Stadtteilmanagement Wattenscheid
Gesundes Wattenscheid – familienfreundlich und generationen-gerecht;
Soziale Stadt Bochum-Wattenscheid – Stadtteilmanagement.
1. Ausgangslage:
1.1 Soziale Stadt – Hintergrund:
Das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt ist ein Teilprogramm der Städtebauförderung und widmet sich einer komplexen Aufgabe, da es bauliche Investitionen der Stadterneuerung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil verknüpft. Es hat mit seinem Vorgängerprogramm „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ seine Wurzeln in Nordrhein-Westfalen. Hier hat sich der Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft besonders früh und deutlich gezeigt: Arbeitsplätze im Kohle und Stahl verarbeitenden Sektor fielen weg, viele Menschen – oft mit Zuwanderungshintergrund – wurden arbeitslos. Die daraus resultierenden Probleme zeigten und zeigen sich häufig in den ärmeren Stadtteilen der Ballungszentren, die oftmals baulich in einem vergleichsweise schlechten Zustand waren oder noch sind und nicht mehr den Anforderungen des heutigen Wohnens und Arbeitens entsprechen. Um diesen baulichen und sozialstrukturellen Problemlagen Herr werden zu können, bedarf es integrierter Lösungsansätze, die in besonderer Weise vorhandene Förderinstrumente von Land, Bund und EU räumlich bündeln.
Damit soll das Umfeld für private Investitionen in Gebäude und Wohnungen verbessert und möglichst nachhaltige Entwicklungen angestoßen werden.
Als Antwort auf diese Entwicklungen schenkt das Programm Soziale Stadt NRW seit 1993 gerade Quartieren in den Städten besondere Aufmerksamkeit, die von Strukturwandel und sozioökonomischen Veränderungsprozessen stark betroffen sind. Leitidee ist es, vorhandene Kräfte zu mobilisieren, um positive Veränderungsprozesse anzustoßen.
Ziel ist es, in den Quartieren stabilisierende Entwicklungen und selbsttragende Prozesse in Gang zu bringen: es muss gelingen, dass die Bewohner dieser Gebiete Teil der städtischen Gemeinschaft bleiben und die Stadtteile aus sich heraus als Wohn-, Arbeits- und Lebensraum wieder attraktiv und lebenswert werden.
Das Programm Soziale Stadt NRW möchte positive Entwicklungen in Quartieren mit baulichen und sozialen Problemlagen nachhaltig anstoßen. Es ist auf der einen Seite ein Teilprogramm der Städtebauförderung, das sich den daraus geförderten Maßnahmen der städtebaulichen Erneuerung eines Quartiers widmet. Auf der anderen Seite ist es ein Leitprogramm, das auf die Bündelung von öffentlichen und privaten Ressourcen angelegt ist. Die Einbeziehung weiterer Förderangebote des Landes, des Bundes und der EU und das Anstoßen von privaten Investitionen sind ausdrückliche Ziele des Programmansatzes.
Die wesentlichen Aspekte der Programmphilosophie der Sozialen Stadt NRW sind:
* Anknüpfen an die Ressourcen vor Ort;
* Soziale Stadt als Plattform verschiedener Handlungsbereiche und Finanzierungsquellen;
* Aktivierung und Partizipation;
* integriertes Handeln;
* nachhaltige Veränderung durch Verstetigung und Imageverbesserung;
* klares Bekenntnis zu einem gemeinsamen Ziel.
1.2 Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept:
Nachhaltige städtebauliche Entwicklung basiert auf gesamtstädtischen Bestandsanalysen und Konzepten. Deshalb ist durch einen Gutachter ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet worden. Unterschiedlichste Bausteine der integrierten Stadtentwicklung wurden dabei analysiert und bewertet. Die Inhalte wurden innerhalb einer Projektgruppe abgestimmt. Die Projektgruppe ist eine fachbereichsübergreifende Gruppe, die sowohl alle beteiligten Fachämter beinhaltet als auch externe Institutionen wie Stadtwerke, Bogestra, Landeszentrum Gesundheit oder im Projektgebiet liegende Krankenhäuser.
