15D0534 – JGU Mainz- Erweiterung der Fernkälte – Fachplanung der technischen Gebäudeausrüstung (Anlagengruppen 1, 2, 3 und 8) gem. Teil 4 Abschnitt 2 HOAI 2013
Fachplanung der technischen Gebäudeausrüstung (Anlagengruppen 1, 2, 3 und 8) gem. Teil 4 Abschnitt 2 HOAI
2013 für den Neubau einer Kältezentrale (Erweiterung Fernkälte) auf dem
Campus der Johannes-Gutenberg Universität Mainz.
Auf dem Gelände der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz soll am nördlichen Rand des
Universitätsgeländes neben der Saarstraße bei dem Werkstattgebäude des Institutes für Physikalische Chemie
eine neue Kältezentrale errichtet werden.
Die JGU in Mainz betreibt derzeit eine Kältezentrale mit einer Leistung von 9 Megawatt und wird somit in naher
Zukunft die Leistungsgrenze erreichen, im Rahmen eines baufachlichen Gutachtens wurde ermittelt, dass
aufgrund anstehender Baumaßnahmen auf dem Campus ein zusätzlicher Kältebedarf von ca. 7,3 Megawatt
vorhanden ist.
Daher soll die bestehende Fernkälteversorgung der JGU konzeptionell so weiter entwickelt werden, dass
den Anforderungen der baulichen Entwicklung auf dem Campus zukünftig Rechnung getragen werden kann.
In einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Standorte für eine neue Kältezentrale untersucht. Der
Neubau soll auf der Parzelle 3/8, Duesbergweg, nord-westlicher Bereich des Instituts für Physikalische Chemie/
Parkplatz Mainzelbahn-Saarstraße erstellt werden.
Das neu zu errichtende Gebäude soll auf der Südseite so in den bestehenden Erdwall eingefügt werden,
dass es von Norden (Saarstraße) her nicht sichtbar ist. Hierfür ist das Gebäude in einen Lärmschutzwall zu
integrieren. Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung des Erdwalls zur
Saarstraße sind erforderlich.
Das Gebäude zur Erweiterung der bestehenden Kälteversorgung soll als einfaches kubisches Technikgebäude
konzipiert werden.
Folgende Grundrissaufteilung ist angedacht:
Untergeschoss: Pumpen, Verteilungen, Wasseraufbereitung,
Erdgeschoss: Kältemaschinen, Trafos, Leitwarte, WC/Umkleide, ELT-Verteiler,
Dachgeschoss: Aus städtebaulichen Gründen sollen die Rückkühler nicht auf dem Dach des Gebäudes,
sondern separat auf einer befestigten Fläche neben dem Gebäude platziert werden, um den äußeren Eindruck
des grünen Erdwalls von Seiten der Saarstraße nicht zu stören.
Bruttorauminhalt: ca. 9 350 m³,
Bruttogrundrissfläche: ca. 1 700 m².
Grundlage der Planung ist das baufachliche Gutachten vom Januar 2015, erstellt durch den Landesbetrieb LBB,
Niederlassung Mainz, sowie die bis April 2016 fertig gestellte Vorentwurfsplanung.
Die neu zu errichtende Kältezentrale ist so zu konzipieren, dass durch den stetigen Anstieg des Kältebedarfs
in Zukunft bis zu 5 Kältekompressoren in das Gebäude gestellt werden können. Hierfür ist entsprechender
Platzbedarf vorzusehen. Nach der derzeitigen Planung ist es angedacht, das Gebäude zunächst mit zwei
Kompressoren zur Kälteversorgung auszustatten.
Da in naher Zukunft intensiv alternative/ natürliche Kältemittel eingesetzt werden müssen (siehe
Verordnung (EG) Nr. 842/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates) und hierunter Ammoniak (R 717), Kohlendioxid (R 744), Propan (R 290) und Butan (R 600) zu
nennen wären, ist Gewerkeübergreifend (Hochbau, Versorgungs- und Elektrotechnik) bei der Planung und dem
Bau der neuen Zentrale sicher zu stellen, dass diese Mittel in den neuen Anlagen eingesetzt werden könnten.
(Hinweis: Die Mittel weisen teilweise eine leichte Brennbarkeit bzw. hohe Toxizität auf).
Die neue Kältezentrale wird mit zwei Stichleitungen an das alte vorhandene Kältenetz angebunden. Erster
Einspeisepunkt ist bei der Kreuzung Becherweg – Staudingerweg und der zweite ist beim Abzweig Pfeifferweg -
Benzelweg. Verlegung der Rohre im Tiefbau.
Das Gebäude wird mittelspannungsseitig in das 20kV-Netz der JGU Mainz eingebunden. Hierfür sind 5
Trafoboxen vorzusehen. Im Rahmen der 20kV-Anbindung sind Erd- und Kabelverlegungsarbeiten notwendig.
Die Leistung für die Kältezentrale wird aus Ring 4 (20kv-Netz der JGU Mainz) entnommen.
Die Auftragnehmer (AN) werden verpflichtet, an der Baustelle von Beginn der Arbeiten bis zur Übergabe des
Bauwerks bzw. der baulichen Anlagen ein vom Auftraggeber zur Verfügung gestelltes Büro ausreichend zu
besetzen. Die Ingenieurverträge werden als Stufenverträge konzipiert, d. h. es wird zunächst die HU-Bau
abgerufen. Ein Rechtsanspruch auf Übertragung der weiteren Leistungen besteht nicht.
Leistungszeiträume für die Leistungen des Auftragnehmers:
— Erstellung der HU-Bau: 04/2016 bis 07/2016;
— Erstellung der AFU-Bau: 01/2017 bis 10/2017;
— Angestrebter Baubeginn: ab Mai 2018;
— geplante Fertigstellung: im Januar 2020.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-03-01.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-01-29.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2016-01-29
|
Auftragsbekanntmachung
|
2016-10-28
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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