Die Vergabe von Beratungsleistungen erfolgt in Form einer Dienstleistungskonzession in einem zweistufigen Verfahren.
Das Land Baden-Württemberg plant die Einrichtung eines modular aufgebauten Beratungssystems für landwirtschaftliche Betriebe. Gegenstand der Dienstleistungskonzession ist die Teilnahmeberechtigung an diesem Beratungssystem mit der Folge, dass die ausgewählten Beratungsorganisationen einen - je nach Beratungsmodul unterschiedlich hohen - Anteil ihres Beratungshonorars unmittelbar gegenüber dem Land Baden-Württemberg abrechnen können. Maßgebend ist insoweit Art. 15 Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und zur Aufhebung der Verordnung EG (EG) Nr. 1698/2005, Amtsblatt L 347/487 vom 20.12.2013.
Eine Mindestauslastung wird nicht gewährt. Das wirtschaftliche Risiko liegt insoweit bei den ausgewählten Beratungsorganisationen. Die ausgewählten Beratungsorganisationen haben sich selbständig um Beratungsaufträge bei landwirtschaftlichen Betrieben in Baden-Württemberg zu bemühen.
Die Beratungen finden auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Sitz in Baden-Württemberg statt und haben in deutscher Sprache zu erfolgen.
Gegenstand des Beratungskonzepts sind 61 verschiedene Beratungsmodule. Entsprechend dieser Einteilung ist die Ausschreibung in 61 Lose wie folgt aufgeteilt:
Losnummer:
01 Grundmodul Betriebswirtschaftliche Begleitung;
02 Spezialmodul Unternehmen betriebswirtschaftlich vorhabenbezogen begleiten;
03 Spezialmodul Betrieb – Betriebszweigauswertung;
04 Spezialmodul Arbeitswirtschaft;
05 Grundmodul Gesamtbetriebliche Qualitätssicherung;
06 Spezialmodul EMAS-Zertifizierung;
07 Einstiegsmodul Diversifizierung;
08 Grundmodul Diversifizierung – Unternehmen nachhaltig begleiten;
09 Spezialmodul Diversifizierung – Unternehmen vorhabenbezogen begleiten;
10 Spezialmodul Endverkauf;
11 Spezialmodul Biogas;
12 Einstiegsmodul Öko-Umstellung;
13 Grundmodul Ökologischer Landbau;
14 Spezialmodul Grünland- und Futterbau in ökologisch bewirtschafteten Betrieben;
15 Grundmodul Ökologischer Weinbau;
16 Grundmodul Ökologischer Gemüsebau;
17 Grundmodul Ökologischer Obstbau;
18 Spezialmodul Ökologischer Anbau von Beerenobst;
19 Spezialmodul Ökologischer Pflanzenschutz;
20 Spezialmodul Bio-Vermarktung;
21 Spezialmodul Verarbeitung von Öko-Erzeugnissen;
22 Spezialmodul Bewässerung;
23 Spezialmodul Technik;
24 Grundmodul Ackerbau;
25 Spezialmodul Ackerbauliche Spezialkulturen (z. B. Hopfen, Tabak, Kartoffeln etc.);
26 Spezialmodul Grünlandbewirtschaftung, Futterbau und Fütterung;
27 Spezialmodul Extensive Grünlandnutzung;
28 Grundmodul Gemüsebau;
29 Grundmodul Zierpflanzenbau;
30 Grundmodul Baumschule und Staudenbetrieb;
31 Grundmodul Spargelanbau;
32 Spezialmodul Integrierter/biologischer Pflanzenschutz;
33 Spezialmodul Einstieg/Optimierung von Kultursystemen im Gartenbau;
34 Grundmodul Obstbau;
35 Grundmodul Beerenobst;
36 Spezialmodul Lagerplanung;
37 Spezialmodul Erntetermin und Lagerung;
38 Grundmodul Weinbau;
39 Grundmodul Kellerwirtschaft;
40 Spezialmodul Bau und Energie im Weinbau;
41 Spezialmodul Kellertechnik;
42 Spezialmodul Stallbau;
43 Spezialmodul Optimierung Tierwohl;
44 Spezialmodul Umstellung auf höhere Tierschutzstandards;
45 Einstiegsmodul Rind;
46 Grundmodul Milchvieh;
47 Grundmodul Rindermast;
48 Grundmodul Mutterkuhhaltung;
49 Spezialmodul Herdenmanagement;
50 Spezialmodul Melktechnik/Melkberatung;
51 Einstiegsmodul Schweinehaltung – Produktionstechnik;
52 Grundmodul Schweinehaltung;
53 Grundmodul Schafe, Ziegen;
54 Spezialmodul Tiergesundheit Schafe, Ziegen;
55 Grundmodul Pferdehaltung;
56 Spezialmodul Betriebsgründung Pferdehaltung;
57 Grundmodul Geflügelhaltung;