Das entwickelte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept befasst sich unter dem Leitbild „Gesundes Wattenscheid – familienfreundlich und generationengerecht-“ mit einem Teilbereich des Stadtbezirkes Wattenscheid.
Der räumliche und inhaltliche Zuschnitt basiert auf den Erkenntnissen der Untersuchungen und Analysen im Kontext der Erstellung des Integrierten Gesamtkonzeptes aus dem Jahr 2013 für den Untersuchungsraum West (der Untersuchungsraum umfasst weite Teile des Stadtbezirkes Wattenscheid). Der Erstellungsprozess zeichnete sich durch die vielseitige und vielschichtige Beteiligung einer Fülle öffentlicher und privater Akteure aus.
Das vorliegende Entwicklungskonzept ist inhaltlich wie folgt gegliedert:
Kapitel 1: Einleitungsteil
Kapitel 2: Darstellung zum Themenfeld „Gesunde Stadt“, die als Basis für die Umsetzung des Handlungsprogramms dient und bei der Projekt- und Maßnahmenkonzeption berücksichtigt wurde
Kapitel 3: Darstellung der sozialen Kontextindikatoren, der sozialstatistischen Entwicklung und der Gesundheitssituation der Wattenscheider Bürger
Kapitel 4
+ 5: Analyse des Untersuchungsraumes mit der Zusammenstellung des thematischen Handlungsbedarfs:
* aus sozialräumlicher Sicht mit den Themen Soziales, Bildung, Kultur und Soziales
* aus städtebaulicher Sicht mit den Themen Baukultur und Baustruktur, Stadtgestalt, Freiraum, Verkehr, Wohnen und lokale Ökonomie
Kapitel 6: Definition der sechs Handlungsfelder
Handlungsfeld A: Wohnen, Bauen und Stadtgestalt
Handlungsfeld B: Grün- und Freiraum
Handlungsfeld C: Mobilität, Straßen, Wege und Plätze
Handlungsfeld D: Einzelhandel und lokale Ökonomien
Handlungsfeld E: Gesundheit, Bildung, Freizeit, Kultur und Soziales
Handlungsfeld F: Steuerung und Kommunikation
Kapitel 7: Maßnahmenkonzept, welches alle Projekte, Konzepte, Ideen und Maßnahmen umfasst, die im Rahmen der Projektlaufzeit konkretisiert und umgesetzt werden sollen. Für jede Maßnahme ist ein Projektbogen ausgefüllt worden.
Kapitel 8: Zusammenfassende tabellarische Projektübersicht
Kapitel 9: Rahmenplan sowie eine tabellarische Übersicht der einzelnen Projekte. Dargestellt sind darin die Prioritäten, der Umsetzungszeitraum und die Kosten
Kapitel 10: Konzept für die Projektumsetzung, in dem ein Vorschlag für die Bearbeitungsstruktur unterbreitet wird. Dabei sind sowohl bestehende Strukturen und Netzwerke berücksichtigt als auch neue Arbeitsstrukturen vorgesehen worden.
1.3 Maßnahmenkonzept:
Die Maßnahmen innerhalb des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes sind den oben genannten Handlungsfeldern A-F zugeordnet.
1.4 Beteiligte Akteure:
Im Soziale-Stadt-Vorhaben beteiligte Akteure sind u. a.:
— private Einzeleigentümer
— Wohnungsbaugesellschaften
— Bewohnerinnen und Bewohner
— Sparkasse
— Kirchen
— weitere lokalrelevante Akteursgruppen (Kitas, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Krankenhäuser u. v. m.)
Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept für Bochum-Wattenscheid „Gesundes Wattenscheid – familienfreundlich und generationengerecht -“ kann unter folgendem Link eingesehen werden:
http://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W29EJKU9997BOCMDE
2. Aufgaben des Stadtteilmanagements:
2.1 Stadtumbaubüro und Stadtumbauteam:
Die zu erbringenden Leistungen erfordern Mitarbeiter, die über einschlägige Erfahrungen zur Durchführung von Projekten im Zusammenhang mit dem Förderhintergrund der „Sozialen Stadt“ als Förderprogramm verfügen. Da kein entsprechend ausgebildetes städtisches Personal zur Verfügung steht, wird die Aufgabe des „Stadtteilmanagements“ an ein Fachbüro vergeben.
