RZW-Umsetzungskonzept K-Fall-Vorsorge 2015

Deutsche Rentenversicherung – Rechenzentrum Würzburg GmbH (RZW)

Art des Vertrages, für den Angebote eingereicht werden sollen.
Ziel dieser Ausschreibung ist der Abschluss eines Dienstleistungsvertrages mit einem Unternehmen über eine Dienstleistung zur methodischen und planerischen Unterstützung bei der K-Fall-Vorsorge nach den ergänzenden Vorschriften für die Beschaffung von IT-Leistungen (EVB-IT). Vorgenannte Dienstleistung besteht aus der Unterstützung bei einer Pilotierung und der Erstellung eines DRV-weiten Umsetzungskonzeptes zur K-Fall-Vorsorge.
Der ausgeschriebene Vertrag kommt aufgrund des Angebotes des Bieters und des darauf erteilten Zuschlages durch die Vergabestelle zustande.
Ausschreibungspflichtiger Tatbestand.
Die RZW GmbH beabsichtigt innerhalb des Verbundes ihrer Gesellschafter ab 2015 Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge (K-Fall) zu planen, zu konzipieren und die Umsetzung als Projekt durchzuführen sowie nach dessen Abschluss das Ergebnis in eine K-Fall Organisation zu überführen.
Der Aufbau einer K-Fall-Organisation ist für die gesamte Deutsche Rentenversicherung (DRV) von essentieller Bedeutung. Daher soll das Projekt so gestaltet und durchgeführt werden, dass daraus eine „Blaupause“ für die gesamte Deutsche Rentenversicherung abgeleitet werden kann.
Zur Planung, Konzeption und zur Unterstützung des Projekts und Aufbau einer K-Fall-Lösung einschließlich der dazu erforderlichen Organisation wird externe Dienstleistung benötigt;
Aufgabenschwerpunkt:
— Organisatorische und technische Konzeption,
— Projektstrukturierung und -Steuerung sowie Projektcontrolling und
— technisches und organisatorisches Qualitätsmanagement.
Grundsätzlich ist vorgesehen, die Umsetzung auf zwei Ebenen erfolgen zu lassen:
— Ebene 1:Aufbau einer K-Fall-Lösung für RZW Verbund,
— Ebene 2: Ableitung einer „Blaupause“ für DRV IT,
— Pilotierung innerhalb des RZW Verbunds zwischen den Standorten Bochum und Würzburg.
Unter Federführung der RZW-GmbH sollen die organisatorischen und IT-servicebezogenen Bestandteile beim Aufbau einer K-Fall-Lösung in Form einer Blaupause (generisches Konzept – Ebene 2) erarbeitet werden. Diese Blaupause wird durch die Erfahrungen aus der im RZW Verbund geplanten Umsetzung (Ebene 1) angereichert. Damit hat sie einen hohen Praxisbezug und kann für die anderen IT-Einheiten der DRV zum Einsatz kommen.
Für beide Ebenen zusammen wird vom Auftraggeber ein Gesamtaufwand von ca. 200 Beratertagen geschätzt. Eine Option der Erweiterung um 100 Beratertage ist vorgesehen. Die Ebene 2 ist höher priorisiert als die Ebene.
Das Angebot muss beinhalten:
Die für Konzeption und Umsetzung erforderlichen Teilprojekte, Rahmenbedingungen, Mitwirkungsleistungen des Auftraggebers, Projektphasen mit Aufwandsschätzung und Meilensteine mit messbaren Ergebnissen je Projektphase.
Die je Meilenstein erreichten Ergebnisse sind so zu dokumentieren, nachzuweisen, dass sie vom Auftraggeber abgenommen werden können. Ferner ist je Meilenstein ein aufwandsbezogener Soll-, Ist-abgleich vorzulegen.
Abschlagszahlungen erfolgen nach Abnahme der jeweiligen Meilensteine.
Zusammengefasst ergeben sich folgende Eckpunkte für das Projekt:
— Ziel ist es, nach Ausruf des K-Falls die identifizierten Services innerhalb von 72 Stunden zu 60 % der regulären Produktivleistung (Rechnerleistung) bereitzustellen.
— Angestrebte Risikominimierung und entstehende Kosten müssen in einem wirtschaftlichen Verhältnis stehen.
— Aufbau einer funktionsfähigen K-Fall-Lösung einschließlich der dafür erforderlichen Organisation gemeinsam mit allen Beteiligten (RZW GmbH, Gesellschafter, DRV Bund Würzburg) im RZW-Verbund.
— Die DRV Bund am Standort Würzburg muss mit einem festzulegenden IT-Servicespektrum in die K-Fall Absicherung einbezogen werden.
— Das Gesamtprojekt wird in Phasen je Kundengruppe unterteilt und ermöglicht dadurch ein stufiges, individuell auf Kundenforderungen ausgerichtetes Vorgehen.
— Für jede Kundengruppe ist ein stufiges, an Teilprojekten mit Meilensteinen orientiertes Vorgehen erforderlich
— Im Rahmen des Projektes ist eine geeignete Messgröße (z. B. RTO-Zeit bis die abzusichernden Geschäftsprozesse wieder im definierten Umfang zur Verfügung stehen) zu definieren und anhand dieser ein messbarer Fortschritt in Richtung des definierten Ziels zu bestimmen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-11-13. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-10-08.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-10-08 Auftragsbekanntmachung