (Weiterbildungen) im Bereich des Vergaberechts.
Mindeststandards:
Referenzen im Bereich Planung, Instandsetzung, Modernisierung, Umbau, Restaurierung eines Denkmals / Denkmalensembles mit herausragender denkmalpflegerischer Bedeutung und folgenden Mindestkriterien:
— Entstehungszeit vor 1930,
— Abschluss/Fertigstellung (Lph. 8) innerhalb der letzten 10 Jahre (zwischen 01/07/2005 und 01/07/2015),
— Lph. 3-8 nach § 34 HOAI vollständig erbracht (Übergabe Nutzer vollzogen),
— Referenzprojekte wurden von der bewerbenden Niederlassung bearbeitet,
— Gebäude steht unter Denkmalschutz,
— Baukosten KG 300 + 400 ≥ 1 500 000 EUR,
— BGF ≥ 1 000 m²,
— Bei öffentlichen Auftraggebern ist zwingend eine Referenzbescheinigung vorzulegen. Bei privaten Auftraggebern kann ersatzweise eine Eigenerklärung vorgelegt werden.
Es sind maximal 5, mindestens 2 Referenzobjekte darzustellen. Um die volle Punktzahl gemäß Wertungsmatrix zu erhalten sind insgesamt 5 Referenzobjekte darzustellen.
Referenzblatt: Die Referenzen sind jeweils auf max. 3 A4 Blättern einseitig darzustellen. Die Darstellung ist frei wählbar, sollte jedoch mindestens eine Ansicht, eine Fotografie, einen Grundriss und ein Detail des Referenzobjektes beinhalten und sämtliche Merkmale der Wertungskriterien nachvollziehbar/plausibel beschreiben.
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— Anforderung an Referenzbescheinigung:
Für das eingereichte Referenzprojekt ist eine Referenzbescheinigung, ausgestellt durch den Auftraggeber zwingend mit Angaben der Baukosten und des Abschluss/Fertigstellungsdatums einzureichen. Werden durch Auftraggeber Referenzbescheinigungen nicht ausgestellt, ist ein Bestätigungsersatz durch aussagekräftige Eigenerklärungen mit den oben geforderten Angaben und der Benennung eines zuständigen Ansprechpartners des Auftraggebers zulässig.
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Zusätzlich oder abweichend eingereichte Unterlagen und Referenzprojekte mit unvollständigen Angaben werden nicht berücksichtigt.
Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien:
Vorlage einer gültigen Berufshaftpflichtversicherung mit den Deckungssummen von 2 000 000 EUR für Personenschäden und 2 000 000 EUR für sonstige Schäden. Alternativ: Vorlage einer verbindlichen und unbedingten Erklärung des Versicherers zum Zeitpunkt der Abgabe der Bewerbung, worin sich der Versicherer bereit erklärt, bei Auftragserteilung die Berufshaftpflichtversicherung bzw. eine objektbezogene Versicherung mit den geforderten Deckungssummen abzuschließen. Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistungen mindestens das zweifache der Versicherungssumme beträgt. Bei Bietergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Mitglied zu erbringen. Der Nachweis bzw. die Erklärungen dürfen nicht älter als 12 Monate sein und müssen der Bewerbung beiligen. Die Deckung muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben.
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Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln:
Die Vergütung erfolgt unter Zugrundelegung der Honorarvorschriften der HOAI. Die Zahlungsbedingungen richten sich nach den Allgemeinen Vertragsbestimmungen der Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Freistaates Thüringen bzw. gegebenenfalls der Richtlinien noch nicht bekannter Fördermittelgeber.
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Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll:
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter: Eine Bewerbergemeinschaft besteht im Falle der Aufforderung zur Angebotsabgabe als Bietergemeinschaft fort und wird im Falle der Zuschlagserteilung als Arbeitsgemeinschaft tätig. Eine Erklärung über die Rechtsform, den bevollmächtigten Vertreter und die gesamtschuldnerische Haftung auch über die Auflösung der Bewerbergemeinschaft hinaus, sowie die Leistungsverteilung (nachvollziehbare Angaben zu Funktion, Abläufen und Zuständigkeiten) innerhalb der Bewerbergemeinschaft mit Originalunterschrift sämtlicher Mitglieder ist mit der Bewerbung zwingend einzureichen (Formblatt Bewerbungsbogen). Mehrfachbeteiligung einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft sind unzulässig und führen zum Verfahrensausschluss sämtlicher betroffener Bewerbergemeinschaften.
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Sonstige besondere Bedingungen:
Bewerber oder Bewerbergemeinschaften welche Nachunternehmer binden, müssen mittels einer Verpflichtungserklärung der Nachunternehmer nachweisen, dass die erfordelichen Kapazitäten zur Verfügung stehen.
Der konkret auszuführende Auftragsanteil ist zu benennen ( Formblatt Bewerbungsbogen).
Der Auftraggeber erwirbt das uneingeschränkte Nutzungsrecht für die vergütete Planungsleistung. Sämtliche Planungsleistungen sind in deutscher Sprache anzufertigen.
Die Ausführung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten:
Natürliche Personen, die gem. Rechts- und Verwaltungsvorschrift ihres Heimatlandes am Tag der Bekanntmachung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt bzw. Ingenieur berechtigt sind, gemäß der Richtlinie 85/384/EWG;
Gemäß § 19 (3) VOF 2009 sind auch juristische Personen zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörigen gemäß § 19 (2) VOF 2009 benennen (Name und berufliche Qulifikation).
Namen und berufliche Qualifikationen des Personals