Geplant ist die Einrichtung eines Stadtteilbüros im Innenstadtbereich, dass folgende Kriterien erfüllt:
— zentrale Lage mit großen Schaufenstern, die einladend wirken und gleichzeitig als Informationsplattform und Ausstellungsfläche für die Projekte dienen können
— gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV, Rad und zu Fuß
— barrierefreier Zugang
— Arbeitsräume/-bereiche für das Stadtteilmanagement, den Citymanager und den Stadtteilarchitekten
— Besprechungsraum, der für Veranstaltungen auch von Dritten genutzt werden kann
Eventuell könnte im Laufe der Vertragslaufzeit die Eröffnung eines weiteren Büros erforderlich sein, falls dies, z. B. zur Bearbeitung besonderer Aufgaben, notwendig erscheint.
Der externe Dienstleister soll die Stadt bei der Umsetzung des Konzeptes inhaltlich und personell unterstützen.
Folgende Aufgaben sollen durch das Stadtteilmanagement übernommen werden:
— Entwicklung und Koordination von Maßnahmen und Projekten auf der Grundlage des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes „Gesundes Wattenscheid“
— Aktivierung der Bewohner und Akteure im Stadtteil, Aufbau und Stärkung der Akteursvernetzung
— Präsenz im Stadtteil über zwei Stadtteilbüros, Ansprechpartner für Bewohner, Eigentümer, Mieter und Akteure
— Vorbereitung und Organisation von öffentlichen Sitzungen und Veranstaltungen, Unterstützung der Verwaltungstätigkeiten bei Auftragsvorbereitung, Abrechnung und Finanzcontrolling, Vorlagenerarbeitung
— Organisation der Öffentlichkeitsarbeit
— Mitwirkung bei der Programmevaluation
Die ständige Vor-Ort-Präsenz des Stadtteilmanagements ist Voraussetzung, um die Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung und der in den Prozess eingebundenen Akteure erfolgreich zu besetzen.
2.2 Leistungsprofil:
Städtebauliche Leistungen:
— Konkretisierung und Umsetzung der Maßnahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes zur Aufwertung der Quartiere
— Mitwirkung bei der Erarbeitung der im städtebaulichen Entwicklungskonzept vorgeschlagenen bzw. darüber hinausgehenden Planungen und Wettbewerbe unter Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie weiterer relevanter Akteure
— Mitarbeit an städtebaulichen Entwürfen für bestimmte Problemstellungen (z. B. blockbezogene Umbauprojekte, Innenhofgestaltung, Gestaltung des öffentlichen Raumes)
— Erarbeitung/Betreuung von Wettbewerben/Workshops für besondere Vorhaben/städtebauliche Untersuchungen und Rahmenplanungen
— inhaltliche Weiterentwicklung und Begleitung der Umsetzung der einzelnen Impulsprojekte einschließlich der Zeit-, Kosten- und Finanzierungskalkulation
— Erarbeitung und Abstimmung der konzeptionellen Grundlagen für Aufwertungs- und Stabilisierungsstrategien
Sozialintegrative Leistungen:
— Mitwirkung bei der Schaffung nachhaltiger sozialer, wirtschaftlicher, städtebaulicher und ökologischer Strukturen im Stadtteil
— Kopplung relevanter Akteure aus den Bereichen Städtebau-, Arbeitsmarkt-, Sozial- und Wirtschaftspolitik
— Entwickeln neuer und tragfähiger Kooperationsformen
— Gebietskoordination: Vernetzung der unterschiedlichen Interessengruppen vor Ort unter Beteiligung aller relevanten, im Quartier tätigen Akteure und beteiligten sozialen Träger
— eventuell sind die folgenden Aufgaben eines Gesundheitsverbundmanagers zu leisten, falls diese nicht vom Gesundheitsamt der Stadt Bochum übernommen werden:
* Steuerung der direkten Aktivitäten, die den gesundheitlichen Zustand der Bewohner verbessern
* Begleitung aller investiven Maßnahmen als Gremium, welches einen besonderen Fokus auf die gesundheitsfördernden Aspekte der Projekte legt
* Aufbau eines stadtteilbezogenen Gesundheitsnetzwerkes
* Begleitung des Stadterneuerungsprogramms als kritischer und fachlicher Beobachter zur Sicherung der Berücksichtigung aller gesundheitsrelevanten Aspekte
* Initiieren und Begleiten der Projektfamilien zum Thema Gesundheit inkl. Fördermittelakquise
Mieter- und Eigentümerberatung:
— wohnungs- und hausbezogene Mieter- und Eigentümerberatung hinsichtlich vorzunehmender Bau-, Umbau-, Modernisierungs- und Rückbaumaßnahmen
— Information über Förderprogramme und Finanzierungsmodelle sowie Motivation der Mieter und Eigentümer zur Beteiligung am Stadtumbauprozess
Bürger- und Akteursbeteiligung:
— Einbeziehung der lokalen Akteure und Durchführung von akteursübergreifenden Steuerungsrunden
— Bewohnerbeteiligung und Moderation von Beteiligungsprozessen
— Moderation von zu erwartenden „schwierigen“ Gesprächen bezüglich der Themen Abriss, Zwischennutzung, Werteverluste
— Ausbau bestehender und Aufbau neuer Netzwerke, Kooperationen und Kontakte, Aktivierung der Bewohner und Entwicklung eines stetigen Bewohnerengagements
— Entwickeln quartiersspezifischer Organisationsformen durch Vernetzung der vorhandenen Träger und Institutionen unter besonderer Beachtung von Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund und deren Organisationen
— interkulturelle Kompetenz aufgrund der multikulturellen Bewohnerschaft
— Unterstützung von Bewohnervertretungen, Aktivitäten und Initiativen bei der Artikulierung von Zielen der Quartiers-entwicklung, der Entwicklungs- und Handlungskonzepte
— Anleitung und Unterstützung von Projektträgern (z. B. Bewohnerinitiativen u. ä.) bei der Projektentwicklung
— Aufbau einer lokalbezogenen Öffentlichkeits-/Imagearbeit (dazu gehört auch die Entwicklung eines Logos für das Programmgebiet)
Gender Mainstreaming:
— Erfordernis von Gender- und Diversitykompetenz und Erfahrungen mit gendergerechten Methoden
— bei der Umsetzung/Arbeit des Stadtteilbüros ist die Arbeit aus der Genderperspektive zu beleuchten und die Umsetzung der entsprechenden Qualitätskriterien erkennbar zu machen (z. B. können Angebote/Maßnahmen für differenzierte Zielgruppen aufgezeigt werden)
Integration:
— Erfordernis von Integrationskompetenz und Erfahrungen mit integrativem Handeln
— bei der Umsetzung/Arbeit des Statteilbüros ist die Arbeit aus integrativer Sicht zu beleuchten. Vor allem Migranten sind bei den Beteiligungen der Bewohnerinnen und Bewohner zu berücksichtigen
Unterstützung der Stadt Bochum:
— Vor- und Nachbereitung sowie Teilnahme an verwaltungsinternen Abstimmungsrunden und Gesprächen
— Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit
— Teilnahme an Veranstaltungen des Fördermittelgebers
Leitung des Stadtumbaubüros:
— der/die StadtteilmagerIn ist Mitglied der bereits gebildeten Projektgruppe, die die grundsätzlichen organisatorischen Aspekte des Projektes sowie die inhaltliche und strategische Ausrichtung der Arbeit des Quartiersmanagements festlegt
— der/die StadtteilmangerIn übernimmt die Geschäftsführung des noch zu gründenden Beirats, in dem Vertreter der lokalen Akteure mit der örtlichen Politik und der Verwaltung zusammenarbeiten und u. a. über die Verfügungsfondprojekte entscheiden
— kontinuierliche Berichterstattung in unterschiedlichen Gremien (auch Politik) über den Fortgang der Arbeiten; Unterstützung bei der Fertigung der Vorlagen der Verwaltung
— Unterstützung durch Koordination der inhaltlichen, zeitlichen und finanziellen Prioritäten der Maßnahmen, Projekte, Planungen und Wettbewerbe
— Erstellung und Pflege eines eigenen Internetauftritts des Programmgebietes
— Mitwirkung an der Verfahrensevaluation
Leistungen der Stadt Bochum die Stadt hat im Gesamtprozess die Weisungsbefugnis und übernimmt folgende Aufgaben:
— Betreuung der Vergabeverfahren und der Beauftragung von Fachbüros/Gutachtern
— Betreuung der Gremien des Stadtquartiers
— Koordination der einzelnen Programmschwerpunkte im Hinblick auf die Umsetzung des Gesamtprozesses
— Erstellung von Vorlagen für politische Gremien und ihre Vertretung
— Information/Rückkopplung mit dem Verwaltungsvorstand
— Federführung für das Berichtswesen
— Rückkopplung des Prozesses mit den Fördermittelgebern; Fördermittelantragstellung und Finanzcontrolling
— Evaluation und Monitoring
2.3 Leistungsumfang und Vertragslaufzeit
Im Programmgebiet „Gesundes Wattenscheid“ ist ein Stadtteilbüro einzurichten.