58 Einstiegsmodul Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung;
59 Spezialmodul Maßnahmen zur Biodiversität;
60 Spezialmodul Kleiner Energieeffizienz-Check;
61 Spezialmodul Großer Energieeffizienz-Check;
Bewerber können sich um eines oder mehrere dieser 61 Lose, nicht aber um alle Lose bewerben (vgl. II.1.8)). Die Zahl der ausgewählten Beratungsorganisationen ist prinzipiell unbegrenzt. Die Teilnahmeberechtigung hängt von der Erfüllung der Eignungskriterien (vgl. nachfolgend III. 2)) und der Zuschlagskriterien ab, die auf der zweiten Stufe des Verfahrens mit den Ausschreibungsunterlagen bekanntgegeben werden (vgl. nachfolgend IV.2.1)).
Für den zu erstellenden Teilnahmeantrag wurden Unterlagen erstellt, aus denen sich nähere Angaben zu den verschiedenen Beratungsmodulen (Losen) entnehmen lassen. Diese Unterlagen (u. a. Modulstammblätter) sind über folgenden Link zugänglich: www.beratung-bw.de
Auf nachfolgend VI.3) wird hingewiesen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-05-26.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-04-27.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2015-04-27) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Unterstützende Dienste für die öffentliche Verwaltung
Menge oder Umfang:
“13 750 000”
Gesamtwert des Auftrags: 13 750 000 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Unterstützende Dienste für die öffentliche Verwaltung📦
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für ein oder mehrere Los(e)
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Postanschrift: Postfach 10 34 44
Postleitzahl: 70029
Postort: Stuttgart
Kontakt
Internetadresse: http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de🌏
E-Mail: oliver.scherer@mlr.bwl.de📧
Telefon: +49 7111262483📞
Fax: +49 7111261622483 📠
“Gegenstand der Ausschreibung ist eine Dienstleistungskonzession. Die Vorschriften des 4. Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (§§ 97 ff. GWB)...”
Gegenstand der Ausschreibung ist eine Dienstleistungskonzession. Die Vorschriften des 4. Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (§§ 97 ff. GWB) finden deswegen auf dieses Vergabeverfahren keine Anwendung. Um einen möglichst breiten Wettbewerb herzustellen und dem Diskriminierungsverbot Rechnung zu tragen, hat sich der Auftraggeber gleichwohl entschlossen, den Auftrag europaweit bekanntzumachen. Dies trägt auch dem Inkrafttreten der Richtlinie 2014/23/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die Konzessionsvergabe Rechnung, die noch nicht in nationales deutsches Recht umgesetzt ist.
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Quelle: OJS 2015/S 084-149917 (2015-04-27)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2015-09-08) Objekt Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge
“Gegenstand der Ausschreibung ist eine Dienstleistungskonzession. Die Vorschriften des 4. Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (§§ 97 ff. GWB)...”
Gegenstand der Ausschreibung ist eine Dienstleistungskonzession. Die Vorschriften des 4. Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (§§ 97 ff. GWB) finden deswegen auf dieses Vergabeverfahren keine Anwendung. Um einen möglichst breiten Wettbewerb herzustellen und dem Diskriminierungsverbot Rechnung zu tragen, hat sich der Auftraggeber gleichwohl entschlossen, den Auftrag europaweit bekanntzumachen. Dies trägt auch auch dem Inkrafttreten der Richtlinie 2014/23/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die Konzessionsvergabe Rechnung, die noch nicht in nationales deutsches Recht umgesetzt ist.
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Quelle: OJS 2015/S 178-324028 (2015-09-08)