Sanierung und Modernisierung U-Bhf. Sendlinger Tor; Rohbau 1

Stadtwerke München GmbH

Die vertragsgegenständlichen Bauleistungen dienen dem Gesamtumbau, der Modernisierung und Sanierung des U-Bahnhofs Sendlinger Tor, der sich in zentraler Lage im Münchner Zentrum befindet und weiterhin im Münchner U-Bahnnetz einen zentralen Knotenpunkt darstellt. Die Baumaßnahmen finden unter laufendem Betrieb an der Oberfläche und laufendem U-Bahnbetrieb statt. Ziel der Gesamtbaumaßnahme ist die betriebliche, brandschutztechnische und bau- und anlagentechnische Ertüchtigung des U-Bahnhofs. Der Bauauftrag erstreckt sich voraussichtlich auf einen Zeitraum von Anfang 2017 bis Ende 2019 und gliedert sich im Wesentlichen in folgende Hauptbestandteile:
1. Herstellung bauzeitlicher Verkehrsführung, Einrichten, Umbau und Unterhaltung von Verkehrsphasen, Baulogistik: Um gewisse Baufreiheit für die Herstellung der Querschlags Sonnenstraße (QSO) sowie die Sanierung des bestehenden Spannbeton-Teildeckels herzustellen, muss die Verkehrsführung teilweise nach Westen, Richtung Nußbaumund Pettenkoferstraße verlegt werden. Die Bauarbeiten für die Querschläge sowie die Bauwerksinstandsetzung können ob des aufrechtzuerhaltenden Verkehrs nur abschnittsweise erfolgen. Hierfür müssen verschiedene Zwischenverkehrsphasen eingerichtet werden. Weiterhin ist die baulogistische Versorgung und Anlieferung der Bautätigkeiten innerhalb des bestehenden U-Bahnhofs zu erbringen. Hierfür müssen temporäre Andienöffnungen hergestellt werden, die anschließend über Hebezeug zu beschicken sind.
2.Herstellung zweier neuer Querschläge von der Oberfläche für die unterste Bahnsteigebene (3. UG) sowie Umbau eines Ausgangs (1. UG) an die Oberfläche:
Die Herstellung der beiden neuen Querschläge, Sonnenstraße (QSO) und Blumenstraße (QBL), erfolgt grundsätzlich von der Oberfläche. Es soll eine Baugrube mit überschnittener, wasserdichter Bohrpfahlwand bis zu einer Tiefe von ca. 25-30 m mit Einbindung in den Grundwasserstauer hergestellt werden. Die Baugrubensohle liegt ca. 20 m unter GOK und soll über eine Restwasserhaltung trocken gehalten werden. In den oberen Bereichen sind Trägerbohlverbauten vorgesehen. Das Grundwasser steht ca. 5 m unter GOK an. Die Herstellung des Erweiterungsbaus erfolgt teilweise unter einem vorher hergestellten Deckel. Der Anschluss an das Bestandsbauwerk erfolgt größtenteils im Schutze einer Baugrundvereisung. Am Sperrengeschoßausgang Wallstraße (AWA) müssen Durchbrüche durch die Außenhülle des Bestandsbauwerks hergestellt werden und ein Außen-Lüftungskanal ergänzt werden.
3. Sanierung und Instandsetzung eines Spannbetondeckels, der Abdichtung des Bauwerks sowie verschiedener Bauwerksfugen:
Die Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten müssen in begrenzten Baufeldern im Straßen-, Kreuzungs- und Trambahnbereich erfolgen. Größter Anteil dieser Arbeiten ist Sanierung des ca. 20 x 20 m großen Spannbetondeckels, der sich direkt unter der Kreuzung Lindwurmstr./Oberanger mit dem Altstadtring befindet.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-03-14. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-12-29.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-12-29 Auftragsbekanntmachung
2017-07-17 Bekanntmachung über vergebene Aufträge