Es wird von insgesamt 3 000 geleisteten Jahresarbeitsstunden ausgegangen.
Dabei wird eine Vor-Ort-Präsenz bzw. Öffnungszeiten von täglich vier Stunden an fünf Tagen in der Woche erwartet. Der Einsatz zu anderen Tageszeiten darüber hinaus (z. B. Abendveranstaltungen) wird erwartet und mit der Verwaltung abgestimmt. Die Verteilung der Öffnungszeiten sollte auch die Interessen von berufstätigen Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigen. Ihr Angebot sollte hierzu einen entsprechenden Vorschlag enthalten.
Es obliegt dem Stadtteilmanagement, die Räumlichkeiten eines Stadtteilbüros im Programmgebiet anzumieten. Die Einrichtung des Stadtteilbüros sowie die Technische Ausstattung und das Arbeitsmaterial obliegen ebenfalls dem Stadteilmanagement. Beides ist im Angebot zu berücksichtigen. Die Stadt Bochum wird bei der Suche eines geeigneten Stadtteilbüros behilflich sein. Für die Ausstattung des Stadtteilbüros wird einmalig ein Betrag i. H. v. 40.000 EUR zur Verfügung gestellt.
Die zur Verfügung stehenden Mittel für das Stadtteilmanagement und das Stadtteilbüro (Miete und Nebenkosten) pro Jahr belaufen sich auf einen Betrag i. H. v. 250 000 EUR einschließlich Neben
kosten und der zurzeit gültigen Mehrwertsteuer von 19 %. Weiterhin steht ein Betrag i. H. v. 15 000 EUR für Öffentlich-keitsarbeit und 25 000 EUR für Sachkosten zur Verfügung.
Aufgrund der Begrenzung der Fördermittel auf 250 000 EUR jährlich einschließlich Nebenkosten und der zurzeit gültigen Mehrwertsteuer von 19 % stellt diese Grenze ein K.O.-Kriterium dar.
Ein Angebot, das mit einem höheren Betrag als 250 000 EUR abschließt, wird ausgeschlossen.
Die Kosten für Miete, Mietnebenkosten und sonstige Bürokosten sind in den Unternehmensstundensatz einzurechnen.
Vertragslaufzeit:
Aus Gründen der Planbarkeit personeller und sachlicher Ressourcen soll das Stadtteilmanagement zunächst für einen Zeitraum von ca. Mitte 2016 bis Ende 2018 mit der Option einer jährlichen Vertragsverlängerung bis maximal Ende 2022 in Abhängigkeit der Bewilligung der notwendigen Fördermittel beauftragt werden.
Die Stadt Bochum verpflichtet sich mit dieser Ausschreibung nicht zur Vergabe eines entsprechenden Auftrags, da die Auftragserteilung erst nach Vorliegen der förderrechtlichen Voraussetzungen (Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns oder Zugang des Zuwendungsbescheides) erfolgen kann. Mit der Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns ist nach Zustimmung über die EU-Fördermittel Mitte Oktober 2015 zu rechnen.
Schadensatzansprüche können nicht geltend gemacht werden.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-11-09.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-10-08.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2015-10-08
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Auftragsbekanntmachung
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2016-02-22
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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