Sanierung der Wasserversorgung, Palmengarten Frankfurt am Main
Das Versorgungsgebiet „Palmengarten" befindet sich im Stadtteil Westend und umfasst eine Fläche von rd. 22 ha. Neben der Bewässerung der Vegetationsflächen, gehören zum Versorgungsgebiet auch die Schauhäuser, sowie Gastronomie, die Gärtnerei und mehrere Wohn- und Betriebsgebäude.
Die bestehende Wasserversorgung umfasst ein Trinkwasser- und ein Eigenwassernetz mit einer Länge von jeweils ca. 3 km. Das Areal des Palmengartens wird über drei Einspeisesteilen der Mainova in der Siesmayerstraße, in der Zeppelinallee und in der Palmengartenstraße versorgt, wobei das Verwaltungsgebäude, das Cafe Siesmayer und das Gesellschaftshaus über eigene Anschlüsse an das öffentliche Versorgungsnetz verfügen.
Neben den beiden vorgenannten Leitungsnetzen befinden sich im nördlichen Teil des Palmengartens separate Versorgungsbereiche, die einzelne Gartenteile (Rhododendron- und Steingarten, Spielwiese und Wasserspielplatz) sowie die drei Bachläufe und einen Wasserfall erschließen.
Das Eigenwasser wird im Sommer zur Bewässerung der Grünflächen verwendet. Im Winter wird dieses Netz jeweils außer Betrieb genommen und entleert. Derzeit setzt es sich zu 90 % aus Trinkwasser und zu 10 % aus Brunnenwasser zusammen, wobei der Anteil des letzteren auf bis zum Doppelten gesteigert werden soll. Die Zusammenführung beider Wasserarten findet in der rd. 39 m³ fassenden Speicherzisterne statt.
Sämtliche Wasserrohrleitungen sollen - weit überwiegend den Wegen folgend – in hochalterungsbeständigem Verbundrohrmaterial neu installiert werden, wobei zusätzlich zwei zusätzliche Netzknotenpunkte für die aus Gründen der Versorgungssicherheit installierten Ringschlüsse entstehen.
Mit der Erweiterung der automatischen Bewässerungsanlage sollen alle Vegetationsflächen, die einen erhöhten Pflege- und Wasseranspruch aufweisen, einbezogen werden.
Neben der grundlegenden Minimierung von Wasserverlusten und der weiteren Automatisierung der Pflanzflächenbewässerung hat die Maßnahme folgende Zwecke:
1. Nachweis der Leistungsfähigkeit des Trinkwassernetzes im Brandfall,
2. Installation für zusätzlich erforderliche Wasseraufbereitung in Teilen der Bewässerungsflächen (Rhododendron- und Steingarten),
3. Instandsetzung der z.Zt. partiell außer Betrieb befindlichen Pumpstation am Weiher,
4. Verlegen von zusätzlicher ca. 620 m Entwässerungsleitungen in einem Areal in näherer Umgebung des Oktogon-Brunnens (die Anschlüsse sollen bei allfälligen größeren Aktivitäten mit Publikumsverkehr für die temporäre Entwässerung genutzt werden),
Eine grabenlose Verlegung der Rohrleitungen ist zu ca. 40 % sinnvoll durchzuführen. Im Übrigen kommt die herkömmliche Bauweise im offenen Kanalgraben zum Einsatz.
Der 1. Bauabschnitt ist 2011/12 realisiert worden. Seit April 2012 wurde ein großer Teil der Bestandsaufnahmen für alle übrigen Bauabschnitte der Gesamtmaßnahme durchgeführt. Außerdem liegt dem Auftraggeber bereits eine Entwurfsplanung vor.
Die Gesamtkosten lt. Kostenschätzung betragen rund 4 850 000 EUR brutto.
Die Maßnahme soll bei laufendem Betrieb, in mehreren Bauabschnitten, hauptsächlich außerhalb der Sommermonate, innerhalb der nächsten 3-5 Jahre durchgeführt werden.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-03-06.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-02-02.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2015-02-02
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Auftragsbekanntmachung
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2015-08-27
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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