Verfahren
Mindestzahl der Bewerber: 3
Höchstzahl der Bewerber: 5
Objektive Auswahlkriterien:
Die eingegangenen Bewerbungen werden nach den Kriterien gemäß Pkt. III.2) bewertet. Die Auswahl erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix zu den Wertungskriterien gemäß Pkt. III.2) der Ausschreibung.Die Bewertungsmatrix wird bei Anforderung der Bewerbungsunterlagen zugesandt. Zu den Verhandlungsgesprächen eingeladen werden die 3-5 Bewerber mit der höchsten Punktzahl. Bei Punktgleichstand werden die Bewerber nach dem Losverfahren auf die Höchtzahl 5 reduziert.
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Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Fischer Planungsgesellschaft Weimar mbH, Vorwerksgasse 1, 99423 Weimar
Herrn Fischer

Referenz
Zusätzliche Informationen
Es sind zwingend der über die E-Mail-Adresse (d.fischer.architekten@t-online.de) der im Pkt. I.1) angegebenen Kontaktstelle erhältliche Bewerbungsbogen zu verwenden. Gewertet werden nur vollständig ausgefüllte und im Original unterschriebene Bewerbungsbögen und die darin geforderten Anlagen. Außer dem Bewerbungsbogen und der Bewertungsmatrix gibt es keine ergänzenden Unterlagen. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende Eigenerklärungen und sonstige Nachweise innerhalb einer bestimmten Frist schriftlich anzufordern.
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Fragen sind ausschließlich schriftlich an die unter Ziffer I.1) genannte Kontaktstelle (d.fischer.architekten@t-online.de) einzureichen. Auskünfte werden bis zu 6 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist erteilt.
Die Bewerbungen sind in einem verschlossenen Umschlag mit der Kennzeichnung „VOF-Planungsleistungen Architektur, Schloss Friedenstein Gotha“ fristgemäß und vollständig einzureichen bei der Kontaktstelle: Fischer Planungsgesellschaft Weimar mbH, Vorwerksgasse 1, 99423 Weimar.
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Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Freistaates Thüringen
Postanschrift: Weimarplatz 4, Postfach 2249
Postort: Weimar
Postleitzahl: D-99403
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: poststelle@tlvwa.thueringen.de 📧
Telefon: +49 36137700 📞
Internetadresse: www.thueringen.de/de/tlvwa/bau/vergabe 🌏
Fax: +49 36137737190 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Anträge auf Nachprüfung des Vergabeverfahrens dürfen keine der Unzulässigkeitskriterien nach § 107 Absatz 3 Nr. 1-4 GWB erfüllen. Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bewerber wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen. Nach Ablauf dieser Frist ist der Antrag unzulässig. Ein Verfahren vor der Vergabekammer ist für die unterliegende Partei kostenpflichtig.
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Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Postanschrift: Weimarplatz 4
Postleitzahl: 99423
Quelle: OJS 2015/S 152-280651 (2015-08-03)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2015-12-10)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Entfällt

Referenz
Daten
Absendedatum: 2015-12-10 📅
Veröffentlichungsdatum: 2015-12-15 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2015/S 242-440049
Verweist auf Bekanntmachung: 2015/S 152-280651
ABl. S-Ausgabe: 242

Objekt
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort:
Teilbereiche Westflügel und Westturm des Schlosses Friedenstein;
99867 Gotha/Thüringen.

Verfahren
Vergabekriterien
Kriterium: 1. Vorstellung des verantwortlichen Projektleiters mit fachlicher Kompetenz und Referenzangaben in Bezug auf die ausgeschriebene Leistung (10)
2. Vorstellung des stellv. Proj.-Leiters mit fachlicher Kompetenz und Referenzangaben in Bezug auf die ausgeschriebene Leistung (10)
3. Vorstellung des vorgesehenen Bauleiters mit fachlicher Kompetenz und Referenzangaben in Bezug auf die ausgeschriebene Leistung (5)
4. Darstellung der bürotypischen Herangehensweise unter Bezugnahme auf ein realisiertes Projekt hinsichtlich der Projektorganisation und Umsetzung/Realisierung (Präsentation von Planung bis zum fertigen Ergebnis). Erläuterung anhand von einem oder mehreren realisierten denkmalgeschützten Projekten mit Fotos, in Bezug auf die zu bearbeitende Aufgabe (40)
5. Darstellung der Einflussmöglichkeiten des Planers auf Kosten und Termine sowie kurze Vorstellung der für die Aufgabe vorgesehenen Mittel zur Kosten-/Terminsteuerung auch bei Auftreten von Leistungsstörungen. Einbindung von Erfahrungshintergründen bei der Sanierung von Denkmalen (10)
6. Aussage zur Verfügbarkeit in Planung + Ausführung und zur örtlichen Präsenz (10)
7. Stundensätze für zusätzliche und besondere Leistungen (10)
8. Nebenkosten: pauschal, einschl. Fahrtkosten (5)

Auftragsvergabe
Datum des Vertragsabschlusses: 2015-12-01 📅
Name: ARGE Architekturbüro Dr. Krause + Pfohl | Architektur + Denkmalpflege Dr. Anja Löffler
Postanschrift: Architekturbüro Dr. Krause + Pfohl Vorwerksgasse 5/7 99423 Weimar Architektur + Denkmalpflege Dr. Anja Löffler Küchengertenallee 13 07548 Gera – Untermhaus
Postort: Weimar
Postleitzahl: 99423
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: pfohl@architechnik.de 📧
Internetadresse: www.architechnik.de 🌏

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
E-Mail: poststelle@tlvwa.thueringen.de 📧

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Postleitzahl: 99403
Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Postanschrift: Weimarplatz 4, Postfach 2249
Telefon: +49 36137700 📞
Internetadresse: www.thueringen.de/de/tlvwa/bau/vergabe 🌏
Fax: +49 36137737190 📠
Quelle: OJS 2015/S 242-440049 (2015-12-10)