Sanierung und Erweiterung Schulcampus Grundschule Am Wäldchen, Strausberg, Otto-Grotewohl-Ring – Modul 1: Sanierung, Umbau und Erweiterung Bestandsgebäude und Neubau Hortgebäude; Leistungen der Tragwerksplanung gemäß HOAI 2013 §51, Leistungsphasen 1 bis 6
Siehe Ziff. II.1.1) sowie
Der Schulcampus Grundschule am Wäldchen, bestehend aus einem Grundschulgebäude mit integriertem Hort, einer Kindertagesstätte sowie einer Sporthalle inmitten von Aufenthalts-, Sportaußen- und Freiflächen, soll umgebaut und erweitert werden, um künftigen räumlichen und veränderten funktionalen Anforderungen des Schul-, Hort- und Kindertagesstättenbetriebs besser gerecht zu werden. Außerdem sind Anforderungen an den Brandschutz und die Barrierefreiheit in den Bestandsgebäuden umzusetzen.
Im Jahr 2014 wurde die Erstellung eines Gesamtkonzepts zur Neuordnung der Funktionen des Hort- und Schulbetriebs unter Berücksichtigung eines Anbaus oder Neubaus zur Vergrößerung der möglichen Flächen für den Schulstandort durch die Stadt Strausberg beauftragt. Ebenso wurde die Weiterentwicklung der derzeitigen Einzelflächen zu einem Campus sowie die Neustrukturierung der Freianlagen hinsichtlich ihrer Nutzung als Sport-, Aufenthalts- und Freiflächen innerhalb eines Gesamtkonzeptes untersucht. Im Ergebnis liegt ein Konzept vor, welches die Gesamtmaßnahme in sechs Module (Modul 1: Schule und Hort, Modul 2: Sporthalle, Modul 3: Kindertagesstätte, Modul 4: Freianlagen, Modul 5: Aktivspielplatz und Modul 6: Interimslösungen) unterteilt und für jedes Modul bauliche Lösungsvorschläge aufzeigt. Das Konzept wurde durch die Fachausschüsse der Stadt Strausberg bestätigt und bildet die Grundlage für die folgenden Planungs- und Realisierungsschritte.
Die hier zu vergebenden Planungsleistungen betreffen das Modul 1, das sich aus 2 Bauabschnitten zusammensetzt:
1. Bauabschnitt (Modul 1.2): Neubau eines 2-geschossigen Hortgebäudes (ohne Unterkellerung) und Anbindung an den angrenzenden 4-geschossigen Bestandsriegel. Die Baumaßnahme soll bei laufendem Betrieb erfolgen.
2. Bauabschnitt (Modul 1.1): Sanierung und Erweiterung des Bestandsgebäudes. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen rund 30 Jahre alten Typenbau (Schulbautyp Erfurt TS) in Stahlbeton-Montagebauweise (Querwandbauweise). Über die Jahre entstandene Baumängel an den Gebäudetrakten des 4-geschossigen Plattenbaus machen eine umfassende bauliche Sanierung erforderlich. Zugleich ist eine energetische Optimierung, eine Erneuerung der haustechnischen Anlagen und ein barrierefreier Ausbau (Einbau Aufzug) geplant. Zudem soll der Gebäudebestand durch Umbau- sowie Erweiterungsmaßnahmen (u. a. Foyer und Aula/Mehrzweckraum mit Ausgabeküche im EG) neu strukturiert werden. Die Maßnahme soll abschnittsweise bei laufendem Betrieb realisiert werden.
Die geplante Baumaßnahme zeichnet sich zusammenfassend wie folgt aus: 1. Gebäudetyp: Schule; 2. Art der Baumaßnahme: Neubau-/Erweiterungsbaumaßnahmen und Bauen im Bestand (Sanierung und Umbau); 3. Größenordnung: insg. rd. 6 550 m² BGF (1. BA: rd. 2 320 m², 2. BA: rd. 4 230 m²); Geschätzte Baukosten (Kostengruppe 200 – 700 nach DIN 276 Neu) gesamt: rd. 8 500 000 EUR netto (davon: KGr 300 ca. 5 200 000 EUR netto und KGr 400 ca. 1 400 000 EUR netto).
Ausgeschrieben sind die Leistungen der Tragwerksplanung gem. HOAI 2013 §51 in Verbindung mit Anlage 14. Die vorgesehene Vergabe umfasst die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 6 gem. HOAI 2013 § 51. Außerdem sollen ggf. ausgewählte Besondere Leistungen beauftragt werden (s. hierzu Ziff. II.2.2) Optionale Leistungen).
Eine losweise Vergabe ist nicht vorgesehen. Die Vergabe erfolgt stufenweise (s. Ziff. II.2.2)) ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen.
Im Ergebnis der Baumaßnahmen sollen architektonisch hochwertige Gebäude mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten (Nutzung Klassen-/Gruppenräume durch Hort/Schule, Nutzung Mehrzweckbereich/Aula durch Schule, Hort, Kita und auch für Wohngebietsveranstaltungen) sowie technisch optimale Anlagen zur Verfügung stehen, welche über lange Jahre einen wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Betrieb ermöglichen. Die Planungen und energetischen Nachweise sollen nach gültiger EnEV und dem EEWärmeG erfolgen.
Geplanter Zeitrahmen: 1. Beauftragung der Planungsleistungen: voraussichtlich 02/2016; 2. Abschluss Leistungsphase 4 HOAI §34: voraussichtlich Mitte 2016; 3. Baudurchführung Neubau: voraussichtlich 05/2017 bis 06/2018; 4. Erweiterung/Sanierung Bestand: voraussichtlich 07/2018 bis 07/2020; 4. Projektabschluss: im Nachgang.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-11-09.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-10-09.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2015-10-09
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Auftragsbekanntmachung
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2017-04-07
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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