Beschaffung einer Laser-Probenpräparatinsanlage (DFG-GZ: A 729)
Deutsche Forschungsgemeinschaft e. V., Zentrale Beschaffungsstelle
Zur Durchführung zerstörungsfreier 3D-Charakterisierung von Struktur- und Funktionsmaterialien mittels NanoCT/CT sowie weiterführender Mikro- und Nanostrukturanalysen (TEM, 3D-Atomsonde) wird eine Laser-Probenpäparationsanlage gesucht, mit der aus makroskopischen Proben geeignete mikroskopische Probenvolumina herauspräpariert werden können. Hierbei müssen die im Folgenden aufgeführten Anforderungen/ Spezifikationen erfüllt sein:
(1) Zur schädigungsarmen Bearbeitung von Materialien unterschiedlicher Materialklassen (Metalle, Keramiken/Halbleiter, Gläser, Verbundwerkstoffe) muss die zum Einsatz kommende Laserquelle zwingend eine Ablation im Multiphotonen-Regime erlauben. Die durch den Laserprozess eingetragene Schädigungszone sollte für typische Materialien < 2 µm betragen.
(2) Für die präzise Dimensionierung von Proben im Bereich weniger 10 µm bis in den sub-10µm-Bereich muss das optische Setup einen Strahldurchmesser < 10 µm auf der Probe ermöglichen. Dabei muss eine ausreichend große Rayleigh-Länge vorhanden sein, um Schnitttiefen von über hundert Mikrometern ohne Fokusnachführung zu erlauben. Letztere sollte ungeachtet dessen mit einer Schrittweite von min. 5 µm möglich sein.
(3) Für die gezielte Präparation von Probendetails auf der Mikroskala (Einschlüsse, Poren, Risse, …) müssen Zielpositionen mit einer Genauigkeit von ≤ 3 µm adressiert werden können.
(4) Für tomografische Analysen mittels NanoCT/CT sowie 3D-Atomsonde muss die Präparation kegelförmiger oder zylindrischer Probenkörper mit der langen Kegel- bzw. Zylinderachse senkrecht zur Strahleinfallsrichtung möglich sein. Typische Abmessungen der Ausgangsproben sind einige Millimeter bis wenige Zentimeter. Die Größe der erzeugten Zielstruktur hat indes Abmessungen von wenigen Mikrometern bis einige Millimeter. Die Probe muss dafür entlang der abzudünnenden Längsachse motorisiert drehbar sein. Ferner muss die Bearbeitungsebene des Laserstrahls relativ zur Drehachse veränderbar sein.
(5) Darüber hinaus muss die Präparation kegelförmiger Probenkörper mit der Kegelachse entlang der Strahleinfallsrichtung möglich sein. Typische Abmessungen der Ausgangsproben sind einige Millimeter bis wenige Zentimeter. Die Größe der erzeugten Zielstruktur hat indes Abmessungen von wenigen Mikrometern bis wenigen hundert Mikrometern.
(6) Das bei der Laserbearbeitung freigesetzte bzw. zerstäubte Material muss durch ein geeignetes Anblas- und Absaugsystem sicher aus dem Bearbeitungsraum entfernt werden.
(7) Für die sequentielle Konfektionierung und Kontrolle/Analyse im Röntgenmikroskop bzw. NanoCT/CT, muss ein leichter Einbau/Wiedereinbau der Probe möglich sein.
(8) Die Anlage muss einen Workflow bereitstellen, mit dem die Präparation von großflächigen Lamellen für TEM-Analysen aus (mechanisch) vordimensionierten Proben benutzerfreundlich möglich ist. Die resultierenden Proben müssen für eine Nachdünnung mit Ionenstrahlen (konventionelle Ionendünnung, FIB) zugänglich sein.
(9) Die Hauptabläufe der Laserbearbeitung sollten durch ein einfach gehaltenes Userinterface einstellbar sein, so dass eine sichere Handhabung auf Laborantenlevel möglich ist.
(10) Infolge der Aufstellung in einem Labor sollten die Abmessungen der Anlage und die Aufstellungsanforderungen (Medienversorgung, elektrische Anschlüsse) möglichst gering sein.
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-10-19. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-09-19.
Wer? Wie? Wo?| Datum | Dokument |
|---|---|
| 2016-09-19 | Auftragsbekanntmachung |
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser)
Menge oder Umfang: 1 System.
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser) 📦
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Sonstiges
Name des öffentlichen Auftraggebers: Deutsche Forschungsgemeinschaft e. V., Zentrale Beschaffungsstelle
Postanschrift: Kennedyallee 40
Postleitzahl: 53175
Postort: Bonn
Kontakt
Internetadresse: http://www.dfg.de 🌏
E-Mail: ute.breuer@dfg.de 📧
Telefon: +49 2288852474 📞
Fax: +49 2288853676 📠
Referenz
Daten
Absendedatum: 2016-09-19 📅
Einreichungsfrist: 2016-10-19 📅
Veröffentlichungsdatum: 2016-09-24 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2016/S 185-332604
ABl. S-Ausgabe: 185
Zusätzliche Informationen
Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Referenznummer: SP 648/7-1
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Erlangen.
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Auftragsausführung
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln:
Verfahren
Datum der Absendung der Aufforderungen: 2016-10-26 📅
Vergabekriterien
Kriterium: 1. Technischer Wert (50)
2. Preis (50)
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️
Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Andere Art des öffentlichen Auftraggebers: Other
Kontakt
Kontaktperson: Frau Ute Breuer
Internetadresse: www.dfg.de 🌏
Referenz
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: SP 648/7-1
Zusätzliche Informationen
Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
- Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser) (>20 neue Beschaffungen)
- Apparate und Geräte zum Prüfen und Testen (18)
- Bewertungs- und Testinstrumente (4)
- Geologische und geophysikalische Instrumente (4)
- Instrumente zum Prüfen von physikalischen Eigenschaften (>20)
- Messinstrumente (6)
- Navigationsinstrumente und meteorologische Instrumente (1)
- Optische Instrumente (14)
- Registrieruhren und dergleichen; Parkuhren
- Steuerungs- und Fernsteuerungsgeräte für Industrieprozesse